DE445056C - Vorrichtung zur Leistungsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere fuer Walzwerke - Google Patents

Vorrichtung zur Leistungsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere fuer Walzwerke

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DE445056C
DE445056C DEST39204D DEST039204D DE445056C DE 445056 C DE445056 C DE 445056C DE ST39204 D DEST39204 D DE ST39204D DE ST039204 D DEST039204 D DE ST039204D DE 445056 C DE445056 C DE 445056C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/48Meters specially adapted for measuring real or reactive components; Meters specially adapted for measuring apparent energy

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Leistungsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere für Walzwerke. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kraftverbrauchsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere für Walzwerke, die es im Gegensatz zu den bisher üblichen Einrichtungen gestattet, die von einer Arbeitsmaschine, z. B. einem Walzwerk, zur Leistung einer Arbeit verbrauchte Liraft im Augenblick des Arbeitsvorganges als Metertonnenleistung abzulesen. Bisher bediente man sich der bekannten registrierenden Kilowattmesser, welche die Leistung in Leistungskurven anzeigen, so daß ein sofortiges Feststellen der jeweiligen Leistung nicht möglich ist. Nur durch umständliches und zeitraubendes Ausplanimetrieren der Diagrammstreifen kann der Kraftverbrauch der Maschine später als Summe festgestellt werden. Erfindungsgemäß ist nun ein 'Weg gezeigt, in einfachster Weise während des Arbeitsvorganges den jeweiligen Kraftverbrauch der Maschine sofort abzulesen, und zwar nicht als Gesamtsumme, sondern als Verbrauch jeder einzelnen Krafteinheit während einer bestimmten Zeit. Dies ist dadurch erreicht, daß der jeweilige von der Größe der Arbeitsleistung bestimmte Strom eine Kontaktwalze in mehr oder weniger schnelle Umdrehung versetzt, wodurch in mehr oder weniger schneller Aufeinanderfolge Augenblickskontakte hergestellt werden, die ihrerseits ein. punktierendes oder lochendes Organ betätigen, welches auf einem sich mit bestimmter, gleichförmiger Geschwindigkeit bewegenden Papierstreifen zur Einwirkung kommt, wodurch die in einer bestimmten Zeiteinheit auftretenden Kraftäußerungen der Arbeitsmaschine angezeigt werden, und zwar in m; sek., einem Vielfachen oder einem Bruchteil hiervon.
  • In den Zeichnungen ist schematisch ein Ausführungsbeispiel derErfindung dargestellt, ohne daß sich die Erfindung auf die gewählte Ausbildung der Einrichtung beschränken soll. Abb. i zeigt die Gesamteinrichtung.
  • Abb.2 zeigt das Wesentliche der Kontaktwalze.
  • Abb.3 zeigt ein schematisches Bild des Empfängers und sein Schaltschema.
  • Abb. a zeigt den Diagrammstreifen.
  • Zu Abb. i. In die von einem Kraftwerk i nach einem entfernten Walzwerksantrieb 2 führende Leitung 3 ist ein Meßwiderstand :1 eingebaut. Der durch den Meßwiderstand abgezweigte Strom übt im Sender 5 ein dynamisch feststellbares, vom Hauptstrom abhängiges Drehmoment aus, welches durch übersetzung 6 zum Antrieb einer Kontaktwalze benutzt wird. Die einmalige volle Umdrehung der KontaktwaIze entspricht einer ge«%ählten Krafteinheit. Bei jeder Umdrehung :bildet die Kontaktwalze einen einmaligen oder Teileinheiten anzeigenden mehrmaligen Stromschluß, welcher aus einer Ortsbatterie 8 Signalströme in eine Fernleitung 9 aussendet.
  • Diese Signalströme benutzt am Beobachtungsstand ein Relais i o zur Bildung eines Stromschlusses zwischen einer Ortsbatterie i i und dem Empfangsapparat 12. Letzterer bewirkt die Herstellung eines Diagramms über den Kraftverbrauch des beobachteten Vorganges.
  • Abb.2 zeigt eine bauliche Ausbildungsart der Kontaktwalze ;, wobei Fig. i die einzelnen zu einer Kontaktwalze gehörenden Kontaktscheiben veranschaulicht. Die Zusammensetzung dieser einzelnen Scheiben zeigt Fig.2. Die hierbei entstehenden Zwischen-Z> 13 werden mit einer Isoliermasse ausgefüllt, so daß sich die in Fig.3 gezeigte Ab-Wicklung ergibt. Hierbei erscheint die Scheibe i-1 als ununterbrochener Kontaktring 1.1, der mit der feststehenden Bürste 15 Dauerkontakt hat. ZVie ohne weiteres ersichtlich, werden die in Fig. 2 dargestellten Kontaktfinger 16 durch die in Fig. i an den einzelnen vorgcSehenen Vorsprüngen gleichen Bezugszeichens 16 gebildet.
  • Diese Kontaktfinger kommen beim Drehen der Walze mit der in der angedeuteten Pfeilrichtung verschiebbaren Kontaktbürste 17 in Berührung. Die erwähnte Verschicbbarkeit der Bürste 17 auf der Walze 7 ist aus dem Grunde gewählt, um im Einklang mit den in Fig. i veranschaulichten Kontaktscheiben ein Einstellen auf verschiedene Meßeinheiten ermöglichen zu können.
  • In Abb.3 bedeuten io das Relais für den ankommenden Signalstrom. S, und S, sind zwei gleichartige Solenoide. In ihrem Kernrohr gleiten zwei Eisenkerne i S und i g, welche durch eine Stange 2o von unmagnetisierbarem Metall gekuppelt sind. An der Kuppelstange 20 ist ein keilfönniger Steuernocken 21 angebracht.
  • S3 ist ein senkrecht angeordnetes Solenoid mit einem im Kernrohr gleitenden Eisenkern 22. Dieser Kern ruht mit dem Teller 23 eines Gen eingeschraubten Führungsbolzens 2:1 auf dem Traggerüst 25 des Solenoids S3. Das untere Ende des Eisenkerns 22 bildet eine Gabel 26 mit einer Rolle 27. Der zylindrische Stiel 28 der Gabel 26 ist in der Grundplatte 29 des Apparates geführt. Auf diesem zylindrischen Teil der Gabel ist ein leicht gleitender Metallteller 3o aufgeschoben.
  • ca, b, c, d, e, f sind isoliert aufgeschraubte Kontakte.
  • 31 ist eine Führung für den Papierstreifen, auf dem (vgl. Abb. 4.) gleiche Abstände markiert sind und der mit gleichmäßiger Geschwindigkeit abläuft, und zwar derart, daß er sich in einer Sekunde um die Entfernung zwischen zwei Markierungen vorwärts schiebt.
  • Abb. ,l läßt die' Markierung auf dem Papierstreifen i S erkennen. Die Punkte bedeuten jedesmal den Beginn des Verbrauchs einer Krafteinheit. Der Zwischenraum zwischen den einzelnen Punkten gibt die Zeitdauer des Verbrauches der eingestellten Krafteinheit an.
  • Die Markierung der Einheiten, d.li. also der Aufmarsch der Zeichen auf einer abgelau=enen «'cgstrccke, bedeutet die Messung des Kraftverbrauchs. -Die Wirkungsweise des Systems ist folgende: Die vom Motor 2 aufgenommene Energie wird im Sender 5 mit Hilfe eines auf dem bekannten Zählerprinzip aufgebauten Apparates dazu benutzt, um eine reibungsfrei gelagerte und mit einer ZVirbclstronibrenisscheibe versehene Welle zu betreiben, welche in einem konstanten magnetischen Feld rotiert.
  • Es ist bekannt, daß derartige Systeme zur Messung elektrischer Energie gesetzlich a1: eichfähig anerkannt sind. Sie können also auf eine beliebig gewählte Größe, z. B. i m/sek., geeicht werden.
  • Ein derartig geeichtes Treibsystem setzt durch mechanische übersetzung 6 die Kontaktwalze 7 in rotierende Bewegung. Die Umfangsgeschwindigkeit dieser Kontaktwalze ist abhängig von der Größe des vom Alotor 2 durch das Treibsystem fließenden Stromes. Eine Umdrehung der Walze 7 gibt den Verbrauch der eingestellten Vergleichsgröße, z. B. i n-1/sek., an.
  • Es besteht demnach zu Beginn der eingestellten Vergleichsgröße Kontakt und am Ende derselben, was gleichbedeutend ist mit dem Anfang einer neuen Vergleichsgröße. Der durch den Kontakt hervorgerufene Hilfsstrom oder Signalstrom wird in den Empfänger 12 geleitet.
  • Die übertragenen Signale haben jedoch an sich wenig Wert, weil die Zeitdauer des Signalstromes abhängig ist von der Berührungsdauer der Kontakte mit der Bürste, d. h. von der Umfangsgeschwindigkeit der Kontaktwalze 7. Die Auswertung dieses Signalstromes wird aber ermöglicht mit Hilfe des Empfängers 12.
  • Im ersten Moment des Kontaktes zwischen Bürste und Kontaktwalze wird der Relaisanker i o des Empfängers 12 angezogen und stellt Verbindung zwischen a und b her. Dadurch wird der Stromkreis, Batterie i i, Solenoid S;, über den auf c und d aufliegenden Teller 3o geschlossen und der Eisenkern i9 momentan eingezogen. Der Eisenkern 19 hebt durch den Steuernocken 21 den leichteren Kern 22 des Solenoids S3 an.
  • Letzteres schließt die Kontakte e und f durch den darauf ruhenden Teller 23 und unterbricht gleichzeitig durch den mithochgenommenen Kontaktteller 3o die Wirkung des Solenoids S@.
  • Von diesem Äugenblick ab ist ein neuer Stromkreis, Batterie i i, Solenoid S3, Solenoid Si, Batterie i i, geschlossen. Diese beiden Solenoide werden erregt und ziehen ihre Kerne ein mit folgender Wirkung Solenoid S3 hält selbständig den von dem Steuernocken 2i hochgehobenen Ker11 22 in Kontakt mit e und f. Solenoid S, -schleudert den von S, vorgebrachten Kern i S in die Anfangsstellung zurück.
  • Von diesem Augenblick an ändert sich an dem bestehenden Zustande nichts bis zu dem Zeitpunkt, wo der Signalstrom aussetzt. In diesem Moment fällt der Relaisanker i o ab und unterbricht den Batteriestrom der Solenoide bei a und b. Gleichzeitig fällt der Kern 22 des Solenoids S3 ab und stellt mit dem Teller 3o bei c und d den Bereitschaftszustand zum Empfang und zur Fixierung eines neuen Signals her.
  • Die Abwartezeit bis zum neuen Signalstrom ist der Zustand des Verbrauchs der eingestellten Meßgröße.
  • Die Markierung auf dem Papierstreifen geschieht durch das Vorschnellen des Treibstiftes 32, ist also momentan und behindert den Papierstreifen in der gleichmäßigen Vorwärtsbewegung nicht.
  • Dadurch, daß auf dem Papierstreifen gleiche Abstände markiert sind und er sich in gleichförmiger Geschwindigkeit vorwärts bewegt, und zwar derart, daß er sich in einer Sekunde um die Länge eines der markierten Abstände vorwärts schiebt, ist die Möglichkeit gegeben, die verbrauchten Meter direkt abzulesen.

Claims (1)

  1. PATI:NTANSPaucH: Vorrichtung zur Leistungsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere für @Valzwerke, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweilige von der Größe der Arbeitsleistung bestimmte Strom eine Kontaktwalze in mehr oder weniger schnelle Umdrehung versetzt, wodurch in mehr oder weniger schneller Aufeinanderfolge Augenblickskontakte hergestellt werden, die ihrerseits ein punktierendes oder lochendes Organ betätigen, welches auf einem sich mit bestimmter gleichförmiger Geschwindigkeit bewegenden Papierstreifen zur Einwirkung kommt, wodurch die in einer bestimmten Zeiteinheit auftretenden Kraftäußerungen der Arbeitsmaschine in m/sek., einem Vielfachen oder einen Bruchteil hiervon, angezeigt werden.
DEST39204D 1925-03-03 1925-03-03 Vorrichtung zur Leistungsmessung von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, insbesondere fuer Walzwerke Expired DE445056C (de)

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