DE44449C - Vorrichtung an geodätischen Mefsinstrumenten zur directen Übertragung von Höhenunterschieden in Längenmafse - Google Patents
Vorrichtung an geodätischen Mefsinstrumenten zur directen Übertragung von Höhenunterschieden in LängenmafseInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/02—Details
- G01C3/04—Adaptation of rangefinders for combination with telescopes or binoculars
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an geodätischen Mefsinstrumenten, welche den
Zweck hat, Höhenunterschiede direct in Längenmafse zu übertragen und dadurch das Instrument
entweder zur Ermittelung von Höhen von einem gegebenen Punkt aus geeignet zu
machen, wenn die Entfernung des Objectes bekannt oder beispielsweise mit dem Porroschen
Distanzmesser festgestellt ist, oder das Instrument zur Ermittelung von Entfernungen
bei bekannter Höhe oder von zwei Positionen aus benutzen zu können.
Zu dem angegebenen Zweck wird mit dem Instrument eine Mikrometerschraube in Verbindung
gebracht, deren Achse genau senkrecht gerichtet ist und deren Steigung sowie axialer
Abstand von der horizontalen Achse des Fernrohres genau bekannt ist. Die Drehung der
Mikrometerschraube wird durch eine Theilung auf dem Schraubenkopf und ganze Umdrehungen
auf einer verticalen Theilung durch Index angegeben. Das Fernrohr ist mit der Mikrometerschraube
derart in Verbindung gebracht, dafs das messende Ende der letzteren stets den genauen Scheitelpunkt des dritten Winkels eines
rechtwinkligen Dreiecks bildet, wenn die horizontale Absehlinie des Fernrohres die eine
Kathete und die Achse der Mikrometerschraube die andere Kathete ist.
Die Fig. 10 der Zeichnung veranschaulicht die Benutzung des Instruments zur Ermittelung
von Höhen von einem gegebenen Punkt bei bekannter Entfernung E dieses Punktes von
dem Object. Die Höhe χ läfst sich aus der
Ablesung y an der Mikrometerschraube und der bekannten und festen Gröfse c des Instruments
aus folgender Gleichung bestimmen: y.E C
Die Fig. 11 veranschaulicht die Ermittelung
von Entfernungen χ von Objecten bei bekannter Höhe derselben; es ist die Entfernung:
Hc
X:
Die aus Fig. 12 ersichtliche Ermittelung von
Entfernungen von zwei Positionen aus, deren Abstand α und al genau bekannt ist, wobei
in der Mitte des geraden Abstandes dieser Entfernungen der Ausgangspunkt der zu messenden
Entfernung liegt, wogegen der Zielpunkt derselben in der Verlängerung der Verbindungslinie
beider Positionen liegt, geschieht nach folgender Gleichung:
χ ■
ausgehend von den Gleichungen:
und bei Abnahme von a = a1.
Die Gröfsen^1 und jk2 werden auf der
Mikrometerschraube abgelesen. Die Gröfse a
bezw. α1 ist durch Messung festgestellt. Es ist
zu bemerken, dafs die Messungen genau gleich ausfallen, gleichviel ob sich die Positionspunkte
in einer Ebene befinden oder ob dieselben in der Höhenlage erheblich abweichen, wenn nur
die Entfernungen dieser Punkte, lothrecht gemessen, von der Mitte genau gleich sind und
das Zielobject H von beliebiger Höhe zwei scharf begrenzte Punkte zum Anvisiren hat,
welche sich in einer Lothrechten befinden.
Die Messungen fallen auch genau gleich aus, wenn das Zielobject in beliebiger Höhe zwei
scharf begrenzte Punkte zum Anvisiren hat, gleichviel ob dieselben in einer Lothrechten
liegen oder nicht, und wenn die zwei Positionspunkte annähernd in derselben Visirebene liegen.
Die Einrichtung des Instruments zur Ausführung der vorstehend angegebenen Aufgaben
ist aus der Zeichnung ersichtlich ; es ist:
Fig. ι die Seitenansicht des mit der Stellvorrichtung
versehenen Instruments;
Fig. 2 eine Endansicht desselben unter Fortlassung bekannter Theile;
Fig. 3 eine halbe Oberansicht;
Fig. 4 ein Verticalschnitt durch die Mikrometerstellschraube
und die damit verbundenen Theile in gröfserem Mafsstabe.
Die Fig. 5 bis 8 behandeln modificirte Constructionen
der Stellvorrichtung.
Der Fernrohrträger ist derart ausgebildet, dafs er durch den Theil α den Halter für eine
Hülse b bildet, in welcher die Mikrometerschraube c steckt; dieselbe ist an dem oberen
Ende gelenkartig an einem Hebel d befestigt, der auf der Fernrohrachse sitzt und durch
einen Vorstecker e oder eine andere passende Vorrichtung mit dem Fernrohr in derartiger
Verbindung gebracht werden kann, dafs durch die Bewegung der Mikrometerschraube eine
Bewegung des Fernrohrs um seine horizontale Achse herbeigeführt wird. Die Mikrometerschraube
steckt mit ihrem unteren, Gewinde tragenden Theil in einer mit Muttergewinde versehenen, unten geschlossenen Hülse f, auf
welcher der Kopf g befestigt ist, der an seinem Umfange eine Theilung trägt, von welcher
gegen den festen Index h die Bewegung der Spindel c in verticalem Sinne bei Drehung des
Kopfes g und damit der Hülse f abgelesen werden kann. Der obere gewindelose Theil
der Spindel c ist ebenfalls mit Theilung versehen, auf der man gegen den Index i die
Anzahl der vollen Umdrehungen des Kopfes g ablesen kann. Um bei Drehung des Kopfes g
eine Drehung der Spindel c zu verhindern, ist dieselbe bei c2 mit Nuth versehen, in welche
ein unter der Wirkung einer Feder k1 stehender, in dem festen Gehäuse k2 gleitender Stift k
tritt. Der obere Gelenkpunkt der Spindel c kann dadurch gebildet werden, dafs letztere
oben eine einen Stift umfassende Oese erhält; der Stift tritt bei der dargestellten Einrichtung
durch einen auf den Hebel d aufschiebbaren Schlitten Z, an dessen oberes Querstück die
Schlagfeder m angreift.
Bei den in Fig. 5 bis 8 dargestellten Constructionen ist die Stellvorrichtung dahin modificirt,
dafs die Schraubenspindel c mit dem festen Kopf gx sich in den fest mit dem
Träger α verbundenen Mutterführungen a2 bewegt,
also durch die Drehung des Kopfes gl direct gehoben oder gesenkt werden kann.
Der untere Theil der Schraubenspindel c ist zur Verhinderung der Verstaubung u. s. w. von
Hülsen η umgeben, die sich beim Heben der Spindel c teleskopartig in einander schieben
und bei umgekehrter Bewegung der Spindel aus einander ziehen. Die Theilung 0 wird bei
dieser Einrichtung mit der Spindel c gehoben und die Ablesung erfolgt gegen den festen
Index p. Die nachspannbaren Stifte q in den Federgehäusen ql dienen dazu, eine etwaige
Lockerung der Schraubenspindel c in den das Muttergewinde tragenden Theilen a2 aufzuheben.
Fig. 8 zeigt die Anordnung von teleskopartig in einander verschiebbaren Hülsen η
auch am oberen Ende der Schraubenspindel.
Bei den in Fig. 5 bis 8 dargestellten Constructionen wird das obere Gelenk der Schraubenspindel
c dadurch hergestellt, dafs diese oben kugelförmig ausgebildet wird und diese
Kugel in einem Kugellager des auf den Hebel d aufschiebbaren Schlittens entweder dadurch
gehalten wird, dafs in die Kugel eine auf eine federnde Platte t drückende Schrauben
tritt, deren seitliche Bewegung durch einen Schlitz des Kugellagers möglich wird, oder
dafs unten an dem das Kugellager tragenden Schlitten etwas federnde Platten u angeschraubt
sind, Fig. 5 und 7, welche den an die Kugel anschliefsenden Hals der Spindel c umfassen.
Bei Instrumenten, welche nur für Distanzmessungen und besonders für weite Entfernungen
benutzt werden sollen, wird die Einrichtung entsprechend der Darstellung Fig. 9 zweckmäfsig in der Weise getroffen, dafs eine
bedeutend gröfsere Hebellänge von d in Verbindung mit einer sehr feinen Mikrometer-(Tangenten-)
Schraube in Anwendung kommt. Es können mit einem derartig eingerichteten Instrument erfahrungsmäfsig sehr viel genauere
Messungen erzielt werden. Bei derartig ausgestatteten Instrumenten liegt die Drehachse χ
des Fernrohres um ein gleiches Stück als die Achse der Mikrometerschraube von der verticalen
Instrumentenachse ab. Hierdurch wird zugleich eine genaue und günstige Ausgleichung
der Massen am Instrument herbeigeführt. Die
Elevationsverhältmsse sind bei dieser Einrichtung entsprechend geringer.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung an geodätischen Mefsinstrumenten zur directen Uebertragung von Höhenunterschieden in Längenmafse, bestehend aus der Verbindung des Fernrohres mit einer Mikrometerschraube c, deren Bewegung durch einen Hebel d auf das Fernrohr übertragen wird, so dafs aus der abzulesenden Bewegung der Schraube in verticalem Sinne und der bekannten festen Entfernung der verticalen Schraubenachse von der horizontalen Fernrohrachse die Höhe von Objecten oder Entfernung von denselben berechnet werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44449C true DE44449C (de) |
Family
ID=319685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44449D Expired - Lifetime DE44449C (de) | Vorrichtung an geodätischen Mefsinstrumenten zur directen Übertragung von Höhenunterschieden in Längenmafse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44449C (de) |
-
0
- DE DENDAT44449D patent/DE44449C/de not_active Expired - Lifetime
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