DE4424745C2 - Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen Straßenfahrzeugtransportwagen - Google Patents
Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen StraßenfahrzeugtransportwagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Be- und Ent
laden eines Zuges mit speziellen, insbesondere als Nieder
flurwagen ausgebildeten Straßenfahrzeugtransportwagen nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Niederflurwagen zum Transport von Straßenfahrzeugen, wie
Sattel- oder Lkw-Zügen, weisen den Nachteil auf, daß die
Fahrzeuge am Ausgangsbahnhof von einer Rampe am Zugende
einzeln hintereinander auf die Niederflurwagen in Zuglängs
richtung auffahren und über eine solche Rampe am Zielbahn
hof am anderen Zugende, nach Umrangieren der Lok, wieder
abfahren müssen. Ein Be- und Entladen von Fahrzeugen auf
dazwischenliegenden Haltestellen ist damit praktisch nicht
möglich.
Aus der DE-OS 26 24 818 ist bereits ein Eisenbahnwagen zum
Transport von Straßenfahrzeugen bekannt, der eine um eine
senkrechte Achse drehbare Ladefläche aufweist, auf der ein
Straßenfahrzeug, z. B. ein Lkw, abgestellt werden kann. Ein
solcher Spezialwagen erfordert durch die drehbare Ladeflä
che jedoch einen erheblichen Herstellungsaufwand. Nieder
flurwaggons können nicht verwendet werden. Sie besitzen
nämlich seitlich einen den tragenden Teil bildenden Wannen
rand. Somit können auf diesen Spezialwagen mit drehbarer
Ladefläche keine z. B. 4 m hohen Lkw transportiert werden,
weil die Eisenbahnstrecken (z. B. Tunnels) nicht auf solche
Höhen eingerichtet sind.
Aus DE-OS 29 43 037 geht eine Anlage zum Be- und Entladen
eines Straßenfahrzeugtransportzuges hervor, bei der von ei
nem Schienenstrang mit Weichen mehrere Gleise abzweigen,
auf die jeweils ein Waggon des Zuges rangiert wird. Auf die
Waggons auf den Zweiggleisen werden dann von der vom Schie
nenstrang abgewandten Stirnseite die Lkw gefahren. Bei der
bekannten Anlage ist das Be- und Entladen mit aufwendigen
Rangierarbeiten verbunden.
Aus DE-PS 41 23 339, DE-OS 41 20 906 und GB-Z "Materials
Handling News", Sept. 1990, Seite 9 gehen Straßenfahrzeug
transportwagen mit einer um eine senkrechte Achse drehbaren
Ladefläche hervor, auf die im ausgeschwenkten Zustand das
Straßenfahrzeug von einer Rampe gefahren wird. Da jeder
Straßenfahrzeugtransportwagen als Spezialwagen mit drehba
rer Ladefläche ausgebildet werden muß, ist der Herstel
lungsaufwand erheblich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine einfach aufgebaute
Anlage bereitzustellen, mit der ein Zug zum Transport von
Straßenfahrzeugen an Zwischenhaltestellen mit einzelnen
oder mehreren Fahrzeugen rasch Be- und Entladen werden
kann. Dies wird erfindungsgemäß mit der im Anspruch 1 ge
kennzeichneten Anlage erreicht. In den Unteransprüchen sind
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wiedergegeben.
Die erfindungsgemäße Anlage ist insbesondere für unbeglei
tete Sattelanhänger von Sattelzügen sowie Lkw-Anhänger ge
eignet. Der unbegleitere Güterverkehr stellt durch die Ver
ringerung des Personalaufwandes (Chauffeure) einen wichti
gen Vorteil des Transports von Straßenfahrzeugen auf der
Schiene dar.
Die Straßenfahrzeugtransportwagen, die erfindungsgemäß ein
gesetzt werden, sind vorzugsweise Niederflurwaggons, wie
sie zum Lkw-Transport bereits eingesetzt werden. Diese Wag
gons weisen an ihren Enden vorzugsweise zwei hintereinander
angeordnete Lenkgestelle mit zwei oder drei Radsätzen mit
sehr kleinen Rädern auf. Durch dies kleinen Räder kann jeder
Waggon mit einer über die Lenkgesteile hinweg durchgehenden
niedrigen ebenen Ladefläche versehen werden.
Der an den Niederflurwagen angehängte Eisenbahnwagen ver
längert durch seinen Boden die Rampe, so daß die Straßen
fahrzeuge von den Niederflurwagen auf die Rampe gefahren
werden können und umgekehrt, wenn der Eisenbahnwagen in den
Gleisbogen an die schräge Stirnseite der Rampe gefahren
wird.
Der als Brücke zwischen Rampe und Straßenfahrzeugtransport
wagen dienende Eisenbahnwagen kann jedoch zugleich zum
Transport von Containern oder dergleichen Transportbehäl
tern oder zum Transport von Paletten oder dergleichen
Transportflächen ausgebildet sein, beispielsweise zum
Transport von Gütern, von Pkw oder von Personen. Dazu ist
der Eisenbahnwagen mit einer drehbaren Ladefläche versehen,
deren senkrechte Drehachse im mittleren Bereich oder an dem
Ende des Eisenbahnwagens angeordnet ist, das von dem oder
den an Eisenbahnwagen angehängten Straßenfahrzeugtransport
wagen abgewandt ist.
Auf diese Ladefläche wird der Aufnahmebehälter oder die
Aufnahmefläche für das Transportgut, Pkw oder Personen ab
gestellt, wobei der Aufnahmebehälter bzw. die Aufnahmeflä
che durch einen Personenzug- oder Güterzugwagen gebildet
sein kann. Wenn die Drehachse der Ladefläche an einem Ende
des Eisenbahnwaggons angeordnet ist, ragt durch Drehen der
Ladefläche deren dem Straßenfahrzeugtransportwagen benach
barte Stirnseite über die Längsseite des Eisenbahnwagens
hinaus oder bei mittlerer Drehachse beide Stirnseiten über
die Längsseiten des Eisenbahnwagens, so daß der Aufnahmebe
hälter bzw. die Aufnahmefläche mit dem Transportgut usw.,
z. B. von der Stirnseite der Ladefläche, auf einen Lkw oder
dergleichen Transportfahrzeug übergeben oder auf eine Rampe
geschoben werden kann, die gegebenenfalls mit einem Gleis
versehen ist, falls es sich bei dem Aufnahmebehälter bzw.
der Aufnahmefläche um einen Güterzug oder Personenzugwagen
handelt.
Die erfindungsgemäße Anlage ist also insbesondere für den
gemischten Transport von Lkw und dergleichen schweren Stra
ßennutzfahrzeugen einerseits sowie von anderen Transportgü
tern, Pkw und Personen andererseits geeignet.
Mit der erfindungsgemäßen Anlage ist sowohl der Container
transport wie auch der Lkw-, Sattelanhänger- oder derglei
chen Straßennutzfahrzeuge-Transport möglich, weil jeder
Straßenfahrzeugtransportwagen von der Stirnseite beliebig
Be- und Entladen werden kann.
Nachstehend ist die erfindungsgemäße Anlage anhand der
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Teils eines Zuges;
Fig. 2 die Draufsicht auf die beiden Niederflurwaggons des
Zuges nach Fig. 1 im Bereich des S-förmigen Gleis
abschnitts und eine Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Anlage vor dem Be- und Entladen;
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht während des
Be- und Entladens des Zuges; und
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht, jedoch von
einer anderen Ausführungsform.
Gemäß Fig. 1 weist ein Zug mehrere aneinander angehängte
Straßenfahrzeugtransportwagen 1 auf, auf denen z. B. Sattel
zuganhänger 3 abgestellt sind. Ein Eisenbahnwagen 2 zwi
schen den Straßenfahrzeugtransportwagen 1 weist auf seinem
Boden 4 eine Ladefläche 6 auf, die um eine Drehachse 5 in
der Mitte des Bodens 4 drehbar ist. Auf der Ladefläche 6
sind zwei Container 7 abgestellt, und zwar auf Rollen 8,
die auf der Ladefläche 6 angeordnet sind.
Der Boden 4 des Eisenbahnwagens 2 und der Boden der Stra
ßenfahrzeugtransportwagen 1 befinden sich annähernd in
gleicher Höhe. Mit Brücken 9 werden die Böden der Straßen
fahrzeugtransportwagen 1 mit den Böden 4 des Eisenbahnwa
gens 2 verbunden.
Gemäß Fig. 2 und 3 weist das Gleis an der Be- und Entlade
station einen gestrichelt dargestellten S-förmigen Gleisab
schnitt auf, der aus einem Gleisbogen A und einem Gleisbo
gen B besteht. Der Endabschnitt A′ des Gleisbogens A ver
läuft parallel zum Endabschnitt B′ des Gleisbogens B. Wenn
mehrere Wagen 1, 2 an einer Station einzeln ent- oder bela
den werden sollen, sind mehrere solcher S-förmiger Gleisab
schnitte hintereinander angeordnet.
Zu den Außenseiten der Gleisbögen A und B erstrecken sich
jeweils Rampen 10, 11, die in Längsrichtung der geraden En
dabschnitte A′ und B′ verlaufen. Die Stirnseiten 12, 13 der
Rampen 10, 11 sind schräg ausgebildet, damit sie möglichst
nahe an die Außenseiten der Gleisbögen A, B anschließen.
Der stumpfe Winkel β, den die Stirnseiten 12, 13 mit der
zugehörigen Innenseite 19, 20 jeder Rampe 10, 11 einschlie
ßen, entspricht dem Winkel, den die Endabschnitte A′ und B′
mit der Wendetangente des S-förmigen Gleisabschnitts ein
schließen.
In der Be- und Entladestellung gemäß Fig. 2 und 3 befindet
sich der Eisenbahnwagen 2 auf dem S-förmigen Gleisab
schnitt, und zwar ist die Drehachse 5 der Ladefläche 6 oder
die Mitte des Eisenbahnwagens 2 am Wendepunkt des S-
förmigen Gleisabschnitts angeordnet. Die Straßenfahrzeug
transportwagen 1 mit den Straßenfahrzeugen, also gemäß Fig.
2 den Lkw-Zügen 17, 18, befinden sich hingegen noch auf den
geraden Endabschnitten A′, B′. Die schrägen Stirnseiten 12,
13 der Rampen 10, 11 schließen an der Außenseite des Bodens
4 des Eisenbahnwagens 2 an. Wenn die Ladefläche 6 entspre
chend den Pfeilen 14 um die Drehachse 5 von der Position
gemäß Fig. 2 in die Position gemäß Fig. 3 verschwenkt wird,
ragen die Stirnseiten 15, 16 der Ladefläche 6 seitlich über
die Längsseiten des Eisenbahnwagens 2. Zugleich werden da
durch dreieckförmige Bereiche 4′ des Bodens 4 an den Enden
des Eisenbahnwagens 2 freigegeben. Diese dreieckförmigen
Bereiche 4′ bilden damit eine Brücke zwischen den Straßen
fahrzeugtransportwagen 1 und den schrägen Stirnseiten 12,
13 der Rampen 10, 11. Die Lkw-Züge 17 können damit von den
Rampen 10, 11 auf die Straßenfahrzeugtransportwagen 1 ge
fahren werden, die an das eine bzw. andere Ende des Eisen
bahnwagens 2 angehängt sind.
Die Böden der Straßenfahrzeugtransportwagen 1 und des Ei
senbahnwagens 2 und die Fahrbahn der Rampe 10, 11 liegen
dazu etwa in gleicher Höhe, wobei Höhenunterschiede durch
Brücken, wie die Brücke 9 und gegebenenfalls eine entspre
chende Brücke, die die Außenseite der Bereiche 4′ des Bo
dens 4 des Eisenbahnwagens 2 mit den Rampen 10, 11 verbin
det, ausgeglichen werden, damit die Lkw-Züge 17 oder son
stige Straßenfahrzeuge von den Rampen 10, 11 auf die Stra
ßenfahrzeugtransportwagen 1 und umgekehrt verfahrbar sind.
Statt einer Ladefläche 6 mit einer Drehachse 5 für die bei
den Container 7 können auch zwei getrennte Ladeflächen auf
dem Eisenbahnwagen 2 vorgesehen sein, deren Drehachsen
ebenfalls im mittleren Bereich des Eisenbahnwagens 2 ange
ordnet sind.
Die Innenseiten 19, 20 der Rampen 10, 11 verlaufen parallel
zu den gegenüberliegenden geraden Endabschnitten A′, B′ des
S-förmigen Gleisabschnitts, und zwar in einem Abstand a,
der wenigstens der Breite des Eisenbahnwagens 2 entspricht.
Die Ladefläche 6 wird beim Be- und Entladen gemäß Fig. 3 so
gedreht, daß sie parallel zu den Innenseiten 19, 20 der
Rampen 10, 11 verläuft. Die Innenseiten 19, 20 der Rampen
10, 11 schließen damit an die eine bzw. andere Längsseite
der Ladefläche 6 an. Die Container 7 können entweder von
den Stirnseiten 15, 16 mit Hilfe der Querrollen 8 von der
Ladefläche 6 beispielsweise auf die Ladefläche eines Stra
ßentransportfahrzeugs gemäß dem Pfeil 22 bewegt werden.
Ferner können, wie in Fig. 3 gestrichelt angedeutet, Längs
rollen 21 auf den Ladeflächen 6 vorgesehen sein, so daß die
Container 7 auf die benachbarte Rampe 10, 11 gemäß dem
Pfeil 23 bewegt werden können.
Wenn der gesamte Zug mit Straßenfahrzeugen, insbesondere
schweren Nutzfahrzeugen, wie Sattelanhängern 3 oder Lkw
fügen 17, beladen ist, und diese alle an einem Bahnhof ent
laden werden sollen, reicht es aus, wenn zwischen der Loko
motive des Zuges und den Straßenfahrzeugtransportwagen 1
wenigstens ein Eisenbahnwagen 2 angeordnet ist. Wenn jeder
Straßenfahrzeugtransportwagen 1 einzeln be- und entladen
werden soll, muß zumindest an einem Ende jedes Straßenfahr
zeugtransportwagens 1 ein Eisenbahnwagen 2 angehängt sein.
Wenn eine bestimmte Anzahl von Straßenfahrzeugtransportwa
gen gemeinsam be- oder entladbar sein soll, werden diese
Straßenfahrzeugtransportwagen 1 aneinander angehängt, wobei
an wenigstens ein Ende dieser Gruppe von Straßenfahrzeug
transportwagen 1 ein Eisenbahnwagen 2 angehängt wird.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, müssen die Gleisbögen A,
B eine bestimmte Krümmung aufweisen, damit sich der Eisen
bahnwagen 2 von einem geraden Endabschnitt A′ zum anderen
geraden Endabschnitt B′ erstreckt, wobei der Abstand a so
groß sein muß, daß die schräg herausgeschwenkte Ladefläche
6 zwischen den geraden Endabschnitten A′, B′ und der gegen
überliegenden Innenseite 19, 20 der Rampen 10, 11 Platz
findet. Wenn sich dadurch eine für normale Reisezüge oder
Güterwagen oder für die Lokomotive des Zuges zu starke
Gleiskrümmung ergibt, werden die normalen Wagen an demjeni
gen Zugende angeordnet, an dem sich die Lokomotive befin
det, wobei dann die Lokomotive den Zug mit den Straßenfahr
zeugtransportwagen 1 und den Eisenbahnwagen 2 von rückwärts
in den S-förmigen Gleisabschnitt oder die S-förmigen Gleis
abschnitte schiebt.
Wenn der Eisenbahnwagen 2 keine drehbare Ladefläche 6 auf
weist, können die geraden Endabschnitte A′, B′ auch direkt
an den Innenseiten 19, 20 der Rampen 10, 11 verlaufen, also
der Abstand a gegebenenfalls null werden. Damit kann der S-
förmige Gleisabschnitt mit einer entsprechend geringeren
Krümmung ausgebildet werden.
Die Straßenfahrzeugtransportwagen 1 und die Rampen 10, 11
gönnen mit Querrollen versehen sein und die Eisenbahnwagen
2 zumindest im Bereich 4′ des Bodens 4 mit Rollen, die in
der Be- und Entladestellung gemäß Fig. 2 und 3 parallel zu
diesen Querrollen der Straßenfahrzeugtransportwagen 1 und
der Rampen 10, 11 verlaufen. Damit ist es möglich, die
Straßenfahrzeuge 3, 17 auf Ladeflächen abzustellen, die auf
diesen Rollen abrollbar sind, wobei zum Abrollen ein ent
sprechendes Gefälle oder ein Zugmittel vorgesehen sein kann
oder die Rollen zum Teil angetrieben ausgebildet werden
können. Wenn derartige Rollen vorgesehen sind, können auf
den Ladeflächen auch andere Transportgüter abgestellt wer
den. Auch ist es möglich, auf solchen Rollen große Contai
ner abzurollen, beispielsweise auch Personenkabinen.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 dient vor allem dazu, meh
rere aneinander angehängte Straßenfahrzeugtransportwagen 1
mit einem Eisenbahnwagen 2 zu be- oder entladen, welcher
beispielsweise an die Lokomotive 24 angehängt ist.
Dazu ist lediglich ein einziger Gleisbogen A vorgesehen, an
dessen Außenseite die schräge Stirnseite 12 der Rampe 10
anschließt. Dabei ist die Drehachse 5 der Ladefläche 6 an
demjenigen Ende des Eisenbahnwagens 2 angeordnet, das der
Lokomotive 24 benachbart, also von dem angehängten Straßen
fahrzeugtransportwagen 1 abgewandt ist.
Die Ladefläche 6 stützt sich im ausgeschwenkten Zustand auf
einer Stütze 25 ab, und zwar ist eine zur Drehachse 5 koa
xiale bogenförmige Laufbahn 26 vorgesehen, die die Stütze
25 mit dem Boden 4 verbindet, wobei auf der Laufbahn 26 an
der Unterseite der Ladefläche 6 angebrachte Laufrollen 27
kaufen. Eine entsprechende Einrichtung kann auch für die
Ladeflächen des Eisenbahnwagens 2 nach Fig. 1 bis 3 vorge
sehen sein.
In der Be- und Entladestellung gemäß Fig. 4 ist der Eisen
bahnwagen 2 mit der Lokomotive 24 an die Rampe 10 gefahren
worden, so daß sein Boden 4 mit der Längsseite an die
Stirnseite 12 der Rampe 10 anschließt, während der an den
Eisenbahnwagen 2 angehängte Straßenfahrzeugtransportwagen 1
auf dem geraden Endabschnitt A′ steht. Wenn die Ladefläche
6 von der Stirnseite 12 weg verschwenkt worden ist, daß sie
parallel zum geraden Endabschnitt A′ verläuft, bildet der
dreieckförmige Abschnitt 4′ des Bodens 4 eine Verlängerung
der Rampe 10, d. h. eine Brücke, die die Rampe 10 mit dem
Straßenfahrzeugtransportwagen 1 und gegebenenfalls weite
ren, an diesen angehängten Straßenfahrzeugtransportwagen
verbindet, so daß alle Straßenfahrzeugtransportwagen 1 des
Zuges durch Auffahren der Straßenfahrzeuge entlang der
Pfeile 30 beladen werden können, während am Zielbahnhof die
Straßenfahrzeuge am anderen Zugende über eine Rampe abfah
ren können.
Um den Zwischenraum zwischen dem Straßenfahrzeugtransport
wagen 1 und dem Eisenbahnwagen 2 zu überbrücken und gegebe
nenfalls einen Höhenunterschied zwischen dem Boden 4 des
Eisenbahnwagens 2 und dem Boden des Straßenfahrzeugtrans
portwagens 1 auszugleichen, ist eine gegebenenfalls herun
terklappbare oder ausziehbare Brücke 9 vorgesehen. Entspre
chende Brücken 9 können zwischen den Straßenfahrzeugtrans
portwagen 1 des Zuges vorgesehen sein. Bei der Ausführungs
form nach Fig. 4 weist der Gleisbogen A einen relativ ge
ringen Krümmungsradius auf.
Claims (9)
1. Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen,
insbesondere als Niederflurwagen ausgebildeten Stra
ßenfahrzeugtransportwagen, die nur von ihren Stirnsei
ten aus mit Straßenfahrzeugen be- und entladbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß ein durchgehendes Gleis mit
wenigstens einem Gleisbogen (A, B) versehen ist, daß in
Verlängerung eines etwa geradlinigen Gleisabschnitts
wenigstens eine Rampe (10, 11) vorgesehen ist, deren
Stirnseite (12, 13) an die Außenseite des Gleisbogens
(A, B) anschließt, daß zusätzlich zu den Straßenfahr
zeugtransportwagen (1) mindestens ein Eisenbahnwagen
(2) vorgesehen ist, auf dessen Boden (4) wenigstens ei
ne drehbare Ladefläche (6) mit senkrechter Drehachse
(5) angeordnet ist und der auch von der Seite aus be
fahrbar ist, daß der Eisenbahnwagen (2) im Bereich des
Gleisbogens (A, B) positioniert wird, so daß er eine
Brücke für das Straßenfahrzeug (3, 17, 18) zwischen der
Rampe (10) und den bzw. die sich an den Eisenbahnwagen
(2) anschließenden Straßenfahrzeugtransportwagen (1)
beim Be- und Entladen des Zuges bildet, wobei zwischen
den Waggons (1, 2) und zwischen dem Eisenbahnwagen (2)
und der oder den Rampen (10, 11) gegebenenfalls Brücken
(9) vorgesehen sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehachse (5) an dem Ende des Eisenbahnwagens (2) ange
ordnet ist, das von dem angehängten Straßenfahrzeug
transportwagen (1) abgewandt ist.
3. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens
einen S-förmigen Gleisabschnitt aus zwei Gleisbögen (A,
B).
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehachse (5) im mittleren Bereich des Eisenbahnwagens
(2) angeordnet ist.
5. Anlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenseite der Rampe (10, 11) parallel zu dem
gegenüberliegenden geraden Endabschnitt (A′, R′) des
S-förmigen Gleisabschnitts verläuft.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Innenseite
(19, 20) der Rampe (10, 11) und dem gegenüberliegenden
geraden Endabschnitt (A′, B′) des S-förmigen Gleis
abschnitts wenigstens der Breite der Ladefläche (6) des
Eisenbahnwagens (3) entspricht.
7. Anlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite (b) der Rampe (10, 11)
wenigstens der Breite der Straßenfahrzeugtransportwagen
(1) entspricht.
8. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich an die Außenseite jedes der beiden Gleisbögen (A,
B) des S-förmigen Gleisabschnitts eine Rampe (10, 11)
mit ihrer Stirnseite (12, 13) anschließt.
9. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
drehbare Ladefläche (6) zum Transport von Gütern, wie
Containern, Paletten oder Pkw, oder von Personen ausge
bildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19944424745 DE4424745C2 (de) | 1994-07-13 | 1994-07-13 | Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen Straßenfahrzeugtransportwagen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19944424745 DE4424745C2 (de) | 1994-07-13 | 1994-07-13 | Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen Straßenfahrzeugtransportwagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4424745A1 DE4424745A1 (de) | 1996-01-18 |
| DE4424745C2 true DE4424745C2 (de) | 1997-07-03 |
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| DE19944424745 Expired - Fee Related DE4424745C2 (de) | 1994-07-13 | 1994-07-13 | Anlage zum Be- und Entladen eines Zuges mit speziellen Straßenfahrzeugtransportwagen |
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| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE19616913A1 (de) * | 1996-04-16 | 1997-10-23 | Frank Zurheide | Verfahren zur Kostensenkung beim kombinierten Verkehr |
| US5901649A (en) * | 1997-03-17 | 1999-05-11 | Kaci Terminals System, Ltd. | Roll on-roll off piggyback bimodal terminal system |
Family Cites Families (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE2624818A1 (de) * | 1976-06-02 | 1977-12-15 | Wilhelm Schwab | Ladefahrzeug |
| DE2943037A1 (de) * | 1979-10-25 | 1981-05-07 | Günter 3180 Wolfsburg Knüdel | System zum gleichzeitigen be- oder entladen von zu einem zug verbundenen, auf schienen laufenden waggons ueber verladerampen |
| DE4120906A1 (de) * | 1991-06-25 | 1993-01-07 | Eckart Dipl Ing Kinderling | Verfahren zum beschleunigten be- und entladen von kraftfahrzeugen auf eisenbahnwaggons |
| DE4123339C2 (de) * | 1991-07-15 | 1994-06-09 | Eberhard Skibbe | System zum Auf- und Abladen von Landfahrzeugen für deren Transport auf dem Schienenweg |
-
1994
- 1994-07-13 DE DE19944424745 patent/DE4424745C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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| DE4424745A1 (de) | 1996-01-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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