DE4304635A1 - Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart - Google Patents
Eisenbahn-Niederflurwagen einer SonderbauartInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Eisenbahn-Niederflurwagen einer
Sonderbauart zum Schienentransport von Automobilen, insbe
sondere Lkw, die eine Straße auf Schienenniveau befahren und
im wesentlichen horizontal zwischen Straße und Schiene um
geschlagen werden; gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einem aus der DE 33 13 211 A1 bekannten, gleichar
tigen "Niederflurwagen mit motorisch seitenverschiebbarer
Ladefläche", die auf einer ortsfesten Rampe mit Fahrbahn
oberhalb des Schienenniveaus gelagert wird, ist der ein
Wagenuntergestell bildende Rahmen, hauptsächlich aus Längs-
und Querträgern, an beiden Wagenenden hochgezogen, wo er
sich über Drehgestelle auf den Schienen abstützt. In den
eine Befahrfläche bildenden Boden der Plattform mit zwei
Seitenwangen sind zwischen rahmenfesten Führungsstegen
mehrere reihenweise angeordnete Lagerrollen eingelassen, die
auf Rahmen-Querträgern (Doppel-T-Profil) laufen. Als Antrieb
zum Verschieben der Plattform sind mehrere Einheiten vorge
sehen, je bestehend aus Getriebemotor, Antriebskette, Lenk
ritzel, Antriebsritzel und sogenannter Triebstockverzahnung
(als Zahnstangenersatz), die sich im Plattformboden befindet.
Mittels pneumatischer Verriegelungszylinder wird die Trans
portposition der Plattform am Rahmen gesichert.
Da bei dem bekannten Niederflurwagen zwischen Ladefläche der
Plattform und Schienen sowie zwischen den beiden Drehge
stellen der Rahmen als tiefliegendes Wagenuntergestell aus
gebildet ist, benötigt die Plattform in ihrer Umschlagpo
sition eine befahrbare Rampe als Unterlage, damit der vorge
sehene Horizontalumschlag stattfinden kann. Eine befahrbare
Rampe benötigt auch der aus der DE 36 44 411 A1 bekannte
ähnliche "Eisenbahn-Güterwagen mit Vorrichtung zum Auf- und
Abladen von Straßenfahrzeugen", dessen Untergestell durch
Herunterklappen auf die Rampen-Fahrbahn verlängerbare U-
Schienen für Plattform-Rollen trägt.
Nach Bild 3 (Seite 122) eines Aufsatzes von G. Grossmann in
der Z "Internationales Verkehrswesen" 44 (1992) 4. Heft
April (ab Seite 121) ist ein Horizontalumschlag Straße-Schiene
ohne Rampen bisher nur mittels sogenannter Road-Railer oder
des Abroll-Container-Transport-Systems möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen reinen
Horizontalumschlag ohne Rampe zwischen Straße und Schiene
auf eine vorteilhafte andere Weise zu ermöglichen.
Diese Aufgabe ist durch den Gegenstand des Anspruches 1 ge
löst, da die Plattform nun anders als bei den bekannten
Wägen so tief wie aus schienentechnischen Erfordernissen
noch möglich im Schienenfahrzeugrahmen angebracht werden
kann, weil weder unter noch seitlich der Plattform fest
stehende Rahmenteile störend vorhanden sind, die bisher ver
hinderten, daß die Plattform den Schienen möglichst nahe
kommt und dadurch eine Rampe neben dem Gleis überflüssig
wird. - Die Grundidee der Erfindung besteht also darin, die
Plattform als (von den Spurkranzrädern abgesehen) untersten
herauslösbaren Wagenteil mit Ladefläche auf Schienenniveau
auszubilden und dabei für die Fahrbarkeit der Plattform sowie
für den Zusammenhalt der übrigen Wagenteile zu sorgen.
Im einzelnen ist hierzu zu bemerken: da eine der beiden
Seitenwangen der Plattform, die andere aber dem nichtver
schiebbaren Teil des Schienenfahrzeug-Rahmens zugeordnet
ist, sind dessen beide Enden durch eine Seitenwange ständig
verbunden. Diese Verbindung wird durch die Seitenwange der
Plattform versteift, wenn sich diese in ihrer Transport
position am Rahmen befindet. Dank beiderseitiger Anlenkung
der Hydraulikzylinder zum Rollen der Plattform über die Fahr
bahn werden deren unvermeidliche Unebenheiten ausgeglichen.
Die Versenkbarkeit der Laufrollen oder -räder der Plattform
ist erforderlich, um dem erfindungsgemäßen Wagen die nötige
Bodenfreiheit zwischen den beiden Schienen eines Gleises zu
geben. Um die Konstruktionshöhe der Plattform durch die auf- oder
abfahrenden Kraftfahrzeuge mit nur geringen Steigungen
überwinden zu können, werden die Klappen an den Plattform
enden für den Be- und Entladevorgang auf die Fahrbahn ab
gesenkt, wonach sie die Plattform zusätzlich zu den Lauf
rollen oder -rädern auf der Fahrbahn abstützen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wagens ist die Plattform mit einer in deren Transportposi
tion neben der rahmenfesten Seitenwange angeordneten Hilfs
wange parallel zur plattformfesten Seitenwange versehen.
Diese Hilfswange der Plattform ersetzt die rahmenfeste Sei
tenwange, solange die Plattform aus ihrer Transportposition
entfernt ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die plattformfeste
Seitenwange an jedem ihrer beiden Enden einen in der Trans
portposition der Plattform das benachbarte Rahmenende über
lappenden Überstand auf, der mit diesem Rahmenende, insbe
sondere hydraulisch, verriegelbar ist. Die Verriegelung der
zwei Überstände mit den Rahmenenden stabilisiert den Wagen
nach Einnahme der Transportposition der Plattform und sichert
diese Position.
Bei der bevorzugten Ausführungsform verläuft jeder, gege
benenfalls teleskopische, Hydraulikzylinder in einem min
destens U-förmig profilierten, unten geschlossenen, gegebe
nenfalls teleskopischen, Arm zur biegesteifen Verbindung der
Plattform außerhalb ihrer Transportposition mit der rahmen
festen Seitenwange. Trotz dieser biegesteifen Verbindung
müssen die Hydraulikzylinder an Plattform und Rahmen ange
lenkt sein, da sie Verbiegungen nicht vertragen, welche die
Verbindung von Plattform und rahmenfester Seitenwange trotz
ihrer Biegesteifigkeit noch aufnehmen kann.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist jeder, gegebenenfalls
teleskopische, Hydraulikzylinder einerseits an der rahmen
festen Seitenwange angelenkt, welche die einzige Verbindung
der beiden Rahmenenden bildet, solange die entriegelte
Plattform ihre Transportposition am Rahmen verlassen hat.
Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Laufrollen
oder -räder in mindestens einer sich in Längsrichtung der
Plattform erstreckenden Reihe angeordnet und reihenweise
oder einzeln in je einer, gegebenenfalls gemeinsamen, Aus
nehmung der Plattform kardanisch gelagert sowie mittels
einer, gegebenenfalls hydraulischen, Einrichtung um 90°
schwenkbar. Diese Schwenkeinrichtung wird im Sinne der
Bereitstellung der Laufrollen oder -räder betätigt, wenn die
Plattform am Rahmen entriegelt wird, bevor sie ihre Transport
position verläßt und in Umschlagposition fährt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist eine mittige Haupt-
Ausnehmung durch einen, gegebenenfalls U-förmig profilierten,
mindestens stellenweise unten offenen Kanal über der Stand
fläche der Plattform erhöht, welcher die, gegebenenfalls
mehrfach vorhandene, Schwenkeinrichtung aufnimmt. In diesen
Kanal der Plattform können die zentral angeordneten Laufrol
len oder -räder versenkt werden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsarme
plattformseitig an dem Kanal senkrecht befestigt. Dadurch
ist die Plattform an mindestens zwei Punkten ihrer längeren
Mittellinie mit der rahmenfesten Seitenwange verbunden, so
daß sich ein seitliches Kippen der Plattform nur minimal auf
die im wesentlichen biegesteifen Verbindungsarme auswirken
kann.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Kanal auf jeder
Klappe mit einer Verlängerung versehen und nehmen beide
wenigstens einen Hydraulikzylinder zum Schwenken der Klappe
auf, welcher an der Wand des Kanals bzw. seiner Verlängerung
angelenkt ist. Dadurch sind die Hydraulikzylinder zum
Schwenken der Klappen verdeckt angeordnet.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die Unterfläche
jeder Klappe zu deren Auflage auf die Fahrbahn eine Schräge
auf, die während der Transportposition der Plattform auf
einer Komplementär-Schräge der Stütze des der Klappe benach
barten Rahmenendes ruht, wobei Schräge und Komplementär-
Schräge je einen Gleitbelag aufweisen. Dadurch erfährt die
hochgezogene (oder hochgedrückte) Klappe beim Positionswech
sel der Klappe eine deren Bewegung stabilisierende Führung
und die niedergezogene (bzw. niedergedrückte) Klappe eine
breite Auflage auf der Fahrbahn, die infolgedessen mit einem
geringeren Druck belastet wird.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der durch die Zeichnung
beispielhaft dargestellten bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Eisenbahn-Niederflurwagens im einzelnen
erläutert. Es zeigt
Fig. 1a und b eine Seitenansicht bzw. Draufsicht
des Wagens mit Plattform in Um
schlagposition,
Fig. 2a und b eine Seitenansicht bzw. Draufsicht
des Wagens mit Plattform in Trans
portposition,
Fig. 3 einen Querschnitt des Wagens mit
Plattform in Umschlagposition,
Fig. 4 einen Querschnitt des Wagens mit
Plattform in Transportposition
(und, strichpunktiert gezeichnet:
in Umschlagposition),
Fig. 5a und b eine beidseitig abgebrochene, zum
Teil längsgeschnittene Seitenan
sicht eines Wagenendes mit Klappe
in waagrechter bzw. schräger Lage,
Fig. 6a und b je einen Querschnitt der Platt
form in Transport- bzw. Umschlag
position,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines
Ausschnittes der Plattform (mit
schwenkbarem Fahrbahn-Rad).
Im Ausführungsbeispiel ist der erfindungsgemäße Eisenbahn-
Niederflurwagen so bemessen, daß er einen Lkw 10 mit An
hänger aufladen kann.
Der Wagen weist einen Schienenfahrzeug-Rahmen 12 auf, der im
wesentlichen aus zwei spiegelbildlichen Endstücken mit
Spurkranzrädern und einer Seitenwange besteht, welche die
beiden Endstücke auf einer Gleisseite miteinander verbindet.
Zur Vervollständigung des Wagens ist eine seitlich ver
schiebbare Plattform 14 vorgesehen, die eine waagrechte
Standfläche für den Lkw 10 bietet. Die Plattform 14 ist
zwischen einer Umschlagposition außerhalb des Rahmens 12
sowie auf einer Fahrbahn auf Schienenniveau, und einer Trans
portposition innerhalb des Rahmens 12 verlagerbar.
An den beiden Enden der Plattform 14 befindet sich je eine
von zwei spiegelbildlichen Klappen 16, die durch den Lkw 10
befahrbar sind. Jede Klappe 16 kann aus einer waagrechten
Lage, die sie in der Transportposition der Plattform ein
nimmt, in eine schräge Lage, die sie in der Umschlagposition
der Plattform einnimmt, abgeschwenkt und wieder zurückge
schwenkt werden. Die Plattform 14 ist längs ihrer gleispa
rallelen Mittellinie mit mittigen Lauf-Rädern 18 (ohne Spur
kranz) versehen, die gleichzeitig zwischen einer waagrechten
Ruhelage mit vertikaler Drehachse und einer vertikalen Be
triebsstellung mit waagrechter Drehachse schwenkbar sind,
wobei sie in ihrer Ruhelage in der Plattform 14 versenkt und
in ihrer Betriebsstellung unten aus der Plattform heraus
ragend angeordnet sind.
Zwei parallele waagrechte teleskopische Arme 20 sorgen für
eine hinreichend biegesteife Verbindung der Plattform 14
außerhalb ihrer Transportposition mit dem Rahmen 12.
In den Armen 20 liegt je ein hydraulischer teleskopischer
Verschiebe-Zylinder 21, der einenends an der Plattform 14
und andernends am Rahmen 12 so angelenkt ist, daß er auch
bei Unebenheiten der Fahrbahn für die Plattform-Räder 18
verbiegungsfrei ungefähr waagrecht liegenbleibt.
Von zwei parallelen waagrechten Seitenwangen 22 befindet sich
die eine auf einer Gleisseite des Rahmens 12, dessen beide
Endstücke sie miteinander verbindet, und die andere auf der
gegenüberliegenden Gleisseite am einen seitlichen Rand der
Plattform 14, mit der sie von der rahmenfesten Seitenwange
entfernbar ist.
Eine im Profil ungefähr L-förmige Stütze 24 an jedem Endstück
des Rahmens 12 nimmt mit ihrem ungefähr waagrechten Schenkel
die in der Transportposition der Plattform 14 waagrecht
liegende zugeordnete Klappe 16 auf; um bei seitlicher Ver
schiebung der Klappe 16 die Reibung an der zugeordneten
Stütze 24 zu verringern, sind beide mit einem Gleitbelag 26
versehen, der das Verschieben der Plattform 14 aus ihrer
Transportposition und in diese hinein erleichtert.
Ein nach unten offener Kanal 28 mit rechteckig profiliertem
Hohlraum zur Aufnahme der Räder 18 verläuft längs der gleis
parallelen Mittellinie der Plattform 14 und unterteilt deren
Standfläche für die linken bzw. rechten Räder des Lkw 10.
Beim Kanal 28 sind die andernends an der rahmenfesten Sei
tenwange 22 befestigten Verbindungs-Arme 20 an der Plattform
14 befestigt.
Zwei Drehgelenke 30 sind an den beiden Enden der Plattform
14 zur Anlenkung der beiden Klappen 16 so angeordnet, daß
deren Schwenkachsen an der Unterseite der Plattform 14 quer
zu deren gleisparalleler Mittellinie liegen.
Für jede Klappe 16 ist zum Schwenken derselben mindestens
ein Hydraulikzylinder 32 vorgesehen, der einerseits an der
Wand des der Klappe benachbarten Endes des Kanales 28 ober
halb des zugeordneten Drehgelenkes 30 angelenkt ist.
In zwei gleisparallelen seitlichen Reihen beidseits der
Mittellinie der Plattform 14 sind den Rädern 18 entsprechen
de kleinere Räder 34 bzw. 36 angeordnet, die ein Kippen der
Plattform 14 um deren gleisparallele Mittellinie verhindern
sollen. Auch diese Räder 34 und 36 sind in der Transport
position der Plattform 14 in diese versenkbar.
Eine Hilfswange 37 an dem der rahmenfesten Seitenwange 22
näher liegenden Rand der Plattform 14 bildet zusammen mit
der plattformfesten Seitenwange 22 eine beidseitige Begren
zung der Standfläche der Plattform 14 und ersetzt zum Teil
die rahmenfeste Seitenwange, so lange sich die Plattform
außerhalb ihrer Transportposition befindet.
Je ein Überstand 38 an beiden Enden der plattformfesten
Seitenwange 22 greift in der Transportposition der Platt
form 14 in die beiden Endstücke des Rahmens 12 ein, wobei
die vorgesehene hydraulische Verriegelung vor dem Ausfahren
der Plattform in ihre Umschlagposition gelöst werden kann.
Längs ihrer gleisparallelen Mittellinie ist die Platt
form 14 mit einer vertikal durchgehenden Ausnehmung 40 ver
sehen, die durch den Kanal 28 überdeckelt ist und wie dieser
die mittigen Räder 18 aufnimmt, von denen jedes mittels
einer Schwenkeinrichtung zwischen seiner Ruhelage und seiner
Betriebsstellung bewegbar ist.
Bei der mehrfach vorhandenen Schwenkeinrichtung für jedes
mittige Rad 18 handelt es sich hauptsächlich um einen Hydrau
likzylinder 41 und eine kardanische Radlagerung mit einem
das Rad 18 aufnehmenden rahmenartigen Gehäuse 42, an dem die
Radachse 43 gelagert ist. Der Zylinder 41 ist einenends an
diesem Gehäuse 42 und andernends an der Wandung der Aus
nehmung 40 gelagert, und zwar so, daß durch Verlängerung und
Verkürzung des Zylinders das Rad 18 in seine Betriebsstellung
bzw. Ruhelage gelangt.
Jede Klappe 16 ist mit einer Verlängerung 44 des Kanals 28
versehen, welche über dem zugeordneten Drehgelenk 30 unter
brochen sind. Das in die Kanal-Verlängerung 44 hineinragende
Ende des der Klappe 16 zugeordneten Hydraulikzylinders 32
ist an der Wand der Verlängerung 44 angelenkt.
Der Gleitbelag 26 an jeder rahmenfesten Stütze 24 befindet
sich auf einer Komplementär-Schräge 45 zu einer Schräge 46
an der Unterseite des freien Endes der zugeordneten Klappe
16, wo sich der andere Gleitbelag 26 befindet. Mit ihren
Schrägen 46 liegen die Klappen 16 in ihrer waagrechten oder
schrägen Lage auf den Komplementär-Schrägen 45 der Stützen
24 bzw. auf der Fahrbahn neben dem Gleis auf.
Zwei fluchtende waagrechte Lagerbolzen 48, die als Achsstum
mel am Gehäuse 42 jeder kardanischen Radlagerung außen in
einander entgegengesetzte Richtungen weisend befestigt sind,
lagern in den beiden seitlichen Wandungen der Ausnehmung 40
der Plattform 14 derart, daß die Radachse 43 um die gemein
same Bolzenachse herum schwenkbar ist.
Für die seitlichen Räder 34 und 36 sind der mittigen Aus
nehmung 40 entsprechende seitliche Ausnehmungen und Schwenk
einrichtungen vorgesehen, die der Schwenkeinrichtung für
jedes Rad 18 entsprechen.
Die seitlichen Ausnehmungen für die kleineren Räder 34 und
36 sind nicht mit einem Kanal überdeckelt, sondern bündig
geschlossen, damit die Standfläche der Plattform 14 für den
Lkw 10 nicht unterbrochen wird. - Unter Umständen können
die seitlichen Räder 34 und 36 weggelassen werden; jedenfalls
ist ihre Anzahl pro Reihe erheblich geringer als die Anzahl
der mittigen Räder 18, welche die Hauptlast nahezu voll
ständig zu tragen haben, während die seitlichen Räder nur
ein hauptsächlich von der Beladung des Lkw abhängiges Kipp
moment aufnehmen müssen.
Claims (10)
1. Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart zum Schienen
transport von Automobilen, insbesondere Lkw, die eine Straße
auf Schienenniveau befahren und im wesentlichen horizontal
zwischen Straße und Schiene umgeschlagen werden; mit einem
Schienenfahrzeug-Rahmen (12) und einer seitlich verschieb
baren Plattform (14), die mit mindestens zwei spurkranzlosen
Rollen oder Rädern (18) für den Lauf der Plattform (14) auf
einer ortsfest verlegten Fahrbahn neben dem Bahngleis ver
sehen ist; und mit einem wagengebundenen Antrieb (Zylinder
21) zum Verschieben der Plattform (14) zwischen einer Trans
portposition am Rahmen (12) und einer Umschlagposition neben
dem Rahmen (12), der an seinen zwei Enden mit je mindestens
einer Radachse und zwischen diesen zwei Enden beidseitig
mit je einer Seitenwange (22) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
für eine Fahrbahn und ein Bahngleis mit gleich hoch liegenden
Laufflächen
- 1.1 je eine der beiden Seitenwangen (22) die beiden Rahmen enden starr verbindet bzw. an der Plattform (14) ange bracht ist
- 1.2 die Seitenwange (22) an der Plattform (14) in deren Transportposition entriegelbar mit den beiden Rahmen enden verriegelt ist
- 1.3 die Plattform (14) und der Rahmen (12) durch beider seits angelenkte Hydraulikzylinder (21) zum Ausschieben und Einziehen der Plattform (14) aus dem bzw. in den Rahmen (12) verbunden sind
- 1.4 die Laufrollen oder -räder (18) in der Transportpo sition der Plattform (14) in diese versenkbar sind
- 1.5 an den zwei Enden der Plattform (14) je eine befahrbare Klappe (16) angelenkt ist, die zwischen einer Lage auf der Fahrbahn während der Umschlagposition der Plattform und einer Lage auf einer Stütze (24) des der Klappe benachbarten Rahmenendes während der Transportposition der Plattform schwenkbar ist.
2. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Plattform (14) mit einer in deren Transportposition neben
der rahmenfesten Seitenwange (22) angeordneten Hilfswange
(37) parallel zur plattformfesten Seitenwange (22) versehen
ist.
3. Wagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die plattformfeste Seitenwange (22) an jedem ihrer
beiden Enden einen in der Transportposition der Plattform
(14) das benachbarte Rahmenende überlappenden Überstand (38)
aufweist, der mit diesem Rahmenende, insbesondere hydrau
lisch, verriegelbar ist.
4. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydrau
likzylinder (21) an einem mindestens U-förmig profilierten,
unten geschlossenen, gegebenenfalls teleskopischen, Arm (20)
zur biegesteifen Verbindung der Plattform (14) außerhalb
ihrer Transportposition mit der rahmenfesten Seitenwange (22)
verläuft.
5. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder, gegebenenfalls teleskopische, Hydrau
likzylinder (21) einerseits an der rahmenfesten Seitenwange
(22) angelenkt ist.
6. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Laufrollen oder -räder (18; 34, 36) in
mindestens einer sich in Längsrichtung der Plattform (14)
erstreckenden Reihe angeordnet und reihenweise oder einzeln
in je einer, gegebenenfalls gemeinsamen, Ausnehmung (40) der
Plattform (14) kardanisch gelagert (Fig. 7) sowie mittels
einer, gegebenenfalls hydraulischen, Einrichtung (Fig. 7) um 90°
schwenkbar sind.
7. Wagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine
mittige Haupt-Ausnehmung durch einen, gegebenenfalls U-förmig
profilierten, mindestens stellenweise unten offenen Kanal (28)
über der Standfläche der Plattform (14) erhöht ist,
welcher die, gegebenenfalls mehrfach vorhandene, Schwenk
einrichtung (41) aufnimmt.
8. Wagen nach Anspruch 7 mit 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsarme (20) plattformseitig an dem Kanal
(28) senkrecht befestigt sind.
9. Wagen nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (28) auf jeder Klappe (16) mit einer Ver
längerung (44) versehen ist und beide wenigstens einen
Hydraulikzylinder (32) zum Schwenken der Klappe (16) auf
nehmen, welcher an der Wand des Kanals (28) bzw. seiner
Verlängerung (44) angelenkt ist.
10. Wagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Unterfläche jeder Klappe (16) zu deren
Auflage auf die Fahrbahn eine Schräge (46) aufweist, die
während der Transportposition der Plattform (14) auf einer
Komplementär-Schräge (45) der Stütze (24) des der Klappe
(16) benachbarten Rahmenendes ruht, wobei Schräge (46) und
Komplementär-Schräge (45) je einen Gleitbelag (26) aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934304635 DE4304635A1 (de) | 1993-02-16 | 1993-02-16 | Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934304635 DE4304635A1 (de) | 1993-02-16 | 1993-02-16 | Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4304635A1 true DE4304635A1 (de) | 1994-08-18 |
Family
ID=6480576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934304635 Withdrawn DE4304635A1 (de) | 1993-02-16 | 1993-02-16 | Eisenbahn-Niederflurwagen einer Sonderbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4304635A1 (de) |
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