DE4415969C2 - Verschlußantrieb für ein Klappverdeck eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Verschlußantrieb für ein Klappverdeck eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschlußantrieb für
ein Klappverdeck eines Kraftfahrzeuges gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Verschlußantrieb ist beispielsweise aus
der DE 39 17 284 A1 bekannt, bei dem das Klappverdeck
vermittels einem Motorantrieb zwangsweise aus der Schließlage
und/oder aus einer Vorschließlage des Verdecks verlagert
werden kann. Der insbesondere für Faltverdecke, bei denen
jeweils der seitlich vordere und hintere Dachlenker ein
Übertotpunktgelenk bilden, geeignete Verschlußantrieb besitzt
ein mit dem Motorantrieb in Verbindung stehendes Stellglied,
welches sich zum Öffnen und Schließen des Verdecks an einer
an einem der Dachlenker oder an dem Lenker gebildeten Stütz
schulter abstützt. Das Verdeckgestänge kann mittels dem
Verschlusantrieb in einem automatischen Bewegungsablauf aus
der vollständig zurückgeschwenkten Offenlage in eine
Vorschließlage gebracht und anschließend von der
Verstelleinrichtung zwangsweise in die Schließlage des
Verdecks und umgekehrt in die Offenlage verlagert werden. Bei
einem derartigen Verdeck besteht der Nachteil, daß zwei
zusätzliche Hilfsmotoren bzw. -antriebsmittel erforderlich
sind und zudem noch die Verriegelung des Verdecks mit dem
Windschutzscheibenrahmen entweder manuell oder mittels eines
dritten Hilfsmotors bewerkstelligt werden muß, je nachdem ob
eine teil- oder vollautomatische Lösung angestrebt wird, was
bei einer vollautomatischen Lösung neben hohem technischen
und wirtschaftlichen Aufwand auch noch Probleme bei der
Abstimmung der Aufeinanderfolge der einzelnen
Antriebsbewegungen zur Folge hat (Steuerung ist kompliziert).
Bei einer anderen Bauart von Klappverdecken ist zwar
beispielsweise aus der US 3 089 719 bekannt, mittels einem im
vorderen Rahmenteil zentral angebrachten Elektromotor eine
Zahnscheibe anzutreiben, die mit zwei Zugstangen gekoppelt
ist, von denen jede einen am seitlichen Bereich des vorderen
Rahmenteils schwenkbar gelagerten Verriegelungshaken betä
tigt, der in Eingriff mit einem am Windschutzscheibenrahmen
befestigten Zapfen gebracht werden kann. Allerdings erfordert
diese Verdeckbauart, sofern sie für ein viersitziges Fahrzeug
ausgelegt werden muß, einen sehr hohen Aufwand für die
Ausbildung des Gestänges des Hauptantriebes oder weitere
zusätzliche Hilfsantriebe.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Verschlußantrieb für ein Klappverdeck eines Kraftfahrzeugs
anzugeben, der auf konstruktiv einfache Weise mit einem
geringen Energiebedarf ein vollständig selbsttätiges Öffnen
und/oder Schließen und Verriegeln des Verdecks ermöglicht.
Diese Aufgabe ist durch die im Patentanspruch 1 angege
benen Merkmale gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, für das Einschwenken des
vorderen Rahmenteils in die Schließlage und der Betätigung
der Fang- bzw. Verriegelungshaken einen einzigen
Antriebsmotor vorzusehen, welcher vermittels einer
Antriebsübertragungseinrichtung sowohl mit den Fang- bzw.
Verriegelungshaken, als auch mit den den vorderen Rahmenteil
mit den Verdecklängsträgern verbindenden Knickgelenken
verbunden (gekoppelt) ist. Auf diese Weise wird mit
besonderem Vorteil der im mittleren Bereich des vorderen
Rahmenteils ohnehin vorhandene und die Verriegelung des
Verdecks mit dem Windschutzscheibenrahmen bewirkende Antrieb
zu einem vollautomatischen Verdeckantrieb ergänzt. Über die
Antriebsübertragungseinrichtung wird die Verstellung des
vorderen Rahmenteils in die Schließlage auf besonders
bevorzugte Weise durch zwei als Folgesteuerung ausgebildete
und an den beiden Seiten des vorderen Rahmenteils angebrachte
Verschlußeinheiten bewerkstelligt, die als äußerst flach
ausgebildete und im vorderen Rahmenteil vollständig
unterzubringende Antriebseinheiten ausgestaltet sind und eine
zuverlässige Folgesteuerung der Verstellbewegungen einerseits
des vorderen Rahmenteils und andererseits der an den beiden
Seiten des vorderen Rahmenteils angeordneten Fang- bzw.
Verriegelungshaken bewirken.
Bei einer insbesondere bevorzugten Verwirklichungsform
ist gemäß Anspruch 2 ferner vorgesehen, daß jede Verschluß
einheit eine Kulisse aufweist, die zwei über einen gekrümmten
Umschaltabschnitt verbundene gerade erste und zweite Längen
abschnitte besitzt. Der erste Längenabschnitt der Kulisse ist
der Übertragung des Antriebs auf das Knickgelenk und der
zweite Längenabschnitt der Kulisse ist der Übertragung des
Antriebs auf den Fang- bzw. Verriegelungshaken zugeordnet.
Hierbei ist der Umschaltabschnitt derart angeordnet bzw. ge
staltet, daß die Umschaltung der Antriebsübertragung erst er
folgt, wenn sich das vordere Rahmenteil beim Schließen in
unmittelbarer Nähe des Windschutzscheibenrahmens befindet
bzw. umgekehrt beim Öffnen, wenn die Fang- bzw.
Verriegelungshaken ausgerückt sind.
In einer einfachen und zweckmäßigen Einzelausgestaltung
ist gemäß Anspruch 3 weiterhin vorgesehen, daß der
Elektromotor die Verschlußeinheiten über Gewindekabel und
Spindeltriebe für die Verstellung des vorderen Verdeckrahmens
und die beiden Fang- bzw. Verriegelungshaken antreibt.
Erfindungsgemäß wird somit eine kontinuierliche
Antriebsbewegung (Drehbewegung) aufeinanderfolgend in Form
einer Schubbewegung auf zwei verschiedene Teile umgesteuert,
von denen der eine der Verstellung des vorderen Rahmenteils
und der andere der Verriegelung des vorderen Rahmenteils
zugeordnet ist. Hierbei sind die Fang- bzw.
Verriegelungshaken einerseits und die Schubstange für die
Gelenkbewegung andererseits über Schwenkhebel angetrieben,
von denen einer durch eine Verlängerung der schwenkbar
gelagerten Kulisse selbst gebildet ist. Der Vorteil einer
solchen Kulissensteuerung liegt zudem darin, daß die Kulisse
parallel zur Längserstreckung des Querteiles des vorderen
Verdeckrahmens ausgerichtet eingebaut werden kann und daher
auf der einen Seite kaum Bauhöhe benötigt, auf der anderen
Seite aber große Verstellwege, insbesondere der Fang- bzw.
Verriegelungshaken ermöglicht.
Bei einer bevorzugten Einzelausgestaltung des Verschluß
antriebs kann gemäß Anspruch 4 die Kulisse zur Verstellung
des vorderen Rahmenteils einen um eine Kulissenhebelachse
schwenkbar gelagerten Kulissenhebel steuern, der gemäß
Anspruch 5 zu einer Platte erweitert ist und ein in der
Platte angeordnetes Führungslangloch aufweist. Das freie Ende
des Kulissenhebels ist hierbei gelenkig mit dem einen Ende
einer Zugstange gekoppelt, deren anderes Ende an dem Knickge
lenk des Verdeckrahmens angreift. Der Schwenkwinkel des Ku
lissenhebels und damit der Hub der Zugstange wird durch die
Position eines in dem Führungslangloch eingreifenden und die
Auslenkung der Platte entsprechend der Bahn des Führungslang
loches bewirkenden Führungszapfens bestimmt, der mittels ei
nem durch den Antrieb betätigten Spindeltrieb bewegt wird.
Bei einer bevorzugten Einzelausgestaltung des Verschlußan
triebs kann gemäß Anspruch 6 der erste Längenabschnitt der
Kulisse an dem Führungszapfen angreifen, wobei der zweite
Längenabschnitt der Kulisse mit einer in einer Richtung senk
recht zur Kulissenhebelachse bewegbar gelagerten Führung ver
bunden ist. Hierbei bilden die über den gekrümmten Umschalt
abschnitt verbundenen ersten und zweiten Längenabschnitte der
Kulisse eine Wirkbahn, die mit einer auf dem einen Hebel
schenkel eines als zweischenkligen Winkelhebel ausgebildeten
und um eine senkrecht zur Kulissenhebelachse verlaufenden An
lenkhebelachse schwenkbar gelagerten Anlenkhebels parallel
zur Richtung der Anlenkhebelachse verlaufenden Rollenachse
sitzenden Rolle zusammenwirkt. Der andere Hebelschenkel des
Anlenkhebels besitzt an dessen freiem Ende eine parallel zur
Richtung der Anlenkhebelachse verlaufende Achse, um welche
der Fang- bzw. Verriegelungshaken schwenkbar gelagert ist.
Bei einer bevorzugten Einzelausgestaltung des Verschlußan
triebs kann gemäß Anspruch 7 der Fang- bzw.
Verriegelungshaken mittels eines abgewinkelten zweiarmigen
Steuerhebels geführt werden, der an einem Hebelarm des Fang-
bzw. Verriegelungshakens angreift und um eine senkrecht zur
Richtung der Anlenkhebelachse verlaufenden Achse schwenkbar
gelagert ist.
Bei einer bevorzugten Einzelausgestaltung des Verschlußan
triebs kann gemäß Anspruch 8 das Verdeck ein Faltverdeck mit
einem Übertotpunktgelenk sein, bei dem das Verdeckgestänge an
beiden Dachseiten jeweils einen vorderen und einen hinteren
Dachlenker, die um eine Querachse schwenkbar verbunden sind,
einen an einem Hebelarm des hinteren Dachlenkers gelenkig
befestigten Lenker, und eine an dem vorderen Dachlenker
schwenkbar angeordnete Übertotpunktgabel aufweist. Die
Übertotpunktgabel weist zwei Wirkflächen auf, von denen eine
Wirkfläche zum Verschwenken der Dachlenker aus der
Vorschließlage mit einer ersten Stützschulter und die andere
Wirkfläche zum Verschwenken der Dachlenker aus einer an die
Vorschließlage angenäherten Lage in die Vorschließlage mit
einer zweiten Stützschulter zusammenwirkt.
Bei einer bevorzugten Einzelausgestaltung des Verschlußan
triebs kann gemäß Anspruch 9 die Zugstange an einem Hebelarm
der Übertotpunktgabel angreifen.
Die Erfindung ist hier nach der folgenden Beispielsbe
schreibung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispiels im einzelnen beschrieben. In der Zeichnung
zeigt die
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Verdecks für ein
Kraftfahrzeug;
Fig. 2 eine Unteransicht des einen Teils von zwei spiel
gelsymmetrisch angeordneten Teilen des im vorderen
Verdeckrahmenteil angeordneten Verschlußantriebs mit
vorderem Verdeckgestänge;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Verschlußeinheit in
einer Stellung, bei dem sich das Verdeck in einer
Vorschließstellung befindet (Übertotpunkt offen);
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Verschlußeinheit in
einer Stellung, bei dem sich das Verdeck in einer
Schließstellung befindet (Übertotpunkt geschlossen);
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Verschlußeinheit in
einer Stellung, bei dem das Verdeck vollständig ge
schlossen und verriegelt ist;
Fig. 6 eine abschnittsweise Seitenschnittansicht des Ver
schlußantriebs; und
Fig. 7 eine abschnittsweise Seitenansicht des Verschlußan
triebs und des vorderen Verdeckgestänges.
Das in Fig. 1 in einer schematischen Seitenansicht in ei
ner Vorschließstellung dargestellte Verdeck 1 umfasst ein an
beiden Seiten symmetrisch gegenüberliegend angeordnetes Ver
deckgestänge 2, das einen Verdeckstoff 3 eines in einer Ca
briolet-Kraftfahrzeug vorgesehenen Faltverdecks trägt, und
besitzt ein vorderes Verdeckrahmenteil 4, welches am oberen
Bereich des Windschutzscheibenrahmens 5 zu verriegeln ist.
Das Verdeck ist von nicht näher dargestellten Antriebsmit
teln, beispielsweise hydraulischen Stellzylindern, in die in
Fig. 1 schematisch dargestellte Lage (Vorschließstellung)
verlagerbar. Ausgehend von dieser Lage bewirkt der in Fig. 1
lediglich schematisch angedeutete und im vorderen Verdeck
rahmenteil 4 untergebrachte Verschlußantrieb 6 die Verstel
lung des vorderen Verdeckrahmenteils in die Schließstellung,
bei der (in Fig. 1 nicht dargestellten Stellung) der
Verdeckstoff gespannt ist und das Verdeck derart verläuft,
daß das vordere Verdeckrahmenteil 4 in unmittelbarer Nähe des
oberen Randes des Windschutzscheibenrahmens 5 liegt bzw. auf
dem Rand lose aufliegt, und, daran anschließend, die gegen
unbefugtes Öffnen sichere Verriegelung des vorderen Ver
deckrahmenteils 4 mit dem Windschutzscheibenrahmen 5.
Der in Fig. 2 in dem Ausführungsbeispiel in Unteransicht
in näheren Einzelheiten dargestellte Verschlußantrieb 6 be
sitzt einen etwa in der Mitte des vorderen Verdeckrahmenteils
4 angebrachten (in den Figur jedoch nicht näher dargestellten)
Elektromotor, der über Gewindekabel zwei als Folgesteuerung
ausgebildete und an den beiden Seiten des vorderen
Verdeckrahmenteils angebrachte Verschlußeinheiten antreibt.
Von den beiden spiegelsymmetrisch ausgebildeten und angeord
neten, ansonsten baugleichen Verschlußeinheiten ist nur eine
Verschlußeinheit näher dargestellt, die über einen vom Gewin
dekabel 7 angetriebenen Kugelgewindetrieb 8 angetrieben wird,
der die vom Gewindekabel 7 übertragene Drehbewegung in eine
translatorische Bewegung eines in Längsrichtung der Achse der
Spindel 9 bewegbaren Schiebers 10 bewirkt. Auf der gegenüber
liegenden Seite der Spindel 9 erstreckt sich in paralleler
Längsrichtung zur Spindel 9 eine Führungsschiene 11, auf der
der Schieber 10 mittels einer Rollenführung 12 gleitbeweglich
gelagert ist. Die Führungsschiene 11 ist fest mit einem Trä
gerteil 13 verbunden, welches die weiteren unbeweglichen
Teile der Verschlußeinheit trägt und an dem vorderen Verdeck
rahmenteil 4 befestigt ist. Das Trägerteil 13 besitzt Lager
14 und 15, in denen die Spindel 9 drehbeweglich gelagert ist.
Jede Verschlußeinheit 16 stellt eine Folgesteuerung in Form
einer Kulisse 17 dar, die einen ersten Längenabschnitt 18 und
einen zweiten Längenabschnitt 19 aufweist. Der erste Längen
abschnitt 18 dient der Übertragung des Antriebes auf ein
Knickgelenk 20 mittels einer Zugstange 21, und der zweite
Längenabschnitt 19 der Kulisse dient der Übertragung des An
triebs auf einen Fang- und Verriegelungshaken 22. Der erste
Längenabschnitt 18 der Kulisse steuert einen um eine Kulis
senhebelachse 22 schwenkbar gelagerten Kulissenhebel 24, der
zu einer Platte 25 erweitert ist und ein in der Platte 25 an
geordnetes Führungslangloch 26 aufweist. Das freie Ende 27
des Kulissenhebels 24 trägt ein (in der Fig. 2 lediglich an
gedeutetes, aber nicht näher dargestelltes) Kugelgelenk 28,
welches an das eine Ende der Zugstange 21 angreift. Auf diese
Weise wird ein Schwenken des Kulissenhebels 24 in der gemäß
Pfeil 29 angedeuteten Schwenkrichtung mit einem Schwenkra
dius, der dem Abstand des Kugelgelenks 28 zur Kulissenhebe
lachse 23 entspricht, in eine Längsbewegung (Schub- bzw. Zug
bewegung) der Zugstange 21 in der gemäß Pfeil 30 angedeuteten
Richtung bewirkt. Das andere Ende der Zugstange 21 greift an
dem Knickgelenk 20 an und bewirkt die zwangsweise Verstellung
des Verdecks von einer Vorschließstellung in eine
Schließstellung auf eine später noch in näheren Einzelheiten
zu beschreibende Art und Weise.
In das Führungslangloch 26 greift ein Führungszapfen 31
ein und ist darin entlang des Weges des Führungslangloches
verschieblich gelagert. Der Führungszapfen 31 ist zum einen
an den Schieber 10 gekoppelt und wird von diesem bewegt. Zum
anderen trägt der Führungszapfen 31 das eine Ende des ersten
Längenabschnittes 18, der über einen gekrümmten Umschaltab
schnitt 33 in den zweiten Längenabschnitt 19 mündet. Die in
Fig. 2 ersichtliche Unterseite der aus den ersten und zweiten
Längsabschnitten 18 und 19 und dem gekrümmten Umschalt
abschnitt 33 ausgebildeten Kulisse 17 bildet eine Wirkbahn,
die den Grad der Auslenkung eines Anlenkhebels 36 bestimmt,
der um eine Anlenkhebelachse 37 senkrecht zur Richtung der
Kulissenhebelachse 23 gelagert ist. Der Anlenkhebel 36 ist
als zweischenkliger Winkelhebel mit den beiden Schenkeln 38
und 39 ausgebildet. Der eine Schenkel 38 trägt eine Rolle 40,
deren Rollenachse parallel zur Anlenkhebelachse 37 verläuft,
und die mit der Wirkbahn zusammenwirkt. Der zweite
Längenabschnitt 19 der Kulisse 17 ist mittels einer Rollen
führung 41 längs einer in Form eines Paares von Zylinderstä
ben 42 und 43 ausgebildeten Führung gleitbeweglich gelagert.
Der andere Schenkel 39 des Anlenkhebels 36 ist über eine par
allel zur Richtung der Anlenkhebelachse verlaufenden Achse 44
mit dem Fang- und Verriegelungshaken 22 verbunden, dessen
Schwenkwinkel mittels eines abgewinkelten zweiarmigen Steu
erhebels 45 gesteuert ist, der an einem Hebelarm des Fang-
und Verriegelungshakens 22 angreift und um eine senkrecht zur
Richtung der Anlenkhebelachse verlaufenden Achse 47
schwenkbar gelagert ist.
Der Bewegungsablauf der Verschlußantriebes kann auf ein
fache Weise anhand der Darstellungen gemäß den Fig. 3 bis 5
verfolgt werden. Ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten
Stellung des Verschlußantriebs, bei dem sich das Verdeck ge
mäß der in Fig. 1 schematisch dargestellten Vorschließöffnung
befindet, ist der Fang- und Verriegelungshaken 22 vollständig
geöffnet, und die Kulisse 17 befindet sich in der gemäß Fig.
3 dargestellten Endposition, bei der der Führungszapfen 31
und folglich der zweite Längenabschnitt 34 in der Darstellung
ganz nach rechts verfahren ist. Nach der Aktivierung des
Elektromotors von einer (nicht näher dargestellten) elektri
schen Steuer- oder Regeleinrichtung wird der Schieber 10
durch die Wirkung des Kugelgewindetriebs 8 und damit der
daran befestigte Führungszapfen 31 in einer parallelen Rich
tung zur Spindelachse verschoben. Dabei wird der Kulissenhe
bel 24 aufgrund des in dem Führungslangloch 26 geführten Füh
rungszapfens 31 soweit um die Kulissenhebelachse 23 in der
gemäß Pfeil 48 angedeuteten Weise geschwenkt, bis das das
Kugelgelenk 28 tragende freie Ende 27 des Kulissenhebels 24
an einer Randfläche 32 anstößt. Durch diesen Bewegungsvorgang
wird das Verdeck von der Vorschließstellung in die Schließ
stellung verfahren. Gleichzeitig wird die Kulisse 17 um eine
entsprechende Strecke gemäß der Darstellung nach links ver
fahren. Aufgrund der Ausbildung bzw. Ausgestaltung des ersten
geraden Längenabschnittes 18 der Kulisse 17 erfolgt hierbei
aber noch keine Übertragung des Antriebes auf den Anlenkhebel
36, so daß der damit verbundene Fang- und Verriegelungshaken
22 noch unverändert in geöffneter Stellung gemäß Fig. 3
verbleibt. Die Umschaltung des Antriebs erfolgt erst, nachdem
die in Fig. 4 dargestellte Stellung der Verschlußeinheit er
reicht worden ist. In dieser Lage greift der gekrümmte Um
schaltabschnitt 33 der Kulisse 17 an der Rolle 40 des Anlenk
hebels 36 an und bewirkt eine Schwenkung des Anlenkhebels 36
und damit eine Schwenkung des Fang- und Verriegelungshakens
22. Dieser ergreift und umschließt eine am besten aus der
Fig. 6 zu ersehende Rolle 49, die an einem fest mit dem Wind
schutzscheibenrahmen 5 verbundenen Zapfen 50 gelagert ist. In
der gemäß Fig. 5 dargestellten Endposition des Verschlußan
triebes ist das Verdeck schließlich vollständig am Wind
schutzscheibenrahmen 5 verriegelt. Die Wirkbahn kann gemäß
Fig. 5 an dem zweiten Längenabschnitt 34 eine Ausbuchtung 51
aufweisen, die beim Öffnen des verriegelten Verdecks zu über
winden ist. Auf diese Weise wird das Verdeck in der verrie
gelten Stellung durch Selbsthemmung zuverlässig gehalten.
Die Öffnung des Verdecks erfolgt nach einer in Gegen
richtung gesteuerten Aktivierung des Motors. Hierbei werden
aufgrund der besonders ausgebildeten Verfahrwege der Kulis
sensteuerung zunächst nur die Fang- und Verriegelungshaken 22
geöffnet, ohne daß eine Verstellung des Verdecks betätigt
wird. Erst nachdem die in Fig. 4 dargestellte Position er
reicht wird, bei der der gekrümmte Umschaltabschnitt überwun
den wurde, schwenkt der Kulissenhebel 34 in der zu dem Pfeil
48 entgegengesetzten Richtung aus und bewirkt eine Verstel
lung des Verdecks von der Schließstellung in die Vorschließ
stellung.
Fig. 7 zeigt in näheren Einzelheiten das als Faltverdeck
ausgebildete Verdeck mit dem den Verdeckstoff 3 abstützenden
vorderen Verdeckgestänge. Das Verdeckgestänge weist an beiden
Dachseiten symmetrisch gegenüberliegend je einen vorderen
Dachlenker 52 und eine hinteren Dachlenker 53 auf, die in ei
nem Gelenk 54 um eine Querachse schwenkbar verbunden sind.
Ein Lenker 55 greift in einem Gelenk 56 an einem Hebelarm des
vorderen Dachlenkers 52 an. In Schließstellung des Faltver
decks verlaufen die Dachlenker 52, 53 und der Lenker 55 etwa
in Fahrzeuglängsrichtung. Im dargestellten Ausführungsbei
spiel ist ferner eine Übertotpunktgabel 57 mit zwei Stützar
men 58, 59 vorgesehen. Die Übertotpunktgabel 57 ist um eine
Querachse 60 an dem vorderen Dachlenker 52 schwenkbar befe
stigt. An einem Hebelarm der Übertotpunktgabel 57 greift in
einem Gelenk 61 die Zugstange 21 an, die mit dem Verschlußan
trieb in Verbindung steht. Bei der Verstellung des Verdecks
von der Schließstellung in die Vorschließstellung schwenkt
die Übertotpunktgabel 57 in Pfeilrichtung 62 in die durch ei
ne strichpunktierte Linie 63 gekennzeichnete Lage. Dabei wird
der Lenker 55 über einen seitlich von dem Lenker 55 ab
stehenden Bolzen oder Zapfen 64, der eine Stützschulter 65
für eine Wirkfläche 66 an dem Stützarm 58 bildet, an den vor
deren Dachlenker 52 angenähert. Der hintere Dachlenker 53
wird dadurch in Pfeilrichtung 67 über eine Längslage, in der
der vordere und hintere Dachlenker gestreckt sind, hinaus in
eine Überpunktlage eingeschwenkt in der das Faltverdeck ge
schlossen und der Verdeckstoff gespannt ist. Derartige Ver
decke mit einem Übertotpunktgelenk sind an sich bekannt. Be
züglich weiterer Einzelheiten hinsichtlich der Funktionsweise
und Merkmale solcher Verdecke mit einem Übertotpunktgelenk
wird auf die DE 39 17 284 A1 verwiesen und vollinhaltlich Be
zug genommen.
Claims (9)
1. Verschlußantrieb für ein Klappverdeck eines Kraftfahrzeuges, welches
vermittels eines aus einem motorischen Hauptantrieb und
Gestängeteilen bestehendes Antriebssystems selbsttätig in eine
Vorschließlage, in welcher das vordere, in der Draufsicht U-förmige und
in sich starre sowie mit den seitlichen Verdecklängsträgern über
Knickgelenke schwenkbar verbundene Rahmenteil (4) des
Verdeckrahmens eine gegenüber der Schließlage des Verdeckes nach
oben ausgestellte Lage einnimmt, verbracht und anschließend vermittels
eines zusätzlichen Hilfsantriebes in seine auf dem
Windschutzscheibenrahmen (5) aufliegende Schließlage eingeschwenkt
sowie schließlich durch Betätigung von am Querteil des vorderen
Rahmenteiles schwenkbar angelenkter und mit entsprechend
angeordneten Widerlagern im Windschutzscheibenrahmen (5)
zusammenwirkender Fang- bzw. Verriegelungshaken (22) in der
Schließlage verriegelt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Einschwenken des vorderen Rahmenteils (4) in die Schließlage
und der Betätigung der Fang- bzw. Verriegelungshaken (22) ein einziger
Antriebsmotor zugeordnet ist, welcher vermittels einer
Antriebsübertragungseinrichtung sowohl mit den Fang- bzw.
Verriegelungshaken (22), als auch mit den den vorderen Rahmenteil (4)
mit den Verdecklängsträgern verbindenden Knickgelenken verbunden
(gekoppelt) ist.
2. Verschlußantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsübertragungseinrichtung an den beiden Seiten des vorderen
Rahmenteils (4) angebrachte Verschlußeinheiten (16) aufweist, von
denen jede eine über einen gekrümmten Umschaltabschnitt (33)
verbundene gerade erste und zweite Längenabschnitte (18, 19)
umfassende Kulisse (17) aufweist, deren erster Längenabschnitt (18) der
Antriebsübertragung auf das Knickgelenk und deren zweiter
Längenabschnitt (19) der Antriebsübertragung auf den Fang- bzw.
Verriegelungshaken (22) zugeordnet ist und deren Umschaltabschnitt
(33) so angeordnet bzw. gestaltet ist, daß die Umschaltung der
Antriebsübertragung erst erfolgt, wenn sich das vordere Rahmenteil (4)
beim Schließen in unmittelbarer Nähe des Windschutzscheibenrahmens
(5) befindet bzw. umgekehrt beim Öffnen, wenn die Fang- bzw.
Verriegelungshaken (22) ausgerückt sind.
3. Verschlußantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antriebsmotor die Verschlußeinheiten (16) jeweils über Gewindekabel
(7) gekoppelte Spindeltriebe (8) für die Verstellung des vorderen
Verdeckrahmens und die Fang- bzw. Verriegelungshaken (22) antreibt.
4. Verschlußantrieb nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kulisse (17) zur Verstellung des vorderen Rahmenteils (4) einen um
eine Kulissenhebelachse (23) schwenkbar gelagerten Kulissenhebel (24)
steuert.
5. Verschlußantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kulissenhebel (24) zu einer Platte (25) erweitert ist und ein in der Platte
(25) angeordnetes Führungslangloch (26) aufweist, daß ein freies Ende
(27) des Kulissenhebels (24) gelenkig mit dem einen Ende einer
Zugstange (21) gekoppelt ist und ein anderes Ende des Kulissenhebels
(24) an dem Knickgelenk (20) des Verdeckrahmens angreift, und daß
der Schwenkwinkel des Kulissenhebels (24) und damit der Hub der
Zugstange (21) durch die Position eines in dem Führungslangloch (26)
eingreifenden und die Auslenkung der Platte (25) entsprechend der
Bahn des Führungslangloches (26) bewirkenden Führungszapfens (31)
bestimmt wird.
6. Verschlußantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Längenabschnitt (18) der Kulisse (17) an dem Führungszapfen (31)
angreift und der zweite Längenabschnitt (19) der Kulisse (17) mit einer in
einer Richtung senkrecht zur Kulissenhebelachse (23) bewegbar
gelagerten Führung verbunden ist, und die über den gekrümmten
Umschaltabschnitt (33) verbundenen ersten und zweiten
Längenabschnitte (18, 19) der Kulisse (17) eine Wirkbahn bilden, die mit
einer auf dem einen Hebelschenkel (38) eines als zweischenkligen
Winkelhebel ausgebildeten und um eine senkrecht zur
Kulissenhebelachse (23) verlaufenden Anlenkhebelachse (37)
schwenkbar gelagerten Anlenkhebels (36) parallel zur Richtung der
Anlenkhebelachse (37) verlaufenden Rollenachse sitzenden Rolle (40)
zusammenwirkt, und der andere Hebelschenkel (39) des Anlenkhebels
(36) an dessen freiem Ende eine parallel zur Richtung der
Anlenkhebelachse (37) verlaufende Achse (44) besitzt, um welche der
Fang- bzw. Verriegelungshaken (22) schwenkbar gelagert ist.
7. Verschlußantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Fang- bzw. Verriegelungshaken (22) mittels eines abgewinkelten
zweiarmigen Steuerhebels (45) geführt wird, der an einem Hebelarm des
Fang- bzw. Verriegelungshakens (22) angreift und um eine senkrecht zur
Richtung der Anlenkhebelachse (37) verlaufenden Achse (47)
schwenkbar gelagert ist.
8. Verschlußantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verdeckgestänge an beiden Dachseiten des
Verdecks jeweils einen vorderen (52) und einen hinteren Dachlenker
(53), die um eine Querachse schwenkbar verbunden sind und ein
Übertotpunktgelenk bilden, einen an einem Hebelarm des hinteren
Dachlenkers gelenkig befestigten Lenker (55), und eine an dem vorderen
Dachlenker (52) schwenkbar angeordnete Übertotpunktgabel (57)
aufweist, die zwei Wirkflächen aufweist, von denen eine Wirkfläche zum
Verschwenken der Dachlenker aus der Vorschließlage mit einer ersten
Stützschulter und die andere Wirkfläche zum Verschwenken der
Dachlenker aus einer an die Vorschließlage angenäherten Lage in die
Vorschließlage mit einer zweiten Stützschulter zusammenwirkt.
9. Verschlußantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zugstange (21) an einem Hebelarm der Übertotpunktgabel (57) angreift.
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| DE19944415969 DE4415969C2 (de) | 1994-05-08 | 1994-05-08 | Verschlußantrieb für ein Klappverdeck eines Kraftfahrzeuges |
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Owner name: WEBASTO-EDSCHA CABRIO GMBH, 82131 STOCKDORF, DE |
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