DE44044C - Verfahren zur Herstellung von druckfähigem Glanzgold, Glanzsilber uiVd Glanzplaiin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von druckfähigem Glanzgold, Glanzsilber uiVd Glanzplaiin

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DE44044C
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M. F. L. EHRLICH und C. TH. STORCK in Frankfurt a. M, Waldschmidtstr. 77
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/06Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals
    • C03C17/10Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals by deposition from the liquid phase

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Description

KAISERLICHES
PATENΤΑΜTY
Die bisherige Methode, Glanzgold, Glanzsilber, Glanzplatin auf Porcellan und anderen keramischen Erzeugnissen anzubringen, bestand darin, dafs man die im Handel käuflichen Glanzgold- etc. Flüssigkeiten, deren Zusammensetzung aber nicht bekannt ist, sondern von den diese Präparate erzeugenden Fabriken (der deutschen Gold- und Silberscheideanstalt zu Frankfurt a. M., C. Bergcat & Co. in Passau, C. Leuchs & Co. in Nürnberg und Stella in Ludwigshafen) als Geheimnifs gehütet wird, mit dem Pinsel oder der Feder auftrug und dann auf dem Porcellan, Steingut, Glas, Email u. s. w. einbrannte. Diese Methode gestattet nicht die fabrikmäfsige Herstellung von Verzierungen durch Drucken, Umdrucken, Stampilisiren, Bestäuben und andere Druckmethoden, da diese käuflichen Glanzgold- etc. Flüssigkeiten zu dünnflüssig sind, um als Druckfarbe verwendet werden zu können.
WTürde man die käuflichen Glanzgold- etc. Flüssigkeiten durch Hinzufügen von Harz oder Schwefelharz verdicken wollen, so würde der Goldgehalt der Flüssigkeit unter 12 pCt. sinken und würde dieses Product dann beim Einbrennen auf Porcellan etc. keine glänzende, tief goldgefärbte Zeichnung ergeben.
Wenn man aber ein Glanzgold- etc. Präparat von fester Consistenz hat und dieses mit einem Schwefelharz lösenden Lösungsmittel in der Weise versetzt, dafs man eine zähe bezw. dickflüssige Masse erhält, welche einen Goldgehalt von 12 pCt. besitzt, so ist diese zum Drucken und Einbrennen verwendbar.
Eine solche goldhaltige Druckfarbe erhält man, wenn man aus den käuflichen Glanzgold - etc. Flüssigkeiten die organischen Schwefelgoldverbindungen mit Aether oder einem anderen Fällungsmittel ausfällt, wobei das Gold in seiner mit Schwefelharzen eingegangenen Verbindung verbleibt. Das von der Flüssigkeit getrennte, ausgefällte Glanzgoldpulver wird getrocknet und kann für sich oder in Verbindung mit Schwefelharz lösenden Lösungsmitteln, z. B. mit Nitrobenzol, als Druck- oder Schablonirfarbe nach den bekannten Methoden verwendet werden. Die wieder gelöste Goldverbindung erzielt beim Brennen einen schönen gleichmäfsigen Goldglanz.
Es soll ein Beispiel angeführt werden:
Man nimmt 200 g von der käuflichen Glanzgoldflüssigkeit, setzt zu derselben 800 g
Aethyläther „2 jj O und fällt aus, dann filtrit man und erhält auf dem Filter ein braun gefärbtes Pulver, welches mit Aether ausgewaschen wird, bis die Flüssigkeit hell abfliefst. Das Pulver wird dann getrocknet.
Man löst 100 g dieses Pulvers in 50 g bis 70 g Nitrobenzol und giebt 100 g Schwefelbalsam hinzu, rührt gut durch einander und erhält somit eine zähe, dickflüssige Masse, welche in folgender Weise Verwendung findet: Man trägt diese Druckfarbe auf ein Cliche mit Hülfe von Leder- oder gewöhnlichen Buchdruckwalzen auf und benutzt Eiweifspapier, um die Zeichnung zu übertragen. Dieses be-
druckte Papier wird nun mit der bedruckten Seite auf den Porcellan- etc. Gegenstand aufgeklebt. Der Porcellangegenstand ist vorher mit einem Lackanstrich versehen worden, so dafs das Papier auf demselben haften bleibt; das Papier wird mit einem Falzbein fest aufgedrückt. Man läfst jetzt den so behandelten Gegenstand mehrere Stunden trocknen und wäscht dann mit einem feuchten Schwamm das Papier von dem Porcellan ab, was durch die Feuchtigkeit leicht geschieht. Es löst sich dabei zugleich der Eiweifsüberzug und mittelst einer Brause können die letzten Spuren desselben entfernt werden. Jetzt trocknet man wieder und brennt in den Muffeln die Goldfarbe ein, welche durch den Waschprocefs nicht entfernt worden ist, sondern am Porcellan haften blieb.
Man kann natürlich statt dieses Druckverfahrens, welches dem gewöhnlichen Umdruckverfahren entspricht, auch die anderen bekannten Druckmethoden verwenden, welche zur Herstellung von Porcellanverzierungen üblich sind; z. B. kann man die keramischen Erzeugnisse mittelst gewöhnlicher Druckerschwärze oder Umdrucklackes schabloniren oder stampilisiren; dann bestäubt man die so bedruckten Stellen mit dem Glanzgoldpulver und erzeugt nun dadurch, dafs man dasselbe dem Dampf des Nitrobenzols oder eines anderen Lösungsmittels aussetzt, eine Lösung der Goldverbindung auf dem Scherben. Durch das darauf folgende Brennen erscheint die Verzierung in hellem Goldglanz.
Dasselbe Verfahren findet auch beim Gebrauch von Glanzsilber , Glanzplatin oder deren Gemischen mit Glanzgold Verwendung.
Es werden in der vorgenannten Beschreibung, sowie in dem Patent-Ansprüche unter »Druck« stets die bekannten Verfahren des Drückens, Umdruckens, Schablonisirens, Stampilisirens etc. verstanden und unter diesen Begriff eingeschlossen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Herstellung einer Glanzgold-, Glanzsilber-, Glanzplatin-Druckfarbe, indem man mittelst Aethers aus den käuflichen Glanzgold-, Glanzsilber-, Glanzplatin-Präparaten die Schwefelmetall - Schwefelharzverbindungen ausfällt, dieselben durch Trocknen vom Aether befreit, dann in Nitrobenzol oder ähnlichen Schwefelharzlösungsmitteln aufnimmt und mit einem Zusatz von Schwefelbalsam zur Consistenz einer Druckfarbe bringt.
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