DE4404451C2 - Dreherleistenvorrichtung - Google Patents
DreherleistenvorrichtungInfo
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- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dreherleistenvorrichtung, die eine
mit der Größe des schwingenden Webblatts vereinbare Positionie
rung der Litzenrahmen möglichst nahe der Fachspitze ermöglicht,
während eine minimale Dicke der Dreherleistenvorrichtung der
unabhängig angetriebenen Bauart innerhalb ihres Arbeitsbereichs
aufrechterhalten wird. Hieraus ergeben sich eine beträchtliche
Verminderung der mechanischen Belastungen an den Antriebsgliedern
der Litzenrahmen, die Erzielung eines reinen Webfaches, und
folglich eines höheren Wirkungsgrades der Webmaschine.
Bekanntlich ist man bei Webmaschinen bestrebt, die Litzenrahmen
möglichst nahe der Fachspitze zu positionieren, d. h. grundsätz
lich so nahe wie möglich am hinteren Totpunkt der Schwingung des
Webblatts. Eine solche Anordnung ergibt beträchtliche Vorteile.
In dieser Hinsicht ergibt der kürzere Weg, der für die Litzenrah
men für gleiche Webfachöffnung benötigt wird, bedeutend ver
ringerte Belastungen der Kettfäden und geringere mechanische
Belastungen an den Antriebsgliedern der Litzenrahmen mit
offensichtlichen wirtschaftlichen und betrieblichen Vorteilen.
Die daraus folgende Verringerung der Länge des Vorderfaches
ergibt ein verringertes elastisches Nachgeben der Kettfäden, was
eine wirksamere und sofortige Trennung benachbarter und anein
andergeklebter Kettfäden gewährleistet mit dem Vorteil eines
reinen Webfaches und eines ungestörten Webvorgangs.
Um, jedoch ein Ausfransen des sich bildenden Gewebes zu verhin
dern, werden dessen Kanten im allgemeinen durch eine Dreherleisten
vorrichtung verfestigt, von denen bereits verschiedene Arten
bekannt sind.
Bei einer bekannten Art sind zwei einen wesentlichen Bestandteil
der Vorrichtung bildende Hebelitzen in die ersten zwei Litzenrah
men der Webmaschine integriert und sie werden jeweils abwechselnd
durch die beiden ersten Litzenrahmen gehoben und gesenkt.
Obwohl diese Anordnung den Schußabfall dadurch auf ein Minimum
verringert, daß die Dicke der Vorrichtung innerhalb des Arbeits
bereichs ein Minimum ist, hat sie durch die Verwendung der ersten
beiden Litzenrahmen für ihren Antrieb den großen Nachteil, die
Position der Litzenrahmen von der Fachspitze nach hinten zu
verlegen mit negativen Konsequenzen, wie oben dargelegt. Ein
weiterer Nachteil ist die Notwendigkeit, die beiden Litzenrahmen
nur für den Betrieb der Dreherleistenvorrichtung zu benutzen mit
einer daraus folgenden Zunahme der Gesamtzahl der Litzenrahmen
und folglich der mechanischen Belastungen.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wurden auch schon unabhängig
angetriebene Dreherleistenvorrichtungen verwendet, nämlich
Vorrichtungen mit zwei Hebelitzen und einer mit diesen zusammen
arbeitenden Halblitze, die anstelle von Litzenrahmen oder
Dreherleisten bildende Vorrichtungen durch gesonderte Antriebs
glieder abwechselnd gehoben und gesenkt werden.
Solche unabhängig angetriebenen Dreherleistenvorrichtungen müssen
jedoch zwischen dem Webblatt und dem ersten Litzenrahmen
angeordnet sein und ergeben eine Verlagerung der Litzenrahmen von
der Fachspitze nach hinten. Das Vorhandensein von unabhängigen
Antriebsgliedern und deren spezifische Konstruktion in den
unabhängig angetriebenen Dreherleistenvorrichtungen bedeutet
wiederum, daß einige dieser bekannten Vorrichtungen im Arbeits
bereich eine beträchtliche Dicke mit der Folge von viel Schuß
abfall haben.
Aufgabe der Erfindung ist die Vermeidung dieser Nachteile durch
Verwendung einer unabhängig angetriebenen Dreherleistenvor
richtung, ohne daß diese die nahe Positionierung der Litzenrahmen
an der Fachspitze oder genauer am hinteren Totpunkt der Schwin
gung der Weblade beeinträchtigt bei gleichzeitig geringem
Schußabfall.
Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung
gelöst.
Um die Dreherbindung nicht nur bei jedem Schlag des Webblatts,
sondern auch bei jedem zweiten Schlag zu erzeugen, was häufig
erforderlich ist, enthält gemäß Anspruch 2 der Nockenantrieb zwei
Nockenpaare, die auf einer Welle befestigt sind und durch axiale
Verschiebung der Welle wahlweise auf die Schieber einwirken,
wobei ein Nockenpaar so profiliert ist, daß es die Hebelitzen bei
jedem Schlag des Webblatts bewegt, während das andere Paar die
Hebelitzen bei jedem zweiten Schlag bewegt.
Die Erfindung wird in Verbindung mit der Zeichnung weiter
erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise Schrägansicht des rechten Teils einer
Webmaschine, mit der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. 1.
Die Figuren zeigen die ersten zwei Webmaschinen-Litzenrah
men 1, 2, wobei von einem nicht gezeigten Kettbaum ausgehende
Kettfäden 7 und 8 durch Litzenaugen 3 und 4 von Litzen 5 bzw. 6
und durch die Zähne eines schwingenden Webblatts 9 verlaufen.
Eine Dreherleistenvorrichtung besteht aus zwei Hebelitzen 13 und
14, die längs einer Halblitze 15 verschiebbar sind und ab
wechselnd gehoben und gesenkt werden, um Dreherfäden 16 und 17
zu überkreuzen, die jeweils durch eine Öse 18 in der Halblitze
und zwischen dieser und den Hebelitzen verlaufen, um eine
Dreherbindung 19 an der Kante des Gewebes 11 zu bilden. Die Dre
herleistenvorrichtung ist innerhalb der beiden Litzenrahmen 1 und
2 angeordnet, so daß der erste Litzenrahmen 1 ganz nahe dem
hinteren Totpunkt der Schwingung des Webblattes 9 und folglich
möglichst nahe an der Spitze 10 des Webfaches 12 positioniert
ist.
Zu diesem Zweck werden die beiden Hebelitzen 13 und 14 der
Dreherleistenvorrichtung von einer Gleitführung 20 verschiebbar
gehalten, die oberhalb des Webblatts 9 angeordnet ist, wenn sich
dieses in seiner hinteren Totpunktstellung befindet (Fig. 2), und
sich über dem Aufbau 21 aus dem Webbereich zur Seite der
Webmaschine erstreckt.
Die beiden Hebelitzen 13 und 14 werden durch zwei Schieber 22 und
23 bewegt, die über ihren im wesentlichen L-förmigen Fortsatz in
den ersten Litzenrahmen 1 eingesetzt und am unteren Ende der
Hebelitze 13 bzw. 14 angelenkt sind, wobei die Schieber von einem
Halter 24 verschiebbar gehalten und durch eine Feder 25 bzw. 26
gegen eines von zwei Paaren von Nocken 27, 27′, und 28, 28′
belastet werden, die so profiliert sind, daß sie die Hebelitzen
bei jedem zweiten bzw. bei jedem Schlag des Webblattes 9 auf- und
abbewegen. Zu diesem Zweck sind die Nockenpaare 27, 27′ und
28, 28′ auf einer einzigen Welle 29 verkeilt, die sich zusammen
mit einer koaxialen Antriebswelle 30 mit einem Viertel der
Webmaschinendrehzahl dreht. Sie sind jedoch längs der Antriebs
welle 30 mittels eines Steuerhebels 31 verschiebbar, der in
Pfeilrichtung 32 schwenkbar ist und in eine Umfangsnut 33 in der
Welle 29 eingreift.
Auf diese Weise kann durch einfaches Schwenken des Steuerhebels
31 das eine oder andere der Nockenpaare auf die Schieber 22 und
23 wirken, um folglich die Art der Dreherbindung zu ändern.
Claims (2)
1. Dreherleistenvorrichtung bestehend aus zwei Hebelitzen,
die durch Antriebsglieder abwechselnd gehoben und gesenkt
werden, und aus einer mit den Hebelitzen zusammenarbeiten
den Halblitze,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Hebelitzen (13, 14) innerhalb der Litzen
rahmen (1, 2) durch eine oberhalb des Webfachs angeord
nete Gleitführung (20) verschiebbar geführt sind und
durch einen Nockenantrieb (27-30) über jeweils einen
federbelasteten Schieber (22, 23) angetrieben werden.
2. Dreherleistenvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Nockenantrieb (27-30) zwei Nockenpaare (27, 27′;
28, 28′) enthält, die auf einer Welle (30) befestigt sind
und durch axiale Verschiebung der Welle (30) wahlweise
mit den Schiebern (22, 23) in Eingriff gebracht werden
können, wobei ein Nockenpaar (27, 27′) derart profiliert
ist, daß es die Hebelitzen (13, 14) bei jedem Schlag des
Webblatts (9) bewegt, während das andere Paar (28, 28′)
die Hebelitzen (13, 14) bei jedem zweiten Schlag bewegt.
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