DE43924C - Vorrichtung zur Aufrechterhaltiing derselben verhältnifsmäfsigen Durchflufsmengen in einem Haupt- und einem abgezweigten Nebenrohre - Google Patents
Vorrichtung zur Aufrechterhaltiing derselben verhältnifsmäfsigen Durchflufsmengen in einem Haupt- und einem abgezweigten NebenrohreInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D11/00—Control of flow ratio
- G05D11/006—Control of flow ratio involving a first fluid acting on the feeding of a second fluid
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die dargestellte Vorrichtung soll den Durchflufs der gleichen verhältnifsmäfsigen Menge
von Flüssigkeiten durch Röhren gleicher oder verschiedener Durchmesser aufrecht erhalten.
Sie ist besonders zur Anwendung in Verbindung mit Wasser- oder anderen Flüssigkeitsmessern bestimmt, kann jedoch mit Vortheil
auch anderen Zwecken dienen.
Das Hauptrohr A läfst durch die Ventile L Z1
\n die Kammer B Flüssigkeit treten, welche von dort nach dem Abzug C durch die Rohre b b
und die untere Kammer B1 gelangt. Das Hülfs
rohr D ist mit dem Rohr A verbunden und iäfst die Flüssigkeit durch einen Messer in die
Kammer FF^ und von dort durch das Rohr bl
nach der unteren Kammer B' und nach dem Auslafs C treten. Das Hauptrohr A ist nur
nach der Kammer G offen, so dafs die Flüssigkeit nur durch die Ventile L L1 austreten kann,
welche durch die Bewegung der biegsamen Platte I geöffnet oder geschlossen werden.
Mit der Platte / sind die Ventile LL1 durch
starre Arme i i und Hebel k k verbunden, welche bei k1 k1 an festen Armen h h drehbar
befestigt sind. Die inneren Enden der Hebel k k sind an der Spindel j der Ventile LL1
befestigt, welche dadurch starr mit einander verbunden sind, während die Spindel j durch
Stege Z Z in den Ventilöffnungen geführt wird. Jeder Ueberschufs an Druck in der einen oder'
anderen Kammer veranlafst ein Heben bezw. Senken der Platte und durch die damit verbundenen
Theile ein Oeffnen oder Schliefsen der Ventile LL1, bis ein Druckausgleich in
den Kammern B B1 und F F1 herbeigeführt
ist. Das Gewicht der Ventile LL1 und der
damit verbundenen Theile ist zweckmäfsig so zu bemessen, dafs die Platte / in ihrer Mittellage
erhalten wird, wenn der Druck auf beiden Seiten derselben gleich ist. Jeder Ueberschufs
von Druck in der Kammer F1 drückt also die Platte herab und öffnet durch die Hebel k k
die Ventile mehr oder weniger, während ein Drucküberschufs in der Kammer B die Platte
hebt und dadurch die Ventile herabdrückt und so weit schliefst, das der gleiche Druck in den
Kammern BB1 F und F1 herbeigeführt wird.
Die Kammer g öffnet sich an beiden Enden nach der Kammer B hin, und jeder Druck in
der Kammer G strebt das Ventil L1 geschlossen und das Ventil L geöffnet zu halten, während
jeder Druck in der Kammer B das Ventil L geschlossen und das Ventil L1 geöffnet zu
halten bestrebt ist, so dafs sich die Drucke auf die Ventile ausgleichen.
Zur Erreichung der besten Wirkung erhalten alle Rohre bb senkrechte Lage, gleiche Länge
und lichte Weite, sowie gleiche Entfernung von der Mitte der Kammern B B1 und zusammen
mit dem Rohr bl auch von einander. Auch das Rohr &1 erhält zweckmäfsig dieselbe
Weite und wird ähnlich angeordnet. Die Kammer F ist notwendigerweise weiter als
das Rohr b\ da anderenfalls der Austritt durch das Rohr b1 bei einem gleichen Druck in den
Kammern B und F geringer als durch eines
der Rohre b wäre, indem dann der Widerstand in der Kammer F gegen den Durchtritt
der Flüssigkeit zunehmen würde. Die Anzahl der Rohre b b hängt von den bezüglichen
Weiten von bx und A ab. Wenn A z. B.
einen Querschnitt von zehn Einheiten und bx einen solchen von einer Einheit hat, so werden
neun Rohre b vorgesehen, deren jedes ebenfalls einen Querschnitt von ι hat, während die
Rohre D und bl das übrige Zehntel der Flüssigkeit
führen, und da diese Menge notwendigerweise durch den Messer fiiefsen mufs, wenn
dieser mit dem Rohr D in Verbindung gebracht ist, so ist die Gesammtzuführung das
Zehnfache der durch den Messer angezeigten Menge, oder es kann das Zeigerwerk so eingerichtet
werden, dafs es das Zehnfache der Menge anzeigt, welche durch den Messer fliefst.
Diese Einrichtung ermöglicht also die Anwendung eines kleinen Messers zur Verzeichnung
des Durchflusses in einem grofsen Rohre.
Wenn der Druck durch das Rohr D aus irgend einer Veranlassung aufhören sollte, so
wird der überschüssige Druck, welcher sofort in B auftreten würde, auf die Platte I übertragen,
welche sich dadurch hebt, während die Ventile L L1 sich schliefsen und der Durchflufs
abgesperrt wird. Dieses selbsttätige Schliefsen des Abflusses macht die Vorrichtung
zu einer nützlichen Ausrüstung für grofse Wasserrohre, da durch ein kleines und schnell
und bequem zu handhabendes Abschlufsventil oder einen Hahn im Hülfsrohr D die Ventile,
welche den Durchflufs durch das Hauptrohr A regeln, gleichmäfsig beim Schliefsen oder Oeffnen
des Hahnes oder Ventils in dem Hülfsrohr geschlossen bezw. geöffnet werden.
Nicht neu ist die Art und Weise, in einer Vorrichtung zur Anzeigung der Durchflufsmengen
den Strom so zu theilen, dafs der Haupttheil des Wassers in eine Kammer tritt
und auf die eine Seite einer biegsamen Platte wirkt, mit welcher ein Regulirventil verbunden
ist, und der kleinere Theil der Wassermenge durch einen Messer geleitet wird und von hier
in eine Kammer gelangt, wo er auf die andere Seite der Platte wirkt. Bei allen diesen bekannten
Vorrichtungen wird aber nach Angabe der Erfinder die Flüssigkeit in den gemeinsamen
Auslafs von den bezüglichen Kammern durch einzelne Oeffnungen verschiedener Weite
geleitet; daher kommt es, dafs diese Vorrichtungen unzuverlässig arbeiten, und die Erklärung
hierfür liegt in dem bekannten Satze, dafs das Verhältnifs der durch Oeffnungen verschiedener
Weite tretenden Wassermengen sich mit dem Druck oder der Gesammtabflufsmenge ändert. Um diese Schwierigkeit zu überwinden
und zu erreichen, dafs die Menge, welche durch den kleineren Durchlafs tritt, in welchem der
Messer angeordnet ist, in einem bestimmten festen Verhältnifs zu der Menge bleibe, welche
den ungemessenen Theil des Durchtrittes bildet, gleichgültig, welcher Druck oder welcher Gesammtabfmfs
vorliegt, ist die Einrichtung folgende: Anstatt die ungemessene Abflufsmenge
durch eine einzige grofse Oeffnung treten zu lassen, wird dieselbe durch eine Anzahl von
Rohren geleitet, von denen jedes einen Durchmesser und eine Länge hat, welche dem Durchmesser
und der Länge des Rohres aus der Kammer F gleich ist.
Die Anzahl dieser Rohre entspricht dabei dem Verhältnifs der Weiten der Rohre b1
und A. Jedes der Rohre, welche in den Auslafs führen, bietet danach dem Durchtritt der
Flüssigkeit durch denselben einen Widerstand, welcher gleich dem eines jeden der anderen
Rohre ist. Dieser Widerstand ändert sich mit dem Druck, aber gleichmäfsig in allen Rohren,
und da die Anzahl der Rohre eine bestimmte und feste ist, bleibt das Verhältnifs der Flüssigkeitsmenge,
welche durch das Haupt- und Hülfsrohr treten, ein und dasselbe. Da es zur
Herbeiführung der besten Wirkung nothwendig ist, dafs sich der Druck von dem Einlafs nach
jedem der Rohre möglichst gleich fortpflanze, werden die Rohre zweckmäfsig in gleichem
Abstande von einer gemeinsamen Mitte und von einander angeordnet, und der Auslafs von
den Ventilen L L] nach der Kammer B und die Oeffnung von der Kammer jB1 nach C
erhalten gegen die angeführten Rohre eine gleichmäfsige Lage.
Ein gleichförmiger Durchflufs durch das Haupt- und Hülfsrohr, gleichgültig, wie das
Druckverhältnifs ist, kann auch erreicht werden, wenn einfache Löcher anstatt der Rohre angewendet
werden, wenn nur die Weite und danach der Widerstand der Oeffnungen bei allen gleich ist.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:I. Eine Vorrichtung zur Aufrechterhaltung eines und desselben bestimmten Verhältnisses zwischen den beiden Flüssigkeitsmengen, welche in derselben Zeit einestheils durch ein Hauptrohr und anderentheils durch ein von diesem abgezweigtes Nebenrohr fliefsen, bestehend in der Verbindung folgender drei Einrichtungen mit einander: ι. Einmündung des Hauptrohres A in eine Kammer G, von welcher aus durch ein Drosselventil die Flüssigkeit nach einer Kammer B übertritt, um von hier aus durch eine Anzahl gleich weiter und gleich langer, concentrisch versetzter Rohre b nach dem Abflufsrohr geleitet zu werden;
2. Verbindung des Drosselventils mit einer die Kammer B begrenzenden biegsamen Scheidewand / in solcher Weise,dafs bei Zu- oder Abnahme des Druckes in B gegen den Druck in der Kammer F1 das Ventil mehr oder weniger geschlossen oder geöffnet wird;
3. Einmündung des Nebenrohres D in eine von I ebenfalls begrenzte Kammer jF1, so dafs auch der Druck der Flüssigkeit des Nebenrohres auf die Stellung des Ventils einwirkt, und Weiterleitung der Flüssigkeit des Nebenrohres durch ein in lichter Weite und Länge den Röhren b b . . . gleiches Rohr bl nach dem Abflufsrohre hin. II. Bei der durch Patent - Anspruch I., insbesondere unter 2. gekennzeichneten Einrichtung die Verbindung der Scheidewand I durch starre Arme i i mit Hebeln k k, welche an der Ventilspindel j so angreifen, dafs das Gewicht des Ventilkörpers und der Spindel die Wand I zu heben sucht, während deren Gewicht und das der Arme i i das Ventil zu öffnen trachtet, wobei die Gewichte dieser Theile derart ausgeglichen sind, dafs eine Bewegung des Ventils bei in der Kammer B oder in F1 entstehendem Ueberdruck eintreten mufs.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43924C true DE43924C (de) |
Family
ID=319204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43924D Expired - Lifetime DE43924C (de) | Vorrichtung zur Aufrechterhaltiing derselben verhältnifsmäfsigen Durchflufsmengen in einem Haupt- und einem abgezweigten Nebenrohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43924C (de) |
-
0
- DE DENDAT43924D patent/DE43924C/de not_active Expired - Lifetime
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