DE438860C - Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanische - Google Patents
Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanischeInfo
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- DE438860C DE438860C DEH95363D DEH0095363D DE438860C DE 438860 C DE438860 C DE 438860C DE H95363 D DEH95363 D DE H95363D DE H0095363 D DEH0095363 D DE H0095363D DE 438860 C DE438860 C DE 438860C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H59/00—Electrostatic relays; Electro-adhesion relays
Landscapes
- Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)
Description
in Berlin.
Es sind Anwendungen von elektrischen Relais nach dem Prinzip von Johnsen-Rah
b e k bekannt, bei denen eine mehrfache Steuerung von Stromkreisen dadurch ermöglicht
wird, daß über dieselbe Walze mehrere Bänder gelegt werden, die verschiedenen Stromkreisen angehören. Solche Anwendungen
kommen in Frage bei Betätigung zweier oder mehrerer Schreiber, Vervielfältigungsmaschinen,
Kopiereinrichtungen, elektrischer Schalter und anderer Steuerungsorgane. Die Metallbänder vermögen nun erfindungsgemäß
an Stelle der direkten Steuerung beispielsweise der Typenhebel von Schreibmaschinen
Tasten- oder Greiferhebel zu bewegen, deren freie Enden so angeordnet sind, daß sie beispielsweise
sich wie Finger auf die einzelnen Tasten einer Schreibmaschine, eines Musikinstrumentes
usw. legen. Wegen der sehr großen Kraft, mit der diese Bänder bewegt werden, können dann diese Tasten mit verhältnismäßig
sehr geringen Strömen gesteuert werden. Derart kann von einer Zentralstelle aus, wo beispielsweise in den Stromkreis
eines jeden Metallbandes ein Schalter gelegt ist, dessen Betätigungsorgan eine Schreibmaschinentaste
darstellt, gleichzeitig beliebig viele Schreibmaschinen fernbetätigt werden, ohne daß es eines Umbaues der fernbetätigten
Maschine bedürfte. Die letztere kann vielmehr eine normale Schreibmaschine sein, über deren Tastatur eine Maschine gemäß
der Erfindung gelegt ist, derart, daß jeder Hebel dieser Maschine je einer Taste
der Schreibmaschine den Umschalter derselben betätigen kann, und die bei Abnahme der
Maschine von Hand bewegt werden kann. Am Orte der Fernsteuerung sind also die Schalter für die Fernsteuerung in den einzelnen
Stromkreisen der einzelnen Metallbänder in einer Tastatur nach Art einer Schreibmaschine, eines Klaviers oder sonstigen
Musikinstrumentes angeordnet. Es sind nun zwar phonolaartig wirkende Vorrichtungen
bekannt, die jedoch mit elektromagnetischer Einrichtung versehen sind, während im Gegensatz dazu die vorliegende Erfindung
eine elektrostatische, nach dem Prinzip von Johnsen, und Rahbek, benutzen
will,
Durch die Anwendung solcher elektrostatischer Relais wird nun ein wesentlicher Vorteil
dadurch erzielt, daß man im Gegensatz zur elektromagnetischen Betriebsweise zwei
Reguliervorrichtungen besitzt. Einmal bestehen diese darin, daß die an den Halbleiter
und an den Leiter gelegte Spannung reguliert werden kann, und ferner ist es möglich,
die Wirkung des Relais auch noch durch Veränderung der Umdrehungszahl und damit
das Drehmoment des die Walze antreibenden Motors zu regulieren. Durch die Regelung der Spannung wird die elektrostatische
Anziehungskraft und dadurch die Reibung zwischen Walze und Band in sehr feinstufiger Weise reguliert, wodurch die
! Einrichtung, wenn sie beispielsweise in Verbindung mit Tastenmusikinstrumenten ge-
braucht wird, je nach Wunsch und Charakter des Musikstückes für einen mehr oder weniger
leichten Anschlag eingestellt werden kann. Durch die Regelung der Umdrehungszahl des
Motors bzw. seines Drehmomentes kann man aber auch noch außerdem den an und für sich leichten Anschlag mehr oder weniger
schnell bzw. kräftig gestalten. Es kommt dies beispielsweise in Betracht, sobald bei
einem Musikstück sogenannte Piccicato-Stellen zu spielen sind. Es läßt sich leicht ansehen,
daß durch diese doppelten Regelungsvorrichtungen sich jede mögliche Kombination und
Einstellung der Anschlagsart und -stärke erzielen läßt. Selbstverständlich kann diesesnicht
nur bei Musikinstrumenten, sondern auch bei Schreibmaschinen, Lochern o. dgl. vorteilhaft
angewendet werden.
In den Abbildungen ist der Gegenstand so der Erfindung dargestellt. In der Abb. 1 bedeutet
ι eine durch einen nicht dargestellten Motor angetriebene Walze -aus Halbleitermaterial.
Diese möge sich in der eingetragenen Pfeilrichtung bewegen. Auf der Walze schleift ein dünnes Metallband 2, welches
mit Federn 3 und 4 in bestimmter Spannung und bestimmtem Auflagedruck gehalten wird.
Die Spannung einer Spannungsquelle 5 ist einerseits durch irgendwelche Mittel, z. B.
durch einen Schleifkontakt, an die Walze aus Halbleitermaterial und anderseits über eine
Taste 6 an das Bändchen 2 gelegt. Außerdem ist an dem Bändchen 2 ein Hebel 7 befestigt,
welcher im .Punkte 8 gelagert ist. Wird jetzt die Taste 6 betätigt, so daß die Spannung
der Batterie 5 an der Walze und an dem Bändchen liegt, so wird durch die elektrostatische
Anziehung die Leitung zwischen der Walze 1 und dem Bändchen 2 so weit erhöht,
daß das Bändchen 2 von der Walze während der Dauer des Stromschlusses in Richtung des eingetragenen Pfeiles mitgerissen
wird. Hierdurch wird der Hebel 7 an seinem linken Arme hochgezogen, so daß
eine unter das andere Ende des Hebels gelegte Taste beliebiger Art, z. B. die einer
Schreibmaschine, niedergedrückt wird.
Die Abb. 2 zeigt die gleiche Einrichtung in mehrfacher Wiederholung, bei der sämtliche
Bänder auf einer Walze angeordnet sind. Die ! der Abb. 1 entsprechenden Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen, so daß sich eine Weitererklärung erübrigt. Es ist einleuchtend,
daß die Tasten 6 beliebig an- , geordnet sein können, z. B. in mehreren Etagen wie bei einer Schreibmaschine oder
in einer Ebene wie bei einem Klavier oder auch im Kreisbogen wie bei gewissen Schreibmaschinensystemen. Die Verbindungsleitung
zwischen den Tasten 6 und der Maschine gemäß der Erfindung sind aus
zeichnerischen Gründen nur kurz gehalten. In Wirklichkeit stellen die Tasten 6 eine
Sendeeinrichtung dar, welche an einem anderen Ort als die Empfangseinrichtung gemaß
der Erfindung aufgestellt ist und durch längere Drahtleitungen verbunden ist. Mit
einer derartigen Sendeeinrichtung ist man durch einfache Parallelschaltung in der Lage,
mehrere Maschinen gemäß der Erfindung zu betätigen, so daß durch Fernsteuerung von
einer Stelle aus mehrere Schreibmaschinen, Klaviere oder sonstige Musikinstrumente mit
Tasten gleichzeitig betätigt werden können.
Eine derartig ausgebildete Maschine, welche auf die Tastatur eines Musikinstrumentes
aufgelegt wird ähnlich wie ein Phonola, kann aber auch durch ein gelochtes
Band betätigt werden, indem durch die einzelnen Löcher eine elektrische Tastvorrichtung
hindurchgreift und einen Stromkreis schließt, während dieser Stromkreis durch die ungelochten Stellen unterbrochen wird.
In diesem Stromkreis liegt dann ein Johnsen-Rahbek-Relais, das direkt oder indirekt eine
zugeordnete Taste niederdrückt bzw. losläßt.
Werden Typenhebel durch die Johnsen-Rahbek-Relais betätigt, so können die zugehörigen
Typen in jeder beliebigen Weise angeordnet werden gegenüber dem zu bedruckenden oder einzukerbenden Band, das
dann beispielsweise als unendliches Band
ausgeführt werden kann.
Natürlich kann an Stelle der Tastaturen von Musik- und Schreibinstrumenten jede
beliebige mechanisch angetriebene Tastatur nach gleichem Grundgedanken elektrisch gesteuert
werden.
Außer der geschilderten Ausführungsform des Johnsen-Rahbek-Relais mit Halbleiterwalze
und Metallband kommt natürlich jede andere bekannte Ausführungsform in Betracht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanische mit Tastern oder Greifern, die wie Finger auf zum Antrieb einer Vorrichtung, z. B. einer Schreibmaschine oder eines Musikinstrumentes, dienende Tasten zur Einwirkung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Taster oder Greifer (7) mittels Relais (1, 2) nach dem Prinzip von J ο η η s e η und Rahbek gesteuert werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95363D DE438860C (de) | 1921-09-21 | 1921-09-21 | Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanische |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95363D DE438860C (de) | 1921-09-21 | 1921-09-21 | Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanische |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE438860C true DE438860C (de) | 1926-12-28 |
Family
ID=7167262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH95363D Expired DE438860C (de) | 1921-09-21 | 1921-09-21 | Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Energie in mechanische |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE438860C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2995284A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive |
| US2995286A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive unit |
| US2995285A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive |
| US3004126A (en) * | 1956-12-31 | 1961-10-10 | Ibm | Relay |
-
1921
- 1921-09-21 DE DEH95363D patent/DE438860C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3004126A (en) * | 1956-12-31 | 1961-10-10 | Ibm | Relay |
| US2995284A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive |
| US2995286A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive unit |
| US2995285A (en) * | 1958-12-31 | 1961-08-08 | Ibm | Electrostatic incremental drive |
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