DE438763C - Tunnelofen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom der Heiz- und Kuehlgase - Google Patents

Tunnelofen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom der Heiz- und Kuehlgase

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DE438763C
DE438763C DEW67340D DEW0067340D DE438763C DE 438763 C DE438763 C DE 438763C DE W67340 D DEW67340 D DE W67340D DE W0067340 D DEW0067340 D DE W0067340D DE 438763 C DE438763 C DE 438763C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/30Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B9/3044Furnace regenerators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Tunnelofen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom der Heiz- und Kühlgase. Gegenstand der Erfindung ist ein Tunnelofen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom der Heiz- und Kühlgase. Wenn diese bekannten Öfen in großen Abmessungen ausgeführt werden, ist es schwierig, eine gleichmäßige Erhitzung des zu behandelnden Gutes zti .erzielen.
  • Der Zweck der Erfindung ist nun, diesen Nachteil zu beseitigen und einen Tunnelofen zu schaffen, durch den selbst bei großen Abmessungen des Ofens das zu behandelndc-Gut stets mit der gewünschten Ma.timalternperatur gleichmäßig beheizt wird.
  • Erreicht wird dies im wesentlichen erlindungsgemäß dadurch, daß die Zu- bzw. Ab: Führungsöffnungen der Ofengase über die ganze Fläche der Tunnelseitenwände der Höhe wie der Breite nach verteilt sind.
  • Diese Maßnahme an sich ist bei Tunnelöfen mit Längszug bekannt. Das Neue ist die Anwendung dieser Maßnahme bei Tunnelöfen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom. -In der Zeichnung ist Abb. i ein schematischer Grundriß eines Doppelofens, Abb. 2 ein Querschnitt links nach Linie i-i der Abb. i und rechts nach Linie Abb.3 eine Seitenansicht, Abb. 4. .ein Schnitt rechts nach Linie .1-4 der Abb. 2, links nach Linie 4-4-.l,1 der Abb. 2, Abb. 5 ein Querschnitt in derselben Ebene wie der linke Teil der Abb.2. Abb. 6 ein Querschnitt in derselben Ebene wie der rechte Teil der Abb. 2, Abb.7 eine Ansicht eines Teiles der inneren Ofenwand, Abb.8 ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 7, Abb. g eine abgeänderte Ausführungsform im Querschnitt, Ahb. io ein Schnitt nach Linie io-io der Abb. g, Abb. i i ein Grundriß eines einfachen Ofens und Abb. 12 ein Querschnitt nach der gebrochenen Linie 12- 12 der Abb. i i.
  • Abb. i bis 8 zeigen einen Doppelofen A mit Schienengleisen B für zwei Wagenzüge, die aus Wagen C bekannter Art bestehen, welche sich in entgegengesetzter Richtung (s. Pfeile Abb. i) durch den Ofen A' bewegen. Die Schienen werden durch Rohre N in üblicher Weise gekühlt.
  • Der hocherhitzte Teil des Ofens,4, besteht aus Abteilungen a, jede ist mit einem Gas-= erhitzungsregenerator E und einer Lufterhitzungska.mmerF an jeder Seite des Ofens versehen. Jeder Regenerator E steht mit der Ofenkammer A;° durch eine Reihe wagerechter Kanäle E1 in Verbindung, von denen jeder in einen lotrechten Gaskanal D, in der Seitenwand des Ofens einmündet. Der lotrechte Kanal öffnet sich iti. verschiedener Höhenlage in die Ofenkammer durch Öffnungen D1, die beim dargestell;en Ausführungsbeispiel durch Einschnitte in den Seitenwänden d gebildet sind (s. Abb. 7 und 8).
  • Jeder Luftregenerator F ist in ähnlicher Weise verbunden durch Kanäle F1 mit lotrechten Luftkanälen D" welche abwechselnd mit den Gaskanälen D angeordnet sind. Ab- zugskanäle I( und 1(A an den entgegengesetzten Seiten des Ofens sind mit jedem benachbarten Regenerator E durch einen besonderen Kanal E2 und ein Ventilgehäuse H verbunden und mit jedem benachbarten Regenerator F durch einen Kanal F° und ein Ventilgehäuse HA.
  • Regelungsklappen ihl, Ml verbinden die Kanäle K, I(A abwechselnd mit einem Exhaustor L oder einer anderen Zugerzeugungsvorrichtung. Ventile H1 in dem Gehäuse H öffnen und schließen Verbindungen zwischen den Regeneratoren E und Kanälen X und 1(A, aber die Ventile 113 in dem Gehäuse HA öffnen und schließen lediglich Verbindungen zwischen dem Regenerator F und der Atmosphäre. Brennbares Gas, beispielsweise .gereinigtes Generatorgas, wird den Regeneratoren E aus der Gasleitung O durch Abzweigungen 01 zugefülut, deren jede ein Abs.chlußventil P enthält. Wie aus Abb. i und 3 ersichtlich, werden die Betätigungsarme P1, H' und H4 der Ventile P, H und H3 durch ein Umstellgetriebe betätigt, welches aus einem Kabe1J mit BundenJ1 besteht.
  • Wenn beispielsweise das Ventil M geschlossen und das Ventil Ml offen ist, so wird der Kanal 1(A einer Saugwirkung ausgesetzt, und die verschiedenen Ventile P1, H1 und H3 werden so eingestellt, da.ß Gas und Luft durch die auf der rechten -Seite befindlichen: Regeneratoren E und F angesaugt werden @Abb. zund durch die entsprechenden Kanäle Ei_, F' die Kanäle & und die Öffnungen D,' in die Ofenkammer gelangen. Hic#r vereinigen sie sich zur Verbrennung, Und die brennenden Gase und Verbrennungsprodukte werden in wagerechter Richtung quer zur Ofenkammer nvischen dein auf den Wagen C befindlichen Brenngut hindurch abgeführt und gelangen durch die C)ffnungen D' in der entgegengesetzten Wand des Ofens zu den KanälenD und durch die Regeneratoren F und F_ in den Kanal KA. In be-@tirnmten Zeitabständen werden die verschiedenen Ventile umgestellt, so daß die Stromrichtung der Gase umgekehrt wird.
  • Bei der beschriebenen Betriebsweise ist es möglich, in den Ofenabteilungen a hohe Temperaturen aufrechtzuerhalten, ohne daß in verschiedener Höhenlage verschiedene Temperaturen herrschen oder, falls gewünscht, mit einer Abstufung der Temperaturen in verschiedener Höhenlage. Um die. Verteilung der Heizgase zu regeln werden Steine d'0 angewandt, welche durch öffnungen an der Decke A:'5 bedient werden können und die öffnungen Di' .in einstellbarer Weise drosseln. Schieber oder Klappen R, welche durch öffnungen einstellbar sind, die unter gewöhnlichen Umständen durch Türen S abgeschlossen sind, regeln den Durchfluß durch die Kanäle E' und F', während Klappen F den Saugzug in den Regeneratoren F_ und F und Ventile O= den Gaszuleitungsrohren O' den Zutritt von Gas zu den Regeneratoren E regeln.
  • Wenn die Luft oder das Gas nicht vorgegewärmt: werden soll, werden die Regeneratoren E ausgelassen, und jeder senkrechte Kanal La kann dann als Verbrennungskanal dienen, indem er Luft durch einen RegeneratorauslaßF' und Gas durch eine DüseE'l au, einem Kanal E'4 und dem Gasrohr O' erhäli "vgl. Abb. f? und io@t. Die Düsen E'l#' ebenso wie die Regler für die öffnungen Dd können durch Kanäle E' , in der Ofendecke geregelt werden. -Um den Gbergang der Wärme von dem hocherhitzten Brenngut, welches die mittlere Zone des Doppelofens verläßt, zu dem Gut zu erleichtern, welches sich dieser Zone nähert, und um auf diese Weise das austretende Gut allmählich abzukühlen und das eintretende allmählich zu erhitzen, sind Vorrichtungen vorgesehen, welche Regeneratoren G einschließen, um einen quergerichteten wagerechten Strom erhitzter Luft durch die Endteile des «fens aufrechtzuerhalten.
  • Jeder der Regeneratoren G, von denen je einer an jeder Seite des Ofens an jeder Abteilung A1 vorgesehen ist, ist mit den benachbarten Kanälen D durch Kanäle G' - und mit den benachbarten Kanälen K oder KA durch eine Verbindung G= verbunden. Die Ventile HB und HA an derselben Seite des Ofens werden gleichzeitig durch das Kabel J geöffnet oder geschlossen. Jeder Regenerator G nimmt in bekannter Weise Hitze auf, wenn die Stromrichtung vom Ofen in den Regenerator läuft, und gibt bei der Umkehrung der Stromrichtung diese Hitze an die eintretende Luft ab. Wenn die iri den Ofen eintretende Luft von dem Regenerator G zuerst die heißere Ware und dann die kühlere Ware passiert, überträgt die Luft unmittelbar Wärme von der heißeren Ware zur kühleren Ware. Dies tritt nicht ein, wenn die Stromrichtung umgekehrt ist, und die Luft strebt dann die kühlere Ware weniger zu erhitzen und die heißere Ware mehr abzukühlen als bei der anderen Stromrichtung.
  • Um diesen Zustand zu verbessern, wird brennbares Gas durch Zugrohre O-' und Kanäle G den oberen Enden der Re.generatoren G an der Seite des Ofens zugefii'lirt,' längs der sich das frische Gut gegen die tlitte des Ofens hin bewegt. Die Zweiggasleitungen 03 erfordern kein Unisteuerventil, denn bei dauernder Zuführung durch die Rohre 0:@ brennt das Gas dauernd und erhitzt die Wärmespeichermasse in jedem Regenerator G, wenn der Durchflüß durch den letzten nach unten gerichtet ist. Die angesammelte Wärme wird dann bei der Umkehrung des Strome in den Ofen übertragen. Die dauernde Zuführung von Gas durch die Kanäle GG vergrößert nicht nur die Geschwindigkeit, mit welcher die kühlere Ware erhitzt wird, sondern vermeidet auch alle Störungen, die sonst möglich sind, wenn die Temperatur an den Ofenenden unter der Zündtemperatur liegt.
  • Die beschriebene Anordnung und Betriebsweise ist besonders geeignet zum -Brennen feuerfester Stoffe, beispielsweise Silikaziegel, welche im mittleren Teil der Ofenkammer nicht weniger als i 5oo bis i 55o° C erfordern und in manchen Fällen Temperaturen, über i6oo° C nötig machen. -Die genaue Temperatursteigerung an den Endteilen des Ofens und die zu erreichende gleichförmige Verteilung der Heizgase unter Vermeidung örtlicher Überhitzung trotz der raschen, für große Leistungen nötigen Wärmeaufnahme, machen den Ofen -für diesen besonderen Zweck gut geeignet. Beim Brennen von Silikaziegeln ist es besonders ertvünscht, daß in jedem Ofenteil a oder a' nach Wahl eine oxydierende oder reduzierende Atmosphäre aufrechterhalten werden kann, ohne Rücksicht auf den Zustand in benachbarten. Abteilungen.
  • Die einfache und wenig empfindliche Ofenanordnung nach der dargestellten Ausführung ist wohl geeignet, höheren Temperaturen standzuhalten. Die verhältnismäßig große Wärmeausdehnung, die sich aus solchen höhen 'remperaturen ergibt, besonders wenn der Ofen oder wenigstens der hochtemperaturige Teil aus Silikaziegeln besteht, kann ausgeglichen werden, indem der Ofen aus kurzen Abteilungen a, a1 von etwa 3 bis 4. m Länge hergestellt wird und eine Ausdehnungsfuge a10 zwischen benachbarten Teilen verbleibt, so daß jede Abteilung sich unabhängig von den. anderen ausdehnen kann. Sobald der Ofen heiß geworden ist, sind die Fugen a10 nur wenig geöffnet und geben nur geringe Verluste, da jeder Regenerator mit der zugehörigen Ofenabteilung ein Ganzes bildet und der Druckunterschied zwischen dem Inneren der Ofenkammer und der äußeren Atmosphäre gering sein kann.
  • Abb. i i und 12 veranschaulichen die Anwendung der Erfindung bei einem einfachen Ofen AA zum Unterschied von einem Doppelofen. Die mittlere Hochfeuerzone des Ofens ist aufs Abteilungen a100 gebildet, welche genau so gebaut sein können wie die oben beschriebenen Abteilungen a, mit der Ausnahme, daß die Ofenkammer A20 nur so breit ist, daß sie eine einzelne Reihe von Wagen C aufnehmen kann. In diesem Falle sind nur die Regeneratoren E und F der Abteilung a100 mit den Abführungskanälen I( und KA verbunden. Die Regeneratoren C' r in der Kühlzone all sind mit den Abzugskanälen K20 und. KA-'0 durch Klappen Ms und M7 und eine Leitung 1(21 verbunden. Letztere führt heiße Luft, die aus der Kühlzone abgesaugt wird, in die Regeneratoren C' r der Anwärmzone des Ofens durch. einen oder anderen der Kanäle K22 oder KA22 entsprechend der Einstellung der Klappen M4 und M0. An der Eintrittsseite des Ofens sind die Kanäle K22 und KA22 mit der,Saugvorrichtung LA; durch Klappen M2 und M3 verbunden. Brennbares Gas wird an beiden Seiten der Anwärmungszone den Regeneratoren C'a dauernd zugeführt. Die Ventilverbindungen mit den Regeneratoren E und F und die Regeneratoren der Kühlzone 0 können dieselben sein, die bei den Regeneratoren E und F nach Abb. i biss 6 angewendet sind. Keine Umstellventite sind an den Verbindungen HC zwischen den Regeneratoren G und den Kauären 922 und KA,22 vorgesehen.
  • Die verschiedenen Umstellventile und Klappen in Abb. i i und 12 werden so eingestellt, daß dieselbe Stromrichtung an den Enden und im mittleren Teile des Ofens aufrechterhalten wird. Dazu werden beispielsweise, wenn. die Klappe M offen ist, die Klappen 412, M5 und M6 gleichfalls geöffnet und die Klappen Ml, M3, M4 und M7 geschlossen. Luft wird dann aus der Kühlzone durch den Kanal I(20 abgezogen und durch den Kanal KA@2 in die Anwärmungszon.e eingeleitet. Wenn die .erwähnten Klappen abgestellt sind; wird Luft aus der Kühlzone durch Leitungen KA20 abgezogen und durch Leitung K22 in die Ofenkammer zurückgeführt. In der Nähe des Eintrittsendes des Ofens braucht die in der Luft aus der' Kühlzone enthaltene Wäxme nicht vergrößert werden, aber im hinteren Teil der Aufwärmezone wird die Hitze durch die Verbrennung von Gas ergänzt, welches durch die Rohre 03 zugeführt wird.
  • Es ist zu beachten, daß zwar die Anwendung von Regeneratoren in der Kühlzone die Menge der erforderlichen kühlen Luft vergrößert, daß aber das vergrößerte Luftvolumen und die sich dadurch ergebende Verringerung der Temperaturdifferenz des gewählten Gutes dazu beitragen, die gewünschte gleichmäßige Temperatur an verschiedenen Stellen des Querschnitts sicherzustellen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tunnelofen mit seitlichen Regeneratoren und Querstrom der Heiz- und Kühlgase, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- bzw. Abführungsöffnungen (Di1) der Ofengase über die ganze Fläche der Tunnelseitenwinde der Höhe wie der Breite nach verteilt sind.
  2. 2. Tunnelofen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch abwechselnd nebeneinanderliegende Gas- und Luftzuführungs;-kanäle (El und F1) mit anschließenden lotrechten Gas- und Luftauslaßkanälen (D1), durch deren Öffnung (Dl) Gas bzw. Luft in den Tunnel treten, um dort zu verbrennen.
  3. 3. Doppeltunnelofen nach Anspruch i und 2 mit gegenläufiger Bewegung der Gutwagen, dadurch. gekennzeichnet, daß an .den Seitenwänden, welche sich neben dem vorzuwärmenden Gut befinden, in. den Verbindungskanal (G3) der Regenera-' tonen mit dem Tunnel Zusatzgas eingeleitet wird, welches dort verbrennt. q.. Einfacher Tunnelofen nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch Luftumleitungskanäl.e (K20, KA20, K21 K22, 9A22) mit Absperrvorrichtungen (M2, M3, M4 M,5, M6, M7) zum überleiten der die Regeneratoren der Kühlzone verlassenden erwärmten Luft in die Regeneratoren der Vorwärmzone unter Aufrechterhaltung der gleichen Zugrichtung im Tunnel in der Kühl- und Vorwärmzone.
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