DE482791C - Gegenlaeufiger Doppeltunnelofen, bei dem die Feuergase in der Brennzone aus dem Brennkanal abgezogen werden - Google Patents

Gegenlaeufiger Doppeltunnelofen, bei dem die Feuergase in der Brennzone aus dem Brennkanal abgezogen werden

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DE482791C
DE482791C DEH99930D DEH0099930D DE482791C DE 482791 C DE482791 C DE 482791C DE H99930 D DEH99930 D DE H99930D DE H0099930 D DEH0099930 D DE H0099930D DE 482791 C DE482791 C DE 482791C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/02Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity of multiple-track type; of multiple-chamber type; Combinations of furnaces
    • F27B9/021Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity of multiple-track type; of multiple-chamber type; Combinations of furnaces having two or more parallel tracks
    • F27B9/022With two tracks moving in opposite directions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Gegenläufiger Doppeltunnelofen, bei dem die Feuergase in der Brennzone aus dem Brennkanal abgezogen werden Es sind bereits gegenläufige Doppeltunnelöfen bekannt, bei welchen die Feuergase in der Brennzone aus dem Brennkanal abgezogen «-erden. Um zu bewirken, daß die sich gegenüberliegenden Kühl- und Vorwärmezonen in Wärmeaustausch treten, ohne daß Rauchgase aus der Brennzone in die Vorwärmezone übertreten und das Gut schädigen, sind bereits Einrichtungen vorgeschlagen worden, z. B. Schieber, welche die einzelnen Ofenteile voneinander trennen. Diese Einrichtungen verursachen jedoch einen umständlichen Betrieb und haben weiterhin den Nachteil, daß sie nach mehr oder weniger kurzer Betriebsdauer der Zerstörung anheimfallen. - Andere bekannte Öfen dieser Art besitzen die den Doppeltunnel bildende Mittelwand auf der ganzen Länge des Ofens, wodurch die Baukosten wesentlich erhöht werden und der Wärmeaustausch zwischen der Vorwärme- und Abkühlzone unmöglich gemacht wird. -Die obigen Nachteile der bestehenden Ofenkonstruktion werden erfindungsgemäß dadurch verhütet, daß die die Brennzonen der beiden Tunnel trennende Mittelwand nur die Länge der Brennzone besitzt, während die beiderseits anschließenden benachbarten Kühl-und Vorwärmezonen in offener Verbindung stehen. Ferner sind die einzelnen Feuerungen voneinander getrennt und unabhängig steuerbar, um in den beiden Brennzonen steigende Temperaturen in umgekehrten Richtungen einhalten zu können. Der Ofen besitzt ferner den wesentlichen Vorteil, daß keine Kanäle in der Längsrichtung vorgesehen sind und die die Brenngase abführenden Kanäle unten abzweigen. . Dadurch können sämtliche Ofenwände als glatte, starke Mauern ausgeführt werden, die wenig Unterhaltungs-. kosten verursachen.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Abb. i zeigt schematisch die Draufsicht der ganzen Tunnelofenanlage.
  • Abb. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt des Ofens in zwei Hälften in vergrößertem Maßstabe.
  • Abb. 3 und q. zeigen lotrechte Schnitte nach den Linien 3-3 und q.-q. der Abb 2. Abb. 5 zeigt einen Schnitt durch den einen Endteil des Ofens nach der Linie 5-5 der Abb. 2.
  • Abb. 6 ist ein ähnlicher Schnitt einer anderen Ausführungsform.
  • A (Abb. i) ist die doppelte Brennkammer, welche in der Mitte des Ofens angeordnet ist. An jedem Ende ist der Ofen mit einem Kühl-bzw. Vorwärmraum versehen. Der eine Raum ist mit A' und der andere Raum mit A= bezeichnet. Die Doppelbrennkammer besteht aus den Außenwänden i, i (Abb. 3 und .4), einer mittleren Trennwand :2 und den Gewölben 3, 3 von bekannter Bauart, wodurch zwei getrennte Tunnel 4., 4. für die beiden Brennzonen gebildet sind. An der Außenseite der Tunnel jeder der beiden Brennzonen ist eine Mehrzahl von Ofenfeuerungen 5 für die Verbrennung irgendeines Brennstoffens, wie Öl, Holz, Kohle, Gas usw. vorgesehen. Der Brennstoff kann ununferbrochen in beliebiger Weise zugeführt werden. Diese Mittel zur Zuführung sind, weil bekannt und allgemein gebräuchlich, nicht dargestellt. Die für die Verbrennung erforderliche Luft wird in beliebiger Weise von außen zugeführt. In Abb. 2,:2a sind 2 Luftgebläse 6, 6 vorgesehen, die durch Rohre 7 mit den einzelnen Feuerungen unter Zwischenschaltung von Ventilen oder Schiebern 8 verbunden sind, so daß die Speisung jeder Feuerung mit Luft beliebig geregelt werden kann.
  • Um die Verbrennungsprodukte, die aus den Feuerungen entweichen, so gleichmäßig wie möglich über das Gut zu verteilen und ein gleichmäßiges Brennen desselben zu sichern, ist jede Brennzone mit einer lotrechten Ablenkwand 9 (Abb. 3 und ¢) versehen, welche sich nach oben verjüngt, wobei der obere Teil nach einwärts gegen die Brennkammer bei io geneigt ist. Jede Ablenkungswand ist an ihrer inneren Seite mit Eintrittslöchern i i zu Ouerkanälen i2 und Rohren 13 versehen, durch welche die Verbrennungsprodukte aus der Brennkammer abgeführt werden. Die Rohre 13 münden in einen gemeinsamen Auspuffkanal 14, aus dem die Abgase mit Hilfe eines Gebläses o. dgl. abgesaugt werden. Die Verbrennungsprodukte können so aus dem Innern der Brennzonen zu irgendwelchem Zweck fortgeführt werden. Beispielsweise können sie zu einem Vortrocknungsraum geführt werden, um das rohe Gut vor dem Eintritt in den Ofen vorzutrocknen. Jeder der Kanäle 13 ist mit einem Drosselschieber oder -klappe 15 versehen. Mittels der Schieber i 5 und der Ventile 8 ist es möglich, die Temperatur innerhalb der Brennzonen an jeder Stelle unabhängig von der andern leicht zu regeln. Zum Beispiel ist es zweckmäßig, eine Temperatur von etwa 75o° an dem Eintrittsende einer jeden Brennzone und von etwa 100o° an dem entgegengesetzten Ende einer jeden der Brennzonen zu halten. Diese Temperaturen können jedoch nach den Umständen beliebig geändert werden. Jede der Brennzonen ist mit Längsschienen 16, 16 versehen, welche zum Befahren der Wagen 17 dienen. Der Oberbau dieser Wagen besteht vorzugsweise aus Lagen von feuerfestem Baustoff, welcher auf dem metallischen Gestell des Wagens ruht, wobei die oberste Lage der feuerfesten Steine aus hohlen Muffeln i8 besteht, welche mit wagerechten Kanälen i9 versehen sind. Die letzteren sind ungefähr in gleicher Höhe wie die Kanäle 12 angeordnet. Die Stützmuffeln 18 lassen entlang der Längsmittellinie des Wagens eine Lücke frei, um das gleichmäßige Durchspülen der Verbrennungsprodukte nach abwärts durch das Gut und seitlich durch die Kanäle i9 zu fördern. Um die metallischen Teile der Wagen soweit wie möglich vor den heißen Gasen der Brennzone zu schützen, sind die mittlere Trennwand 2 und die lotrechten Ablenkungswände 9, 9 mit nach einwärts vorspringenden Nasen 2o, 21 versehen, welche die seitlichen Teile des Wagens überlappen und den Durchgang der Verbrennungsprodukte nach abwärts zu den Rädern usw. erschweren.
  • Die inneren Flächen der seitlichen Ablenkungswände 9 sind mit einer oder mehreren wagerechten, nach einwärts vorspringenden Rippen 22 versehen, welche zusammen mit den nasenförmigen Ablenkungsflächen io dafür sorgen, daß die Verbrennungsprodukte nicht unmittelbar an der Feuerbrücke 9 hinunterstrÖmen, sondern sich über das ganze Gut hin verteilen. Die Güter sind auf den Wagen derart angeordnet, daß ein mittlerer Durchgang zwischen ihnen vorhanden ist, welcher bei 23 gezeigt ist.
  • Die Anordnung des Ofens als Doppeltunnel hat auch den Vorteil, daß die Trennungswand 2 zwischen den beiden Brennzonen der Hitze von beiden Seiten unterworfen .ist. So ist praktisch kein Strahlungsverlust durch diese Trennungswand möglich.
  • An jedem Ende der doppelten Fenerungszone ist ein einfacher Tunnelbau vorgesehen, welcher vorzugsweise nur einen einzelnen Bogen besitzt und ohne Trennungswand ausgebaut ist, wie in Abb. 5 gezeigt ist. Diese Tunnelteile A', AZ sind ebenfalls mit zwei Schienenbahnen versehen, welche die Fortsetzung der Schienenbahnen der Brennzonen darstellen. Die Seitenwandungen sind mit nach einwärts verlaufenden Vorsprüngen Zia versehen, welche ähnlich den Vorsprüngen 2i sind, und zwischen den beiden Schienenbahnen ist eine erhöhte Plattform 24 aus feuerfestem Baustoff angeordnet, welche sich etwas über die Seitenvorsprünge des Wagengestelles erhebt und mit nach einwärts vorspringenden wagerechten Rippen oder Flanschen 25 versehen ist, die dieselbe Aufgabe wie die Vorsprünge 2o, 21 haben. Da in der Kühl- bzw. Vorwärmzone eine Wagenreihe fertig gebrannte Güter trägt, die andere noch ungebrannte, so erfolgt in dieser Zone ein Wärmeaustausch der Art, daß die gebrannten Güter allmählich gekühlt und die ungebrannten allmählich vorgewärmt werden. Die Endteile A' AZ des Tunnels werden von solcher Länge gewählt, daß bei der Behandlung von irgendwelchen Gütern die gebrannten Güter genügend gekühlt werden, um sie bei ihrem Austritt aus dem Ofen entladen zu können. Gleichzeitig können dann die ungebrannten Güter soweit vorgewärmt werden, daß sie zu dem Zeitpunkt, wo sie die Brennzone erreichen, annähernd auf die Brenntemperatur gebracht worden sind. Wenn infolge der Außentemperatur der Luft oder anderer Einflüsse dieser Betriebszustand nicht erreicht wird, so kann durch Regeln des Feuers in der Brennzone nachgeholfen werden. Wenn beispielsweise die Güter an der Brennzone mit zu geringer Temperatur ankommen, kann die Temperatur der Brennzone an dem Anfangsende derselben durch Regelung der Feuerungen gesteigert werden. In ähnlicher Weise kann, wenn gefunden wird, daß die ungebrannten Güter die Brennzone bei einer Temperatur sehr nahe der Brenntemperatur erreichen, die Temperatur des Ofens in der Brennzone etwas vermindert werden, umübermäßige Temperaturen in der Brennzone zu vermeiden.
  • Die Wärmefibertragung von den gebrannten Gütern zu den ungebrannten erfolgt hauptsächlich durch Strahlung und Konvektion. Dadurch wird eine gute Wärmeausnutzung gewährleistet, und da die Luft innerhalb der Tunnelteile A1 A= nur im Umlauf begriffen ist, indem sie nach aufwärts durch die erhitzten Güter und nach abwärts durch die ungebrannten Güter strömt, so ist es nicht nötig, irgendwelche Gebläse zu verwenden, um den erforderlichen Luftumlauf zu sichern. Auch kann immer dieselbe Luft wieder von neuem gebraucht werden.
  • Bei der Behandlung gewisser Waren ist es wünschenswert, diese vor der unmittelbaren Einwirkung der Strahlung zu schützen. In diesem Falle wird ein verhältnismäßig dünner Längsschirm aus Ziegel, Metall oder ähnlichem Stoff, besonders Ziegel, auf der Plattform 24, wie bei 26 (Abb. 6) gezeigt ist, aufgerichtet. Dieser Schirm braucht nicht durch die gesamte Länge der Ofenteile A1 A2 zu verlaufen, sondern nur dort, wo die Strahlung am größten ist: Er erstreckt sich nicht bis zu der Decke des Ofens, sondern läßt eine beträchtliche öffnung 27 frei, während er an seinem unteren Ende mit Ouerlöchern 28 (Abb. 6) versehen ist, um das Umlaufen der Konvektionsströme in wesentlich derselben Weise zu erlauben, als wenn der mittlere Schirm fortgelassen wäre.
  • Es ist ersichtlich, daß die Bauart des vorliegenden Ofens eine sehr einfache ist. Dabei gestattet die Anordnung der Feuerungen in der Brennzone, Mittel zu ihrer genauen Regelung vorzusehen. Zu diesen Mitteln gehören in erster Linie die Regelungsvorrichtungen für die Luftzufuhr und für die Abführung der Abgase. Ferner können leicht Pvrometer und andere Meßinstrumente in Zwischenräumen innerhalb der doppelten Heizzone angeordnet werden, um die Temperatur usw. an jeder Stelle genau einzuhalten. Dabei besitzt der größte Teil des Ofens die Bauart eines einfachen Tunnels, und da diese Ofenteile nicht einer so hohen Hitze wie die Brennzone unterworfen sind, so kann die Bauart derselben billiger und einfacher erfolgen und wird weniger der- Zerstörung unterworfen sein.
  • Der Ofen ist für schnelle und ununterbrochene Behandlung von rohen Tonwaren, wie Ziegel, Steingut usw. geeignet, kann jedoch auch für andere Waren benutzt werden. Es ist vorteilhaft, den oberen Flächen der hohlen feuerfesten Muffeln 18 (Abb. 3 und ,4), welche die Unterlage der Wagen bilden, eine geneigte Richtung zu geben, derart, daß die Flächen von den Seitenrändern des Wagens gegen die Längsmitte bei 29 abfallen. Dadurch erhält das Gut, .welches auf diesen Flächen aufgeschichtet ist, eine,Lage, die etwa den strichpunktierten Linien bei 3o entspricht. Bei dieser Anordnung kann beim Brennen das Schrumpfen in gleichmäßiger Weise durch die ganze aufgeschichtete Säule erfolgen, ohne daß die Gefahr besteht, daß einzelne Teile des Gutes vom Wagen herunterfallen, den Ofen beschädigen und die Bewegung des Wagens hindern.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gegenläufiger Doppeltunnelofen, bei dem die Feuergase in der Brennzone aus dem Brennkanal abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die die Brennzonen der beiden Tunnel trennende Mittelwand (2) nur die Länge der Brennzone hat, während die beiderseits anschließenden benachbarten Kühl- und Vorwärrnezonen in offener Verbindung stehen.
  2. 2. Doppeltunnelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennzonen durch einzelne Feuerungen beheizt werden, die unabhängig voneinander gesteuert werden und deren Abgase durch die die Feuergase ableitenden Kanäle (i2, 13) mit unabhängigen Regelklappen (15) abgezogen werden, wodurch es möglich wird, die eine Brennzone in einer Richtung mit steigenden Temperaturen und die anliegende Brennzone in umgekehrter Richtung mit steigenden Temperaturen zu beheizen.
  3. 3. Doppeltunnelofen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennzonen mit einer als Ablenkwand wirkenden Feuerbrücke (9) versehen sind, die zwischen der äußeren Ofenwand und dem Brennraum verläuft und die Brenngase nach aufwärts lenkt, so daß sie das Brenngut von oben nach unten durchströmen, und daß in der Feuerbrücke entlang der Brennzone eine Reihe von Rauchgasaustritten (r2) angeordnet sind, die tnit einem gemeinsamen, außenliegenden Rauchkanal (1q.) in Verbindung stehen. .
  4. 4. Doppeltunnelofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerbrücke (9) Vorsprünge (ro, 22) trägt, welche die Heizgase nach der Tunnelmitte leiten.
  5. 5. Doppeltunnelofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwand (2) unten schräge Ablenldiächen (2o) trägt, welche die Feuergase durch die Gutstapel hindurch nach den Abzugskanälen (r2) leiten.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2616525A (en) * 1947-11-18 1952-11-04 Bendix Aviat Corp Wheel and brake assembly
DE19528147A1 (de) * 1995-08-01 1997-02-06 Dubois Ceramics Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Aufheizung und anschließenden Abkühlung eines transportierbaren Gutes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2616525A (en) * 1947-11-18 1952-11-04 Bendix Aviat Corp Wheel and brake assembly
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