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Kastenförmiger Motorradrahmen. Zusatz zum Patent 345325 Der trägerförmige
Kastenrahmen gemäß dem Patent 345325 ist in seinem Hauptkörper aus mehreren Teilen,
Kopf, Rumpf, Boden, Gabel usw., zusammengesetzt, die durch Schweißen miteinander
verbunden sind. Dadurch ergeben sich zahlreiche Nähte, damit viele Arbeit, und es
wird die Gefahr des Leckwerdens begünstigt. Die Nähte liegen zum Teil an unzugänglichen
Stellen, wie z. B. beim Übergang des Trägerrahmens in die Hinterradgabel, und können
deshalb schwer nachgesehen werden. Die Herstellung des das Lagerrohr für die Vordergabel
tragenden Kopfes ist eine teuere Arbeit. Alle Anschlußaugen sitzen unmittelbar am
Rumpf, wodurch der Werkstoff an diesen Stellen schnell ermüdet.
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'Nach vorliegender Erfindung ist eine einfachere Herstellung des Kastenrahmens
unter Vermeidung der zahlreichen Nähte bis auf eine einzige dadurch ermöglicht,
daß er aus zwei nahtlos gezogenen, am Stoß zweckmäßig durch Schweißen vereinigten
Töpfen als Brennstoffbehälter besteht, von denen der vordere die Lagerhülse für
die Lenkstange trägt, während auf dem hinteren das Gabelstück befestigt ist. Dies
kann durch Warmaufziehen, Aufpressen o. dgl. geschehen. E s weist dann der den Brennstoffbehälter
bildende Teil des Trägerrahmens nur eine einzige frei zugängliche Naht auf, die
zudem in der Mitte an einer ungefährdeten Stelle liegt und jederzeit nachgeprüft
und nachgedichtet werden kann. Die beiden gezogenen Töpfe stellen glatte, am Boden
abgerundete Körper mit genauen Maßen und unter Spannung stehenden Wänden dar, wodurch
das Aufziehen des Gabelstücks erleichtert und dessen fester Sitz verbürgt ist. Dabei
ist die Möglichkeit gegeben, für das Gabelstück mit Rücksicht auf die Formgebung
der Gabelschenkel und deren Übergang in den Trägerrahmen stärkeres Blech zu wählen.
Die Lagerhülse für die Lenkstange kann im vorderen Topf eingesetzt sein. Soll jedoch
dessen Durchdringung vermieden werden, dann könnte das Lagerrohr entweder in einer
Einpressung am Boden des vorderen Topfes, z. B. durch Hartlöten oder Anschweißen,
befestigt sein, oder es wird in einem besonderen Kopf eingesetzt, der seinerseits
in gleicher Weise, wie das Gabelstück am hinteren Topf, auf den vorderen Topf warm
aufgezogen oder in gleichwertiger Weise befestigt wird. Dieser Kopf kann auch die
Augen für den Anschluß des Rahmenunterbaues tragen, um dessen unmittelbaren Angriff
an der Wand des von den beiden gezogenenTöpfengebildeten Brennstoffbehälters und
damit die an diesen Stellen auftretenden Ermüdungserscheinungen des Werkstoffes
zu umgehen. Jedoch könnte der Unterbau auch am vorderen Topf mittels eines ihn umspannenden
Klemmbandes aufgehängt sein.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung in Abb. z in einem Ausführungsbeispiel
in Seitenansicht des kastenförmigen Trägerrahmens dargestellt. Abb. z ist ein schräger
Längsschnitt nach Linie 2-2 in Abb. z in größerem Maßstab. Abb 3 ist ein Ouerschnitt
nach Linie 3-3 in Abb. 2 und Abb. 4 derselbe Querschnitt einer etwas abweichenden
Ausführungsform.
Abb. 5 ist -ein Querschnitt nach Linie 5-5 in Abb. 2. Abb. 6 und 7 zeigen zwei abweichende
Ausführungsbeispiele für die Befestigung der Lagerhülse der Lenkstange, und Abb.8
ist ein Querschnitt durch ein anders ausgeführtes Gabelstück.
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Der kastenförmige Trägerrahmen besteht aus zwei nahtlos gezogenen
Töpfen a und .b und einem Gabelstück c. Die Töpfe a und b sind an ihrem Stoß
vereinigt und bilden einen verhältnismäßig langen und raumfassenden Behälter. Die
Nahtverbindung kann geflanscht oder überlappt. sein. Das Beispiel nach Abb. 2 zeigt
eine Flanschverbindung. Es ist zweckmäßig, die Naht durch ein sie abdeckendes Profilband
ei zu verkleiden, das zugleich Angaben über Behälterinhalt u. a. enthalten kann.
Nach Abb. i und 2 durchdringt die Lagerhülse e für die Lenkstange den Topf a in
seinem vorderen Ende, so daß die Behälterwand an dieser Stelle eine Verletzung aufweist,
die jedoch hei sorgfältiger Einrichtung der Lagerhülse unschädlich ist. Das Gabelstück
c besteht vorteilhaft aus einem Blechzuschnitt, der zu einer vorderen Hülse c' und
den beiden Gabelschenkeln c" geformt ist. Die beim Zuschnitt abfallenden Blechstreifen
können nach innen umgebogen und an ihrer Naht verschweißt sein., so daß sie höhle
und lange starre Gabelschenkel bilden. Da der Topf b ebenfalls nahtlos gezogen ist,
so bildet sein: Boden eine unverletzte und zugleich geprüfte- Wand, da ein Stück
Blech, nachdem es einen solchen Ziehvorgang ohne Beschädigung ausgehalten hat, die
Probe für seine Güte bestanden hat.. Die Steckhülse ;f für die Sattelstütze ist
durch die Hülse c' des Gabelstückes c geführt, durchdringt also -die Wand des Topfes
b nicht. Zur Raumgewinnung für den Einbaudes Hinterrades und zur sicheren Befestigung
der Steckhülse f kann es noch zweckmäßig sein, den Boden des Topfes b, wie aus Abb.
2 ersichtlich, einzupressen und hier die Hülse einzusenken und. etwa durch Hartlöten
zu befestigen. Zur weiteren Befestigung und Sicherung könnte noch eine angeschweißte
Schale g dienen. Es empfiehlt sich, auch den freien Rand der Hülsen c' vom Gabelstück
c ebenfalls durch ein Profilband d zu decken.
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Der in beliebiger Weise gestaltete und im gewählten Beispiel aus einem
ü-Profilträger bestehende Rahmenunterbau h für Befestigung und Lagerung des Motors
sowie der Fußstützen ist am vorderen Topf a mittels eines Klemmbandes i befestigt,
das unter dem Topf Augen i' für die Verbindungsschrauben mit denn Unterbau lt bildet.
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Soll die Durchbrechung der Behälterwand durch die Lagerhülse e der
Lenkstange vermieden werden, dann kann die Lagerhülse e gemäß Abb. 6 in derselben
Weise befestigt sein, wie mit Bezug auf die Steckhülse f der Sattelst%e beschrieben
und in Abb. 6 gezeigt. Eine weitergehende Sicherung der Hülsen e und f ist durch
sie umfassende und angeschweißte Laschen k erreichbar. Eine Schweißverbindung läßt
sich an .dieser Stelle vermeiden, wenn die Lagerhülse e an einem besonderen nahtlos
gezogenen Kopf -l, ihn durchdringend, befestigt ist, der seinerseits -in derselben
Weise wie das Gabelstück c auf den Topf a warm aufgezogen oder aufgep-reßt und damit
sicher befestigt ist (Abb.7). Besteht das Gabelstück nicht aus einem Blechzuschnitt,
aus dem zugleich die Gabelschenkel geformt sind, so daß sich aus einem Zuschnitt
kein rohrförmiger Anschluß zum Warmaufziehen öder Aufpressen auf das Ende des Topfes
b ergibt, dann könnte in den Zuschnitt m ein besonderes Rohrstück n eingeschweißt
sein, mittels dessen das Gabelstück auf den Topf b gezogen wird, wie Abb. 8 zeigt.
Das Klemmband i kann in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise aus .zwei zusammengesetzten
Stücken bestehen oder auch aus zwei Teilen gemäß Abb. q., die überlappt verschweißt
sind. Der Übergang der Hülse c' in die Gabelschenkel c" wird zweckmäßig -durch eine
aufgeschweißte Lasche o (Abb. 5) verstärkt.
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Der Querschnitt der Töpfe b ist ein beliebiger. Er kann sowohl rund
wie .auch annähernd vier-bzw. rechteckig oder auch oval sein, wie in Abb. 3 und
.4; besonders letzterer Querschnitt ist vorteilhaft, weil er einen großen Raum umschließt
und damit einen entsprechend ,großen Behälterinhalt für Brennstoff ergibt, dabei
aber trotzdem ein gefälliges Aussehen darbietet. Eine Unterteilung des Rahmens in
Brennstoffbehälter, Werkzeugtasche usw. ist namentlich dann nicht erforderlich,
wenn besondere Satteltaschen benutzt werden.