DE436451C - Verbindung zur Befestigung von einem, zwei oder mehreren Zugseilen an Gestellwagen, Foerderkabinen, Schwebebahnwagen u. dgl. - Google Patents

Verbindung zur Befestigung von einem, zwei oder mehreren Zugseilen an Gestellwagen, Foerderkabinen, Schwebebahnwagen u. dgl.

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DE436451C
DE436451C DEP50791D DEP0050791D DE436451C DE 436451 C DE436451 C DE 436451C DE P50791 D DEP50791 D DE P50791D DE P0050791 D DEP0050791 D DE P0050791D DE 436451 C DE436451 C DE 436451C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B12/00Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
    • B61B12/06Safety devices or measures against cable fracture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

In letzter Zeit zeigt sich bei Förderanlagen immer mehr die Notwendigkeit, statt einem Zugseil, zwei oder mehrere verwenden zu müssen. Bei Seilschwebebahnen für Beförderung λόπ Personen genügt zwar im allgemeinen wegen der verhältnismäßig geringen Lasten ein Zugseil. Mit Rücksicht auf die Möglichkeit des Risses des einen Seiles schreiben die konzessionserteilenden Behörden besondere Sicherheitsvorrichtungen vor. Diese Sicherheitsvorrichtungen bestehen zur Zeit teils aus Brems- oder Fangvorrichtungen, die am Tragseil oder einem besonderen Fang- bzw. Bremsseil angreifen.
is In allen diesen Fällen sind aber Umstände möglich, welche die rechtzeitige Betätigung dieser Einrichtungen verhindern. Dazu kommt noch der Übelstand hinzu, daß die Bergung der Personen meist schwierig, langwierig und nicht ungefährlich ist.
Diese Nachteile bzw. Gefahrmomente werden bei der Anordnung von zwei Zugseilen vermieden, von welchen jedes für sich allein zum Betrieb ausreicht, ohne daß die zulässigen Beanspruchungen überschritten werden. Als wesentlichste Vorteile dieses Systems sind hervorzuheben, daß die Wagen auch nicht für kurze Zeit der freien Wirkung* der Schwerkraft überlassen sind, und daß die Bergung der Fahrgäste ohne alle Umstände und Gefahren sofort erfolgt.
Bei Anordnung von zwei Seilen als gleichmäßig arbeitende Zugorgane ist aber von großer Bedeutung, daß die Verbindung dieser beiden Seile an den Fördergefäßen so getroffen wird, daß nicht aus ihrer Verwendung andere Nachteile entstehen.
Für den Fall des Risses des einen Zugseiles sind Vorkehrungen zu treffen, damit die Spannung des auf der einen Seite übrigbleibenden einen Seiles, durch die Summe der Spannungen der auf der anderen Seite vorhandenen zwei Seile nicht über das zulässige Maß ansteigt. Da die aus dem Wagengewicht sich ergebende Beanspruchung des Zugseiles gleich ist dem Wagengewicht, multipliziert mit dem Sinus des Neigungswinkels der Bahn, spielt die Beanspruchung des Seiles durch das Wagengewicht eine weit geringere Rolle, als jene Kraft, die man zum Spannen der Zugseile praktischerweise einsetzt. Daraus ergibt sich, daß im Falle des Reißens eines der beiden Zugseile auf der bergwärts gelegenen Seite das auf dieser Seite übrigbleibende zweite Seil die aus der Gewichtsbelastung sich ergebende Zugkomponente ohne weiteres übernehmen könnte, wenn nicht die Zugbeanspruchung durch die talwärts gelegenen zwei gespannten Zugseile zu groß wäre.
Die Erfindung zeigt in dieser Hinsicht einen Ausweg, welcher darin besteht, daß beim Reißen eines Zugseiles beispielsweise auf der bergwärts gelegenen Seite auch das dazugehörige, talwärts gelegene Trum freigegeben wird, so daß das übrigbleibende Seil nur die einfache Seilspannung, vermehrt um die aus dem Wagengewicht sich ergebende Zugkomponente aufzunehmen hat, welche bisher vom gerissenen Seil übernommen war.
Die vorstehend beschriebene Erfindung kann auch zweckmäßig für Förderanlagen mit nur einem Zugseil verwendet werden, unter der Voraussetzung, daß diese Anlagen mit Schienenbremsen ausgerüstet sind. Reißt bei solchen Anlagen der obere Teil des Zugseiles, dann wirkt auf den Wagen nicht nur die Wagengewichtskomponente, sondern auch noch die Spannung des talwärts gelegenen Seilstückes, die nach Riß des oberen Seiltrumes nur langsam abnimmt.
Hierdurch wird dem Abrutschen des Wagens eine Beschleunigung zu teil, so daß die Schienenbremse sehr starke Zusatzbelastung erhält. 8g
Bei Anwendung der vorliegenden Erfindung fallen nun diese Zusatzbelastungen vollständig weg. Dadurch werden die durch den
*) Von dem Palentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Viktor Bradel in Wien.

Claims (5)

Bremsstoß hervorgerufenen starken dynamischen Beanspruchungen der Gleise und des Gleisunterbaues wesentlich herabgesetzt. Dasselbe gilt natürlich, wenn solche Bahnen statt Gleisen Tragseile und statt Schienenbremsen Tragseilbremsen erhalten. Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in beispielsweisen Ausführungsformen, und zwar zeigt Abb. ι einen ίο lotrechten Längsschnitt durch die Verbindung nach der Linie A-B in Abb. 2, die einen Schnitt nach der Linie C-D in Abb. ι darstellt, während die Abb. 3 und 4 Einzelheiten und die Abb. 5 und 6 eine Ausführungsform der Verbindung in Seitenansicht und Draufsicht auf die eine Hälfte zeigen. Bei der in den Abb. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform sind die bergwärts gelegenen Seile 1, mit den talwärts gelegenen Seilen 2 mit Hilfe von Muffen 3 verbunden, die in Augen 4 eines Zwischenstückes 5 verschiebbar sind, das in bekannter Weise an der Förderschale bzw. dem Wagen befestigt ist. Die Muffen 3 sind an der talwärts gelegenen Seite mit Bunden 6 ausgerüstet. Zwischen die Bunde 6 und die Augen 4 sind Federn 7 zum Auffangen von Stoßen eingelegt. An den den Bunden gegenüberliegenden Seiten der Muffen 3 sind Stifte 8 vorgesehen, die den Zweck haben, bei Strecken, welche sich nicht nur aus Steigungen, sondern aus Steigungen und Gefällen zusammensetzen, auf der Gefällseite ein Herausgleiten der Muffen 3 aus den Augen 4 des Zwischenstückes 5 zu verhindern, die aber so schwach bemessen sind, daß sie im Falle eines Seilrisses abgeschert oder abgebrochen werden. Um dies mit Sicherheit zu bewirken, muß der Abstand zwischen den Stiften 8 und den Augen 4 ge- j nügend groß sein, damit die nötige lebendige j Kraft vorhanden ist. Die Verbindung ist in j ein Gehäuse 15 eingeschlossen, das sie gegen Verschmutzen schützt. Die Abb. 3 und 4 der Zeichnung veranschaulichen solche Stifte in größerem Maßstabe, und zwar ist der in Abb. 3 dargestellte Stift 8 derart ausgebildet, daß er im Falle eines Seilrisses abgeschert wird, während der in Abb. 4 dargestellte Stift 8 bei übermäßiger Beanspruchung abbricht. Bei der in den Abb. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform (Abb. 6 zeigt bloß die eine Hälfte der zweiteiligen Verbindung) sind die Muffen 9, welche die bergwärts gelegenen Seile 1 mit dem talwärts gelegenen Seilen 2 verbinden, mit hufeisenförmigen Bügeln 10 ausgestattet, in deren Schlitze 11 die Anker eines Zwischenstückes 13 eingreifen, das in bekannter Weise an dem Gehänge für den Wagen befestigt ist. Die Mündung der Schlitze 11 ist mittels je eines Bolzens 14 abgeschlossen, der im Falle eines Risses des einen bergwärts gelegenen Seiles durchgerissen wird. 65 Patent- Aksprüc he:
1. Verbindung zur Befestigung von einem, zwei oder mehreren Zugseilen an Gestellwagen, Förderkabinen, Schwebebahnwagen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den bergwärts und talwärts gelegenen Teilen der Zugseile (1,2) in einem Zwischenstück (5) verschiebbare Muffen (3) o. dgl. angeordnet sind, deren Bewegung bergwärts mittels eines festen Anschlages ^6) begrenzt ist, während talwärts keine Begrenzung vorhanden ist, so daß im Falle des Reißens eines Zugseiles oberhalb der Verbindung der unterhalb der Verbindung befindliche Teil entlastet wird, und das zweite verbleibende Seil allein die Zugkomponente des Wagengewichts aufnimmt.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Zugseilen (1,2) und den Verbindungsorganen (5) des Wagens eine gegenseitige Verschiebbarkeit besteht, die nach der Talseite, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Feder (7) fest begrenzt, nach der Bergseite jedoch durch ein Hindernis (8) von genau begrenzter Stärke verriegelt ist, so daß es möglich ist, diese Verbindung auch für Strecken zu verwenden, die sich aus Steigungen und Gefällen zusammensetzen.
3. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffen (9) mit hufeisenförmigen Bügeln (10) versehen sind, durch deren an den Enden mittels Bolzen (14) verschlossene Schlitze (11) die Anker (12) von Zwischenstücken (13) ragen.
4. Verbindung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese für mehr als zwei Zugseile bestimmt ist.
5. Verbindung nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese nur für ein Seil bestimmt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEP50791D Verbindung zur Befestigung von einem, zwei oder mehreren Zugseilen an Gestellwagen, Foerderkabinen, Schwebebahnwagen u. dgl. Expired DE436451C (de)

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