DE436185C - Abbauverfahren, bei dem das Deckgebirge von der abzubauenden nutzbaren Ablagerung entfernt wird - Google Patents

Abbauverfahren, bei dem das Deckgebirge von der abzubauenden nutzbaren Ablagerung entfernt wird

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DE436185C
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Description

Beim Abbau von vorzugsweise in Flözen vorkommenden Mineralien, wie z. B. Kohle, Eisenerze u. dgl., ging man bisher so vor, daß man bei dem sogenannten Tagebauverfahren das Deckgebirge von Hand oder mittels Maschinen in einzelnen Teilen aufhob und an Stellen abtransportierte, wo es den weiteren Abbau nicht störte. Bei diesem Verfahren bemißt sich die zu leistende Arbeit nach der gesamten Masse des Deckgebirges und nach der Höhe, bis zu der es — in den einzelnen Teilmassen, die die Schaufel oder der Bagger jeweils faßt — zu heben ist. Dazu kommen die weiteren Transportwege, welche zur Beförderung der Gebirgsmassen zu den Halden oder Kippstellen zurückgelegt werden müssen.
Die vorliegende Erfindung benutzt daher im Gegensatz zu den bisherigen Methoden den Grundsatz, den Teil des Flözes, der Lagerstätte, dem man hereingewinnen will, vorher vom Gebirgsdrucke zu entlasten, indem man das Hangende mittels des Druckes eines geeignet angeordneten Systems von Pressen, z. B. hydraulischer Pressen, seitlich abschiebt. Es entfällt bei diesem Verfahren die Notwendigkeit, die zu entfernenden Massen aufzuheben. Die Arbeit, welche für diesen Vorgang des Abschiebens anzuwenden ist, ergibt sich nur als Produkt aus der Masse des abzuschiebenden Deckgebirgsblockes multipliziert mit der Länge des Schubwegs mal dem Reibungskoeffizienten des Deckgebirges auf der Unterlage.
Es sei an einem Beispiel das Verfahren näher beleuchtet.
In Abb. ι bedeutet 1 das Liegende, auf welchem das Kohlen- oder Erzlager 2 mehr oder weniger horizontal sich ausbreitet, welches dann weiterhin vom Deckgebirge 3 überlagert ist. Abb. 2 zeigt einen Grundriß des Abbaufeldes. Mittels irgendwelcher —■ be-
reits bekannter — Mittel wird zunächst eine hinreichend ausgedehnte Grube 4 ausgehoben, in deren Grunde das Flöz 2 hereingewonnen wird. Sodann wird — mittels ebenfalls bekannter Mittel — ein Graben 5 durch das Deckgebirge 3 hindurch bis auf das Flöz 2 hinunter hergestellt. Seine Seitenwände können, falls die Standfestigkeit des Deckgebirgsmaterials das erfordert, verschalt oder auf andere Weise verfest'gt werden. Je nach den Verhältnissen können auch senkrecht, zu diesem Graben 5, um den abzuschiebenden Deckgebirgsblock 6 seitlich scharf zu begrenzen und evtl. dadurch das Abschieben zu erleichtern, Quergräben 7, 8 bis auf das Flöz hinab im Deckgebirge ausgehoben und versichert werden. In dem Graben 5 werden dann geeignete Preßstempel g-gxu mit horizontaler Preßrichtung, ζ. Β. hydraulische Pressen, aufgestellt, die im allgemeinen so miteinander \rerbunden werden, daß sie durch ihre Preßwirkung den Block 6 in seiner ganzen Ausdehnung parallel in sich selbst in das leere Abbaufeld 4 hineinschieben. Ist das Flöz 2 nicht genügend fest in sich zusammenhängend, so muß evtl. sein Stoß in der Grube 4 durch entsprechende Maßnahmen gegen Zerstörung gesichert werden. Es kann z. B. der Raum, den das Flöz 2 in der Grube 4 eingenommen hatte und der abgebaut wurde, mit starken Steinen so dicht versetzt werden, daß der Block 6 beim Vorschieben über diesen ausgefüllten Raum weiterrutscht und die versetzten Flözteile ein Mitgleiten des Flözes 2 unter dem Block 6 verhüten. Es können auch Stempel 13 so eingebaut werden, daß sie an Stelle des versetzten Teils des Flözes 2 im Raum 4 das Flöz 2 unter dem Block 6 beim Absclreben zurückhalten.
Diese Methode läßt sich unschwer ausführen, wenn das Flöz 2 dünnbänkig und der Raum" von 12 nach 6 nicht zu groß ist. Sind aber die Abstände zwischen 12 und 6 größer und ist das Flöz 2 mächtiger (z. B. beim Braunkohlentagebau 6 bis 20 m), so ist ein Ausfüllen des Raumes in 4 in vielen Fällen und ein Abfangen des Flözes durch Stempel prakt'sch unmöglich. Es ist dann aber möglich, daß der freie Stoß des Flözes 2 im Räume 4 durch Schienen, Bohlenpackungen o. dgl. 14 abgefangen wird, die mit dem Fuß der Pressen 9 bzw. mit ihrer Auflage auf dem Block 11 in starre Verbindung 15, 16 unter Benutzung der ausgehobenen Gräben 7, 8 gebracht werden.
Nachdem der Block 6 entfernt ist, wird der freigelegte Teil des Flözes 2 unter dem Block 6 und dem Graben 5 hereingewonnen. Sodann wird ein Graben 10 parallel zu 5 in entsprechendem Abstande von 5 rückwärts ausgegraben; evtl. werden die Quergräben 7 und 8 entsprechend verlängert und das Verfahren des Abschiebens des Blockes 11 entj sprechend dem des Blockes 6 wiederholt. So rückt man durch das gesamte Gruben-ι feld systematisch weiter vor. In genau gleicher Weise werden weitere Abbaustreifen über die Grenzgräben 7 und 8 hinaus in Angriff genommen.

Claims (1)

  1. 70 Patent-Ansprüche:
    i. Abbauverfahren, bei dem das Deck- : gebirge von der abzubauenden nutzbaren ! Ablagerung entfernt wird, gekennzeichnet , durch seitliches Abschieben des Deckge- ; birges von der Lagerstätte mittels Pres- ! sen, deren Preßrichtung vorzugsweise j horizontal liegt.
    ! 2. Abbauverfahren nach Anspruch r,
    dadurch gekennzeichnet, daß die abzubauende Lagerstätte in einzelnen Rechtecken bloßgelegt wird.
    3. Abbauverfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Stöße der Deckgebirgsblöcke bzw. die Stirnseiten des here:nzugewinnenden Flözes mittels Bohlenpackungen oder auf irgendeine andere Weise in sich befestigt werden. go
    4. Abbauverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der abgebaute Teil des Flözes dicht versetzt wird, um ein Mitgleiten des Flözes, dessen Deckgeb'rge abgeschoben werden soll, zu verhüten.
    5. Abbauverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Versatzes Stempel treten.
    6. Abbauverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Versatzes nach Anspruch 4 eine Verschalung des freien Flözstoßes tritt, die durch starke Hölzer oder Schienen ge-, halten wird, die ihrerseits wieder mit den Preßstempeln oder deren Unterlage fest verbunden sind, so daß £>ie bei der Äußerung des Druckes Widerstand leisten und das zu entlastende Flöz am Mitrutschen hindern.
    7. Abbauverfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckgebirge in mehreren Etagen nacheinander abgeschoben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEA44308D 1925-02-22 1925-02-22 Abbauverfahren, bei dem das Deckgebirge von der abzubauenden nutzbaren Ablagerung entfernt wird Expired DE436185C (de)

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