DE435862C - Rangierverfahren fuer Kohlen- oder Eisenbahnwagen auf Verladebahnhoefen - Google Patents

Rangierverfahren fuer Kohlen- oder Eisenbahnwagen auf Verladebahnhoefen

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DE435862C
DE435862C DEM92988D DEM0092988D DE435862C DE 435862 C DE435862 C DE 435862C DE M92988 D DEM92988 D DE M92988D DE M0092988 D DEM0092988 D DE M0092988D DE 435862 C DE435862 C DE 435862C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B1/00General arrangement of stations, platforms, or sidings; Railway networks; Rail vehicle marshalling systems
    • B61B1/005Rail vehicle marshalling systems; Rail freight terminals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Intermediate Stations On Conveyors (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 18. OKTOBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 435862 -KLASSE 20 a GRUPPE
(Mg2g8SIl\2oa)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1926 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Rangierverfahren und eine Rangiervorrichtung, um den Betrieb auf Verladebahnhöfen, insbesondere auf Zechenbahnhöfen, zu vervollkommnen.
Das bisherige Rangierverfahren wird in folgender Weise gehandhabt: Die leeren Wagen werden auf Leergleisen angerollt und durch die Rangierwinde der Schiebebühne oder durch einen oder mehrere besondere •Spills, Rangierwinden, endlose Seile u. dgl. bekannter Ausführung herangeholt. Die leeren Wagen werden dann durch die Schiebebühne vor die Verladegleise gerückt und ebenfalls mit dem Seil der Rangierwinde oder von Hand auf diese Verladegleise gefahren. Nachdem diese Wagen auf den Ladegleisen mit den verschiedenen Arten von Kohlen voll beladen sind, werden sie von einer zweiten Rangierbühne bzw. Rangierwinde auf sie heraufgezogen und darauf auf Richtungsgleise verteilt. Dies geschieht ebenfalls wieder ent-
weder von Hand oder mittels des Seils der Rangierwinde der zweiten Rangierbühne und , mit Hilfe einer oder mehrerer sogenannter Umlenkrollen, die in einigen Abständen von der Rangierbühne neben den Richtungsgleisen eingebaut sind und um die das Rangierseil herumgezogen wird, um auf diese Weise das Vorwärtsbewegen der Wagen und das Zusammenschieben zwecks Zusammenkupplung zu ermöglichen. Dieses Verfahren ist sehr umständlich und erfordert insbesondere für das Ausziehen des Seils auf große Längen viel Bedienungspersonal, dessen Arbeitskraft schlecht ausgenutzt wird. Der Einsatz einer Lok oder einer ähnlichen Maschine, die nicht mit der Schiebebühne zusammenarbeitet, also stets vom Bahnhofsende E aus gegen die Sieberei arbeiten muß, um nicht zwischen den Wagen eingekeilt zu werden, hat wenig Zweck, ist sehr kostspielig und verursacht viel Leerlaufarbeit, ist außerdem wegen der geringen Übersichtlichkeit des Bahnhofs, dessen Gleise insbesondere bei alten Anlagen meist auch noch in der Kurve liegen, sehr betriebsgefährlich, weil die Zechenbahnhöfe nicht von geschultem Eisenbahnpersonal bedient werden und nicht mit den für den besonderen Zweck geeigneten , Hilfssignalen ausgerüstet sind. '
Die vorstehend mitgeteilten Übelstände ! werden durch vorliegende Erfindung voll- | kommen beseitigt.
Der grundlegende Gedanke der Erfindung : besteht darin, daß die Schiebebühne bzw. ihre Antriebsmaschine so ausgebildet werden, daß sie. in zwei zueinander senkrecht stehenden ; Richtungen fahren können, ohne vorher gedreht zu werden, nämlich einmal auf den [ Gleisen der Schiebebühne und ferner auf den normalen Eisenbahngleisen. Dies kann in der Weise ermöglicht werden, daß entweder die Antriebsmaschine der Schiebebühne so aus- , gebildet wird, daß sie jederzeit von dem Gleiskarren losgelöst (z. B. bei Scharfenbergkupplung) und selbständig auf den Eisen- : bahngleisen vorfahren kann, um hier als Rangierlok zu dienen, oder die Schiebebühne ■ wird so ausgebildet, daß auf dem Gleiskarren j neben dem normalen Gleis ein zweites Gleis i oder neben dem normalen Gleiskarren ein zweiter ähnlicher mit dem ersten gekuppelter Gleiskarren oder eine solche Verlängerung des Gleiskarrens vorgesehen ist, daß eine besondere Rangierlok oder ähnlich geartete Rangiermaschine auf der Schiebebühne oder zusammen mit ihr mitgeführt wird bzw. werden kann. Auch kann im letzten Fall die maschinelle Einrichtung der Schiebebühne so ausgestaltet oder ergänzt werden, daß die Antriebsmaschine von der Lok aus gesteuert wird, wodurch für die Bedienung der Schiebebühne und Rangierlok nur ein Maschinist nötig ist. Eine weitere Bauart der Schiebe- ! bühne ist die, daß die Rangierlok für eine der angegebenen Zusammenstellungen so gebaut 6g wird, daß sie gleichzeitig als Antriebs- ; maschine für die Verschiebung des Gleisj karrens dient, etwa in der Weise, daß die Radsätze der Lok mit Zahn- bzw. Friktionsrädern, zu einem Zahnrad- oder Friktionsgetriebe der ; Bühne passend, ausgestattet werden. Zum Einschalten des Getriebes soll die Rangierlok ' mit Druckluft o. dgl. um ein geringes Maß ; von den Schienen abgehoben und ebenso der Antriebsmechanismus der Schiebebühne in die Zahnräder eingerückt werden. Auf diese Weise wird es möglich, daß das Rangierseil, falls es überhaupt erforderlich ist, nur für , kurze Verschiebebewegungen unter Verwendung von höchstens einer Hilfskraft benutzt wird, während alle weiteren Bewegungen durch die Lok erfolgen.
Man muß dabei im Betriebe unterscheiden j zwischen Schiebebühnen, die als (versenkte und unversenkte) Kopfbühne mit sogenann- ; tem Kopfantrieb arbeiten und solchen (versenkten und unversenkten) Schiebebühnen, ,' die mit Durchgangsbetrieb arbeiten. Die , Kopfschiebebühnen werden zweckmäßig so dimensioniert, daß die Lokomotive und ein ! oder mehrere Wagen hintereinander auf der Schiebebühne Platz haben. Bei der Durchgangsbühne muß bei größeren Rangierleistungen die Lokomotive oder der Gleiskarren für die Lok seitlich von der Wagenbühne angeordnet werden, weil der auf die Schiebebühne bzw. auf den Gleiskarren auf der einen Seite heraufgezogene Wagen auf der anderen Seite ablaufen muß. Bei sehr kleinen Rangierleistungen wird die Lok auch toc die Wagenbühne mitbenutzen und die Richtungsgleise abwechselnd bedienen.
Auf der Zeichnung (Abb. 1) ist rein schematisch der Betrieb auf einem Zechenkopfbahnhof dargestellt, weil in diesem Falle zwei Arten von Schiebebühnen Anwendung finden.
Mit α sind sogenannte Leergleise bezeichnet, auf denen die leeren Wagen herangerollt werden. Mit A ist eine Schiebebühne für Kopfbetrieb bezeichnet. Die Aufstell- und Verladegleise sind mit b bezeichnet. Die Schiebebühne für den Durchgangsbetrieb mit B, mit c die Aufstellgleise, mit d die Richtungsgleise und mit E das Bahnhofsende des Grubenbahnhofes in der Richtung zum Anschlußgleis imd mit e eine sogenannte Umlenkrolle.
Der Betrieb geht folgendermaßen vor sich: Die leeren Wagen rollen auf den Gleisen a an, die Lok der Schiebebühne A fährt auf den Gleisen σ vor und holt sich die leeren
Wagen an die Kopfbühne heran und fährt mit einem oder zwei Wagen, je nach den Abmessungen der Schiebebühne, auf den Gleiskarren der Schiebebühne auf. Jetzt wird der Gleiskarren auf den Schiebebühnengleisen verschoben und vor eines der Gleise b gesetzt, auf welches dann die leeren Wagen von der Schiebebühne geschoben werden. Nachdem die so verteilten Wagen unter der Sieberei ι ίο beladen worden sind, werden sie entweder durch das Rangierseil oder von Hand auf die Schiebebühne heraufgezogen und vor die Richtungsgleise gefahren und auf diese abgesetzt. Bei sehr starkem Betrieb werden zunächst von Hand oder von der Schiebebühne aus die Wragen von den Beladegleisen b, b auf Abstellgleise c, c übergeführt und dann später erst von der Schiebebühne aufgenommen und xov die Richtungsgleise gefahren. Die Aufgabe der Rangiermaschine der zweiten Bühne gemäß der Erfindung ist nun, die Wagen auf den Richtungsgleisen zusammenzustoßen, damit sie gekuppelt und die Züge zur Abholung fertig gemacht werden können. Gerade die letztere Arbeit erfordert, wenn sie wie bisher ausgeführt wird, sehr viel Bedienungspersonal für das Ausziehen j des Seils über die Umlenkrolle e und zurück, während bei der neuen Rangiermethode der I Schiebebühnenführer und ein Ankuppler für die Ausführung der Arbeit genügen.
Um die Ausführbarkeit einer Antriebsmaschine der Schiebebühne nachzuweisen, die sich in zwei Fahrrichtungen bewegen kann, ist in der Abb. 2 schematisch im Grundriß eine Ausführungsform einer Vorrichtung dargestellt, die als Antriebsmaschine für die .Schiebebühne und als Rangierlok arbeiten kann. Danach erhält die Maschine zwei ineinanderliegende Rahmen I und II. Auf dem Rahmen I ist die Maschine für die Fahrrichtung R1, auf dem Rahmen II diejenige für die Fahrrichtung F'2 aufgebaut. An dem Rahmen I liegen die Schiebebühnenachsen Λ* und an dem Rahmen II die Gleisachsen Y mit ihren Rändern. Die Rahmen sind durch die eingebauten, z. B. mit Glycerin betriebenen Druckzylinder Z1, Z- und V1, V'~ in vertikaler Richtung gegeneinander verschiebbar. Die Druckkraft wird durch einen Luftdruckbehälter von 50 Atm. und mehr Betriebsdruck geliefert, fler durch einen kleinen Motor auf Spannung gebracht wird. Fährt die Maschine ; z. B. auf den Gleisachsen und soll auf die ' Bühnenachsen eingestellt werden, so werden '■ die Kolben der Zylinder Z gesenkt und durch selbsttätige Umschaltung die der Zylinder V angehoben. Da der Hub maximal 2 X 35 mm (Spurkranzhöhe) zuzüglich 20 mm Spielraum, d. h. maximal 90 mm ausmacht, so kann die Umstellung in kürzester Zeit erfolgen.
Die maschinelle Ausstattung der Antriebsmaschine richtet sich nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen, und zwar kommen vornehmlich elektrische und Benzolmaschinen in 5j Frage.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Rangierverfahren für Kohlenwagen oder Eisenbahnwagen auf Verladebahnhöfen, insbesondere Zechenbahnhöfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenbahnwagen von einer auf Ziehen und Schieben oder zeitweise auf eine der beiden Bewegungen allein arbeitenden, gegenüber der Schiebebühne ortsveränderlichen Antriebsmaschine der Schiebebühne oder einer besonderen ortsveränderlichen Maschine auf der Schiebebühne oder einem beigegebenen besonderen Gleiskarren auf diese bzw. diesen heraufrangiert und nach Vorfahren der Schiebebühne vor die gewünschten Gleise auf diese verteilt werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmaschine der Schiebebühne als besondere gegenüber der Schiebebühne ortsveränderliche Maschine ausgebildet ist, die mit eigener gc Kraft auf den normalen Eisenbahngleisen fahren kann bzw. dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmechanismus für die Schiebebühne so gebaut wird, daß er von der auf der Schiebebühne sich befindlichen S5 Rangierlok angetrieben werden kann.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Schiebebühne neben der Antriebsmaschine für die Schiebebühne eine .ji besondere ortsveränderliche Maschine als Rangiermaschine vorhanden ist und erforderlichenfalls so ausgebildet werden kann, daß von ihr aus auch die Antriebsmaschine der Schiebebühne gesteuert werden kann.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmaschine für die Schiebebühne als Fahrzeug mit mindestens je zwei senk- nc recht zueinander stehenden Achsen ausgebildet ist, die nach Belieben durch Heben oder Senken so eingestellt werden können, daß die Maschine auf den Schiebebühnengleisen oder auf den normalen Eisenbahngleisen fahren kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM92988D 1926-01-24 1926-01-24 Rangierverfahren fuer Kohlen- oder Eisenbahnwagen auf Verladebahnhoefen Expired DE435862C (de)

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