DE43527C - Sicherheitsverschlufs für PA-PIN'sche Kochkessel - Google Patents

Sicherheitsverschlufs für PA-PIN'sche Kochkessel

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DE43527C
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DE
Germany
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kettle
pin
safety lock
nose
spring
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DENDAT43527D
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A. VOSS SEN. in Sarstedt
Publication of DE43527C publication Critical patent/DE43527C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J27/00Cooking-vessels
    • A47J27/08Pressure-cookers; Lids or locking devices specially adapted therefor
    • A47J27/09Safety devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34: Hauswirthschaftliche Geräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. November 1887 ab.
Vorliegender Sicherheitsverschlufs für Papinsche Kochkessel soll den Dampf, sobald er eine zu hohe Spannung im Kochkessel erreicht hat, ungehindert austreten lassen, so dafs jede Explosionsgefahr ausgeschlossen und gleichzeitig der Vortheil eines Sicherheitsventils mit dem eines guten Verschlusses vereinigt ist. Die bei Papin'sehen Kochkesseln trotz des angebrachten Sicherheitsventils vorgekommenen Explosionen sind bei den mit der vorliegenden Verschlufsvorrichtung versehenen Kesseln insofern ausgeschlossen, als hier gewissermafsen der ganze Deckel das Sicherheitsventil bildet, gleichgültig, in welcher Gröfse die Kochkessel hergestellt werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Sicherheitsverschlufs dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Verticalschnitt durch die Verschlufsvorrichtung mit dem zur Bethätigung derselben dienenden winkelförmigen Gabelschlüssel in theilweiser Ansicht.
Fig. 2 zeigt eine Oberansicht von Fig. 1.
Fig. 3 veranschaulicht die Anwendung der Verschlufsvorrichtung bei einem Kochkessel.
Fig. 4 ist eine Oberansicht von Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine modificirte Construction der Verschlufsvorrichtung.
Fig. 6 stellt die Oberansicht derselben dar.
Die Verschlufsvorrichtung besteht aus einer an ihrem oberen Ende offenen Hülse a, welche an ihrem unteren Ende mit zwei Zapfen a1 as und an ihrem oberen Ende mit einer Nase α1 versehen ist. Der Boden der Hülse α ist mit einer Bohrung versehen, durch welche ein im Scharnier e beweglicher Bolzen b tritt, welcher an seinem oberen Ende eine Mutter c trägt.
Diese Mutter c ist an ihrem unteren Ende zu einer Scheibe c1 ausgebildet, welche sich nach Art eines Kolbens im Cylinder α führt. Im Cylinder α ist um den Bolzen b eine Feder d angeordnet, welche ihren Stützpunkt einerseits an der Scheibe c1 der Mutter c und andererseits am Boden des Cylinders α findet. Die Verschlufsvorrichtung, und zwar der Bolzen b derselben, ist im Scharnier e drehbar auf dem Flantsch f des Kochkessels (Fig. 3 und 4) angeordnet, der zum Aufhängen des Kessels im Herde dient. Soll nun die Verschlufsvorrichtung, d. h. die Nase al derselben, auf den Deckel ρ des Kessels q aufgebracht werden, so schiebt man den mit Rolle h versehenen Winkelschlüssel g mit seinen beiden Armen g1 g'2 unter die Zapfen a1 a3 der Hülse α und hebt durch Herunterdrücken des Schlüssels die Hülse α so hoch, bis die Nase α1 über den Deckel des Kessels ragt. Durch dieses Heben der Hülse α wird gleichzeitig die Feder d gespannt und wirkt, sobald der Schlüssel g entfernt ist, mit ihrer ganzen Kraft auf den Deckel ρ des Ventils q. Hat eine im Kessel herrschende Dampfspannung den Druck der Feder d überwunden, so kann der Dampf, indem sich der Deckel hebt, ungehindert austreten. Die Stärke der Federn d der einzelnen Befestigungsvorrichtungen entspricht somit der Dampfspannung, welche im Kessel zum Kochen der verschiedenen Speisen vorhanden sein mufs.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte modificirte Verschlufsvorrichtung unterscheidet sich von der oben beschriebenen dadurch, dafs statt der Nase α1 eine um einen Stift m drehbare Rolle / angebracht ist, welche durch eine
Drehung der Hülse i und damit der Rolle I auf eine schräge Fläche η des Kesseldeckels ο aufläuft; dadurch wird ein Festpressen des Deckels ο und ein Spannen der Feder, wie in der vorigen Construction beschrieben, erreicht. Die Hülse i ist zum Drehen mittelst eines Schraubenschlüssels mit einem Sechskant i1 versehen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Sicherheitsverschlufs für Papin'sche Kochkessel, bestehend aus dem Federä'use α, dessen Nase λ1 über den Deckelrand des Kessels greift und das mittelst des einen Winkelschlüssels g beim Anbringen des Verschlusses oder durch den Dampfdruck bei zu hoher Spannung im Kessel gegen die Wirkung der Feder d gehoben wird (Fig. ι bis 4).
    Die Construction des unter 1. bezeichneten Verschlusses, dahin modificirt, dafs die Nase α1 durch eine Rolle I an dem Federgehäuse ersetzt ist, die bei Drehung desselben auf eine schiefe Ebene η des Deckels aufläuft, um eine Spannung der inneren Feder zu veranlassen (Fig. 5 und 6).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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