DE433772C - Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Glas unmittelbar aus dem Glasofen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Glas unmittelbar aus dem Glasofen

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B7/00Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
    • C03B7/01Means for taking-off charges of molten glass
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/16Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
    • C03B5/20Bridges, shoes, throats, or other devices for withholding dirt, foam, or batch
    • C03B5/205Mechanical means for skimming or scraping the melt surface

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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Glas unmittelbar aus dem Glasofen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung und Vereinfachung des Füllverfahrens an solchen Glasformmaschinen. welche sich durch Ansaugepr inzip nach Owens mit Glas selbst versorgen.
  • Bei diesen Maschinen wird bekannterweise die untere, offene Seite der Form mit der Oberfläche des Glasbades in Berührung gebracht und das flüssige Glas in die Form eingesaugt. Durch das Eintauchen der Metallform wird aber das Glas in der Umgebung der Füllstelle erheblich abgekühlt und muß bis zur nächsten Füllung erst wieder aufgewärmt werden, was erhebliche Zeit in Anspruch nimmt. Es ist deshalb im allgemeinen üblich, Drehwannen zu verwenden, bei welchen die abgekühlte Füllstelle immer wieder der Schmelztemperatur des Ofens zugeführt und der Form eine frisch aufgewärmte Stelle des Glasspiegels zur Verfügung gestellt wird. Der Betrieb dieser Drehwannen ist unbequem und wegen des erhöhten Kohlenverbrauches auch teuer. Es sind deshalb schon verschiedene Vorschläge gemacht; durch künstlich erzeugten Umfluß der Gläsnnasse im Schmelzofen, hervorgerufen sei es durch in ihm selbst angebrachte Vorrichtungen, wie Schöpfräder o. dgl., sei es durch am kreisenden Formträger angebrachte, der Form vorangehende oder folgende Abstreifer, diese Drehwanne überflüssig zu machen und das Gla, unmittelbar dem Ofen zu entnehmen. _111e dieseVersuche sind bisher fehlgeschlagen, und die verschiedensten Vorschläge haben sich bisher nicht bewährt.
  • Eine andere Maßnahme der Entnahme besteht darin, daß man durch eine in üblicher Weise in der Ofenwandung angeordnete Öffnung die Form in den Ofen hineinführt und in die Schmelze eintaucht. Die Tauchstelle befindet sich dabei, wie auch bei der Handarbeit üblich, innerhalb eines Ringes oder Schiffchens, welches auf der Glasschmelze schwimmt und dem gut geläutertes Glas von unten zufließt. Es wird dabei, wenn die Form aus der Glasschmelze herausgehoben und das unten anhängende Glas durch ein Messer abgetrennt wird, Bedacht darauf genommen, diesen Glasrest nicht in das Innere des Schiffchens oder Ringes, sondern außerhalb desselben fallen zu lassen, so daß eine Verunreinigung der Glasmasse an der Füllstelle durch diesen Glasrest nicht mehr stattfindet. Nach diesem Verfahren arbeiten bekannte Maschinen mit sehr gutem Erfolge. Es eignet sich aber nur für sehr weiche und leicht schmelzende Glassätze, wie z. B. für Glühlampen u. dgl. gebraucht werden. Für hartes Flaschenglas ist dieses Verfahren aus dem Grunde unzulänglich, weil der abgeschnittene Glasrest an die für sein Wiederaufschmelzen ungünstigste Stelle der Wanne (oder des Hafens) fällt, nämlich zwischen die Ringwandung und die Ofenmauer, eine Stelle, wo er einesteils im Flammenschatten des Schiffchens oder Ringes liegt, andernteils durch die verhältnismäßig kalte Ofenmauer und durch die durch die Füllöffnung in der Ofenwandung eindringende Luft abgekühlt wird, so daß eine erhebliche Zeit vergeht, ehe er fortgeschmolzen ist. Bei der Flaschenherstellung ist es auf diese Weise nicht möglich, mehr als drei Füllungen von etwa j e 750 g in der Minute an einer Füllöffnung vorzunehmen. Im anderen Falle schmelzen die abgeschnittenen Reste nicht genügend fort, bilden bald eine kleine Barrikade vor der Füllöffnung und versperren der eingeführten Form den Weg.
  • Allen diesen Übelständen beugt das der Erfindung zugrunde liegende neue Verfahren dadurch vor, daß das Abschneiden des- Glasrestes in der Weise vorgenommen wird, daß dieser nicht zwischen Schiffchen und Ofenwandung, sondern hinter oder seitlich neben (las Schiffchen fällt.
  • In begrenztem Umfange kann der Zweck des schnelleren Wiedereinschmelzens erreicht werden, wenn der Rest nach hinten, also nach dem Ofeninneren zu geworfen wird. Es bringt diese Weise aber den Nachteil mit sich, daß alsdann der abgeschnittene Glasrest zu nahe an die Einströmungsöffnung des Schiffchens fällt, und es entsteht die Gefahr, daß Teile von ihm in dessen Inneres gelangen, ehe sie ganz durchgeschmolzen sind. Man kann (fiesen Nachteil abschwächen, indem man die Einströmungsöffnung des Schiffchens möglichst entfernt von der Auffallstelle des Glasrestes anordnet und unter Umständen den hinteren Teil des Schiffchens flach überdeckt, so daß der abgeschnittene Rest auf diese Abdeckplatte fällt, wo er der Flamme in besonders intensiver Weise ausgesetzt ist.
  • Für Maschinen mit verhältnismäßig geringer Glasentnahme wird dieses Verfahren genügen. Bei stärkerer Beanspruchung ist es aber wesentlich vorteilhafter, den Glasrest seitlich, gegebenenfalls schräg nach hinten abzuw erfen.
  • Dadurch ergeben sich folgende Vorteile gegenüber der bisherigen Methode: i. Schiffchen oder Ring können bis unmittelbar an die0fenmauer heran verlegt werden; die Form braucht deshalb weniger weit in den Ofen hineinzugehen, wird weniger erhitzt und ihre Abkühlung ist leichter.
  • 2. Der abgeschnittene Glasrest kann bei gehöriger Geschwindigkeit des Messers weit von dem Schiffchen seitlich in das Ofeninnere geworfen werden - die Enfernung ist jederzeit den erforderlichen Verhältnissen anpaßfähig -. In jedem Falle fällt der Glasrest aber nicht an die Ofenwand unmittelbar und auch nicht in den Flammenschatten des Schiffchens, sondern ist immer der unmittelbaren Ofenhitze voll ausgesetzt.
  • 3. Das Entstehen einer Glasbarrikade vor der Einführungsöffnung ist unmöglich.
  • .I. Dadurch, daß der Glasrest der unmittel= baren Ofenhitze ausgesetzt ist, ist ein viel schnelleres Wiedereinschmelzen möglich als bei den älteren Verfahren. Der Rest schmilzt annähernd in der Hälfte der früher erforderlichen Zeit, also in etwa io Sekunden bei der üblichen Schmelzhitze von nicht ganz 1300°, fort.
  • 5. Bei Maschinen mit mehreren Arbeitseinheiten, sogenannten Karussell,maschinen, kann das Abschneiden abwechselnd nach der einen oder nach der anderen Seite des Schiffchens vorgenommen -werden, so daß die doppelte Entnahme von Füllungen an demselben Arbeitsloch möglich wird: Das neue Verfahren kann finit den aus der Praxis bekannten Mitteln und Anordnungen jederzeit leicht auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Bei Verwendung des Verfahrens an Hafenöfen ist eine zweckentsprechende Ausbildung der an sich bekannten kontinuierlichen Häfen wünschenswert, um mit Sicherheit zu vermeiden, daß der abgeschnittene Glasrest außerhalb des Hafens fällt.
  • Im übrigen kann die Füllform, wie bekannt, in wagerechter oder senkrechter Richtung in den Ofen eingeführt werden, ebensogut kann auch die im Kreise und radial bewegliche Füllform der Westlakemaschine (Patentschrift a77.1.69) zur Amvendung kommen.
  • Auch zum seitlichen Abschneiden ist so- «-ohl das an der Owensmaschine übliche Messer als auch das an der automatischen Severinmaschine verwendete brauchbar.
  • Die Zeichnungen stellen dementsprechend nur die schematische Anordnung der Schwimmer vor der Entnahmeöffnung des Ofens dar. Die Schwimmer sind im allgemeinen in Form der bekannten Schiffchen ausgebildet, nur daß der obere Rand am vorderen Schiffchenende, d. h. an der Stelle, an welcher das Abschneiden erfolgt. etwas niedriger und nach außen abfallend abgeschrägt ist.
  • Abb. i stellt in Draufsicht die Anordnung von beispielsweise drei solcher je vierarmigen Karussellmaschinen am Wannenofen dar.
  • Abb. 2, 3 und .4 sind Draufsicht und Schnitte des verwendeten Schiffchens.
  • Abb. 5 und 6 sind Draufsicht lind Schnitt eines ununterbrochen arbeitenden Hafens, wie er zweckmäßig für das neue Verfahren verwendet wird.
  • In Abb. i ist i der Wannenraum, in welchem in bekannter Weise hinter den Entnahmelöchern 15 die Schiffchen 2, 3 und ..E angeordnet sind. Vor dem Ofen sind schematisch drei vierarmige Maschinen 5, 6 und 7 angedeutet, von denen je eine Füllform in den Ofen hineingeführt gezeichnet ist. Die Pfeile 8 zeigen die Richtung an, in der zweckmäßig abwechselnd nach rechts und links die Glasreste abgeworfen werden, so daß sie bei 9 auf den Glasspiegel fallen. io sind Läuterungsringe, die im Bedarfsfalle so in die Glasmasse des Ofens gelegt werden, daß die Abfallstelle der Glasreste in ihnen liegt.
  • Abb.2, 3 und 4 stellen das für das Verfahren am Wannenofen zweckmäßigerweise zur Verwendung kommende Schiffchen 2 in Draufsicht, Quer- und Längsschnitt dar. 12 ist das Einflußloch, 16 die Entnahmestelle. rd. die Ofenwand, 15 die Öffnung zur Einführung der Form in den Ofen. Das Schiffchen unterscheidet sich von den üblichen nur dadurch, daß bei 13, die Wandung etwas nach unten eingezogen und abgeschrägt ist, um das Abwerfen zu erleichtern und ein Eindringen des abgeschnittenen Glasrestes in das Schiffchen zu erschweren.
  • Der in Abb.5 und 6 in Draufsicht und Längsschnitt dargestellte kontinuierliche Hafen (Hafen für ununterbrochene Arbeit) ist gegenüber den üblichen dadurch unterschieden, daß seine Wandungen bei 17 etwas in die Höhe geführt, gegebenenfalls auch etwas seitlich ausgebogen sind, um das abgeworfene Glas aufzufangen und in den L äuterraum 18 des Hafens zurückzuleiten. ii sind die Hafenwandungen, i9 der Einleg-, 18 der Läuterraum, die in bekannter Weise durch die Öffnung 2o und den Kanal 21 in Verbindung stehen. Aus dem Läuterraum 18 gelangt das Glas durch die Öffnung 22 in den Entnahmeraum, in welchem sich bei 23 die Entnahmestelle befindet. 17 sind seitliche Erhöhungen der Hafenwand, 25 die Auffallstellen des Glasrestes, 2¢ die Richtung, in der abwechselnd das Abwerfen erfolgen kann.

Claims (5)

  1. PATE_IN TAB; SPRL C1rE i. Verfahren zur Entnahme von Glas unmittelbar aus dem Glasofen, bei welchem nach dem Eintauchen der Form, Einsaugen des Glases in die Form und Ausheben der Form aus dem Glase der an der unteren Öffnung der Form abgeschnittene Glasrest außerhalb einer die Tankstelle umgebenden und gegen den Zutritt ungeläuterten Glases schützenden Umwallung in das Glas des Ofens abgeworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasrest seitlich von oder hinter der Umwallung (3) abgeworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasrest abwechselnd nach rechts und links von der Umwallung abgeworfen wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Auffallstelle des Glasrestes im Wannenofen Läuterungsringe (9, io) angeordnet sind.
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i mit einer Umwallung für die Tauchstelle in Form eines Schiffchens hinter der Ofenöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rand des Schiffchens an dem der Ofenwandung zugekehrten Teile (3) etwas niedriger als im übrigen und nach außen abfallend abgeschrägt ist.
  5. 5. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i mit einem Ofen mit kontinuierlichen Häfen, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Entnahme benutzte Hafen an den Seitenwandungen des Läuterraumes so mit seitlich ausladenden Randerhöhungen versehen sind, daß diese Erhöhungen den abgeworfenen Glasrest nötigenfalls in den Läuterraum zurückführen.
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