DE433637C - Vorrichtung zur Vermeidung des UEberregelns und Pendelns an Reglern fuer beliebige Zwecke - Google Patents
Vorrichtung zur Vermeidung des UEberregelns und Pendelns an Reglern fuer beliebige ZweckeInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
- G05D13/02—Details
- G05D13/06—Details providing for damping of erratic vibrations in governors
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine besondere Vorrichtung an Reglern für beliebige
Zwecke, Dampf, Gas, Wasser, Druck, Temperatur, Feuchtigkeit, elektrischen Strom,
Geschwindigkeit usw., bei welchen das Regelorgan durch einen Hilfsmotor betätigt wird
und bei welchen der Hilfsmotor durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckmittel, Luft,
Wasser, öl u. dgl., betrieben wird, in dessen Lauf eine veränderliche, von den jeweiligen
Zustandsänderungen des zu regulierenden Stoffes beeinflußte Drosselstelle eingeschaltet
ist.
Der Zweck der neuen Vorrichtung ist, bei schnellen und stoßweisen Veränderungen des
Zustandes des zu regelnden Stoffes ein Überregulieren und Pendeln zu vermeiden. Die
Einrichtung hat also die gleiche Aufgabe zu erfüllen wie eine sogenannte Rückführung,
ao wie sie an vielen Reglern in Gestalt einer mechanischen Rückstellung des Steuerorgans
zum Beispiel vorhanden ist.
Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, daß die rückführende Wirkung nicht
auf rein mechanischem Wege erreicht wird, was häufig räumliche und konstruktive
Schwierigkeiten bietet, sondern dadurch, daß zu der vom zu regelnden Stoff ausgehenden
Regelanregung eine Ausgleichsanregung in Beziehung gesetzt wird, welche dem jeweils
im Hilfsmotor herrschenden Druck des Betriebsstoffes entnommen wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt eine beispielsweise angeführte, mit der Vorrichtung
versehene Regeleinrichtung für die Regelung des Dampfdruckes.
ι ist das Dampfzugangsrohr vor dem Regelorgan 3, 2 das Dampf rohr hinter dem Regelorgan
3. Im Rohr 2, welches zum Verbraucher führt, soll der Dampfdruck konstant
gehalten werden. Das Regelorgan 3 ist mit einem Stellrad 8 versehen. Dasselbe wird betätigt
in der einen Richtung durch den Hilfsmotor 4, z. B. hier ein einseitig arbeitender
Stellzylinder, und in der anderen Richtung durch das Gegengewicht 10. Zu diesem
Zweck ist die Kolbenstange 6 des Kolbens 5 des Hilfsmotors mit einem Seil 7 verbunden,
welches über das Rad 8 läuft und an welchem das Gegengewicht 10 hängt. Der Druckraum
des Hilfsmotors 4 über dem Kolben 5 ist durch Rohr 11 mit dem Steuerventil 9 verbunden.
Das Betriebsmittel des Hilfsmotors tritt durch Rohr 13 zum Steuerventil 9. Der
Abfluß erfolgt durch Rohr 17. Der Kegel 14 des Steuerventils 9 ist mit einer Membran
16 verbunden, die einerseits durch eine Feder 15, andererseits über das Rohr 20 und das
einstellbare Nadelventil 18 hinweg durch den Druck des Betriebsmittels belastet ist. Die
Membrankammer 22 ist ferner durch das Rohr 21 mit einer Drosselstelle, hier einer
Düse 23 mit Prallplatte, verbunden. Die jeweilige öffnung dieser Düse ist abhängig von
der Stellung des bei 3g drehbar gelagerten Hebels 31. Der Hebel 3,1 ist einerseits belastet
durch die mittels Schraube 37 einstellbare Feder 38, andererseits durch den auf den Membranbalg 34 lastenden Druck, der
durch den Stift 36 auf den Hebel 31 übertragen wird. Die äußere Kammer des Membranbalges
34 ist durch Rohr 35 mit dem Dampfrohr 2 verbunden. Die Feder 38 ist so
eingestellt, daß sie den Druck auf den Balg 34 unter Berücksichtigung der Mitwirkung der
weiter unten beschriebenen Gegenanregung das Gleichgewicht hält, wenn der im Rohr 2
herrschende Druck der verlangte ist. Die öffnung der Düse 23 ist dann derart, daß der
Steuerventilkegel 14 in einer solchen Stellung gehalten wird, daß der Kolben 5 und mithin
das Regelorgan 3 so stehen, daß der gewünschte Druck im Rohr 2 gehalten wird.
Das Zuflußrohr 11 zum Hilfsmotor bzw.
die Arbeitskammer des Hilfsmotors 4 selbst ist außerdem über das durch die Nadel 47
einstellbare Nadelventil 46 hinweg durch das Rohr 19 mit einem Windkessel 48 verbunden,
und zwar mündet das Rohr 19 in den Boden des Windkessels 48. Der letztere ist weiter
durch Rohr 49, das annähernd bis auf seinen Boden reicht, mit der Membrankammer des
Membranbalges 43 verbunden. Der Druck, der in dem Windkessel 48 herrscht und infolgedessen
auch auf dem Membranbalg 43 lastet, wirkt nun wiederum durch den Stift 44 auf den Hebel 40. Dieser Hebel erhält
seine Gegenbelastung zu dem auf dem Balg 43 lastenden Druck durch die Feder 41. Er
drückt vermittels der Feder 45 auf den Hebel 31, durch welchen die Öffnung der Düse 23
eingestellt wird. Die Größe des Druckes, mit welchem der Hebel 40 auf dem Hebel 31
lastet, ist durch die Feder 41 bzw. 45 regulierbar.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende:
Tritt im Rohr 2 eine geringe Veränderung des Druckes ein, sinkt z. B. der Druck unter
den gewollten, so dehnt sich der Membranbalg 34 etwas aus unter dem Druck der Feder
37. Der Hebel 31 wird etwas niedergedrückt und beginnt die Düse 23 zu schließen. Hierdurch
steigt in der Membrankammer über der Membran 16 der Druck. Die Membran
16 biegt sich durch, drückt die Feder 15 zusammen und schließt das Ausflußrohr 17
durch den Ventilkegel 14, öffnet dagegen den Zulauf 13, so daß das Betriebsmittel zum
Hilfsmotor 4 treten kann. Der Kolben 5 wird durch hinzutretende Betriebsmittel weiter nach links bewegt und öffnet mittels
Seilzug 7 und Draht 8 das Regelorgan 3, so daß mehr Dampf durch dasselbe hindurch
kann und der Druck in Rohr 2 wieder ansteigt. Um aber ein Übersteigen des gewollten
Druckes und somit ein Überregulieren zu vermeiden, was bei sehr schnellen Druckänderungen
zuweilen eintreten kann, wird nun durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung eine Gegenanregung
auf folgende Weise gegeben:
Durch den Zutritt des Betriebsmittels zum Hilfsmotor 4 steigt in diesem der Druck.
Diese Drucksteigerung pflanzt sich durch das einstellbare Nadelventil 46 und das Rohr 19
nach dem Windkessel 48 fort und von diesem weiter durch das Rohr 49 auf den Metallbalg
43. Der letztere wird zusammengedrückt und hebt den Hebel 40 etwas an. Hierdurch wird
der Hebel 31 von dem Druck des Hebels 40 entlastet, und die Düse 23 wird wieder etwas
mehr* geöffnet. Der Ventilkegel 14 beginnt infolgedessen den Zufluß des Betriebsmittels
zum Hilfsmotor wieder abzudrosseln, so daß der Kolben 5 und mithin das Regelorgan 3
zur Ruhe kommt. Die Wirkung der Vorrichtung ist also entgegengesetzt der Regelanregung,
die auf den Membranbalg 36 gewirkt hat, und gleicht diesen in einem gewissen Maß aus, so daß der Druck im Rohr 2
nicht über den gewünschten hinaus steigt. Das Maß des Ausgleichers ist regelbar in beliebigen
Grenzen durch das Nadelventil 46.
Steigt umgekehrt im Rohr 2 der Druck über den gewünschten, so wird der Membranbalg
34 zusammengedrückt, die Düse 23 öffnet sich, der Ventilkegel 14 gibt den Ausfluß frei,
der Druck im Hilfsmotor 4 fällt infolgedessen und läßt den Kolben 5 durch das Gegengewicht
10 nach rechts bewegen. Das Regelorgan 3 schließt sich infolgedessen weiter.
Das Fallen des Druckes im Hilfsmotor 4 teilt sich dem Windkessel 48 und dem Membranbalg
43 mit. Der Hebel 40 wird unter der Einwirkung der Feder 41 etwas heruntergedrückt.
Seine Einwirkung auf den Hebel 31 wird verstärkt, so daß die Düse 23 wieder
etwas geschlossen wird. Der Ventilkegel 14 schließt infolgedessen den Ablauf 17 wieder
etwas mehr ab, und der Kolben 5 und mithin das Regelorgan 3 kommen wieder zur Ruhelage,
bevor der Druck im Rohr 2 unter das gewollte Maß gesunken ist.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Vermeidung des Überregelns und Pendeins an Reglern
für beliebige Zwecke, bei welchen die Regelvorrichtung durch einen durch ein flüssiges oder gasförmiges Mittel betriebenen
Hilfsmotor betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß von dem jeweils im Hilfsmotor (4) herrschenden Druck eine
ausgleichende Gegenanregung zu der den Regler bedienenden, dem zu regelnden Mittel entnommenen Anregung abgeleitet
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Einschaltung einer
Drosselstelle (23) zwischen dem Hilfsmotor (4) und dem die ausgleichende
Gegenwirkung vermittelnden Teil (43), durch die der für die Gegenanregung vom Hilfsmotor (4) abgeleitete Druck verändert
und der jeweils notwendigen Stärke der Gegenwirkung angepaßt werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44323D DE433637C (de) | Vorrichtung zur Vermeidung des UEberregelns und Pendelns an Reglern fuer beliebige Zwecke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44323D DE433637C (de) | Vorrichtung zur Vermeidung des UEberregelns und Pendelns an Reglern fuer beliebige Zwecke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE433637C true DE433637C (de) | 1926-09-09 |
Family
ID=6934132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA44323D Expired DE433637C (de) | Vorrichtung zur Vermeidung des UEberregelns und Pendelns an Reglern fuer beliebige Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE433637C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5769915A (en) * | 1995-07-26 | 1998-06-23 | Llb Lurgi Lentjes Babcock Energietechnik Gmbh | Apparatus for cleaning dust-laden hot gas |
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0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5769915A (en) * | 1995-07-26 | 1998-06-23 | Llb Lurgi Lentjes Babcock Energietechnik Gmbh | Apparatus for cleaning dust-laden hot gas |
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