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Vorrichtung zur Konstanthaltung des Pressdruckes von Schneckenstrangpressen od. dgl. für Ton u. ähnl. Massen
Zur Messung des Pressdruckes in Schneckenstrangpressen od. dgl., in welchen Massen aus Ton oden ähnlichem plastischem Material verarbeitet werden, sind Messgeräte bekannt, bei welchen über ein Manometer mit Minima- und Maximakontakteinrichtung bei Unter- und Überschreitung des gewünschte. n Pressdruckes an der BewässerungssteHe im Aussbereitungsgang des Tones, z. B. am Koller- gang, rote und grüne Signallampenzum Aufleuchten gebracht werden.
Der für die Bewässerung massgebliche Alibeiter kann dann das Wasserventil mehr oder weniger öffnen und so von Hand wieder auf den gewünschten und am Manometer eingestellten Drudk, welcher vom Wassergehalt abhän- gig ist, einregeln. Es ist auch eine Einrichtung zur Konstanthaltung des Pressdruckes von Pressen bekannt, bei der ein unter der Wirkung des Pressdruckes stehender Kolben über Schalter, die bei Über- bzw. Unterschreitung eines vorbestimmten Pressdruckes wirksam werden, mit einer, die Wasserzufuhr zur Bewässerungsstelle unmittelbar regelnden hydraulischen bzw. pneumatischen Vorrichtung verbunden ist. Mit dieser bekannten Vorrichtung kann mittels Schaltkontakten jedoch nur ein eingestelltes Minimum und Maximum abgegrenzt werden.
Für alle dazwischen liegenden Messpunkte müssen z. B. von Pressluft betätigte Steuerungen zugeschaltet werden.
Die bekannte Vorrichtung ist zudem ebenso wie die bekannten Regelungen, die über elektrische Messungen und entsprechende elektrische Schaltgeräte die Wasserzugabe an Strangpressen regeln, zu teuer und in ihrem Aufbau kompliziert und daher für den robusten Betrieb, insbesondere wegen der Verwendung von Messkolben zu störempssnd- lich.
Durch die Erfindung soll eine einfache, störungsunempfindliche und vollautomatisch wirkende Vorrichtung zur (konstanten Einregulierung des Pressdrudkes an Schneckenstrangpressen od. dgl. geschaffen werden, bei welcher der Pressdruck als Regelgrösse in bekannter Weise von einem Druckmessgerät auf eine die Wasserzufuhr zu der Bewässerungsstelle im Aufbereitungsgang, beispiels- weise im Kollergang, beeinflussende Einrichtung gegeben wird.
Nach der Erfindung ist eine unter der Wirkung des Pressdruckes stehende Membran über eine hydraulische Leitung mit dem Manometer und über eine zweite hydraulische Leitung mit einem die Wasserzufuhr zur Bewässerungsstelle in der Aufbereitung unmittelbar regelndem hydraulischem Ventil verbunden, wobei der auf die Membran, einwirkende Pressdruck hydraulisch auf eine weitere Membran im Regelventil übertragen wird, welche mit zwei den Wasserzufluss regelnden, unter einstellbarem Gegendruck stehenden Kolben, die zwischen sich, einen Ringspalt für den Wasserdurchtritt freilassen, in Wirkverbindung steht.
Bei einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung wird die auf die Kolben wirkende Gegenkraft von einer einstellbaren Feder ausgeübt, die durch eine Membran vom Raum der Kolben getrennt ist.
Bei der erfindungsgemässen Regelvorrichtung wird also die Stellkraft des Ventils durch den Pressdruck selbst'erzeugt, wobei die Feder und der Ringspalt zwischen dem Ventilkolben so ausgelegt sind, dass die der Bewässerungstelle zufliessende Wassermenge proportional dem in der Presse herrschenden Druck ist. Diese erfindungsgemässe Regelvorrichtung wird im allgemeinen dort ausreichen, wo die Entfernung zwischen Messstelle und Regelstelle nicht zu gross ist, oder wo der FeuchtIgTceitsgehalt keinen so grossen Wechsel zeigt..
Liegt die Regelstelle, an der das Wasser dem Ton zugegeben werden soll, an einer weiter entfernten Sterne, oder sind starke Feuchtigkeitsunterr schiede zu berücksichtigen, so ist der Einsatz eines weiteren Gerätes oder auch weitere Geräte zwedk- mässig. In diesem Falle sieht die Erfindung die Zuschaltung eines Magnetventils in Ergänzung der ernndumgsgemässen Gmndregelung zum Ausgleich entstehender Spitzen vor, wdbei zum Spitzenaus- deich mindestens ein die Wasserzufuhr beeinf flussendes, über Schaltkontakte im. Manometer be- tätigtes Magnetventil vorgesehen ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
Der Pressdruck beaufschlagt dis an geeigneter Stelle der Presse angeordnete Membran 2 eines an sich bekannten Druckmessgerätes, so dass dieser Druck einerseits auf die hydraulische Füllung der Leitung 3 des Druckmessgerätes 5 und anderseits auf die Leitung 4 zu dem den Wasserzufluss zur Bewässerungsstelle 18 regelnden Ventil 8 übertragen wird. Im Regelventil 8 gelangt der Druck auf eine die Druckölkammer 6 abschliessende Membran 7, gegen welche sich ein Teller 8b legt, der mit Kolben Ba und 8a'verbunden ist. Die
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nachoben zu verschieben. Da die Kolben mit ihrem entgegengesetzten Ende unter der Kraft einer einstellbaren Feder 14 stehen, können sie erst dann nach oben ausweichen, wenn der eingestellte Federdruck überschritten wird.
Zur Einstellung des Federdruckes ist an einer Spindel 13 ein Handrad 17 vorgesehen, mittels welchem ein Federteller 15 verstellt werden kann.
Eine Einstellskala 22 ermöglicht die genaue Ein- steilung der Feder 14.
Im Ausführungsbeispiel sind die Kolben 8a und 8a' symmetrisch zur Achse der im Teil 9 vorgesehenen, in einer Ebene liegenden Zu-und Ab- flussbohrung 10a bzw. 11a ausgebildet. Ein an die Kolben anschliessender Gegenteller 8b'legt sich gegen, eine obere Membran 12, die den Teil 9 gegen den die Feder aufnehmenden Teil des Regelventils abschliesst. Mit 10 ist die Zuflussleitung und mit 11 die zur Bewässerungsstelle 18 führende Leitung bezeichnet.
Zwischen den Kolben 8a, 8a' ist ein freier Ringspalt für den Wasserdurchtritt vorgesehen.
Falls zusätzlich zu dieser direkten Grundrege- Jung Ibei Spitzendrücken die Einschaltung einer weiteren Bewässerungsstelle 23 zu dem Kollergang 1 notwendig ist, so wird vorteilhaft über an. sich bekannte Manometerschaltkontakte ein Magnetventil 20 eingeschaltet, das in einer weiteren
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PATENTANSPRÜCHE :
1.
Vorrichtung zur Konstanthaltung des Pressdruckes von Schneckenstrangpressen od. dgl. für Ton und ähnliche Massen, bei welcher der Press-
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auf eine im Aufbereitungsgang des zu pressenden Materials angeordnete Wasserzufuhreinrichtung gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine unter Wirkung des Pressdruckes stehende Membran (2) über eine hydraulische Leitung (3) mit dem Manometer (5) und über eine zweite hydraulische Leitung (4) mit einem die Wasserzufuhr zur Be-
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ist, wobei der auf die Membran (2) wirkende Pressdruck hydraulisch auf eine weitere Membran (7) im Regelventil (8) übertragen wird, welche mit zwei den Wasserzufluss regelnden, unter einstellbarem Gegendruck stehenden Kolben (8a, 8a'), die zwischen sich einen Ringspalt für den Wasserdurchtritt freilassen, in Wirkverbindung steht.