DE43339C - Steuerung von Maschinen mittelst des Arbeitskolbens - Google Patents

Steuerung von Maschinen mittelst des Arbeitskolbens

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DE43339C
DE43339C DENDAT43339D DE43339DA DE43339C DE 43339 C DE43339 C DE 43339C DE NDAT43339 D DENDAT43339 D DE NDAT43339D DE 43339D A DE43339D A DE 43339DA DE 43339 C DE43339 C DE 43339C
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DE
Germany
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piston
cylinder
channels
steam
machines
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT43339D
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English (en)
Original Assignee
K. & TH. MÖLLER in Kupferhammer bei Brackwede i. W
Publication of DE43339C publication Critical patent/DE43339C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L21/00Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
    • F01L21/04Valves arranged in or on piston or piston-rod

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1887 ab. Längste Dauer: 23. October 1901.
Mehrere Anordnungen der Steuerung werden für doppeltwirkende Eincylindermaschinen in Fig. ι bis 7 im Längs- und Querschnitt dargestellt.
Die im Cylinder A, Fig. 1 bis 4, zur Wirkung gelangenden gespannten Dämpfe oder Gase oder explodirenden Gas- und Dampfgemische treten durch den Stutzen α und Kanal b in die Aussparung c des Kolbens B und durch den Kanal d in die untere Aussparung c1, dadurch den Kolben B entlastend. In B sind die Hohlräume/ und/1 angeordnet, die eventuell durch Deckel geschlossen werden können.
Der Cylinder A selbst hat an beiden Enden eine gröfsere Bohrung, durch welche die Räume g und g1 entstehen. Der Austritt des Dampfes geschieht durch die Oeffnungen h und h1 und den gemeinschaftlichen Kanal f.
In Fig. 5, Längsschnitt, und Fig. 6, Längsschnitt E-F, senkrecht zu vorigem, treten zu der durch Fig. 1 bis 4 dargestellten Anordnung noch zwei getrennte Behälter (Dampf kammern) k und k' und die in diese führenden Kanäle e und el.
Fig. 7 zeigt in den Dampfkammern k und k1 Kolben m und m1, die durch Verschiebung die Räume k und k1 vergröfsern oder verkleinern, je nach Stellung der Kolben m und m1.
Der Kolben in Fig. 1, 2 und 5 hat bei Thätigkeit der Maschine noch einen Theil des Hubes nach links zurückzulegen; es findet also noch kein Dampfzutritt statt. Sowie aber die Kante 0 des Kolbens über die Kante o1 des Ringraumes g tritt, beginnt die Dampfeinströmung. Es füllen sich zugleich die Räume f (sofern sie nicht mit Deckeln abgeschlossen sind) und g. Der in diesen enthaltene Dampf nimmt an der Expansionsarbeit Antheil. Auf der rechten Seite tritt der Dampf, sobald die Kolbenkanten die Ausströmungskanäle la und hl öffnen, aus. Derselbe kann ins Freie, in einen anderen Cylinder oder in ein Vacuum u. s. w. geleitet werden. Gleiches gilt auch von allen folgenden Constructionen.
In Fig. 7 wird durch Vergröfserung oder Verkleinerung der Räume k und kl durch die Kolben m und m1 mehr oder weniger Dampf aufgespeichert. Die Maschine kann also je nach der Stellung der Kolben m und m' eine gröfsere oder geringere Leistung erzeugen.
Die Anordnung der Steuerung für eine einfach wirkende Eincylindermaschine zeigen Fig. 14 im Längsschnitt, Fig. 1 5 im Längsschnitt rechtwinklig zu Fig. 14, und Fig. 16 im Querschnitt nach C-D, Fig. 15.
Der Dampf tritt durch die in der Cylinderwandung angeordnete Oeffhung a, den Kanal c in den hohlen Kolben B, durch c und den Entlastungskanal c1 hinter den Kolben in den Raum g. Auf der entgegengesetzten Seite des Cylinders fehlt der Raum g. Es kann demnach, wenn der Kolben in der Todtpunktlage
rechts angelangt ist, frischer Dampf auf denselben nicht wirken.
Der Kolben ist stets mit frischem Dampf gefüllt. Geht der Kolben B von links nach rechts, so strömt der Dampf in dem Augenblicke, wo die Kolbenkante ι mit der Kante 2 vom Kanal (^ zusammentrifft, durch a1 und aI! auf die andere Seite des Kolbens.
Fig. 8 und 9 zeigen die Anordnung der Steuerung für Zweicylindermaschinen.
Wenn der Kolben B des Cylinders A noch einen Theil seines Hubes nach links zurückzulegen hat, befindet sich der Kolben B1 des Cylinders A1 in seiner Endstellung links. In der gezeichneten Stellung strömt aus dem Hohlraum des Kolbens B frischer Dampf hinter denselben und zugleich durch den Kanal a1 hinter den unteren, in seiner Endstellung angelangten Kolben B', denselben nach rechts bewegend. Der während der Bewegung nach links auf den Kolben B1 wirksam gewesene Dampf tritt durch die Oeffnung h" aus. Der bei seinem Gange nach links auf den Kolben B wirksam gewesene Dampf tritt durch Oeffnungen h und h] aus.
Der Kolben B1 ist durch die Anordnung der Schlitze b und b ' entlastet. Die Kanäle al und a11 können auch, wie die punktirt angedeuteten Linien 1 und 2 angeben, angeordnet sein; in dieser Anordnung verbleibt der Kolben B in der gezeichneten Stellung, der Kolben jB1 rückt dagegen in die Endstellung nach rechts.
Bei der durch Fig. 10 bis 13 dargestellten Anordnung ist nur der untere Kolben B1 mit frischem Dampf gefüllt; derselbe gelangt durch die Kanäle a1 a" aIU und alv und deren Verbindungen hinter den Kolben B.
Bei einem gegebenen Füllungsverhältnifs müssen beide Kurbeln in einem bestimmten Winkel zu einander stehen. In der gezeichneten Stellung der Kolben B und B1 hat der Kolben B noch einen Theil seines Hubes nach links zurückzulegen, während der untere Kolben B1 sich in der Todtpunktlage links befindet.
Der Dampf tritt aus dem Innern von B1 durch a11, die Aussparung in B und durch a1 hinter den Kolben B1, denselben bewegend, und strömt so lange hinter den Kolben B1, bis die Kanalkante 1 des Kolbens B1 mit der Kanalkante 2 von a11 abschneidet. Der Dampfzutritt hinter den Kolben B beginnt, wenn Kante 1 vom Kanal avn mit der inneren Kante vom Kanal a!1 zusammenfällt, und währt nun so lange, bis Kanalkante 1 des Kolbens B1 mit Kante 2 vom Kanal α11 abschneidet.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Modification der im Patent No. 39953 präcisirten Steuerung dahin, dafs der Dampf nicht durch Kanäle, sondern durch Aussparungen c cl im Kolben auf beide Seiten desselben gelangt, in Verbindung mit Hohlräumen, sei es im Kolben (ff1), im Cylinder (gglj, Fig. i, 2, 3 und 4, in einer Verlängerung des Cylinders nach beiden Längsrichtungen oder endlich aufserhalb des Cylinders (k Ic1J, Fig. 5 und 6, zum Zwecke der Ansammlung von Dampf zur Vermehrung der Expansionswirkung;' und Vermeidung der Compression. '';
2. Bei der unter 1. präcisirten Construction eine Vorrichtung, um die Hohlräume vergröfsern oder verkleinern zu können, bestehend in der Anordnung der Kolben m und m1 in den Kammern k und Ic1,' wobei diese Kolben verschoben werden können, Fig. 7.
3. Die Modification der im dritten Zusatz-Patent No. 41146 präcisirten Steuerung für Zweicylindermaschinen dahin, dafs:
a) der eine Kolben B des Cylinders A mit Kanälen b b1, der zweite Kolben B1 des Cylinders Al ohne Kanäle angeordnet ist und die Verbindung beider Cylinder durch die Kanäle a1 und a11 bewirkt wird, zum Zwecke der Regelung der Voreinströmung und der Expansion unter Benutzung des einen Kolbens als Steuerung für den anderen, Fig. 8 und 9,
b) der Kolben B des Cylinders A mit den Kanälen avaVI und avu und den Aussparungen b und bl versehen ist, während Kolben S1 in Cylinder A1 die Kanäle b und b* enthält und die beiden Cylinder A und Al durch Kanäle al a11 am und aIV verbunden sind, wobei die Wirkungsweise wie beschrieben erfolgt, behufs Regelung der Voreinströmung und der Expansionswirkung, Fig. 10, 11, 12 und 13.
4. Die Modification der im ersten Zusatz-Patent No. 40352 präcisirten Steuerung für einseitig wirkende Maschinen dahin, dafs ein Verbindungskanal al au zwischen den Räumen vor und hinter dem Kolben angeordnet ist, so dafs der auf dem Kolben B nach rechts wirksam gewesene Dampf bei der Bewegung desselben nach links nochmals wirksam ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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