DE43188C - Dampfmaschine mit drei- oder vierstufiger Expansion - Google Patents
Dampfmaschine mit drei- oder vierstufiger ExpansionInfo
- Publication number
- DE43188C DE43188C DENDAT43188D DE43188DA DE43188C DE 43188 C DE43188 C DE 43188C DE NDAT43188 D DENDAT43188 D DE NDAT43188D DE 43188D A DE43188D A DE 43188DA DE 43188 C DE43188 C DE 43188C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- regulation
- cylinder
- cylinders
- stage expansion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 3
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 2
- 241000365112 Monsonia angustifolia Species 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 235000020004 porter Nutrition 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B17/00—Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
- F01B17/02—Engines
- F01B17/04—Steam engines
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B2170/00—Steam engines, e.g. for locomotives or ships
- F01B2170/04—To-be-deleted with administrative transfer to parent group
- F01B2170/0405—To-be-deleted with administrative transfer to parent group
- F01B2170/0435—Compound machines with double or plural expansion; Auxiliaries driven by main engine
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT/
KLASSE 14: Dampfmaschinen, ι)
OTTO H. MUELLER in GMUNDEN. Dampfmaschine mit drei- oder vierstufiger Expansion.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1887 ab.
Die Anordnung einer dreistufigen Expansionsmaschine wird durch Fig. 1 bis 4 dargestellt.
Wie aus dem Grundrifs und den Aufrissen hervorgeht, wirken die Hochdruckcylinder C
und der Niederdruckcylinder C" an einer gemeinsamen Kurbel, während der Mitteldruckcylinder
C" an einer zweiten, gegen die erste um 90° versetzten Kurbel der Schwungradwelle
arbeitet. Diese Anordnung der Cylinder gewährt den Vortheil, dafs die Unterlinie des
Indicatordiagramms der Cylinder C C" wie bei Compoundmaschinen ausfällt, wobei die
Differenz der Wärme in den Cylindern geringer wird als bei Maschinen nach dem Tandem-System.
Da bei dreistufigen Expansionsmaschinen nur der Hochdruckcylinder vom Regulator beherrscht
werden kann und der Receiverdampf zwischen den Cylindern aufserhalb der Gewalt des Regulators steht und erst nach einer gewissen
Anzahl von Hüben des Hochdruckcylinders sein Quantum derartig verändern kann, dafs ein Beharrungszustand eintritt, so
ist es von Wichtigkeit, den Hochdruckcylinder so abzumessen, dafs derselbe einen möglichst
grofsen Bruchtheil der Gesammtkraft der Maschine ausübt und dafs die Receiver so klein
als möglich gemacht werden.
Während Schiffsmaschinen so gebaut werden, dafs die Gröfse des Hochdruckcylinders '/7 bis
Y9 des Niederdruckcylinders beträgt, ist dieselbe
bei der vorliegenden Maschine etwa ]/4
des Niederdruckcylinders, wobei noch ohne Benachtheiligung der anzustrebenden höchsten
Dampfersparung die Leistung des Hochdruckcylinders 40 pCt. von der Gesammtkraft beträgt,
also beiläufig so viel wie bei einer Compoundmaschine.
Um die Energie der Regulirung weiter zu steigern, verwendet man keinen Receiver im
bisherigen Sinne des WTortes, sondern bringt die Verbindungsröhren r r zwischen den Cylindern
an, welche mit einem eigenthümlichen, später zu beschreibenden Apparate versehen
werden.
Das Volumverhältnifs zwischen dem Hochdruck- und Mitteldruckcylinder ist ca. 1:2,
ebenso auch jenes zwischen Mittel- und Niederdruckcylinder. Die Wahl der Cylinderverhältnisse
vereinfacht die Maschine wesentlich,'indem hierbei eine Absperrung von ca. 0,55 bis
0,6 die vortheilhafteste ist, zu deren Erreichung jedoch keine besondere Expansionssteuerung
nothwendig ist, sondern welche' mittelst einfacher
überlappender Vertheilungsschieber ausgeführt wird.
Wie die Zeichnungen zeigen, wird der Mitteldruck- und der Niederdruckcylinder durch
unten liegende, als Trickschieber construirte Drehschieber in der Weise gesteuert, dafs bei
C" die Schieber gleiche Wege von der Mittelstellung aus machen, während bei C" gröfsere
Wege für die Dampferöffnung als für den Exhaust nothwendig sind, was durch Schränkung
vermittelst einer Steuerscheibe s erzielt wird.
C' und C" sind mit Dampfmänteln versehen, C" dagegen nicht, weil die Wärmedifferenzen
in diesem Raum halb so grofs sind wie in C C", was einerseits die Construction
vereinfacht, andererseits aber auch die Anwendung einfacher Schieber ermöglicht, weil
bei diesen, wenn die Absperrung 0,55 betragen soll, die Compression bei geheizten Cylindern
zu hoch steigen würde.
Für die vierstufige Expansionsdampfmaschine werden die Dampfcylinder nach demselben
Grundsatz wie eingangs erörtert angeordnet.
Der Spannungsausgleicher erstreckt sich vom ersten bis zum vierten Cylinder, erhält also
vier Ventile mit den entsprechenden Belastungen.
Die Eigenthümlichkeiten der im allgemeinen vorstehend beschriebenen dreistufigen Expansionsdampfmaschine
bestehen aus:
1. Einem Apparat, Fig. 4, mittelst dessen, im Falle dafs der Hochdruckcylinder C Vollfüllungen
giebt, der überschüssige Dampf durch das mit ca. 5 Atmosphären belastete Ventil ν durch das Rohr r" nach r' geht,
somit die Spannung im Rohr r' hebt und die Wirkung des Niederdruckcylinders C" erhöht.
Da letzterer der gröfste der drei Cylinder ist, so wird durch diesen Vorgang die Energie der
Regulirung sehr erhöht und zugleich vermieden, dafs in C sich excessive Compressionen
bilden.
2. Einer Kanalrundschiebersteuerung, Fig. 5, für den Hochdruckcylinder, welche nur halb
so grofse Druckflächen, also auch nur halb so grofse Betriebskraft und Abnutzung hat, als
die gewöhnliche Corlifs-Steuerung. Wie die links in der Zeichnung dargestellten Schieber
zeigen, haben dieselben einen doppelten Einbezw. Ausströmungsquerschnitt und arbeiten
dabei vom Beginn der Schieberöffnung bis zum Schlüsse fast drucklos, wie ein aufgehobenes
Ventil, indem nur die seitlichen Dichtungen noch Reibung verursachen. Um auch diese zu beseitigen, verwendet der Erfinder
bei gröfseren Maschinen eine einfache Vorrichtung, um den Schieber, von dem Augenblicke
ab, wo er öffnet, bis dahin, wo er wieder schliefst, von seinem Sitze um 1 mm
abzuheben. Diese Vorrichtung besteht einfach in einer an den Stirnflächen des Schiebers angegossenen,
.nach dem Radius des Schiebers gekrümmten keilförmigen Leiste, welche auf
einem am Schieberkastendeckel befestigten Stift reitet und dabei den Schieber bei Beginn
der Oeffnung um 1 mm aufhebt, beim Schlufs jedoch wieder auf seinen Sitz hinuntersinken
läfst. Der Antrieb der Schieber geschieht durch eine um 900 sich drehende Steuerungsscheibe s
und durch ein einziges Excenter, dessen Stange E die Zeichnung zeigt. Das Ausklinken
der Einlafsscheibe erfolgt durch den Riegel b, der von dem kleinen Hebel h bethätigt wird, j
Die Welle w des letzteren steht in unmittelbarer Verbindung mit dem Porter-Regulator.
Zum Schliefsen der Einlafsschieber verwendet man Vacuumtöpfe V mit Hülfsfedern, welche so
regulirt werden können, dafs, nachdem das Vacuum allein zur Bewegung des Schiebers
unzureichend ist, die Füllung bis zu 0,55 erweitert werden kann. Da diese bei Nichtausklinkung
0,88 beträgt, so ist die Füllungsgrenze ο bis 0,88.
3. Einer neuen, von der Pleuelstange be~ thätigten Bewegung der Luftpumpe, wie Fig. 1
und 3 zeigen, indem die eiförmige Bewegung der Pleuelstange vermittelst einer Storchschnabelgeradführung
in eine verticale, ■ geradlinige verwandelt wird. Der Vortheil dieser Anordnung
besteht darin, dafs dieselbe nur ]/3 des Gewichts
des üblichen Kunstwinkelantriebes hat, und dafs ferner die Aufstellung der Luftpumpe
mit dem Condensator unmittelbar unter der Maschinengrundplatte erfolgen kann, wodurch
die Schmierung und Instandhaltung der Luftpumpe sehr erleichtert wird gegenüber der
Kunstwinkelanordnung, wobei die Pumpe in einer dunklen Cisterne steht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Dampfmaschinen mit drei- oder vierstufiger Expansion und Rundschiebersteuerung die gleichzeitige Anwendung folgender Einrichtungen :a) Einschaltung eines Ueberdruckdampfventils zwischen den ersten und zweiten Cylinder, durch welches bei Ueberschreitung einer gewissen Füllung des ersten Cylinders ein Theil des Abdampfes direct in den dritten bezw. in den dritten und vierten Cylinder (bei Quadrupelmaschinen) gelangt, zum Zwecke, die Energie der Regulirung der Maschine zu erhöhen und übermäfsige Compressionen zu vermeiden;b) Anwendung von Rundschiebern, welche einen segment- oder U-förmigen Querschnitt haben (Fig. 5) und derart angeordnet sind, dafs sie sich im geschlossenen Zustande mit beiden Sitzflächen gegen die Dampfwegwandungen legen, und sich im offenen Zustande mit ihren breiten Flächen concentrisch oder parallel zu den Dampfwegwandungen und zwischen dieselben stellen, so dafs sie zwei Dampfdurchlässe freilassen, zum Zwecke, bei der unter a) angegebenen Regulirung Druckrückwirkungen des Dampfes möglichst auszuschliefsen und die schnelle Regulirung durch Herstellung grofser Einlafsquerschnitte möglichst zu befördern;c) Anordnung der Cylinder bei einer Tripeldampfmaschine derart, dafs der Hoch- und der Niederdruckcylinder auf derselben Kurbelseite und der Mitteldruckcylinder auf der anderen Seite liegen, so dafs der erste und letzte Cylinder möglichst nahe zusammenkommen, zum Zwecke, bei der unter a) angeführten Regulirung die Dampfräume (Receiver-, Uebergangsrohre), in welche das unter a) angegebene Ueberdruckventil überfüllt, behufs energischer Regulirung und rascher Drucksteigerung möglichst gering zu gestalten.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43188C true DE43188C (de) |
Family
ID=318533
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43188D Expired - Lifetime DE43188C (de) | Dampfmaschine mit drei- oder vierstufiger Expansion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43188C (de) |
-
0
- DE DENDAT43188D patent/DE43188C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE43188C (de) | Dampfmaschine mit drei- oder vierstufiger Expansion | |
| DE50999C (de) | Dampfmaschine mit dreifacher Expansion | |
| DE172109C (de) | ||
| DE50423C (de) | Zweicylinder-Dampfmaschine | |
| DE54630C (de) | Präcisions-Rundschiebersteuerung für zwei- oder mehrcylindrige Dampfmaschinen | |
| DE548209C (de) | Expansionsschiebersteuerung fuer schwungradlose Kolbenkraftmaschinen | |
| DE38663C (de) | Schiebersteuerung für Compound-Dampfmaschinen | |
| DE142343C (de) | ||
| DE33868C (de) | Neuerungen an Vertheilungs- und Expansionsschiebern | |
| DE35757C (de) | Hydraulische Steuerung | |
| DE60125C (de) | Dampfmaschine mit Ausgleichscylindern | |
| DE18507C (de) | Regulirapparat für Dampfmaschinen | |
| DE78809C (de) | Kraftmaschine mit auf Oeffnung belastetem Auslafsorgan | |
| DE8234C (de) | Dampfmaschinensteuerung mit durch den Regulator beeinflufstem Füllungsgrad | |
| DE22775C (de) | Vorrichtungen zur Ausführung des unter Nr. 21253 patentirten Verfahrens zur Verminderung des Einflusses des schädlichen Raumes bei Luftpumpen | |
| DE150985C (de) | ||
| DE92370C (de) | ||
| DE41378C (de) | Schiebersteuerung mit Längs- und Querbewegung des Schiebers | |
| DE173830C (de) | ||
| AT47089B (de) | Flüssigkeitsgesperre für Bremsvorrichtungen, Stellhemmungen u. dgl. | |
| DE378613C (de) | Schiebersteuerung | |
| DE28767C (de) | Neuerungen in der DAVEY'schen Differentialsteuerung für Dampfmaschinen ohne Rotation | |
| DE18817C (de) | Muschelschiebersteuerung mit zwangläufiger Expansionsregulirung | |
| DE103878C (de) | ||
| DE169695C (de) |