DE78809C - Kraftmaschine mit auf Oeffnung belastetem Auslafsorgan - Google Patents

Kraftmaschine mit auf Oeffnung belastetem Auslafsorgan

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DE78809C
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Germany
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organ
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DENDAT78809D
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W. SCHMIDT, Wilhelmshöhe b. Kassel, Villa Henkel
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2170/00Steam engines, e.g. for locomotives or ships
    • F01B2170/04To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0405To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0423Single acting steam engines with 1, 2 or 3 cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Kraftmaschine, welche neben den gebräuchlichen Auslafsvorrichtungen noch ein zweites Auslafsorgan aufweist, wobei letzteres auf Oeffnung belastet ist und selbstthätig wirkt. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung wird später näher erläutert werden.
Die Einrichtung ist in der Zeichnung in Fig. ι veranschaulicht.
Es ist hier α der Kraftcylinder, b der Kolben und χ sind die Hauptauslafsöffnungen für die verbrauchten Betriebsgase, c ist das zweite Auslafsorgan, welches in dem oberen Theile des Kraftcylinders angeordnet ist und mit dem Compressionsraum y durch die beiden Oeffnungen ii1 in Verbindung steht.
Da nun dieses Nebenauslafsorgan durch die Feder η stets von seinem Sitz s abgedrückt wird — die Regulirschraube gestattet die Einstellung —, so wird bei der gezeichneten Stellung des Kolbens der Betriebsdampf sowohl durch die Hauptöffnungen χ als auch durch die Oeffnung z1 entweichen, so dafs der gesammte zurückgedrängte Dampf durch die Oeffnung ο nach aufsen tritt.
Nachdem der Kolben die Oeffnungen χ geschlossen hat, wird der Dampf lediglich durch die Oeffnung i1 ausgetrieben, worauf, sobald auch letztere vom Kolben überdeckt ist, die Compression eintritt. Diese Compression bewirkt dann durch den über dem Organ c eintretenden Dampfdruck den Schlufs dieses Organs, da der durch die obere Oeffnung i auf dem Nebenauslafsorgan lastende Druck die Federkraft überwindet.
Im todten Punkt tritt unter fortgesetzter Niederhaltung des Nebenauslafsorgans der neue Betriebsdampf in den Kraftcylinder und treibt den Kolben wieder nach unten. Das Nebenauslafsorgan bleibt infolge des inneren Ueberdruckes stetig geschlossen, und erst im Augenblick, wenn der Kolben die Hauptauslafsöffnung χ freigiebt, tritt infolge Ausgleiches zwischen dem Inneren des Cylinders und der Aufsenluft ein Anheben des Ventils und Oeffnung des Nebenauslasses ein.
Wie ersichtlich, wird auf diese Weise durch das Nebenauslafsorgan eine zu hohe Compression vermieden, welche eintreten würde, sofern nur die Hauptauslafsöffnung χ vorhanden wäre. Aufserdem aber bewirkt das Nebenauslafsorgan eine Regulirung, welche nachstehend beschrieben wird.
Ueberschreitet nämlich der Kolben eine bestimmte Geschwindigkeit, so wird, wenn das Nebenauslafsorgan durch die Stellschraube entsprechend eingestellt ist, der Austrittsquerschnitt des Hülfsauslafsorgans nicht genügen, um den Dampf ungedrosselt entweichen zu lassen. Es wird vielmehr die Drosselung so stark werden, dafs im Inneren des Cylinders ein Ueberdruck eintritt, welcher mit Hülfe der Oeffnung i das Organ c derart belastet, dafs der Federdruck überwunden und das Ventil geschlossen wird.
Nachdem das Ventil geschlossen, tritt dann die Compressionsperiode ein, und zwar bei der Mittelstellung des Kolbens, also früher wie gewöhnlich. Die Compression wird natürlich durch diesen früheren Schlufs bedeutend erhöht und die Schnelligkeit der Maschine herabgemindert.
Bei der in Fig. ι dargestellten Maschine ist auch das Einlafsventil auf Oeffnung belastet. Dieses Einlafsventil wirkt ebenfalls selbstthä'tig. Die Belastung (hier durch Feder) ist so gewählt, dafs das Ventil sich bei einem geringen äufseren Dampfüberdruck schliefst. Es wird also das Einlafsventil beim Beginn des von oben nach unten gerichteten Kolbenhubes geöffnet sein und Dampf einlassen. Wenn dann infolge der durch den immer schneller fortschreitenden Kolben im Inneren des Cylinders auftretenden Druckabnahme ein äufserer Ueberdruck eintritt, schliefst sich das Ventil und die Expansionsperiode beginnt. Beim Rückgang des Kolbens tritt dann wieder die Oeffnung des Ventils ein. Diese Einrichtung ist Gegenstand des Patentes Nr. 7665 ι und braucht deshalb nicht näher erläutert zu werden.
Die Combination des auf Oeffnung belasteten Hülfsauslafsorgans mit dem auf Oeffnung belasteten Einlafsorgan ist insofern für die Regulirung der Maschine von Bedeutung, als das Hülfsauslafsorgan eine frühzeitige Compression bei zu schnellem Gange herbeiführt, während andererseits das Einlafsorgan eine zu hohe Ueberschreitung der Compression verhindert, indem sich dasselbe von seinem Sitz abhebt und dem zu hoch comprimirten Dampf gestattet, in das Dampfrohr \ überzutreten. Es ergänzen sich also beide Anordnungen in wesentlichem Mafse.
Bei der Einrichtung nach Fig. 2 ist das Einlafsorgan in gewöhnlicher Weise als Schieber ausgebildet. Das Hülfsauslafsorgan h sitzt am Kopfe des Cylinders.
Auch hier ist das Hülfsauslafsorgan stets auf Oeffnung belastet, aber es ist eine mechanische Schliefsung des Hülfsauslafsorgans durch den Kolben vorgesehen, welcher, wenn er in die oberste Stellung gelangt und nachdem er· vorher durch das offenstehende Hülfsauslafsorgan die im Cylinder verbleibenden Dämpfe entfernt hat, gegen das Hülfsventil stöfst. Hierbei überwindet er die Kraft der Feder η und schliefst das Ventil im todten Punkt fast vollständig; der vollständige Schlufs durch den Kolben wird deshalb nicht vorgenommen, weil hierzu eine mathematisch genaue Abmessung riöthig wäre, wenn man nicht einen Anprall befürchten wollte. Die Schliefsung des Auslafsorgans wird vielmehr durch den neu eintretenden Dampf bewirkt. Es könnte übrigens auch der Schlufs des Hülfsauslafsventils durch diesen Frischdampf allein erfolgen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Kraftmaschine, gekennzeichnet durch zwei verschieden befhätigte Auslafsorgane, von welchen das eine seinem Bestreben, sich zu öffnen, nachgeben kann, sobald auf seinen beiden Seiten gleicher Druck herrscht, während es sich unter Einwirkung, der Druckverhältnisse bei. der Compression schliefst.
2. Eine Kraftmaschine nach Anspruch 1., bei welcher der Sitz des auf Oeffnung belasteten Auslafsorgans so angeordnet ist, dafs das Organ oberhalb desselben dauernd mit dem Compressionsraum des Cylinders, unterhalb des Sitzes aber mit dem Abdampfrohr und nur in geöffnetem Zustande auch durch einen besonderen Kanal mit dem Cylinder verbunden ist (Fig. .1).
3. Eine Kraftmaschine nach Anspruch 1., bei welcher das auf Oeffnung belastete Auslafsorgan so zwischen Compressionsraum und Abdampfröhr eingeschaltet ist, dafs es auf der einen Seite nur unter dem Druck des Compressionsraumes, auf der anderen Seite nur unter dem Druck irrt Abdampfrohr steht (Fig. 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78809D Kraftmaschine mit auf Oeffnung belastetem Auslafsorgan Expired - Lifetime DE78809C (de)

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