DE41378C - Schiebersteuerung mit Längs- und Querbewegung des Schiebers - Google Patents
Schiebersteuerung mit Längs- und Querbewegung des SchiebersInfo
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- DE41378C DE41378C DENDAT41378D DE41378DA DE41378C DE 41378 C DE41378 C DE 41378C DE NDAT41378 D DENDAT41378 D DE NDAT41378D DE 41378D A DE41378D A DE 41378DA DE 41378 C DE41378 C DE 41378C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L15/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Multiple-Way Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Erster Zusatz zum Patent No. 37554 vom 8. April 1886.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1887 ab. Längste Dauer: 7. April 1901.
An dem durch das Haupt-Patent geschützten Schieber und Cylinderspiegel haben die Dampfkanäle
und Durchlässe die folgende Anordnung erhalten.
In der beiliegenden Zeichnung ist c der Dampfcylinder, D die Schieberstange, E der
Schieberkasten, V der Schieber; da sind Ausströmungskanäle
b b und cccc Einströmungskanäle in dem Schieber, d d d Längskanäle in
dem Cylinderspiegel, welche mit der Dampfeinströmung h in Verbindung stehen; ff sind
Längshöhlungen in dem Cylinderspiegel, r r Einströmungskanäle in dem Cylinder, r2 r2 Ausströmungskanäle.
Wie ersichtlich, sind abweichend von den früheren Dispositionen die Querkanäle für Dampf-Ein- und Ausströmung
nach den Enden des Schieber- und Cylinderspiegels verlegt, während die Längskanäle in
der Mitte angeordnet sind. Der Cylinderspiegel hat zwei Ausströmungskanäle r2 r2, und
der Ausströmungskanal in dem Schieber hat zwei Eingänge α α. Durch die beschriebene
Disposition der Kanäle und Aushöhlungen in dem Cylinder- und Schieberspiegel erhält man
eine gleichmäfsigere Vertheilung des Druckes über die ganze Schieberfläche und eine Verminderung
des schädlichen Raumes in den Kanälen gegenüber der in der Haupt-Patentschrift
beschriebenen Disposition.
Der Dampf, welcher bei h einströmt, nimmt seinen Weg durch die Kanäle d d d, cc, b b
und r r in den Cylinder, ohne in den Schieberkasten Eingang zu finden. Der Schieberkasten
hat somit keine directe Verbindung mit den Dampfeinlafskanälen, ebensowenig mit den Ausströmungskanälen
und mit der äufseren Atmosphäre. Der Schieberkasten würde daher gar keinen Dampf erhalten, wenn nicht die Kanäle α
und β in dem Cylinderspiegel und d und γ in dem Schieberspiegel einmal bei jedem Hub
während einer kurzen Zeitdauer den Schieberkasten mit einer Seite des Cylinders in Verbindung
setzten, wodurch derselbe Dampf von einem gewissen gewünschten Druck erhält,
wie weiter unten beschrieben ist. Die Kanäle α und β können entweder zum Dampfcylinder
durchgehende Kanäle' oder auch Nuthen oder Höhlungen sein, welche, verbunden mit den
Kanälen r r durch diese mit dem Dampfcylinder in Verbindung sind. In ähnlicher Weise
können γ und & entweder zu dem Schieberkasten durchgehende Kanäle oder Nuthen oder
Höhlungen sein, welche den Dampf zum Schieberkasten durchlassen.
Der Schieber erhält, wie in der Haupt-Patentschrift beschrieben, eine doppelte Bewegung,
bei welcher die Kanäle γ und # des Schiebers über α und β des Cylinderspiegels
hinweggleiten, so dafs bei einem Hub der Maschine γ während einer sehr kurzen Zeit
mit α communicirt und bei dem nächsten Hub auf gleiche Weise d mit ß. Während γ mit a
oder d mit β communicirt, findet ein Druckausgleich zwischen dem einen oder dem anderen
Ende des Cylinders und dem Schieberkasten statt, da während dieser Periode ein Weg finden
Dampf zwischen Cylinder und Schieberkasten frei ist. Der Zweck, der hierdurch erreicht
werden soll, ist, in dem Schieberkasten einen Druck herzustellen und zu erhalten,
welcher gerade stark genug ist, nicht nur ein Abdrücken des Schiebers durch den bei h eintretenden
Kesseldampf zu verhindern, sondern auch den Schieber mä'fsig gegen den Cylinderspiegel
anzudrücken, so dafs der Schieber dampfdicht auf dem Cylinderspiegel gleitet,
jedoch von jedem weiteren unnöthigen Druck entlastet ist. Da nur ein Theil des Schieberspiegels
dem Druck des bei h eintretenden Kesseldampfes ausgesetzt ist, während der
andere Theil nur dem Druck des ausströmenden Dampfes bezw. einem niedrigeren Druck
als dem des einströmenden Dampfes unterliegt, so ist es klar, dafs, wenn der Schieber von
unnöthigem Druck entlastet sein soll, der Druck in dem Schieberkasten geringer sein mufs als
der des einströmenden Kesseldampfes. Man erreicht diesen Zweck dadurch, dafs man die
Dampfkanäle α γ und β d derartig anordnet,
dafs dieselben den Dampfcylinder mit dem Schieberkasten in dem Augenblick, wo nach
Eintritt der Expansionsperiode der Druck in dem Cylinder auf denjenigen, welchen man im Schieberkasten
erhalten will, gefallen ist, verbinden und diese Verbindung rasch wieder aufheben.
Claims (2)
1. An Stelle der in der Haupt-Patentschrift
No. 37554 beschriebenen Anordnung der Kanäle und Höhlungen in dem Schieberund Cylinderspiegel die Theilung des vorher
in der Mitte gelegenen Auspuffkanals in zwei an den Enden des Schiebers und
Schieberspiegels gelegene, sowie die Verlegung der vorher an den Enden gelegenen
Expansionskanäle nach der Mitte, wodurch eine gleichmäfsigere Anpressung des Schiebers
gegen den Cylinderspiegel bei gröfserer Einfachheit erzielt wird.
2. An Stelle der in der Haupt-Patentschrift No. 37554 beschriebenen Anordnung, bei
welcher der Kesseldampf zuerst in den Schieberkasten dringt, somit den Schieber mit vollem Druck gegen den Cylinderspiegel
preist, die Anordnung, bei welcher der Schieberkasten nur genügend Dampfdruck erhält, um den Schieber mäfsig an den
Cylinderspiegel zu drücken, somit der Schieber von unnöthigem Druck entlastet
wird, vermittelst der Kanäle α β γ und d in
dem Schieber- und Cylinderspiegel, die in dem Augenblick, wo nach Eintritt der Expansionsperiode der Druck in dem Cylinder
auf den erforderlichen Werth gefallen ist, geöffnet und rasch wieder geschlossen
werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41378C true DE41378C (de) |
Family
ID=316865
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41378D Expired - Lifetime DE41378C (de) | Schiebersteuerung mit Längs- und Querbewegung des Schiebers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41378C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1014125B (de) * | 1954-10-06 | 1957-08-22 | Licentia Gmbh | Anordnung zum Beobachten des Druckbildes einer ablaufenden Bahn |
-
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- DE DENDAT41378D patent/DE41378C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1014125B (de) * | 1954-10-06 | 1957-08-22 | Licentia Gmbh | Anordnung zum Beobachten des Druckbildes einer ablaufenden Bahn |
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