DE431763C - Schnellpresse mit hin und her gehendem Druckzylinder - Google Patents

Schnellpresse mit hin und her gehendem Druckzylinder

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DE431763C
DE431763C DEM77406D DEM0077406D DE431763C DE 431763 C DE431763 C DE 431763C DE M77406 D DEM77406 D DE M77406D DE M0077406 D DEM0077406 D DE M0077406D DE 431763 C DE431763 C DE 431763C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/20Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes with fixed type-beds and travelling impression cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schnellpresse mit hin und her gehendem Druckzylinder, welcher mit den ihn drehenden Antriebsteilen während seiner Bewegung in der einen Richtung pneumatisch gekuppelt wird, während er bei seiner Bewegung in der anderen Richtung von den ihn drehenden Antriebs teilen entkuppelt und gegen Drehung gesichert wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß durch einfache und zuverlässig wirkende Mittel die Bewegung des Druckzylinders von dem ordnungsgemäßen Anlegen der Druckbogen abhängig gemacht wird. Dabei erfolgt durch Vermittlung einer pneumatisch betriebenen Vorrichtung selbsttätig die Stillsetzung des Druckzylinders, sobald diesem ein Druckbogen nicht ordnungsgemäß oder gar nicht zugeführt wird, während beim regelrechten Anlegevorgang der Antrieb des Druckzylinders unbeeinflußt vor sich gehen kann.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise an einer senkrecht stehenden Druckpresse veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. ι eine Seitenansicht,
Abb. 2 eine Stirnansicht,
Abb. 3 eine Draufsicht der Druckpresse,
Abb. 4 einen Aufriß des Druckzylinders mit den Kontrollvorrichtungen,
Abb. 5 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb. 4,
Abb. 6 eine Stirnansicht des Druckzylinders,
Abb. 7 einen teilweisen Grundriß des Druckzylinders mit Greifern und Saugöffnungen in Verbindung mit einem Druckbogen, welcher den Greifern zugeführt wird,
Abb. 8 das Klinkengesperre für den Druckzylinder, der dadurch mit dem Antrieb gekuppelt werden kann, sowie ein zweites mit der ersteren verbundenes Klinkengesperre, welches den Zylinder entkuppelt und gegen Drehung sichert, und
Abb. 9 einen Querschnitt des Druckzylinders in größerem Maßstabe.
Die in der Zeichnung wiedergegebene senkrecht stehende Druckpresse besteht im wesentlichen aus dem Hauptrahmen 11 mit daran befestigter Gleitbahn 12, welche den Satzschlitten 9 und den Zylinderrahmen 13 führt. Diese Teile können sich in senkrechter Richtung für gleichzeitigen Hin- und Hergang nach entgegengesetzten Enden hin
bewegen. In dem Zylinderraum 13 ist der Druckzylinder 14 drehbar gelagert.
In Verbindung mit der Kontrollvorrichtung für den Zylinder 14 ist es wünschenswert, diesen am unteren Ende des senkrechten Hubes mit dem Antrieb zu kuppeln, am oberen Ende des Hubes aber wieder zu entkuppeln. Außer der Entkupplung des Zylinders 14 am oberen Hubende ist es zweckmäßig, eine Sperrvorrichtung vorzusehen, welche beim Beginn des Zylinderabwärtshubes in Kraft tritt, damit der Zylinder während seines Abwärtsganges gegen Drehung gesichert ist. Dabei ist es notwendig, daß diese Sperrvorrichtung am unteren Ende des Abwärtshubes wieder außer Kraft tritt. Die Mittel zur Kupplung des Zylinders 14 mit seinem Antrieb während des Aufwärtsganges und die Mittel, durch welche der Zylinder bei seinem Abwärtsgang gesperrt gehalten wird, kontrollieren sich nach ihrer Ingang-. setzung gegenseitig in der im nachfolgenden beschriebenen Weise.
Der Druckzylinder 14 ist mit einer Greiferleiste 15 versehen, in welcher die Greifer 16 verschiebbar angebracht sind (Abb. 9); jeder einzelne Greifer 16 wird durch eine Feder 17, welche um die Spindel des Greifers gewickelt ist, auf der Leiste 15 festgehalten. Die Schraubenfeder 17 findet zwischen dem inneren Teil der Greiferleiste 15 und dem Stift 18 der Greiferspindel ihre Anlage. Die Zylindergreifer 16 werden durch die Finger 19 der Stange 20 im Mantel des Zylinders 14 geöffnet. Das eine Ende der Stange 20 geht durch die eine Seitenwand des Zylinders 14 und trägt einen Hebel 21 mit einer Rolle 22 (Abb. 4), welche außerhalb der Zylinderwandungen liegt und durch die Daumen 23 und 24 betätigt wird (Abb. 1, 2). Der Daumen 23 ist am oberen Ende des Satzschlittens 9 angebracht, so daß die Greifer 16 sich öffnen, wenn die Rolle 22 auf den genannten Daumen 23 aufläuft, worauf der bedruckte Bogen freigegeben wird und von dem Zylinder 14 an die in der Zeichnung nicht dargestellten Ablegegreifer abgegeben wird. Der Daumen 24 ist dagegen am unteren Hubende des Zylinders 14 ortsfest angebracht und besitzt zwei Abschrägungen 25, 26. Die obere Abschrägung 25 öffnet die Greifer 16 kurz vor dem Ende des Abwärtshubes des Zylinders 14 zwecks Aufnahme eines neuen Druckbogens, welcher an den Zylinder 14 angelegt wird. Die untere Abschrägung 26 veranlaßt eine Abwärtsbewegung der Rolle 22, so daß die Greifer 16 sich auf dem dem Druckzylinder zugeführten Bogen schließen. Es könnte zunächst den Anschein haben, als ob die Rolle 22 bei dem darauffolgenden Abwärtshub des Zylinders 14 mit der unteren Abschrägung 26 wieder in Berührung kommt und die Greifer 16 sich wiederum öffnen, um den soeben aufgenommenen Druckbogen freizugeben, bevor dieser noch einen Aufdruck erhalten hat. Dies wird jedoch durch Drehung des Zylinders 14 während des Aufwärtsganges vermieden, wobei die Rolle 22 während des Zylinderaufwärtshubes von der Abschrägung 26 entfernt wird.
Für den Antrieb, d. h. für die Drehung des Zylinders 14, ist ein Triebrad 27 an dem einen Ende des Zylinders 14 vorgesehen; das Rad 27 läuft lose auf der Achse des Zylinders 14, so daß das Triebzahnrad 27 sich drehen kann, während der Zylinder bei seinem Abwärtsgang stillsteht. Das Zahnrad 27 steht sowohl beim Aufwärts- wie auch beim Abwärtshub des Zylinders 14 mit der von dem auf und nieder beweglichen Fundament der Presse getragenen Zahnstange 28 in Eingriff. In eine mit dem Zahnrad 27 fest verbundene oder mit ihm aus einem Stück hergestellte Schaltscheibe 29 (Abb. 5 und 8) mit einem Schlitz oder einer Zahnlücke 30 greift das nasenförmige Ende 31 der Schaltklinke 32 ein, die auf einer Welle 33 des Druckzylinders 14 angebracht ist. Die Welle 33 ist von einer Schraubenfeder 34 umgeben (Abb. 4), welche mit einem Ende an der Seitenwand des Zylinders 14 und mit dem anderen Ende an dem in beliebiger Weise auf der Welle 33 verstellbar angeordneten Muffenring 35 befestigt ist. Der Ring 35 wird so eingestellt, daß sich die Klinke 32 unter dem Einfluß der Feder 34 nachgiebig gegen den Umfang der Schaltscheibe 29 legt und in die Zahnlücke 30 einfällt, sobald diese sich unterhalb der Klinkennase 31 befindet.
Die Zahnlücke 30 ist mit einer in Richtung des Radius der Scheibe 29 verlaufenden Seitenwand 36 versehen, der eine gleichgestaltete Fläche 37 der Schaltklinke 32 entspricht. Beim Einfallen der Klinke 32 in die Zahnlücke 30 der Triebscheibe 29 wird daher der Druckzylinder 14 entgegengesetzt zur Richtung des Uhrzeigers mitgenommen (Abb. 5 und 8). Die zweite Seitenwand 38 der Zahnlücke 30 ist ebenso wie die entspre- no chende Fläche 39 der Schaltklinke 32 zum Radius der Scheibe 29 geneigt angeordnet; infolgedessen kann die Schaltklinke 32 aus der Zahnlücke 30 der Triebscheibe 29 heraustreten, sobald der Druckzylinder 14 am Ende seines Aufwärtshubes angekommen ist und seinen Abwärtshub beginnt. Während der darauffolgenden Abwärtsbewegung des Druckzylinders 14 dreht sich dieser nicht. Die Neigung der Begrenzungswand 38 der Zahnlücke 30 ist ebenso wie die entsprechende Fläche 39 der Klinke 32 so steil an-
geordnet, daß der Druckzylinder 14 während der Zeitdauer seiner Umdrehung nicht selbsttätig außer Eingriff mit der Scheibe 29 kommt.
Angenommen, der Druckzylinder 14 befinde sich am unteren Ende seines Hubes und werde mit der Triebscheibe 29 gekuppelt, so nehmen die Teile kurz vorher die Stellung ein, wie sie in den Abb. 5 und 8 wiedergegeben ist. Die Antriebsscheibe 29, welche von dem Zahnrad 27 in Umdrehung versetzt wird, ist bei der Drehung des Zahnrades 27 im Sinne des Pfeiles in Abb. 8 bis zu einem Punkt angekommen, wo die KHnkennase 31 in die Zahnlücke 30 einfällt. Hierdurch wird der Druckzylinder 14, welcher die Klinke 32 trägt, mit der Schaltscheibe 29 gekuppelt, so daß er sich ebenfalls in Richtung des Pfeiles (Abb. 8) dreht. Wie bereits oben erwähnt, ist es wünschenswert, daß der Zylinder 14 beim Beginn des Abwärtshubes von dem Rade 27 bzw. der Scheibe 29 abgekuppelt wird, um während des Abwärtshubes stillzustehen. Zu diesem Zweck ist am Druckzylindertraggestell eine Rolle 40 vorgesehen, welche an dem einen Ende eines zweiarmigen Hebels 41 drehbar befestigt ist, so daß sie in die Zahnlücke 42 einer Scheibe 43 einfallen kann, welche auf dem vorstehenden Zapfenende 44 des Druckzylinders 14 sitzt. Der Hebel 41 ist bei 45 im Druckzylindertraggestell drehbar gelagert; das andere Ende des Hebels 41 ist bei 46 mit einer unter Federdruck stehenden Stange 47 gelenkig verbunden (Abb. 1). Der Zweck dieser Anordnung besteht darin, die Rolle 40 nachgiebig in die Zahnlücke 42 der Scheibe 43 eintreten zu lassen, sobald beide Teile miteinander in Eingriff kommen. Die Zahnlücke 42 in der Scheibe 43 und die Rolle 40 sind so angeordnet, daß sie miteinander in Eingriff treten, sobald der Druckzylinder 14 seine obere Totpunktlage erreicht hat. Fällt die Rolle 40 nun in die Zahnlücke 42 der auf der Zylinderachse 44 sitzenden Scheibe 43 ein, so wird eine weitere Umdrehung des Druckzylinders 14 verhindert. Wenn die Triebscheibe 29 sich dann während des Abwärtshubes des Zylinders 14 entgegengesetzt zu der in den Abb. 5 und 8 eingezeichneten Pfeilrichtung dreht, so gleitet die Klinkennase 31 durch Vermittlung der schrägen Fläche 38 und 39 an der Scheibe 29 und der Klinke 32 aus der Zahnlücke 30 der Scheibe 29 heraus. Die am Rade 27 sitzende Antriebsscheibe 29 macht sowohl bei der Aufwärtsbewegung wie auch bei der Abwärtsbewegung des Druckzylinders 14 eine vollständige Umdrehung, so daß der Zahnausschnitt 30 der Antriebsscheibe 29 wieder in die Stellung gelangt, in der die Nase 31 der Klinke 32 in den Zahnausschnitt 30 einfallen kann, so daß der Zylinder 14 wiederum mit dem Antrieb gekuppelt wird.
Während der Druckzylinder 14 den Abwärtshub ausführt, bleibt die Rolle 40 mit der Zahnlücke 42 der Scheibe 43 in Eingriff, so daß der Druckzylinder gegen Drehung gesichert ist. Hat jedoch der Druckzylinder 14 den untersten Punkt seines Abwärtshubes erreicht und ist die Sperrklinke 32 wieder in die Zahnlücke 30 der Triebscheibe 29 eingeschnappt, so muß bei dem nun folgenden Aufwärtshub des Druckzylinders 14 die Rolle 40 wiederum aus der Zahnlücke 42 der Scheibe 43 herausgebracht wrerden. Dies wird dadurch erreicht, daß vom Anfang des Aufwärtsganges des Druckzylinders 14 nach dem Einfallen der Sperrklinke 31 in die Zahnlücke 30 die Triebscheibe 29 und damit auch der Zylinder 14 und die Scheibe 43 sich in Richtung des Pfeiles (Abb. 8) drehen, wobei auf den Hebelarm 41 mit der Rolle 40 ein den Hebelarm anhebendes Moment ausgeübt wird. Wird nämlich die Scheibe 43 in Richtung des Pfeiles (Abb. 8) gedreht, so übt die gerade, in Richtung des Radius der Scheibe 43 verlaufende Seitenwand 48 der Zahnlücke 42 einen senkrecht zur Ebene der Seitenwand 48 verlaufenden Druck auf die Rolle 40 aus, welcher ein Schwenken des Hebelarmes 41 um seinen Drehpunkt bei 45 und damit ein Anheben der Rolle 40 bewirkt. Nachdem die Rolle 40 wieder aus der Zahnlücke 42 der Scheibe 43 herausgehoben und keine Sicherung des Druckzylinders 14 gegen Drehung mehr vorhanden ist, wird dem Druckzylinder 14 durch die bereits erfolgte Kupplung zwischen der Klinke 32 und dem Ausschnitt 30 der Scheibe 29 eine volle Umdrehung erteilt. Hat nun der Druckzylinder 14 das obere Ende seines Aufwärtshubes erreicht, so hat der Zahnausschnitt 42 einen Winkel von 3600 zurückgelegt, so daß die Rolle 40 abermals in den Ausschnitt 42 einfallen kann. Darauf bewegt sich der Zylinder abwärts, wobei die Klinke 32 außer Eingriff mit der Zahnlücke 30 kommt und die Kupplung zwischen Druckzylinder und An- no trieb 27, 29 gelöst wird.
Die Welle 33 im Druckzylinder 14 trägt eine Scheibe 50 mit einer Zahnlücke 51 (Abb. 4, 5), in welche die Sperrklinke 52 des Armes 53 des Winkelhebels 54 einfallen kann. Dieser dreht sich in einem besonderen, in Richtung der Druckzylinderachse verlaufenden Zapfenlager 55. Der zweite Arm 56 des Winkelhebels 54 ist mit einer Stange 57 gelenkig verbunden, deren anderes Ende mit einer Membran 58 verbunden ist. Diese bildet den Abschluß eines Gehäuses 59. Das
Innere des Gehäuses 59 ist mit einer Saugpumpe durch ein Rohr 60 verbunden: von dem Gehäuse 59 zweigen sich eine größere Anzahl Rohre 61, 62 ab. Diese besitzen zwei S Reihen Saugöffnungen 63, 64, welche durch die Greif er stangen 15 hindurchgehen (Abb. 4 und 7).
Befindet sich nun der Druckzylinder 14 am unteren Ende seines Hubes, in welcher j Lage er einen neuen Druckbogen aufzunehmen vermag, so tritt die Saugpumpe in Verbindung mit dem Gehäuse 59, so daß die Saugwirkung sich durch die beiden Reihen von Saugöffnungen 63, 64 sowie durch die Rohre 61, 62, das Rohr 60 und das Gehäuse 59 erstreckt. Sind nun die öffnungen 63, 64 nicht von einem Druckbogen ,bedeckt, so ist es klar, daß in dem Gehäuse 59 kein Luft- ] unterdruck auftreten kann. Die Membran 58 j des Gehäuses 59 wird also auch nicht beeinflußt, so daß auch der Winkelhebel 54 und demzufolge die Sperrklinke 52 nicht aus der .Scheibe 50 herausgeschwungen wird. Wird somit kein Druckbogen an den Druckzylinder angelegt oder deckt der angelegte Bogen nicht sämtliche öffnungen 63, 64, so wird der Druckzylinder 14 auch nicht mit der Antriebsscheibe 29 gekuppelt. Der Zylinder 14 wird sich also in diesem Fall beim Aufwärtshub nicht drehen. Werden jedoch die Saugöffnungen 63, 64 in der Greiferstange 15 durch den Anlegebogen 65 (Abb. 14) geschlossen, nachdem dieser registergemäß an den Zylinder 14 angelegt worden ist, so bringt die Membran 58 am Gehäuse 59 infolge der in diesem eintretenden Luftverdün- ! nung die Klinke 52 außer Eingriff mit der ; Scheibe 50, wodurch die Triebscheibe 29 in- j folge des Eintrittes der Sperrklinke 32 in i die Zahnlücke 30 der Scheibe 29 den Druckzylinder 14 mitnimmt, so daß er sich während des Aufwärtshubes dreht. Die Saugöffnungen 63, 64 sind in einer geraden Linie angeordnet; die vorderste Reihe liegt in der genauen Linie des Anlageregisters, d. h. die Saugöffnungen 63, 64 sind soweit als möglich vorgeschoben, um als Registeranlage dienen zu können.
Es ist einleuchtend, daß die Drehung des Druckzylinders 14 während seines Aufwärtshubes durch den angelegten Druckbogen kontrolliert wird; ist der Zylinder 14 mit dem Antrieb 27, 29 gekuppelt und beginnt somit der Zylinder sich für den Aufwärtshub zu drehen, so ist die Zylindersperrvorrichtung ausgelöst, während am Ende des Aufwärtshubes der Antrieb abgekuppelt wird, dagegen die Sperrvorrichtung in Tätigkeit tritt, so daß der Zylinder bei dem darauffolgenden Abwärtshub wieder gegen Drehung gesichert wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schnellpresse mit hin und her gehendem Druckzylinder, der mit den ihn drehenden Antriebsteilen während seiner Bewegung in der einen Richtung pneumatisch gekuppelt wird, während er bei seiner Bewegung in der anderen Richtung von den ihn drehenden Antriebsteilen entkuppelt und gegen Drehung gesichert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung des Druckzylinders (14) durch eine pneumatische Vorrichtung (58 bis 64) geregelt wird, welche abhängig ist von dem Anlegen des Druckbogens und welche durch Einwirkung auf einen Teil (50, 51) des Druckzylinders dessen Kupplung mit den ihn drehenden Antriebsteilen (27, 29) verhindert, wenn ein Druckbogen nicht ordnungsgemäß angelegt ist, während beim regelrechten Anlegevorgang eine Wirkung auf den Teil (50, 51) des Druckzylinders nicht stattfindet, so daß dieser mit seinen Antriebsteilen (27, 29) gekuppelt wird und infolgedessen seine regelrechte Bewegung ausführt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da- go durch gekennzeichnet, daß der Druckzylinder (14) gegen Drehung durch eine Klinke (40, 41) gesichert wird, deren Tätigkeit selbsttätig von einer Schaltklinke (32) beeinflußt wird, die den Druckzylinder mit den Antriebsteilen (27, 29) beim Arbeitshub (Aufwärtsgang) des Zylinders (14) kuppelt, wobei sowohl die Klinke (40, 41) als auch die Schaltklinke (32) durch an den entsprechenden Teilen (43, 29) angeordnete Schrägflächen aus ihrer Arbeitsstellung ausgerückt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinke (32) in d^e Zahnlücke (30) des Antriebsteils (29) eintritt, wenn der Druckzylinder am Ende seines Leerganges (Abwärtsgang) ist, wogegen die Klinke (40) in Tätigkeit tritt, wenn der Druck- n0 zylinder (14) das Ende seines Arbeitsganges (Aufwärtsgang) erreicht hat, wobei ein Entkuppeln der Antriebsteile (27, 29) von dem Zylinder stattfindet.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEM77406D 1922-04-16 1922-04-16 Schnellpresse mit hin und her gehendem Druckzylinder Expired DE431763C (de)

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