DE4308705C2 - Integrierte Schaltungs-Chips und ein Verfahren zu deren Vereinzelung aus einem Halbleiterwafer - Google Patents
Integrierte Schaltungs-Chips und ein Verfahren zu deren Vereinzelung aus einem HalbleiterwaferInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf integrierte
Schaltungs-Chips und auf ein Verfahren zu deren
Vereinzelung aus einem Halbleiterwafer.
Fig. 8 zeigt einen bisher verwendeten Halbleiterwafer
vor dem Zerschneiden. In Fig. 8 bezeichnet das
Bezugszeichen 13 einen Siliziumwafer mit 5 Zoll Durchmesser
und 400 bis 500 µm Dicke. IC-Chips 5 mit 1 bis 2 cm² werden
auf dem Wafer 13 hergestellt. Trennungslinien oder
Schnittlinien 14 sind an Grenzlinien zwischen IC-Chips 5
vorgesehen. Das Bezugszeichen 15 bezeichnet eine Facette,
welche die (Kristall-)Richtung des Wafers 13 andeutet.
Fig. 9 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Partie
innerhalb des Kreises in Fig. 8. In Fig. 9 wird die
Trennungslinie 14 durch Anwendung eines
Photolithographieverfahrens erzeugt, um jeweilige IC-Chips
5 voneinander zu trennen, gewöhnlich mit einer
vorbestimmten Breite von etwa 100 µm.
Es wird ein Verfahren zum Ausschneiden der IC-Chips be
schrieben. Die IC-Chips mit gleichen Formen sind, wie in
Fig. 8 gezeigt, regelmäßig in vertikaler und horizontaler
Richtung angeordnet, und die Trennungslinie 14 zieht sich
auf dem Wafer 13 in einer geraden Linie von einem Ende des
Wafers 13 zu dem anderen Ende des Wafers 13. Das Ausschnei
den eines solchen Wafers 13 in jeweilige Chips wird
durchgeführt, indem man, wie in Fig. 9 gezeigt, entlang der
Trennungslinie 14 in der Richtung des vertikalen Pfeiles
und in der Richtung des horizontalen Pfeiles schneidet.
Dies bedeutet, wie es in Fig. 10 gezeigt ist, daß der Wafer
13 etwa mit einer Ansaugvorrichtung auf dem Objekttisch 17
fixiert wird, und es wird ein Schneidwerkzeug 16,
Trennsäge genannt, welches eine Dicke von etwa 20 µm
aufweist und am oberen Ende seiner Schneidespitze einen In
dustriediamanten eingelagert hat, mit einer hohen Um
drehungsgeschwindigkeit von etwa 10.000 bis 70.000 U/min in
Drehung versetzt. Dabei wird der Objekttisch wie mit dem
Pfeil gezeigt auf das Schneidwerkzeug 16 zubewegt, und der
Wafer 13 wird an der Trennungslinie 14 mit dem Schneidwerk
zeug 16 geschnitten. Demgemäß gibt es zwei Schneidever
fahren, von denen das eine ein vollständiges Durchschneiden
des Wafers 13 von der Vorderfläche bis zur Rückfläche
umfaßt, und das andere ein unvollständiges Schneiden des
Wafers 13, wonach eine Belastung auf den Wafer ausgeübt
wird, um den Wafer entlang der unvollständig geschnittenen
Rille zu teilen. Die erstere wird vollständiges Schneiden
genannt und die letztere Halbschneiden ("half cutting").
Aus JP 2-162 750 (A) ist ein Verfahren zur Vereinzelung
von integrierten Schaltungs-Chips bekannt, bei dem der
Wafer an den Trennlinien nicht vollständig durchgeätzt
wird. Anschließend werden die einzelnen Chips abgebrochen.
Fig. 11 zeigt ein Verfahren zum Montieren des IC-Chips,
welcher wie oben beschrieben ausgeschnitten ist, an ein Ge
häuse. In Fig. 11 bezeichnet das Bezugszeichen 7 das
eigentliche Gehäuse aus Isoliermaterial, wie etwa Keramik,
das eine rechtwinklige äußere Konfiguration aufweist. Ein
innerer Kontaktstellenbereich 8 des Gehäuses ist in einer
rechtwinkligen Rahmenkonfiguration an einer Position ein
wenig innerhalb der äußeren rechtwinkligen Konfiguration
des Gehäuses 7 vorgesehen. Ein Halbleiterplättchenbereich 9
ist innerhalb des inneren Kontaktstellenbereichs 8 zum
Montieren des Chips 5 darauf vorgesehen. Eine innerer
Kontaktstelle 10 ("pad") ist am inneren Kontaktstel
lenbereich 8 vorgesehen.
Eine Kontaktstelle 11 ist auf dem IC-Chip 5 vorgesehen. Das
Bezugszeichen 12 bezeichnet einen Kontaktdraht, das Bezugsz
eichen 18 bezeichnet einen äußeren Stift des Gehäuses 7, und
dieser äußere Stift 18 ist mit der inneren Kontaktstelle 10
innerhalb des Gehäuses 7 verbunden.
Bei der Montage wird der IC-Chip 5 etwa durch Löten am Halb
leiterplättchenbereich 9 des Gehäuses 7 befestigt, und die
am inneren Kontaktstellenbereich 8 angeordnete innere Kon
taktstelle 10 und die auf dem IC-Chip 5 vorgesehene Kontakt
stelle 11 werden durch Kontaktierung mit dem Kontaktdraht 12
verbunden, wodurch die Montage ausgeführt ist. Somit ist der
Kontakt 11 des IC-Chips 5 über die innere Kontaktstelle 10
mit dem äußeren Stift 18 des eigentlichen Gehäuses 7 elek
trisch verbunden, und Signalübertragung zwischen dem IC-Chip
5 und der Vorrichtung außerhalb des Gehäuses 7 kann durchge
führt werden.
Weil das Ausschneiden des Halbleiter-IC-Chips wie oben be
schrieben ausgeführt wird, beschränkt sich die Konfiguration
des IC-Chips auf eine rechtwinklige. Folglich muß der Ent
wurf des Schaltungsmusters eine rechtwinklige Form haben,
was eine Einschränkung des Musterentwurfs bedeutet.
Weil der IC-Chip weiterhin, ungeachtet der Tatsache, daß der
Wafer kreisförmig ist, von rechtwinkliger Form ist, gibt es
an der Peripherie des Wafers Bereiche, in denen keine Chips
hergestellt werden können, was in einer Verschwendung des
effektiven Bereichs des Wafers resultiert, wenn die Chips
ein grobes Format haben. Demgegenüber zeigen die japanischen
veröffentlichten Patentanmeldungen Sho. 62-8515, Hei. 2-
10715 und Sho. 61-93613 Verfahren zum Durchführen des
Schneidens wie etwa mit Laser, um eine andere Konfiguration
von IC-Chips zu erstellen als die rechtwinklige Konfigura
tion, wie etwa eine dreieckige oder hexagonale, und diese
resultieren in einem Zuwachs in der effektiven Anzahl von
Chips, und Verringerung der Hitze- oder mechanischen Bela
stung beim Zusammenbau, wodurch Beschädigungen der Chips
verhindert werden. Dadurch, daß man die Drahtkontaktierung
vom peripheren Teil des Chips mit einer solchen Konfigura
tion durchführt, ist es weiterhin möglich, Variationen in
der Länge der Drähte von jeweiligen Kanten des Chips zu re
duzieren.
Bei den in diesen japanischen veröffentlichten Patentanmel
dungen aufgezeigten Vorrichtungen können jedoch die folgen
den Probleme nicht gelöst werden. Wenn es nämlich aufgrund
einer erhöhten Anzahl von Ein-/Ausgangssignalen nötig ist,
eine größere Zahl von Kontaktstellen auf einem Chip vorzuse
hen, wird die Chipgröße automatisch in Abhängigkeit von der
Anzahl von Kontaktstellen bestimmt, weil Kontaktstellen von
Chips nur an der Peripherie des IC-Chips angeordnet werden,
und auch wenn der effektive Chipbereich für integrierte
Schaltkreise klein ist, wird eine grobe Chipfläche benötigt,
was in einer groben Verschwendung von Chipfläche resultiert.
Weil außerdem Trennungslinien üblicherweise in gerader Linie
hergestellt werden, wenn eine Mehrzahl von Arten von Chips
mit verschieden groben Nutzflächen für die Herstellung von
ICs auf dem gleichen Wafer hergestellt werden, müssen die
Kantenlängen von nebeneinanderliegenden IC-Chips aneinander
angeglichen werden. Dies bedeutet, daß die Flächen von ande
ren IC-Chips der Fläche desjenigen IC-Chips mit der größten
Nutzfläche angeglichen werden, was auch eine Einschränkung
beim Entwurf und eine Verschwendung der Nutzfläche des Wa
fers nach sich zieht und zu Verschwendung der Chipfläche
führt.
Daher vergrößert sich die Größe von IC-Chips bei der
Halbleitervorrichtung und bei der dafür konstruierten Her
stellungsmethode unverhältnismäßig mit der Anzahl von Kon
taktstellen, ungeachtet der nutzbaren Fläche für die Her
stellung von integrierten Schaltkreisen, und dies resultiert
in einer Einschränkung des Entwurfs, einer Verschwendung
der Nutzfläche auf dem Wafer, und einer Verschwendung der
Chipfläche.
Aus der JP 3-225 932 ist ein integrierter Schaltungs-
Chip mit einer quadratischen Form bekannt, der in der Mitte
eine ebenfalls quadratische Ausnehmung aufweist. Auf diese
Weise werden die Anzahl der Kontaktstellen pro Chip erhöht.
Schließlich sind aus der JP 2-267 946 (A) und JP 2-267 947 (A)
integrierte Schaltungs-Chips gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, die die Fläche eines
Wafers vollständig einnehmen und daher einen Umriß bzw.
eine Form mit nicht-geraden Abschnitten aufweisen.
Zusätzlich sind am Rand des Wafer-Chips rechteckige
Ausnehmungen vorgesehen, wodurch sich die Anzahl der
möglichen Kontaktstellen erhöht.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
integrierte Schaltungs-Chips zur Verfügung zu stellen, so
daß selbst bei Chips mit kleiner Chipfläche eine
ausreichende Anzahl von Kontaktstellen ermöglicht wird.
Außerdem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein
Verfahren zur Vereinzelung dieser Schaltungs-Chips aus
einem Halbleiterwafer bereitzustellen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale
des Anspruchs 1, 2 bzw. 3.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein
IC-Chip eine Öffnung auf, in der ein zweiter IC-Chip
angeordnet ist. Die beiden IC-Chips sind elektrisch
miteinander verbunden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weicht die äußere Form der IC-Chips von der rechteckigen
Form ab. Eine Mehrzahl dieser unterschiedlich geformten IC-
Chips ist auf einem Montagebereich montiert, Kontaktstellen
sind an der Peripherie des IC-Chips angeordnet, und der
innere Kontaktstellenbereich des Gehäuses ist an den
Bereich der IC-Chips angrenzend hergestellt, so daß er den
IC-Chip formgleich mit der äußeren Form des IC-Chips
einfaßt. Hierbei sind die Mehrzahl der IC-Chips mit
verschiedenen Formen auf dem Chipmontagebereich des
Gehäuses montiert, so daß die Form der angrenzenden
Seitenkanten zueinander passen.
Ein dritter Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt
ein Verfahren zur Vereinzelung der IC-Chips aus einem
Halbleiterwafer mit den Verfahrensschritten: Herstellung
von Trennungslinien derart, daß eine Mehrzahl von IC-Chips
mit verschiedenen Größen auf einem Halbleiterwafer
bereitgestellt werden und Aufteilen des Halbleiterwafers in
eine Mehrzahl von IC-Chips mit verschiedenen Formen entlang
der Trennungslinien.
Unteranspruch 4 betrifft eine vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 ein Diagramm zur Erklärung eines Verfahrens
zum Ausschneiden der IC-Chips gemäß einem Verfahren zur
Herstellung einer Halbleitervorrichtung als eine erste
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ein Diagramm, welches ein Verfahren zur Mon
tage eines IC-Chips auf einem Gehäuse gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 3 ein Flußdiagramm zur Erklärung eines Verfahrens zum
Ausschneiden von IC-Chips gemäß der ersten Ausfüh
rungsform;
Fig. 4 ein Diagramm, welches die Konfiguration des IC-Chips
und ein Verfahren zu seiner Montage gemäß einer
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zeigt;
Fig. 5 ein Diagramm zur Erklärung eines Verfahrens zum Aus
schneiden von IC-Chips gemäß einem Verfahren zur
Herstellung einer Halbleitervorrichtung als eine
dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 6 ein Diagramm zur Erklärung eines Verfahrens zum Aus
schneiden von IC-Chips gemäß einem Verfahren zur
Herstellung einer Halbleitervorrichtung als eine
vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 ein Diagramm, welches ein Verfahren zur Montage von
IC-Chips auf einem Gehäuse gemäß einer fünften Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 8 ein Diagramm, welches einen Zustand eines Halblei
terwafers vor dem Aufteilen gemäß einem bisher ver
wendeten Herstellungsverfahren zeigt;
Fig. 9 eine teilweise vergrößerte Ansicht eines Halb
leiterwafers vor dem Aufteilen;
Fig. 10 ein Diagramm, welches ein Verfahren zum Aufteilen
des Halbleiterwafers zeigt; und
Fig. 11 ein Diagramm, welches ein Verfahren zur Montage
eines IC-Chips auf einem Gehäuse zeigt.
Es folgt eine Beschreibung von Ausführungsformen der vorlie
genden Erfindung mit Bezug auf die Figuren.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 einen Halbleiterwa
fer, welcher z. B. Silizium mit etwa 10 µm Dicke beinhaltet.
Ein IC-Chipbereich 2 mit einer nicht-rechteckigen äußeren
Konfiguration wird auf dem Wafer 1 in Mehrzahl in beliebiger
Anordnung hergestellt. Das Bezugszeichen 3 bezeichnet einen
Grenzbereich zwischen IC-Chips 2 mit nicht-rechtwinkliger
äußerer Konfiguration, welche den herkömmlichen Trennungsli
nien entspricht.
Dadurch, daß jeweilige IC-Chips 2 wie in Fig. 1 gezeigt mit
konkav-konvexer Konfiguration als äußere Konfiguration her
gestellt werden, kann der Chip eine längere äußere Periphe
rie aufweisen, während er die herkömmliche Chipfläche be
wahrt, was zu einer Vergrößerung der Fläche führt, in wel
cher Kontaktstellen angeordnet sind. Der Befestigungsbereich
19 besteht aus einer äußeren Konfiguration gemäß der Konfi
guration des IC-Chips 2, nämlich einer ähnlichen und einer
etwas größeren Konfiguration als derjenigen des Chips 2, und
der innere Kontaktstellenbereich 20 des Gehäuses 7 besteht
aus einer Konfiguration, welche mit der Konfiguration des
IC-Chips 2 übereinstimmt. Die innere Kontaktstelle 10 befin
det sich an der Innenpartie des inneren Kontaktstellenbe
reichs 20 an einer Stelle entlang der äußeren Konfiguration
des IC-Chips, und die Kontaktstelle 11 des Chips 20 ist mit
der inneren Kontaktstelle 10 durch Drahtkontaktierung des
Drahts 12 verbunden. Diese Konstruktion ermöglicht es, eine
ausreichende Anzahl von Kontaktstellen 11 an der Peripherie
des Chips 2 anzubringen, welcher eine Chipfläche aufweist,
welche gewöhnlich für die Herstellung des Chips 2 erforder
lich ist. Mit anderen Worten hängt die Größe des IC-Chips 2
nicht von der Anzahl der Kontaktstellen 11 ab, und die Chip
fläche kann effektiv genutzt werden. Zusätzlich können Un
terschiede in der Länge des Kontaktdrahts 12 reduziert wer
den.
Dadurch, daß der Chip 2 so hergestellt ist, daß er wie oben
beschrieben konkav-konvexe Partien als äußere Konfiguration
aufweist, können außerdem mehrere Chips hergestellt werden,
welche als gewöhnliche Chips benutzt werden können, an Posi
tionen, an denen Chips mit der herkömmlichen rechtwinkligen
Konfiguration auf dem Wafer nicht dafür verwendet werden
können, was in einem Zuwachs der effektiven Anzahl von Chips
resultiert.
Als nächstes wird ein Verfahren zur Herstellung von IC-Chips
mit den oben beschriebenen komplizierten äußeren Konfigura
tionen beschrieben, insbesondere ein Verfahren zur Trennung
des Wafers in Chips. Wie es in Fig. 3(a) gezeigt ist, werden
auf einem Wafer 1 mit einer Dicke von mehreren zehn Mikron
Dicke, bei dem der Prozeß zur Herstellung von ICs abge
schlossen ist, Bereiche 2 mit etwa 1 bis 2 Mikron Dicke her
gestellt, auf denen IC-Chipmuster hergestellt werden, und
ein Chip-Grenzbereich 3 dazwischen werden in einem an sich
bekannten Photolithographieprozeß hergestellt.
Als nächstes wird, wie es in Fig. 3(b) gezeigt ist, in einem
Photolithographieprozeß ein Photolackmuster 4 mit etwa 2 µm
Dicke mit einer Öffnung (von etwa 20 µm Breite) in einem
Teil des Grenzbereichs 3 hergestellt.
Als nächstes wird, wie es in Fig. 3(c) gezeigt ist, die oben
beschriebene offene Partie durch anisotropes Ätzen, wie etwa
reaktives Ionenätzen, stark vertieft. Dieser Vorgang wird
allgemein als "Eingraben" ("trenching") bezeichnet. Das Ät
zen wird bis zum Grund des Wafers 1 durchgeführt und darauf
das Photolackmuster 4 entfernt, um das Ausschneiden des IC-
Chips wie in Fig. 3(d) gezeigt zu vollenden.
Es ist ein Verfahren bekannt zur Durchführung des vollstän
digen Schneidens unter Verwendung eines Lasers, um Chipmu
ster, welche die oben beschriebenen komplizierten äußeren
Konfigurationen aufweisen, wie in der veröffentlichten japa
nischen Patentanmeldung Nr. Sho. 61-93613 beschrieben, zu
trennen. Die Laserschneidevorrichtung ist jedoch kostspie
lig, und es besteht auch das Problem, daß durch die Laserbe
strahlung thermale Belastung an den Bereich 2, in dem der
IC-Chip hergestellt wird, angelegt wird, was die Materialei
genschaften ungünstig beeinflußt. Wenn jedoch anisotropes
Ätzen, wie etwa reaktive Ionenätzung, verwendet wird, ist es
möglich, die Trennung von Chips mit komplizierten Konfigura
tionen einfach durchzuführen, ohne die oben beschriebenen
Probleme hervorzurufen. Ein solches anisotropes Ätzverfahren
ist daher ein zweckdienliches Verfahren, wie es Ätztechniken
in solchen Fällen sind.
Während der Durchführung des anisotropen Ätzens ist es wir
kungsvoll, wenn die Substratdicke vorher durch Entfernen der
Rückfläche des Halbleiterwafers 1 verringert wird. Zu
sätzlich, auch wenn ein Verbundhalbleiter wie etwa GaAs als
Halbleiterwafer verwendet wird, können die gleichen Effekte
wie oben beschrieben erzielt werden.
Ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfin
dung soll mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben werden. In dieser
Ausführungsform ist an einer zentralen Partie des Chips eine
Öffnung vorgesehen, und der periphere Bereich des Chips um
die Öffnung herum wird als Kontaktstellenbereich verwendet.
Wie es in Fig. 4(a) gezeigt ist, wird in der zentralen Par
tie des IC-Chips 21 eine rechteckige Öffnung 22 hergestellt.
Beim Montieren eines solchen IC-Chips 21 auf ein Gehäuse
wird ein zweiter innerer Kontaktstellenbereich 20b mit kon
vexer Form und einer äußeren Konfiguration, welche mit der
Konfiguration der Öffnung 22 des IC-Chips 21 übereinstimmt,
an der zentralen Partie des Gehäuses 7 hergestellt, und ein
IC-Chip 21 wird an diesem Gehäuse 7 befestigt, indem der
zweite innere Kontaktstellenbereich 20b durch seine Öffnung
22 eingeführt wird. Die an der äußeren Peripherie des Chips
21 angeordnete erste Kontaktstelle 11a und die am ersten in
neren Kontaktstellenbereich 20a angeordnete erste innere
Kontaktstelle 10a sind über einen Draht 12a verbunden, und
die an der inneren Peripherie des Chips 21 angeordnete
zweite Kontaktstelle 11b und die am zweiten inneren
Kontaktstellenbereich 20b angeordnete zweite innere Kontakt
stelle 10b sind über einen Draht 12b verbunden.
Durch die Herstellung einer solchen Halbleitervorrichtung
ist es möglich, sowohl die Chipfläche effektiv zu nutzen als
auch die Anzahl der Kontaktstellen zu erhöhen. Wenn in die
sem Fall Chips mit der gleichen Anzahl von auf dem Chip an
geordneten Kontaktstellen wie in Fig. 8 ausgeschnitten wer
den sollen, ist es möglich, Chips mit kleineren Magen als
den Chip 5 in Fig. 8 auszuschneiden, was in einem Zuwachs
der effektiven Anzahl von Chips auf dem Wafer resultiert, in
einem Maße, das geringer ist als in der ersten Ausbildungs
form. Desweiteren können in der oben beschriebenen Anordnung
andere IC-Chips am zweiten inneren Kontaktstellenbereich 20b
angeordnet und mit dem oben beschriebenen IC-Chip 21 über
Drähte verbunden werden.
Eine dritte Ausführungsform der vorliegenden ist mit Bezug
auf Fig. 5 beschrieben.
In dieser dritten Ausführungsform werden eine Mehrzahl von
Arten von IC-Chips mit unterschiedlichen rechtwinkligen Kon
figurationen, oder unterschiedlichen rechtwinkligen, gerad
linigen äußeren Konfigurationen auf dem gleichen Wafer her
gestellt. Mit anderen Worten werden wie in Fig. 5 gezeigt
Trennungslinien erstellt, so daß eine möglichst grobe Anzahl
von Chips auf dem Wafer 1 erhalten wird und jeweilige Kanten
der Chips 23, 24, 25 von Kantenpartien der benachbarten
Chips gebildet werden, wodurch sich die effektive Anzahl von
Chips auf dem Wafer erhöht und die Verschwendung von Chip
fläche beseitigt wird. Dies ist besonders effektiv, wenn das
Verfahren bei der Herstellung von IC-Chips während der expe
rimentellen Phase angewendet wird, bevor man zur Massenfer
tigung übergeht.
Eine vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
mit Bezug auf Fig. 6 beschrieben. In dieser vierten Ausfüh
rungsform wird eine Mehrzahl von IC-Chips mit unterschiedli
chen äußeren Konfigurationen, einschließlich gekrümmter an
statt geradliniger Kanten auf dem gleichen Wafer herge
stellt. Wie es in Fig. 6 gezeigt ist, wird eine Mehrzahl von
IC-Chips 26, 27, 28 mit verschiedenen äußeren Konfiguratio
nen so effektiv angeordnet, daß Schnittreste des Wafers 1
einen kleinen Betrag ausmachen können.
Durch Durchführung des anisotropen Ätzens mit der RIE-("reactive ion etching")Methode,
die in der ersten Ausfüh
rungsform zum Ausschneiden von komplizierten Konfigurationen
wie in der zweiten bis vierten Ausführungsform gezeigt ange
wendet wurde, ist es möglich, Chips mit gewünschten Konfigu
rationen einfach zu erhalten.
Eine fünfte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
mit Bezug auf Fig. 7 beschrieben, worin eine Mehrzahl von
Arten und Formen von Chips auf dem gleichem Gehäuse montiert
sind, um ein sogenanntes Mehrchip-Modul zu bilden. Wie es in
Fig. 7 gezeigt ist, sind aneinander angrenzende jeweilige
IC-Chips 29a, 29b, 29c durch Verdrahtung zwischen
Kontaktstellen 11b von jeweiligen Chips mit Drähten 12b ver
bunden, und Verbindungskontaktstellen 11a von jeweiligen
Chips durch Drähte 12a mit den inneren Kontaktstellen 10a am
inneren Kontaktstellenbereich 8 des Gehäuses 7. Desweiteren
sind die Muster der jeweiligen IC-Chips 29a, 29b und 29c so
entworfen, daß die Montagefläche dafür die kleinste und
effektivste Anordnung ist, wenn sie auf dem Befestigungsbe
reich 9 montiert sind.
Auf diese Weise ist es möglich, die Anzahl von Kontaktstel
len von jeweiligen IC-Chips zu vergrößern wie auch den Mu
sterentwurf des IC-Chips einfach auszuführen, indem man die
Konfigurationen von jeweiligen IC-Chips 29a, 29b, 29c für
die Multichip-Modularisierung geeignet macht. Desweiteren
ist es möglich, ein Multichip-Modul mit überlegener Montage
effektivität zusammenzustellen und weniger Flächenverschwen
dung zu haben.
Wie oben beschrieben wurde, sind gemäß der vorliegenden Er
findung Kontaktstellen an peripheren Bereichen eines IC-
Chips mit von der rechtwinkligen Konfiguration abweichender
äußerer Konfiguration angeordnet, und der innere Kontakt
stellenbereich des Gehäuses ist in derjenigen Konfiguration
hergestellt, welche mit der Konfiguration des IC-Chips über
einstimmt. Als weitere Möglichkeit ist eine Öffnung an einem
IC-Chip vorgesehen, und zweite Kontaktstellen sind an der
Peripherie des Chips um die Öffnung angeordnet, während ein
zweiter innerer Kontaktstellenbereich in einer mit der Kon
figuration der Öffnung am Chip-Montagebereich des Gehäuses
übereinstimmenden Konfiguration hergestellt wird. Somit kann
eine Mehrzahl von Kontaktstellen sogar auf einer kleinen
Chipfläche angebracht werden, wodurch die Verschwendung an
Chipfläche verringert wird und weiterhin ein für Multichip-
Modularisierung geeigneter IC-Chip erhalten wird.
Weil außerdem eine Mehrzahl von IC-Chips mit unterschiedli
chen äußeren Konfigurationen an der Chipmontagefläche des
Gehäuses befestigt sind, so daß jeweilige Seitenkantenkonfi
gurationen jeweiliger Chips miteinander übereinstimmende
Konfigurationen aufweisen, wird die Montage einer Mehrzahl
von Chips auf kleiner Montagefläche bewerkstelligt, und des
Maß an Integration wird wie etwa in Hochfrequenzmodulen ver
bessert.
Da die Teilung eines Halbleiterwafers in eine Mehrzahl von
IC-Chips zusätzlich durch die Anwendung von anisotropem Ät
zen ausgeführt wird, kann das Ausschneiden von IC-Chips mit
komplizierten Konfigurationen und IC-Chips mit unterschied
lichen Konfigurationen aus einem Halbleiterwafer einfach
ausgeführt werden, wodurch ein einfacher Herstellungsprozeß
und eine verbesserte Ausbeute erzielt wird.
Claims (4)
1. Halbleitervorrichtung mit:
einem ersten integrierten Schaltungs-Chip (21), der an einem Chip-Montagebereich (9) eines Gehäuses (7) angebracht ist;
wobei der erste integrierte Schaltungs-Chip (21) eine Öffnung (22) aufweist und mit einer Kontaktstelle (11b) an der Peripherie der Öffnung (22) versehen ist; und
ein innerer Kontaktstellenbereich (20b) an einem Chip- Montagebereich des Gehäuses (7) in einer Form bereitgestellt ist, die mit der Form der Öffnung (22) übereinstimmt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter integrierter Schaltungs-Chip auf dem in neren Kontaktstellenbereich (20b) angebracht ist, und eine Kontaktstelle des zweiten integrierten Schaltungs-Chips und die Kontaktstelle (11b) des ersten integrierten Schaltungs- Chips (21) elektrisch miteinander verbunden sind.
einem ersten integrierten Schaltungs-Chip (21), der an einem Chip-Montagebereich (9) eines Gehäuses (7) angebracht ist;
wobei der erste integrierte Schaltungs-Chip (21) eine Öffnung (22) aufweist und mit einer Kontaktstelle (11b) an der Peripherie der Öffnung (22) versehen ist; und
ein innerer Kontaktstellenbereich (20b) an einem Chip- Montagebereich des Gehäuses (7) in einer Form bereitgestellt ist, die mit der Form der Öffnung (22) übereinstimmt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter integrierter Schaltungs-Chip auf dem in neren Kontaktstellenbereich (20b) angebracht ist, und eine Kontaktstelle des zweiten integrierten Schaltungs-Chips und die Kontaktstelle (11b) des ersten integrierten Schaltungs- Chips (21) elektrisch miteinander verbunden sind.
2. Halbleitervorrichtung mit:
einer Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c), die auf einem Chip-Montagebereich (9) eines Gehäuses (7) montiert sind; und
inneren Kontaktstellen (10a), die auf einem an der Peri pherie des Chip-Montagebereichs (9) vorgesehenen inneren Kon taktstellenbereich (8) angebracht sind, mit denen Kontakt stellen (11a) der integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) über Drähte (12a) elektrisch verbunden sind;
wobei die einzelnen integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) an ihren peripheren Bereichen mit Kon taktstellen (11b) versehen sind und und eine äußere Form auf weisen, die von der rechteckigen Form abweicht,
wobei die einzelnen integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) unterschiedlich geformt sind, so daß die Form der Seitenkanten der jeweiligen Chips miteinander übereinstimmen, und
wobei der innere Kontaktstellenbereich (8) an die inte grierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) an grenzt und eine Form aufweist, die mit der Umrißform der Mehrzahl der integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) übereinstimmt.
einer Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c), die auf einem Chip-Montagebereich (9) eines Gehäuses (7) montiert sind; und
inneren Kontaktstellen (10a), die auf einem an der Peri pherie des Chip-Montagebereichs (9) vorgesehenen inneren Kon taktstellenbereich (8) angebracht sind, mit denen Kontakt stellen (11a) der integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) über Drähte (12a) elektrisch verbunden sind;
wobei die einzelnen integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) an ihren peripheren Bereichen mit Kon taktstellen (11b) versehen sind und und eine äußere Form auf weisen, die von der rechteckigen Form abweicht,
wobei die einzelnen integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) unterschiedlich geformt sind, so daß die Form der Seitenkanten der jeweiligen Chips miteinander übereinstimmen, und
wobei der innere Kontaktstellenbereich (8) an die inte grierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) an grenzt und eine Form aufweist, die mit der Umrißform der Mehrzahl der integrierten Schaltungs-Chips (23, 24, 25; 29a, 29b, 29c) übereinstimmt.
3. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
mit:
einem Prozeß zur Herstellung von Trennungslinien derart, daß eine Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips mit ver schiedenen Größen auf einem Halbleiterwafer hergestellt wer den; und
einem Prozeß zur Aufteilung des Halbleiterwafers in eine Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips mit verschiedenen Formen entlang der Trennungslinien.
einem Prozeß zur Herstellung von Trennungslinien derart, daß eine Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips mit ver schiedenen Größen auf einem Halbleiterwafer hergestellt wer den; und
einem Prozeß zur Aufteilung des Halbleiterwafers in eine Mehrzahl von integrierten Schaltungs-Chips mit verschiedenen Formen entlang der Trennungslinien.
4. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
nach Anspruch 3, wobei die Trennungslinie nicht-gerade Ab
schnitte aufweist.
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