DE430387C - Verfahren zur Herstellung einer leicht schmelz- und giessbaren, porzellanartigen Masse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer leicht schmelz- und giessbaren, porzellanartigen Masse

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DE430387C
DE430387C DEB119051D DEB0119051D DE430387C DE 430387 C DE430387 C DE 430387C DE B119051 D DEB119051 D DE B119051D DE B0119051 D DEB0119051 D DE B0119051D DE 430387 C DE430387 C DE 430387C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/28Slip casting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C10/00Devitrified glass ceramics, i.e. glass ceramics having a crystalline phase dispersed in a glassy phase and constituting at least 50% by weight of the total composition
    • C03C10/16Halogen containing crystalline phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer leicht' schmelz- und gießbaren, porzellanartigen blasse. Es ist beispielsweise durch Patent 332578 bekannt, durch Schmelzen eines Alkaliglasversatzes finit einem hohen Zusatz von Flußspat oder anderen fluorhaltigen Stoffen eine leicht flüssige, porzellanartige, keramische Masse von großer Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturwechsel und hoher elektrischer Isolierfähigkeit zu erzeugen.
  • Auch bei der Glasfabrikation hat man schon Zusätze von fluorhaltigen Stoffen versendet. Hierbei handelt es sich jedoch nur um geringere Zusatzmengen, höchstens etwa to Prozent. Bei den keramischen Massen, zu deren Herstellung das neue Verfahren angewendet «-erden soll, wird ein Zusatz von 2o bis roo Prozent Flußspat zu dem zu schmelzenden Gemenge gegeben.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Verwendung von Glasabfällen u. dgl. anstatt der bisher zur Herstellung solcher keramischen Massen verwendeten Rohmaterialien, wie Saud, Soda und Kalk, große Ersparnisse und Vorteile erzielt werden.
  • Natürlich ist es nicht notwendig, ausschließlich Glasabfälle zu verwenden, sondern es kann auch ein Teil der bisher verwendeten Rohmaterialien neben Glasabfällen mitverwendet werden.
  • Die Vorteile werden in erster Linie dadurch erreicht, daß ein schnelleres Schmelzen der Masse erfolgt: die Schmelzdauer wird etwa um die Hälfte verkürzt.
  • Während des Schmelzvorganges gehen die fluorhaltigen Stoffe Verbindungen finit der l@icsels;iure ein, %%-eiche sich hei cleii Schmelztemperaturen verflüchtigen. Durch die abgekürzte Schmelzdauer nach dein neuen Verfahren wird der Verlust an flüchtigen fluorhaltigen Stoffen jedoch verringert.
  • Die Verflüchtigung der fluorhaltigen Stoffe wird ferner noch dadurch vermindert, daß die in den Materialien enthaltene Kieselsäure bereits chemisch an die Alkalien und den Kalk sowie an den Tonerdezusatz, von welchem weiter unten gesprochen wird, gebunden ist, so daß sich das Fluor weniger mit der Kieselsäure verbinden kann, um sich als gasförmiges Fluorsilicium verflüchtigen zu können.
  • Nach dein neuen Verfahren werden Arbeitszeit und Heizkosten erspart. Auch wird naturgemäß weniger Flußspat verbraucht.
  • Auch werden durch den Fortfall der Fluorsiliciumgase die Schmelzgefäße und Ofensände nicht mehr in dem Maße, wie bisher, angegriffen.
  • Bei den bekannten sowohl wie bei dem vorliegend beschriebenen Verfahren besteht noch der Übelstand, daß die Fertigprodukte nicht wetterfest sind, ja, es kommt sogar vor, daß aus der Masse hergestellte Gegenstände an der Luft zu Staub zerfallen. Dieses wird verhindert, wenn dem Gemengesatz in nicht zu kleinen Quantitäten Toderde zugesetzt wird. Durch die Tonerde, verbunden mit der verkürzten Schmelzzeit, erhalten die Fertigprodukte . nach einem kurzen Glühlirozeß ein hochgradig kristallinisches Gefüge.
  • Ferner wurde gefunden, <laß durch bei eigentliches: Gläsern bisher nicht angewauiIteii huben 7tis:itz vo:i \Iet:i!l;jxvile,i oder -oxydulen - oder anderen färbenden Metallverbindungen -, wobei diese Zusätze 5 bis über ioo Gewichtsteile des Kieselsäuregehaltes der Schmelzmasse betragen, auf der Außenfläche der Fertigprodukte eine nietallischglän7ende Oxydschicht entsteht.
  • Das Tempern darf in diesem Falle nicht mit reduzierender Flamme geschehen, sonclern mit oxydierender Flamme. Wird noch die Schmelzmasse in fast kalte Metallformen gegossen, so erhalten die Formlinge ein bronzeartiges, gehämmertes Aussehen, ohne claß sich durch die kalte Form, wie das bei Glas der Fall ist, Gefrierrisse bilden. Das Arbeiten mit kalten Formen hat auch noch den Vorteil, claß die Formlinge gleich erstarren, wodurch ein schnelles Arbeiten gewährleistet wird. Die Formen werden mittels Luft- oder Wasserkühlung kalt erhalten.
  • Bei dem neuen Verfahren können Glasscherben verschiedener Herkunft und Zusammensetzung verwendet werden, während bei der Glasfabrikation nur Glasscherben derselben Herkunft verwendet «-erden können, deren Zusammensetzung bekannt ist, da es andernfalls nicht möglich ist, gleichmäßig gute Ware zu liefern. .

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRLCiiE: i. Verfahren zur Herstellung einer leicht Schmelz- und gießbaren, Porzellanartigen 'Tasse durch Schmelzen eines Gemisches von Calcium-, natrium- und kieselsäurehaltigen Stoffen unter Zusatz von Flußspat oder sonstigen fluorhaltigen Stoffen von mehr als 2o Prozent des zu schmelzenden Gemenges, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Rohmaterialien, wie Sand, Soda, Kalk oder eines Teiles derselben, Glasabfälle oder sonstige glashaltige Stoffe verwendet werden.
  2. 2. Verfahren- zur Herstellung einer leicht Schmelz- und gießbaren, porzellanartigen Masse durch Schmelzen eines Glassatzes oder von Glasabfällen oder glashaltiger Stoffe, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Tonerde.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, claß dem Schmelzgut eine in der Glasindustrie bisher nicht gebräuchliche hohe 'Ienge von'Ietalloxyden oder -oxvclulen - oder anderen färbenden Metallverbindungen - zugesetzt wird, die 5 bis über ioo Gewichtsteile des Kieselsäuregehalts der Schnielzinasse beträgt. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzmasse zwecks Erzielung einer Oberfläche, welche ini Aussehen gehämmerter Bronze ähnlich ist, in kalten, Metallformen verformt wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE910038C (de) * 1950-08-17 1954-04-26 Sueddeutsche Basaltwerke Verfahren zum Herstellen kristallin erstarrender Silikatschmelzen
DE927978C (de) * 1950-08-25 1955-05-20 Sueddeutsche Basaltwerke Verfahren zum Herstellen von Formstuecken aus kristallin erstarrenden Silikatschmelzen
DE952514C (de) * 1950-09-09 1956-11-15 Sueddeutsche Basaltwerke Verfahren zum Herstellen von Gegenstaenden aus kristallin erstarrenden Silikatschmelzen
DE971089C (de) * 1950-01-27 1959-01-15 Bernhard Becker Verfahren zum Herstellen kristalliner Koerper durch Schmelzen von Gemengen von Na-, Ca- und SiO-haltigen Stoffen

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DE910038C (de) * 1950-08-17 1954-04-26 Sueddeutsche Basaltwerke Verfahren zum Herstellen kristallin erstarrender Silikatschmelzen
DE927978C (de) * 1950-08-25 1955-05-20 Sueddeutsche Basaltwerke Verfahren zum Herstellen von Formstuecken aus kristallin erstarrenden Silikatschmelzen
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