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Überwachungsvorrichtung für entleerbare Ballastbehälter in Luftschiffen.
Die Erfindung bezieht sich auf Ballastwasserbehälter für Luftschiffe und betrifft
die hber«-achung solcher Behälter vom Führerstand oder einer anderen Stelle des
Luftschiffes aus.
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Bisher kamen für die Überwachung der Ballastwasserbehälter keine Hilfsvorrichtungen
zur Anwendung. Es kam oft vor, daß das Entleeren der sogenannten Ballasthosen, insbesondere
im Schiffsheck, nicht beachtet werden konnte, und es konnte nicht einwandfrei festgestellt
«-erden, welche von den Behältern noch gefüllt «-aren. Wohl ist beim Freiwerden
des Auslösehakens jedes Behälters ein leichter Ruck an dem jeweiligen Zugseil zu
bemerken, aber dies kann sehr leicht übersehen werden.
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Mit der etwaigen Anbringung einer Kontrollvorrichtung am _3#usliiselial:eii
ist keine Gewähr dafür gegeben, daß man am Führerstand auch sicher erkennt, ob die
Hose ausgelaufen ist, denn es kann vorkommen, daß sich das Hosenbein durch schlechtes
Einhängen im Auslösebügel verfing oder claß es derart verschränkt war, daß nur ein
stark verzögerter Auslauf zustande kam.
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Dieser bisherige Mißstand soll durch die Erfindung beseitigt werden,
indem die einzelnen Ballastbehälter mit Vorrichtungen zum Anzeigen des gefüllten
oder leeren Zustandes ausgerüstet sind, was bei einer größeren Anzahl solcher Behälter,
die an verschiedenen Stellen im Schiff untergebracht sind, von großem Vorteil ist.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß mit jedem Ballastbehälter
eine elektrische 1.."_ontaktvorrichtung in Verbindung gebracht
ist,
von welcher aus der jeweilige Zustand des Behälters am Führerstand kenntlich gemacht
wird.
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Die Vorrichtung wird der Erfindung gemäß in besonderer Weise ausgebildet,
indem die eigentlichen Kontaktteile Wasser- und gasdicht abgeschlossen sind und
ein auf den einen Kontaktteil wirkendes abgefedertes Druckstück mit einer Tellerfläche
an die Behälterwandung sich anlegt, derart, daß bei gefülltem Behälter der Kontakt
geschlossen ist und in der Führergondel eine Signallampe erglüht, während nach der
vollständig erfolgten Entleerung des Behälters der Kontakt gelöst wird und die zugehörige
Lampe erlischt.
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Die Zeichnung läßt in einem Beispiele erkennen, wie die Vorrichtung
ausgeführt und mit einem Ballastbehälter vereinige sein kann. Dabei ist ein Behälter
veranschaulicht, wie solche in Form von sogenannten Ballasthosen in Luftschiffen
eingebaut werden. Diese Behälter bestehen aus einer äußeren Hülle mit nach unten
gerichtetem hosenbeinartigen Führungsstück, wobei in dem oberen Raum der eigentliche
Ballastwassersack hängt. Das' untere Ende dieses Sackes ist hochgezogen, daß das
Wasser nicht entweichen kann. Erst wenn das Seil durch Auslösung einer besonderen
Vorrichtung freigegeben ist, entleert sich der Wassersack durch das erwähnte liosenbeinartige
Führungsstück. Die Kontaktvorrichtung wird vorteilhaft an der äußeren Hülle des
Behälters befestigt, und zwar möglichst an einer Stelle, wo bei gefülltem Wassersack
ein sicherer Kontakt auch bei Schwankungen des Luftschiffes stattfindet und andererseits
bei leerem Wassersack der Kontakt sicher gelöst ist.
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Abb. i zeigt die Kontaktvorrichtung in Vereinigung mit einer Ballasthose
a mit gefülltem Wassersack b. Letztere sind nur teilweise dargestellt. Der Kontakt
ist geschlossen.
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Abb.2 ist eine gleiche Darstellung, jedoch ist hier der Wassersack
leer und der Kontakt gelöst.
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Abb.3 zeigt die Kontaktvorrichtung für sich in einem Längsschnitt.
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Die Kontaktvorrichtung besteht im wesentlichen aus dem mit dem Behälter
a zu.verbindenden Gehäuse c, in welche . das die Leitungen d und e enthaltende Rohr
f mündet und durch eine Muffe ä mit Führungsstück h gehalten wird. Die Leitungsdrähte
sind an die Klemmen i und k angeschlossen, welche auf einer Gehäusewand
na sitzen und jenseits dieser Wand die eigentlichen Kontakte n, o darstellen, von
denen der letztere o als nachgiebiges, über den Kontakt zi. ragendes Band ausgebildet
ist. Auf dieses Kontaktband o legt sich eine nichtleitende elastische Scheibe p.
Die Kontaktteile sind somit zwischen den Scheiben ni und p Wasser- und gasdicht
abgeschlossen. An der Außenseite der Scheibe p, die zweckmäßig aus Leder besteht,
ist in das Gehäuse c ein Lager q eingesetzt, in welchem sich ein mit dem tellerartigen
Ansatz r ausgerüstetes Druckstück s führt, dessen freies Ende t auf der Lederscheibe
p über dem Kontaktband o ruht. Das Druckstück steht unter Wirkung der Druckfeder
ii und wird, sofern kein Druck auf den Teller r ausgeübt wird, mit seinem
Ende t
von der Lederscheibe p weggehalten, so daß eine gegenseitige Berührung
der Kontaktteile zi und o nicht stattfindet. Bei gefülltem Wassersack b jedoch übt
dieser auf den Teller r- bzw. auf das Druckstück s, t eine die Wirkung der Feder
überwindende Kraft aus und der Kontakt zwischen ii und o wird geschlossen. Am Führerstand
oder auch an anderer Stelle des Luftschiffes bestehen nun Signallampen, welche durch
entsprechende Leitungen mit den Kontaktvorrichtungen der Ballastwasserbehälter in
Verbindung stehen, und diese Verbindung kann so hergestellt sein, daß bei gefülltem
Wassersack eine Lampe aufleuchtet, die Lampe dagegen bei leerem Wassersack erloschen
ist.
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Es läßt sich auch umgekehrt die Einrichtung treffen, daß das Aufleuchten
der Lampe erfolgt, wenn der Wassersack leer ist.
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Erfindungsgemäß kann die Kontaktvorrichtung auch für andere Bauarten
von Ballastwasserbehältern Verwendung finden.