DE42877C - Kombinirte elektrische und mechanische Regulirung - Google Patents
Kombinirte elektrische und mechanische RegulirungInfo
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- DE42877C DE42877C DENDAT42877D DE42877DA DE42877C DE 42877 C DE42877 C DE 42877C DE NDAT42877 D DENDAT42877 D DE NDAT42877D DE 42877D A DE42877D A DE 42877DA DE 42877 C DE42877 C DE 42877C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P9/00—Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
Landscapes
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- Power Engineering (AREA)
- Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die bisher für Motoren zum Betriebe elektrischer Beleuchtungsanlagen verwendeten combinirten
elektrischen und mechanischen Regulatoren waren stets in der Weise angeordnet, dafs der elektrische Regulator gewissermafsen
berichtigend auf den mechanischen Regulator einwirkte. Obgleich oft Ünregelmäfsigkeiten
vorkommen, welche von einem einfachen elektrischen Regulator nicht gut beseitigt werden
können, so hatten doch die wenigen bekannten combinirten Regulatoren bis jetzt keine praktische
Bedeutung, was, abgesehen von anderen wichtigen Umständen, auch daran lag, dafs die
elektrische Vorrichtung, um ihren Einflufs auf die Steuerungsorgane des Motors ausüben zu
können, erst die grofse Masse des mechanischen Regulators in Bewegung setzen mufste und so
nur langsam und ungenau reguliren konnte.
Wenn bei verschiedener Belastung des Motors die Geschwindigkeit wirklich constant ist, so
bleibt natürlich die Stellung des Centrifugalregulators gänzlich ungeändert, und es ist klar,
dafs derselbe dann gar nicht regulirend wirkt. Wenn nun aber doch die Kraftentnahme eine
wechselnde ist, so kann man die erforderliche exacte Geschwindigkeitsregulirung nur dann erreichen,
wenn ohne irgend welche Aenderung am Centrifugalregulator doch das Steuerungsorgan des Motors (Drosselklappe u. s. w.) der
wechselnden Kraftentnahme entsprechend eingestellt wird.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Anordnung ermöglicht es, dieses Resultat zu
erreichen, ohne die Vortheile der combinirten elektrischen und mechanischen Regulirung preiszugeben.
Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, dafs die elektrische Regulirvorrichtung als
Zwischenglied zur Uebertragung der Bewegung des Centrifugalregulators auf die Steuerungsorgane des Motors (Drosselklappe, verstellbare
Expansionsvorrichtung oder dergleichen mehr) dient. Die elektrische Regulirung wirkt also
direct auf das Stellzeug des Motors, und wenn dieses richtig wirkt, d. h. wenn die Geschwindigkeit
constant bleibt, so wird an dem Centrifugalregulator nichts geändert. Wenn aber eine
Ursache zu einer Unregelmäfsigkeit vorkommt, welche nicht auf die elektrische Regulirung einwirkt, so bleibt die relative Lage der einzelnen
Theile des elektrischen Apparates ungeändert, so dafs also dann der Centrifugalregulator einfach
durch ein starres Zwischenglied direct auf die Steuerungsorgane des Motors einwirken
kann.
Auf beiliegender Zeichnung sind einige Ausführungsformen dieser Erfindung dargestellt.
In Fig. ι wirkt der Centrifugalregulator c c auf den Hebel c d b. Das Ende b ist mittelst der
elektrischen Regulirvorrichtung e e α mit der Drosselklappe / verbunden. Die elektrische
Regulirvorrichtung besteht aus einem Elektromagneten e e mit Anker a. Die elektromagnetische
Anziehung wird durch eine Spiralfeder s derart balancirt, dafs die relative Lage
von e e und α je nach der Stromstärke verschieden
ist.
Der Elektromagnet wird nun an einer passenden Stelle in die Leitung eingeschaltet. Hat
man z. B. eine Glühlichtbeleuchtungsanlage, so wird der ganze Strom der Maschine oder ein
bestimmter Theil desselben durch die Rollen e e
geleitet, so dafs die Anziehung und mithin die Stellung des Ankers α je nach der Anzahl der
eingeschalteten Lampen verschieden ist, wodurch also je nach der Kraftentnahme die
Drosselklappe f derart verstellt wird, dafs die Geschwindigkeit constant bleibt, so dafs in der
Stellung des Centrifugalregulators c c gar keine Aenderung eintritt. Tritt aber, ohne dafs an
der elektrischen Leitung etwas geändert wird, durch eine andere Ursache, z. B. durch ein
Sinken der, Dampfspannung im Kessel, eine Geschwindigkeitsänderung ein, so bleibt die
relative Lage von e e und α unverändert, und es ist also gerade so, als ob b direct mit f
verbunden wäre.
Je nach Umständen kann das elektrische Zwischenglied verschieden construirt sein und
z. B. anstatt eine geradlinige Bewegung eine Hebelbewegung machen. Ein Beispiel hiervon
zeigt Fig. 2 in Anwendung auf eine Corlifs-Dampfmaschine.
Es ist eben in jedem Falle diejenige Anordnung zu wählen, welche eine möglichst directe Einwirkung der elektrischen
Regulirvorrichtung auf den Motor gestattet. Da der Elektromagnet ee beweglich ist, so mufs
der Strom durch Gleitcontacte oder biegsame Leitungen zugeführt werden. Weil aber die
Hauptregulirung doch durch den elektrischen Regulirapparat bewirkt wird, so dafs sich also
der Centrifugalregulator jedenfalls nur wenig verstellt, so genügt es auch, die Rollen e e
etwas weit zu machen und fest zu lagern und nur die Elektromagnetkerne beweglich zu lassen.
Bei passender relativer Lage von Kern und Drahtrolle ist die Anziehung zwischen beiden
Theilen unbedeutend oder doch unschädlich. Um übrigens jede Einwirkung auf die Bewegung
zu vermeiden, kann man, wenn der Elektromagnet drehbar angeordnet ist, wie in Fig. 2, die Drahtrolle concentrisch zur Drehungsachse
anordnen, wie dies in Fig. 3 im Aufrifs und Horizontalschnitt dargestellt ist.
Die elektrische Regulirung kann auch so wirken, dafs die Geschwindigkeit des Motors je
nach Bedarf geändert wird. Auch dann ist die Anwendung der vorbeschriebenen combinirten
Regulirung vortheilhaft, denn die elektrische Regulirvorrichtung soll eben die Geschwindigkeitsänderungen
möglichst rasch herbeiführen, mufs also möglichst direct wirken, während dagegen Geschwindigkeitsänderungen, deren Ursachen
nicht in dem elektrischen Betriebe liegen, thunlichst vermieden werden sollen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein combinirter elektrischer und mechanischer Regulirapparat, bei welchem zur Uebertragung der Bewegung des mechanischen Regulators auf die Steuerungsorgane des Motors eine aus Elektromagnet oder Solenoid (e e) mit beweglichem Anker oder Kern (α) zusammengestellte Regulirvorrichtung derart eingeschaltet ist, dafs der eine Theil der elektrischen Vorrichtung mit dem mechanischen Regulator, der andere Theil mit dem Steuerungsorgan verbunden ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der REicHsDRUCKEniif.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42877C true DE42877C (de) |
Family
ID=318242
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42877D Expired - Lifetime DE42877C (de) | Kombinirte elektrische und mechanische Regulirung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42877C (de) |
-
0
- DE DENDAT42877D patent/DE42877C/de not_active Expired - Lifetime
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