DE438433C - Einrichtung zur Regelung elektrischer Spannungen - Google Patents
Einrichtung zur Regelung elektrischer SpannungenInfo
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- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
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Description
43843B
in Utrecht, Holland.
Es gibt Methoden zur Regelung elektrischer Spannungen, bei denen in den Erregerkreis
der Dynamomaschine ein aus aufeinandergeschichtetejn
Kohlenscheiben bestehender Widerstand eingeschaltet ist, der einem veränderlichen
mechanischen Druck ausgesetzt wird und dadurch seine Ohmzahl sehr stark ändert.
Die Druckveränderung wird mit Hilfe eines ίο an der zu regelnden Spannung liegenden Magneten
erzeugt in der Weise, daß er dem Druck einer Feder mehr oder weniger entgegenwirkt,
die die Kohlensäule stark zusammenzupressen sucht. Je höher die Maschinenspannung
ansteigt, um so mehr wird durch den Magneten die Kohlensäule entlastet, um
so mehr steigt deren Widerstand und um so geringer wird der Erreger strom.
Innerhalb des ganzen Regulierbereiches muß also der Kohlensäulendruck von einem ziemlich
hohen Wert auf sehr geringe Beträge sich verändern und umgekehrt.
Bei den bisher bekannten Anordnungen mußte ein erheblicher Teil dieser Druckdifferenz
durch eine entsprechende Veränderung der Magnetkraft hervorgerufen werden. Eine
solche Veränderung kann indessen nmr durch ein Wachsen oder Fallen der Magnetamperewindungszahl
entstehen, und damit dies eintritt, ist ein Steigen oder Sinken der Dynamomaschinenspannung
erforderlich, die man ja gerade konstant halten möchte. Eine genaue Regelung der Spannung ist also bei dieser
Methode grundsätzlich nicht möglich. Trotzdem durch geeignete Hebelübersetzungen
die vom Magneten auszuübende Druckdifferenz verringert werden kann, müssen zur Bewirkung
des Regelungsvorganges doch entweder verhältnismäßig erhebliche Spannungs-Steigerungen
und -Senkungen an der Dynamomaschine zugelassen werden, oder es ist andernfalls ein verhältnismäßig großer und
starker Regelmagnet erforderlich, der viel Betriebsstrom benötigt und aus Stromsparsamkeitsgriinden
eine ausreichende Unschädlichmachung des Temperatureinflusses durch konstante Vorschaltwiderstände nicht mehr gestattet.
Die vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstand, welche bewirkt, daß
der Regelmagnet beim Vorgang der Be- oder Entlastung der Kohlensäule — abgesehen von
der Überwindung der reinen Reibung — keine Druckdifferenz mehr zu bewirken und keine
Arbeit mehr zu leisten hat, und bei der infolgedessen ein erheblich kleinerer Regelmagnet
,ausreichend ist als bei den bisher gebräuchlich gewesenen Anordnungen.
Der hierbei zur Anwendung kommende Grundgedanke besteht darin, den beim Zusammenpressen
der etwas elastischen Koihlensäule entstehenden Reaktionsdruck durch besondere
Federn und Federanordniungen bei jeder Druckgröße vollständig auszugleichen,
so daß das zum Zusammenpressen der Säule dienende Hebelwerk bei stromlosem Magneten
und ausgehängter Magnetfeder in jeder Lage im Gleichgewicht ist. Dann ist zur Verschiebung
dieses Hebelwerkes, abgesehen von der Reibung, weder eine Kraft noch eine äußere
Arbeitsleistung notwendig, und es können so mit 'einem verhältnismäßig kleinen Regelmagneten
.an der Kohlensäule beliebig· starke Pressungen ausgelöst und wieder aufgehoben
werden.
Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel. A bedeutet das Gestell 'eines Magneten,
dessen Spulen B mit der zu regelnden Spannung verbunden sind. C ist der bewegliche,
um den Schneidensitz D drehbare Anker, dessen Feder £ dem magnetischen Zug entgegenwirkt.
Auf seinem Rücken trägt der Anker eine Schneide F1 die in dasi Bodenstück
einer ausi dünnen KoMenscheiben bestehen-
den Koihlensäule G eingreift und diese zusammendrückt,
wenn der Anker bei einem Nachlassen des Spulenstromes infolge Überwiegens der Feder Z; sich aufrichtet. Die aufeinandergeschichteten
Kohlenscheiben bilden einen elektrischen Widerstand, der in den Erregerkreis der Dynamomaschine eingeschaltet
ist. Die Kohlensäule G ist so weit elastisch, und die KraftübermittelungspunkteD3F und/
ίο sind so angeordnet, daß der Anker zwischen
vollständiger Entlastung und völliger Zusammenpressung der Säule einen erheblichen
Dreh winkel ausübt.
Selbst wenn es gelingt, bei dieser bekannten Anordnung die für das Zusammenpressen
der Kohlensäule notwendige äußere Kraft infolge geeigneter Lage der drei Drehpunkte D1
F und / erheblich zu verkleinern, so bleibt erfahrungsgemäß für den Anker C doch noch
ao eine .so große Verschiebungskraft auszuüben, daß entweder die Spannungsregelung
sehr unvollkommen wird oder ein so großer und starker Magnet angewendet werden muß,
daß er die entgegenstehenden Kräfte leicht überwindet.
Gemäß der Erfindung werden nun die von der Kohlensäule beim Zusammenpressen ausgehenden
Reaktionskräfte durch eine besondere, eigens für diesen Zweck vorgesehene
Feder/C ausgewogen, in der Weise, daß das
in der Abbildung mit stärkeren Strichen dargestellte System bei stromlosem Magneten und I
ausgehängter Feder E in jeder Lage im Gleichgewicht ist und zu seiner Verschiebung,,
abgesehen von der sehr geringen Reibung in den Schneiden D, F und /, überhaupt keiner
< Kraft bedarf.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist im Ausiührungsbeispiel
beim Ankergegengewicht L
auf jeder Seite eine leichte Platte M aufge· |
setzt, die am oberen Ende einen Aufhänge- ' punkt N für ein dünnes Drahtseil O besitzt, !
das in die Feder ίζ eingehängt ist. Durch ge- \
eignete Wahl des Aufhängepunktes N und j
durch zweckmäßige Anordnung der drei ' Schneiden D1F und / sowie noch durch andere
Mittel kann man leicht in jeder Ankerlage ein vollständiges Kräftegleichgewicht zwischen
dem zeitweise beträchtlichen Säulengegendruck und dem Zug der Federt erzielen,
wobei auf die Platte M aufgesetzte Stifte P zur Regulierung des Federkraftabstandes
(Drahtseil O) vom Ankerdrehpunkt D gute ■
Dienste leisten können. Q ist ein Anschlag, der den Drehwinkel des Ankers begrenzt.
Nachdem auf diese Weise die Aufgabe, auf die Kohlensäule mehr oder weniger
zu drücken (bzw. deren Druckfeder mehr oder weniger zu entlasten), vom Reguliermagneten
ganz weggenommen wurde und dieser Magnet im Regelungsfall nur noch ganz leicht gehende Verschiebungen zu veranlassen
hat, kann man nun die Charakteristik der Feder E und der Kraft des Magneten .4 ohne
Rücksicht auf den Kohlensäulendruck ganz aufeinander abstimmen, und es ist dadurch ein
viel kleinerer Regelungsrnagnet ausreichend geworden und wird auch gleichzeitig noch
eine viel höhere Regelungsgenauigkeit erzielt, als es früher bei mäßigen Aufwendungen möglieh
war. Zur Erleichterung der gegenseitigen Abstimmung der Federkraft E und der
Kraft des Magneten A kann auch diese Feder am Anker vermittels eines biegsamen Zugorgans
(Drahtseil, O) angreifen, das während der Ankerdrehung nacheinander an verschiedenen
Ankerpunkten zur Anlage gelangt.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Regelung elektrischer Spannungen, bei der die Erregerstramgröße
des Stromerzeugers durch den Widerstand einer mehr oder weniger zusammengepreßten
Säule aus Kohlenscheiben bestimmt wird und bei der die Saulenpressung
durch die Differenzwirkung einer größeren Federkraft und einer kleineren Magnetkraft entsteht, die van der
zu regelnden Spannung abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß außer der
Gegenfeder oder Gegenfedergruppe (E) für den Magneten eine zweite Feder oder Federgruppe (ZiQ derart unmittelbar
oder mittelbar an dem den Druck auf die Kohlensäule ausübenden Organ (C) angreift,
daß sie bei stromlosem Magneten (A) und ausgehängter Gegenfeder (E) den
von der Kohlensäule (G) beim Zusammenpressen ausgehenden Reaktionskräften in
jeder Ankerstellung das Gleichgewicht hält, so daß die Kraft der anderen Feder oder
Federgruppe nach ihrer Einhängung an den Anker in den verschiedenen Ankerstellungen
lediglich der Einstellkraft des Magneten ohne Gegenreaktionsdruck der Kohlenscheiben entgegenwirkt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federn
oder Federgruppen (E und K) vermittels
Drahtseile (O) oder ähnlicher biegsamer Zugorgane am Anker angreifen und daß diese Seile im Laufe der Ankerverschiebung
außer mit der Aufhängeöse (N) auch noch mit anderen Stellen an Teilen (P), die am Anker angeordnet sind, zur
Anlage gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN23680D DE438433C (de) | Einrichtung zur Regelung elektrischer Spannungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN23680D DE438433C (de) | Einrichtung zur Regelung elektrischer Spannungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE438433C true DE438433C (de) | 1926-12-18 |
Family
ID=7342707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN23680D Expired DE438433C (de) | Einrichtung zur Regelung elektrischer Spannungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE438433C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745144C (de) * | 1931-01-29 | 1944-02-28 | Svenska Ackumulator Ab | Nach der Kompensationsmethode arbeitendes Messgeraet fuer eine physikalische Groesse |
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- DE DEN23680D patent/DE438433C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745144C (de) * | 1931-01-29 | 1944-02-28 | Svenska Ackumulator Ab | Nach der Kompensationsmethode arbeitendes Messgeraet fuer eine physikalische Groesse |
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