DE428313C - Wechselstrom-Amperestundenzaehler mit wenigstens zwei auf denselben Anker einwirkenden Triebeisen, die durch den Verbrauchsstrom erregt werden - Google Patents

Wechselstrom-Amperestundenzaehler mit wenigstens zwei auf denselben Anker einwirkenden Triebeisen, die durch den Verbrauchsstrom erregt werden

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DE428313C
DE428313C DEF56818D DEF0056818D DE428313C DE 428313 C DE428313 C DE 428313C DE F56818 D DEF56818 D DE F56818D DE F0056818 D DEF0056818 D DE F0056818D DE 428313 C DE428313 C DE 428313C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Wechselstrom-Ampärestundenzähler mit wenigstens zwei auf denselben Anker einwirkenden Triebeisen, die durch den Verbrauchsstrom erregt werden. Die Erfindung bezieht sich auf einen Wechselstrom-Amperestundenzähler, der unter Voraussetzung einer unveränderlichen Betriebsspannung auch zur :Messung des Scheinverbrauches benutzt werden kann. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden in an sich bekannter Weise die magnetischen Verhältnisse des Zählers von der Betriebsspannung derart beeinflußt, daß der Zähler auch bei schwankender Spannung den Scheinverbrauch richtig anzeigt.
  • Ähnliche Vorrichtungen zur Beeinflussung des magnetischen Widerstandes der Kraftlinienpfade sind an sich bekannt und für normale Wattstundenzähler zur Verbesserung der Fehlerkurve vorgeschlagen worden, beispielsweise zur Kompensation des Einflusses der Stromdämpfung auf die Ankerdrehzahl. In den Abb. 2 bis 4. entsprechen diese Vorrichtungen in ihrer Wirkungsweise zwar den bekannten, sind jedoch hier zu einem ganz anderen Zweck verwendet. Sie dienen hier dazu, einen von der Spannung vollkommen unabhängigen Zähler derart zu beeinflussen, daß sich seine Angaben proportional der Spannung ändern. Hier wird somit der ganze Charakter des Zählers umgewandelt.
  • Bei der einfachsten Ausführung des Zählers wirken in an sich bekannter Weise auf einen gemeinsamen Anker wenigstens zwei vom Verbrauchsstrom erregte Treibeisen ein, deren Triebflüsse in der Phase gegeneinander verschoben sind. Erfindungsgemäß wird die Magnetwicklung des einen Triebeisens über wenigstens einen Zwischentransformator mit hochgesättigtem Eisen gespeist, dessen Primärwicklung an die Klemmen eines im Verbrauchsstromkreis eingeschalteten Widerstandes angeschlossen ist. Der Triebfluß dieses Eisens ist wegen der hohen Sättigung im Zwischentransformator in weiten Grenzen praktisch von der Größe des Verbrauchsstromes unabhängig, er ändert aber seine Phase in derselben Weise wie dieser Strom.
  • Die Magnetwicklung des anderen Triebeisens wird in bekannter Weise von dem Verbrauchsstrom oder einem Teil desselben durchflossen. Der Triebfluß dieses Eisens ist dem Verbrauchsstrom proportional und ändert seine Phase wie dieser.
  • Die beiden Triebflüsse sind um einen bestimmten Winkel in der Phase gegeneinander verschoben. Zweckmäßig verwendet man für das Triebeisen, das über den Zwischentransformator erregt wird, eine Eisenform, wie sie für die Spannungseisen von Wattstundenzählern gebräuchlich ist, für das andere Triebeisen eine dem Stromeisen dieser Zähler entsprechende Form. Dadurch wird der Phasenunterschied zwischen beiden Triebflüssen wesentlich vergrößert. Die Magnetwicklungen des Zählers und des Zwischentransformators können in bekannter Weise statt von dem Verbrauchsstrom auch von dem Sekundärstrom eines Stromwandlers gespeist werden.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungen des neuen Zählers beispielsweise dargestellt. L1 und L2 sind die Zuleitungen zu den Verbrauchswiderständen. Der Verbrauchsstrom fließt durch den Widerstand S und die Wicklungen wl und w2 des U-förmigen Stromeisens f, An den Widerstand S ist die Primärwicklung w3 des Transformators T1 angeschlossen, an die Sekundärwicklung w4 die Primärwicklung w. des Transformators T2. Die Sekundärwicklung w6 dieses Transformators ist mit der Wicklung w7 des Triebeisens f2 verbunden. In dem Luftspalt h und oberhalb der Pole des Triebeisens f1 bewegt sich der scheibenförmige Anker a. Auf den Anker wirkt der Bremsmagnet B ein. Der Anker treibt in bekannter Weise mittels einer Schnecke das Zählwerk z oder eine andere Anzeigevorrichtung an.
  • Das Triebeisen f2 hat parallel zum Luftspalt h einen Streupfad .P" P2 mit einem Luftspalt l2. Wird der Zähler als Amperestundenzähler oder Scheinverbrauchszähler für unveränderliche Spannung verwendet, so kann der Luftspalt 1, durch Zusammenrücken der Pole P1 und P2 schmal gemacht werden. Wird er dagegen, wie in Abb. z, als Scheinverbrauchszähler für schwankende Spannung verwendet, so wird in dem Luftspalt 1, ein Eisenteil Al drehbar oder verschiebbar angebracht. Im gezeichneten Fall hat der Eisenteil A1 elliptische Gestalt. Er ist auf der Achse b befestigt, die bei c und d drehbar gelagert ist.
  • Auf derselben Achse sitzt ein zweiter Eisenteil A2 von ungefähr der gleichen Gestalt. Er kann sich zwischen den Polen P3, P4 des Magneten M bewegen. Die Pole P3 und P4 sind um go ° gegen die Pole P1 und P2 versetzt. Die Wicklung w8 des Magneten IU wird von der Sekundärwicklung wlo des Transformators T3 gespeist, dessen Primärwicklung w9 zwischen den Leitern L1 und L2 eingeschaltet ist.
  • An der Achse b greift die Feder e an, die die Welle so einzustellen sucht, daß der elliptische Anker A2 mit seiner kleinen Achse in die Verbindungslinie der Pole P3, P4 fällt.
  • Die Eisenquerschnitte der Transformatoren Tn und TZ sind so bemessen, daß das Eisen schoe bei geringer Last gesättigt ist. Beispielsweis soll bei 5 Prozent der Nennlast die Induktion 15 000 Gauß betragen. Während des normalen Betriebes arbeitet man dann stets auf dem obcren schwach ansteigenden Teil der Magnetisierungskurve. Die Folge der hohen Sättigung ist, daß der Strom in der Wicklung w4 und w5 nur in geringem Maße von der Stärke des Verbrauchsstromes, der Strom in den Wicklungen w6 und w, dagegen praktisch überhaupt nicht mehr davon abhängig ist. Die Wicklung w7 wird somit während des normalen Betriebes von einem der Größe nach unveränderlichen Strom durchflossen, der jedoch entsprechend dem Verbrauchsstrom seine Phase ändert.
  • Ist S ein induktionsloser Widerstand, so eilt der Strom in der Wicklung w3 und somit auch in der Wicklung w6 und w7 dem Verbrauchsstrom um einen bestimmten Winkel nach, ebenso der von der Wicklung w7 erzeugte Gesamtfluß. Der Gesarntfluß teilt sich in einen Trieb- und einen Streufluß, von denen der erste, wie bei den Spannungseisen der Wattstundenzähler, in der Phase gegen den Gesamtfluß zurückbleibt.
  • Der von der Wicklung w1, w2 erzeugte Triebfluß ist mit dem Verbrauchsstrom nahezu in Phase, eilt also dem Triebfluß des Eisens f2 um einen beträchtlichen Winkel vor. Durch bekannte Mittel kann die Phasenverschiebung zwischen beiden Flüssen auf 9o ° eingestellt werden. Sie bleibt während des normalen Betriebes praktisch unverändert.
  • Da der Triebfluß des Eisens f2 konstant, der Triebfluß des Eisens f1 dem Verbrauchsstrom proportional ist, wird auf den Anker a ein Drehmoment ausgeübt, das ebenfalls dem Verbrauchsstrom proportional ist. Das gleiche gilt für die Drehzahl des Ankers.
  • Damit der Anker mit einer Drehzahl umläuft, die auch bei schwankender Spannung proportional dem Scheinverbrauch ist, wird der Triebfluß des Eisens f2 durch Verstellung des Ankers A1 proportional mit der Spannung geändert, und zwar dadurch, daß bei zunehmender Spannung der magnetischeWiderstand des Streupfades vergrößert wird. Dies geschieht durch den von der Spannung gespeisten Magneten M. Dieser Magnet sucht den Anker AZ so zu drehen, daß die lange Achse der Ellipse in die Verbindungslinie seiner Rolle fällt. Er wird daran durch die Feder e gehindert. Je größer die Spannung ist, um so mehr nähert sich die lange Ellipsenachse des Ankers _A2 den Polen P3, P4 und die kurze Achse des Ankers A1 den Polen P1, P2, um so größer wird der Luftspalt 1, des Streupfades. Sollte der Triebfluß des Eisens f2 der Spannung nicht genau proportional sein, so können diese Abweichungen durch Änderung der Kurvenform der Anker A1 und A2 der Feder e und der Charakteristik des Transformators T3 ausgeglichen werden. Statt eines urrunden drehbaren Eisenteiles im Luftspalt 1, des Streupfades kann man auch einen keilförmigen Teil verwenden, der durch den Magneten M derart verschoben wird, daß sich der Luftspalt des Streupfades bei zunehmender Spannung vergrößert.
  • Will man einen beweglichen Teil im Luftspalt des Streupfades vermeiden, so verbindet man die Wicklung w6 nicht unmittelbar mit der Wicklung w7, sondern schaltet einen besonders gebauten Transformator, wie er beispielsweise in Abb. 3 und 4. oder in Abb. 5 und 6 dargestellt ist, dazwischen. Die Wicklung äs wird an die Primärwicklung w11, die Wicklung w7 an die Sekundärwicklung w13 dieses Transformators angeschlossen. Der Transformator entspricht dem Aufbau nach im wesentlichen dem Triebeisen f2 (2,#bb. i). Auch er hat einen Streupfad P., P6, in dessen Luftspalt ein beweglicher Eisenteil A3 angebracht ist. Auf derselben Achse wie der Eisenteil A3 sitzt ein weiterer Eisenteil A4, der sich zwischen den Polen P, P$ des von der Spannung erregten Magneten M3 bewegt. Die Wicklung w12 dieses Magneten ist an die Wicklung % (Abb. i) angeschlossen. Auf die Achse der Eisenteile wirkt, wie in Abb. i, eine Feder ein, die die Teile so zu drehen sucht, daß die Luftspalte zwischen den Polen P5, Ps und dem Anker A3 möglichst klein, zwischen den Polen P, und P3 und dem Anker A4 möglichst groß werden. In entsprechender Weise wird, wie in Abb. i, bei zunehmender Spannung der Widerstand des Streupfades erhöht und ein entsprechend größerer Teil des von der Wicklung w11 erzeugten Flusses durch die Wicklung w13 getrieben. Das Übersetzungsverhältnis zwischen der Wicklung w11 und w13 wird dadurch proportional der Spannung geändert. In Abb. 3 und q. hat der bewegliche Eisenteil A3 eine spiralförmige Gestalt, in Abb. 5 und 6 die Form eines zu einem Kreis gebogenen Keiles.

Claims (3)

  1. PATrNT-ANSPRÜcHE: i. Wechselstrom - Amperestundenzähler mit wenigstens zwei auf denselben Anker einwirkenden Triebeisen, die durch den Verbrauchsstrom erregt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetwicklung des einen Triebeisens, die einen von der Stromstärke praktisch unabhängigen Fluß erzeugt, über wenigstens einen Zwischentransformator mit hochgesättigtem Eisen gespeist wird, dessen Primärwicklung an die Klemmen eines im Verbrauchsstromkreis eingeschalteten Widerstandes angeschlossen ist, und daß die Magnetwicklung des anderen Triebeisens, die einen der Stromstärke proportionalen Fluß erzeugt, in bekannter Weise vom Verbrauchsstrom oder einem Teil desselben durchflossen wird.
  2. 2. Wechselstrom - Amperestundenzähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Triebeisen,. das von der Sekundärwicklung des Zwischentransformators gespeist wird, einen zum Triebfluß parallel liegenden, mit einem Luftspalt versehenen Streupfad hat.
  3. 3. Eine andere Ausführung des Zählers nach Anspruch i und 2 zur Messung des Scheinverbrauches, gekennzeichnet durch einen an sich bekannten im Luftspalt des Streupfades angeordneten und gegen die Pole an diesem Luftspalt verschiebbaren Eisenteil von keilförmiger Gestalt oder durch einen drehbaren urrunden Eisenteil, der durch einen von der Spannung erregten agneten derart bewegt wird, daß sich bei 7 zunehmender Spannung der Abstand zwischen diesem Teil und den genannten Polen am Luftspalt vergrößert.
DEF56818D 1924-09-02 1924-09-02 Wechselstrom-Amperestundenzaehler mit wenigstens zwei auf denselben Anker einwirkenden Triebeisen, die durch den Verbrauchsstrom erregt werden Expired DE428313C (de)

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