DE593992C - Einrichtung zur Ermittelung des Wertes des Phasenwinkels oder einder eindeutigen Funktion des Phasenwinkels, insbesondere zum Zwecke der Fernuebertragung - Google Patents

Einrichtung zur Ermittelung des Wertes des Phasenwinkels oder einder eindeutigen Funktion des Phasenwinkels, insbesondere zum Zwecke der Fernuebertragung

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DE593992C
DE593992C DE1930593992D DE593992DD DE593992C DE 593992 C DE593992 C DE 593992C DE 1930593992 D DE1930593992 D DE 1930593992D DE 593992D D DE593992D D DE 593992DD DE 593992 C DE593992 C DE 593992C
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Ferdinand V Grundherr
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    • G01R21/00Arrangements for measuring electric power or power factor
    • G01R21/06Arrangements for measuring electric power or power factor by measuring current and voltage
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
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    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/16Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses
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Description

  • Einrichtung zur Ermittelung des Wertes des Phasenwinkels oder einer eindeutigen Funktion des Phasenwinkels, insbesondere zum Zwecke der Fernübertragung Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßeinrichtung, die sich eines wattmetrischen Meßgerätes mit umlaufendem Anker bedient, dessen Drehzahl ein eindeutiges Maß für den Phasenwinkel oder eine eindeutige Funktion des Phasenwinkels zwischen zwei Strömen oder Spannungen oder einem Strom und einer Spannung ist: Die Einrichtung kann in Verbindung mit einem Zählwerk als Integrierwerk verwendet werden. Weiterhin kann aber die Anordnung auch, indem man z. B. mit der Achse des umlaufenden Meßwerkes einen Stromunterbrecher kuppelt, unmittelbar als Impülsgebergerät zur Fernübertragung des Wertes des Phasenwinkels z. B. zum Zwecke der Fernmessung oder Fernregelung dienen. Die Meßeinrichtung, besitzt zudem den Vorteil, daß man sie aus bereits in der Meßtechnik vielfach verwendeten Geräten ohne wesentliche Änderung dieser Geräte aufbauen kann.
  • Bei der Anordnung nach der Erfindung wird in an sich bekannter Weise von den hinsichtlich ihrer Phasenverschiebung interessierenden Größen (Ströme, Spannungen) je ein Strom abgeleitet. Die abgeleiteten Ströme brauchen mit den Ursprungsgrößen nicht in Phase zu sein. Voraussetzung ist jedoch, daß die gegenseitige Phasenverschiebung der abgeleiteten Ströme ein eindeutiges Maß für den Phasenwinkel zwischen den Ursprungsgrößen gibt. Erfindungsgemäß ist der eine der abgeleiteten Ströme über ein nach Art eines Zählers gebautes wattmetrisches Meßgerät mit umlaufendem Anker und über eine nach Art eines einfach und doppelt wirkenden mechanischen Gleichrichters, z. B. Pendelgleichrichters, gebaute Steuereinrichtung geleitet, während der zweite abgeleitete Strom zur Erregung der Steuereinrichtung dient und weiterhin Mittel vorgesehen sind, um Änderungen der Amplitude bzw. des Wechselstromwertes des über die Steuereinrichtung dem wattmetrischen Meßwerk zugeleiteten Stromes unwirksam zu machen oder zu kompensieren.
  • Die Steuereinrichtung kann in ihrer Bauart vollkommen einem mechanischen Gleichrichter entsprechen. Während jedoch bei einem mechanischen Gleichrichter der Erregerstrom eine stets unveränderliche Phasenlage zu dem gleichzurichtenden Strom besitzt, ist bei der in der neuen Meßeinrichtung verwendeten Steuereinrichtung die Phasenlage des Erregerstromes zu dem zu steuernden Strom entsprechend den Änderungen des Phasenwinkels zwischen den Ursprungsgrößen veränderlich. Es ist schon vorgeschlagen worden, zur Messung des Leistungsfaktors ein Wattmeter zu verwenden in Verbindung mit die beiden Meßströme konstant haltenden Regeleinrichtungen. Es sind demnach, bei dieser Ausführung zwei besondere Regeleinrichtungen zur Konstanthaltung zweier Ströme erforderlich. Hinzu kommt, daß die beiden Regeleinrichtungen die gegenseitige Phasenverschiebung der beiden konstant zu haltenden Ströme nicht ändern dürfen: Die Erfindung bringt demgegenüber eine wesentlich einfachere Lösung, da sie es ermöglicht, aus einem üblichen mechanischen Gleichrichter, z. B. Zungengleichrichter, und einem normalen Gleichstromzähler, z. B. Amperestundenzähler, ohne besondere Änderungen einen Phasenverschiebungszähler aufzubauen. Neben den in der Einfachheit des Aufbaues beruhenden Vorzügen ergibt sich auf seiten des Erfindungsgegenstandes als weiterer Vorteil eine besonders hohe Empfindlichkeit und Genauigkeit.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise diene das Schaubild nach Fig. i. Die Kurve I gibt den zeitlichen Verlauf des in der Steuereinrichtung zu steuernden Stromes an für den Fall, daß die Steuereinrichtung den Strom nicht beeinflussen würde. Wie bekannt, würde bei Verwendung der Steuereinrichtung als Gleichrichter die Umschaltung je- weils in den Zeitpunkten des Durchganges der Stromkurve durch die Abszissenachse erfolgen. In dem Schaubild sind diese Zeitpunkte durch den Schnitt der Linien A1 A4 mit der Abszissenachse bestimmt. Bei einem einfach wirkenden Gleichrichter werden die Halbwellen des Stromes oberhalb oder unterhalb der Abszissenachse, z. B. die negativen Halbwellen, unterdrückt. Bei einem doppelt wirkenden Gleichrichter werden hingegen die negativen Halbwellen mit den positiven Halbwellen gleichgerichtet. Es sei zunächst für die folgende Erläuterung angenommen, daß die Steuereinrichtung nach Art eines einfachen Gleichrichters gebaut sei. Die Phasentage des Erregerstromes zu dem zu steuernden Strom möge zunächst derart sein, daß die Umschaltung der Steuereinrichtung in den Zeitpunkten des Durchganges der Stromkurve T durch die Abszissenachse, also in den Punkten erfolge, die durch die Linien A, -A, bestimmt sind. Es wird in diesem Fall durch die Steuereinrichtung die negative Halbwelle des Stromes unterdrückt, also mit Bezug auf die Fig. i der Teil der Stromkurve zwischen den Linien A1 und A" zwischen den Linien A3 und A4 usw. Die positiven Halbwellen des Stromes fließen in diesem Falle dem wattmetrischen Gerät zu, dessen Drehzahl dem Integralwert des zugeleiteten Stromes entspricht. Erfährt nunmehr die Phasen-Lage des Erregerstromes der Steuereinrichtung zu dem in dieser zu steuernden Strom eine Änderung, so hat dies zur Folge, daß die Umschaltung der Steuereinrichtung in anderen Zeitpunkten erfolgt, z. B. in den Zeitpunkten, die durch den Schnitt der Linien BI-B4 mit der Abszissenachse bestimmt sind. In diesem Fall wird dem wattmetrischen Gerät nicht mehr eine Stromhalbwelle gleicher Richtung zugeleitet. Der zeitliche Verlauf des dein wattmetrischen Gerät zufließenden Stromes ist vielmehr in diesem Fall durch den Abschnitt der Stromkurve zwischen den Linien B2 und B3 bestimmt. Wie sich ohne weiteres ergibt, ist der Integralwert dieses Kurventeiles kleiner als der Integralwert des Kurventeiles zwischen den Linien A, und As. Infolgedessen wird auch die Drehzahl des. wattmetrischen Gerätes geringer sein. Der jeweilige Integralwert des dem wattmetrischen Gerät zugeleiteten Stromes ist mit Bezug auf das Schaubild in Fg. i eindeutig durch den Abstand V der Linien B von den Linien A bestimmt: Dieser Abstand ist aber wiederum eindeutig von der Phasenlage des Erregerstromes zu dem zu steuernden Strom abhängig. Es gibt somit der Integralwert des dein Meßgerät zugeleiteten Stromes und damit auch die Drehzahl des wattmetrischen Meßgerätes ein eindeutiges Maß für den Phasenwinkel zwischen dem Erregerstrom der Steuereinrichtung und dem von dieser gesteuerten Strom. Da die gegenseitige Phasenlage dieser Ströme aber ein Maß für den zu ermittelnden Phasenwinkel abgibt, so bildet somit die Drehzahl des Meßgerätes ein eindeutiges Maß für den zu ermittelnden Phasenwinkel oder die zu ermittelnde Funktion des Phasenwinkels.
  • Es war bei obiger Erläuterung zunächst angenommen, daß die Steuereinrichtung nach Art eines einfach wirkenden Gleichrichters gebaut sei. Bei einem doppelt wirkenden Gleichrichter bleiben indessen die Verhältnisse im wesentlichen die gleichen. Es werden lediglich auch die Abschnitte der Stromkurve zwischen den Linien A1 und A2, A 3 und A,, bzw. zwischen den Linien Bi und B2, B3 und B4 auf das Meßgerät zur Wirkung gebracht, wobei jedoch die Stromrichtung dieser Abschnitte durch die Wirkung der Steuereinrichtung der Richtung, die sich aus dem Schaubild ergibt, entgegengesetzt ist, so daß also z. B. der Stromkurvenabschnitt zwischen den Linien BI und B2 in seiner Wirkung auf das Meßgerät den gleichen Verlauf hat wie der Stromkurvenabschnitt zwischen den Linien B2 und B,. Es wird somit bei einem doppelt wirkenden Gleichrichter dem wattmetrischen Meßgerät ein Strom zugeleitet, dessen Integralwert das Doppelte des Integralwertes des Stromes beträgt, der dem Meßgerät für einen einfach wirkenden Gleichrichter zugeleitet wird.
  • Bei obigen Erläuterungen war stillschweigend vorausgesetzt, daß die Amplitude des dem Meßgerät zugeleiteten Stromes konstant ist oder daß Schwankungen der Stromamplitude durch proportionale Schwankungen des auf den umlaufenden Anker ausgeübten Bremsmomentes ausgeglichen werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der letzteren Art ist in' der Zeichnung in Fig. z veranschaulicht. Es ist angenommen, daß der Phasenwinkel zwischen dem Ström und der Spannung eines Netzes 1, 2 oder eine eindeutige Funktion dieses Phasenwinkels zu ermitteln ist. Als wattmetrisches Meßwerk ist ein nach Art eines Amperestundenzählers gebautes Meßgerät verwendet, dessen Anker 3 als Flachanker ausgebildet ist. Der Anker bewegt sich in einem durch Dauermagnete . hervorgerufenen Feld. Die gegen den Kollektor anliegende Bürste 5 ist mit der- mittleren Anzapfung der Sekundärwicklung eines in die Leitung 2 gelegten Stromwandlers 6 leitend verbunden. Die zweite Bürste 7 ist an den Schwingkontakt 8 einer nach Art eines doppelt wirkenden Pendelgleichrichters gebauten Steuereinrichtung angeschlossen. Die dem Schwingkontakt zugeordneten Gegenkontakte 9 und io sind mit den Endklemmen der Sekundärwicklung des Stromwandlers 6 leitend verbunden. Die zur Steuerung des Schwingkontaktes 8 dienenden Erregerwicklungen 1i sind an die Sekundärwicklung eines an das Netz 1, 2 gelegten Spannungswandlers 12 angeschlossen.
  • Die Bremsscheibe 13 des wattmetxischen Meßgerätes steht unter dem Einfluß von zwei Bremsmagneten, dessen einer 14 als Dauermagnet und -dessen anderer 15 als Elektromagnet ausgebildet ist, dessen Erregerwicklung an die Sekundärwicklung 16 eines in die Leitung 2 gelegten Stromwandlers gelegt ist. Die Sekundärwicklungen 6 und 16 können selbstverständlich auch eine gemeinsame Primärwicklung besitzen und somit mit dieser einen. einzigen Stromwandler bilden. Infolge der gewählten Schaltung ist die Amplitude des durch die Erregerwicklung des Bremsmagneten 15 geleiteten Stromes der Amplitude des von der Sekundärwicldung.6 gelieferten Stromes proportional. Bei entsprechender Ausbildung des Elektromagneten 15, z. B. durch eine geeignet gewählte Sättigung, läßt sich leicht erreichen, daß das auf die Scheibe 13 ausgeübte Bremsmoment dem durch die Erregerwicklung des Elektromagneten 15 fließenden Strom proportional ist. Infolgedessen werden Schwankungen der Amplitude des dem Anker 3 über die Bürsten 5 und 7 zugeleiteten Stromes durch proportionale Schwankungen des auf die Bremsscheibe 13 ausgeübten Bremsmomentes ausgeglichen. Die Wirkungsweise ist infolgedessen so, als ob die Amplitude des durch den Anker 3 geleiteten Stromes konstant wäre. Die Drehzahl des Ankers 3 ist daher nur noch von den Änderungen des Integralwertes des zugeleiteten Stromes abhängig, die durch die Phasenänderungen zwischen dem durch die Wicklung 1i der Steuereinrichtung fließenden Erregerstrom und den von der Steuereinrichtung gesteuerten Strom hervorgerufen werden. Die Änderungen dieses Integralwertes bilden aber, wie oben näher dargelegt, ein eindeutiges Maß für die Phasenverschiebung zwischen den über die Wandler 6 und 12 abgeleiteten Strömen und damit auch für die Phasenverschiebung zwischen der Spannung und dem Strom des '.Netzes 1, 2.
  • Bei dem in der Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine besondere Bremsscheibe 13 vorgesehen. Statt dessen kann auch die von den Zählern her bekannte Anordnung eines normalen Flachankers mit Wirbelstromscheibe verwendet werden, wobei der Flachanker in einem permanenten. Feld läuft und - in symmetrischer Lage zu diesem der als Elektromagnet ausgebildete Bremsmagnet 15 angebracht wird.
  • Die dargestellte Einrichtung bietet auch die Möglichkeit, in einfacher Weise den Mittelwert mehrerer Phasenwinkel oder ihrer Funktionen zu bilden. -In diesem Fall ist eine der Zahl der Phasenwinkel, aus denen der Mittelwert zu bilden ist, entsprechende Anzahl von Steuereinrichtungen vorzusehen, die in gleicher Weise gesteuert werden wie die dargestellte Steuereinrichtung 8, 9, io, i i. Die von diesen Steuereinrichtungen gesteuerten Ströme können dem gleichen wattmetrischen Gerät, z. B. in Anlehnung an die Darstellung nach Fig. 2, dem Anker 3 zugeleitet werden. Für jeden der dem Anker 3 zugeleiteten Teilströme ist jedoch ein besonderer Bremsmagnet vorzusehen, der von einem Strom erregt wird, dessen Amplitude dem dem Anker 3 zugeleiteten Teilstrom proportional ist und der ein seinem Erregerstrom proportionales Bremsmoment ausübt: Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig.3 veranschaulicht. Als wattmetrisches Meßgerät dient bei diesem Ausführungsbeispiel ein nach Art eines Gleichstromkilowattstundenzählers gebautes Gerät. Der Anker 2o des Gerätes ist in der von den Zählern her bekannten Weise als Flachanker mit Bremsscheibe ausgebildet und läuft in einem Feld, dessen Erregerspulen mit 21 und 22 bezeichnet sind. Durch den die Feldspulen 21 und 22 durchfließenden Strom wird gleichzeitig auch durch Erzeugung von Wirbelströmen in der mit dem Anker 20 verbundenen Bremsscheibe das Bremsmoment ausgeübt, und zwar sind die Spulen 21 und 22 so angeordnet, daß das Bremsmoment dem die Spulen 21 und 22 durchfließenden Strom quadratisch proportional ist. Die Spulen 21 und 22 werden über einen Pendelgleichrichter 23 mit Gleichstrom gespeist. Der Pendelgleichrichter 23 ist an die Sekundärwicklung des an das \Tetz 1, 2 gelegten Spannungswandlers 2.4 angeschlossen. 25 ist eine Steuereinrichtung, die in ihrer Wirkungsweise und Schaltung der bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 verwendeten Steuereinrichtung entspricht. Abweichend von der Schaltung nach Fig. -2 ist jedoch die Erregerwicklung der Steuereinrichtung 25 an die Sekundärwicklung des in die Leitung 2 gelegten Stromwandlers 26 angeschlossen, während der von der Steuereinrichtung 25 gesteuerte und über die Bürsten 2; und@8 dem Anker zugeleitete Strom aus der Sekundärwicklung des Spannungswandlers 24 entnommen wird. Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung 25 entspricht jedoch auch in diesem Falle der Wirkungsweise der bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 verwendeten Steuereinrichtung. 29 ist ein mit der Achse des Ankers 2o verbundener Stromunterbrecher, der in der Leitung 3o liegt, die unmittelbar die Fernleitung sein kann.
  • Wie sich aus der Darstellung ergibt, ist die Amplitude des durch die Feldwicklungen 21 und 22 und des durch den Anker 2o fließenden Stromes der Spannung auf der Sekundärseite des Spannungswandlers 24. proportional. Da das Bremsmoment dem durch die Wicklungen 21 und 22 fließenden Strom quadratisch proportional ist, so werden infolgedessen Spannungsschwankungen auf der Sekundärseite des Wandlers 24 und die dadurch hervorgerufenen Änderungen in der Amplitude der durch den Anker 20 und die Feldwicklungen 21 und 22 fließenden Ströme in ihrer Wirkung auf die Drehzahl des Ankers durch entsprechende Änderungen des Bremsmomentes ausgeglichen. Es ist folglich die Drehzahl des Ankers lediglich von den Schwankungen des Integralwertes des zugeleiteten Stromes abhängig, die durch Änderungen der Phasenlage des Erregerstromes der Steuereinrichtung 25 gegenüber dem von der Steuereinrichtung 25 gesteuerten Strom hervorgerufen werden. Da diese Änderungen der Phasenlage aber -wiederum eindeutig durch die Änderungen des Phasenwinkels zwischen der Spannung und dem Strom des Netzes 1, 2 bedingt sind, so gibt somit die Drehzahl des Ankers 2o ein eindeutiges Maß für den zu ermittelnden Phasenwinkel oder die zu ermittelnde Funktion des Phasenwinkels.
  • Sowohl bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 wie auch bei dem nach Fig.3 kann man leicht durch Anwendung bekannter Kunstschaltung die Phasenverschiebung der abgeleiteten Ströme so wählen, daß das auf den umlaufenden Anker ausgeübte Drehnionient Null wird, «wenn der Phasenverschiebungswinkel zwischen den Ursprungsgrößen Null ist. Man kann auf diese Weise erreichen, daß der umlaufende Anker sich bei einem positiven Wert des Phasenwinkels in der einen Richtung und bei einem negativen Wert des Phasenwinkels in der anderen Richtung dreht. Um die verschiedene Drehrichtung des Ankers auch durch die Impulshäufigkeit zum Ausdruck zu bringen, kann man z. B. in bekannter Weise die Anordnung so treffen, daß man der Bürste, die gegen die Lamellen des mit der Ankerachse gekuppelten Stromunterbrechers anliegt, durch Kupplung mit einem Antrieb konstanter Drehzahl eine Relativdrehung bezüglich des Stromunterbrechers erteilt.

Claims (7)

  1. PATENTANSP1tÖC1iL_ i. Einrichtung zur Ermittlung des Wertes des Phasenwinkels oder einer eindeutigen Funktion des Phasenwinkels zwischen zwei Strömen oder Spannungen oder einem Strom und einer Spannung, insbesondere zum Zwecke der Fernübertragung, bei der von den hinsichtlich ihrer Phasenverschiebung interessierenden Größen Ströme abgeleitet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Strom über ein nach Art eines Zählers gebautes wattmetrisches Meßgerät mit umlaufendem Anker und über eine nach Art eines einfach oder doppelt wirkenden mechanischen Gleichrichters gebaute Steuereinrichtung geleitet ist, während der andere abgeleitete Strom zur Erregung der Steuereinrichtung dient und weiterhin Mittel vorgesehen sind, um Änderungen der Amplitude bzw. des Wechselstrom--wertes des über die Steuereinrichtung dem wattmetrischen Meßwerk zugeleiteten Stromes unwirksam zu machen oder zu kompensieren.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wattmetrisches Meßgerät ein Zähler nach Art eines Amperestundengleichstromzählers verwendet ist.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsmagnet ein Elektromagnet verwendet ist, dessen Erregerstrom dem Zählerstrom proportional ist und der ein diesem Strom proportionales Bremsmoment ausübt.
  4. Einrichtung nach Anspruch i, oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung des Mittelwertes mehrerer Phasenwinkel oder ihrer Funktionen eine entsprechende Anzahl von Steuereinrichtungen der in Anspruch i umschriebenen Art vorgesehen sind, wobei jedoch die gesteuerten Ströme dem gleichen wattmetrischen Meßwerk zugeleitet sind.
  5. Einrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsmagnete Elektromagnete vorgesehen sind, deren Zahl der Zahl der gesteuerten Ströme entspricht und deren Erregerströme je einem der gesteuerten Ströme proportional sind und ein diesem Strom proportionales Bremsmoment ausüben.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als wattmetrisches Meßgerät ein Zähler nach Art eines VUattstundengleichstromzählers verwendet ist, dessen Anker- und Feldwicklungen von Strömen durchflossen sind, die von der gleichen Ursprungsgröße abgeleitet sind, wobei in dem einen Zählerkreis ein Gleichrichter und in dem anderen Zählerkreis die von dem zweiten abgeleiteten Strom erregte Steuereinrichtung liegt, während als Bremsmagnet ein Elektroinagnet dient, dessen Erregerstrom dem Strom in einem der Zählerkreise proportional ist und der ein diesem Strom quadratisch proportionales Bremsmoment ausübt.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Ankerachse des wattmetrischen Meßgerätes mittelbar oder unmittelbar ein Stromunterbrecher gekuppelt ist.
DE1930593992D 1930-08-09 1930-08-09 Einrichtung zur Ermittelung des Wertes des Phasenwinkels oder einder eindeutigen Funktion des Phasenwinkels, insbesondere zum Zwecke der Fernuebertragung Expired DE593992C (de)

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