DE425503C - Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Reinigung von mit loeslichen, unloeslichen oder beiderlei fremden Bestandteilen behafteten Salzen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Reinigung von mit loeslichen, unloeslichen oder beiderlei fremden Bestandteilen behafteten Salzen

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DE425503C
DE425503C DEC35065D DEC0035065D DE425503C DE 425503 C DE425503 C DE 425503C DE C35065 D DEC35065 D DE C35065D DE C0035065 D DEC0035065 D DE C0035065D DE 425503 C DE425503 C DE 425503C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0215Solid material in other stationary receptacles
    • B01D11/0223Moving bed of solid material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D2011/002Counter-current extraction

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Reinigung von mit löslichen, unlöslichen oder beiderlei fremden Bestandteilen behafteten Salzen.
  • In der Technik handelt es sich häufig darum, Salze von anhaftender Mutterlauge, gegebenenfalls auch von anhaftenden, fein verteilten festen Fremdstoffen zu befreien. Als besonde-rs einfaches Beispiel diene für die folgenden Ausführungen die Auswaschung von Kochsalz, das aus elektrolytischen Laugen durch Eindampfen ausgeschieden worden ist und dem infolgedessen eine gewisse Menge Ätznatron und geringe Mengen schlammartiger Verunreinigungen anhaften.
  • Für solche Reinigungszwecke bedient man sich vielfach der Nutschen, wobei man nach Absaugen der Alkalimutterlauge Wasser oder frische Salzlösung durch das Salz hindurchtreten läßt. Die hierbei erreichte Wirkung ist aber unbefriedigend; aus verschiedenen Ursachen wird weder das Salz im gewünschten Maße von Alkali befreit, noch reichert sich die Salzlösung in befriedigendem Maße an Alkali an, so daß zwecks Wiedergewinnung des Alkalis erhebliche Mengen Salzlösung der Eindampfapparatur wieder zugeführt werden müssen. Es macht hierbei wenig Unterschied, ob das Decken der Nutschen von oben oder von unten her erfolgt. Wenn auch anfänglich die Waschlösung mit hohem Alkaligehalt abgeht, so tritt doch rasch eine Verminderung des Gehaltes ein, weil ständig noch weiteres Waschmittel dem ruhenden Salz zugeführt werden muß, um die anhaftenden Alkalireste zu entfernen. Beispielsweise ist auch bei sorgfältigem Arbeiten mit Nutschen ein Verbrauch von etwa 1 cbm Salzlösung auf 1 t Salz notwendig, um das Salz in einigermaßen genügendem Umfang von Alkali zu befreien. Außerdem aber werden bei den Nutschen die unlöslichen Verunreinigungen überhaupt nicht entfernt.
  • Es list nun die überraschende Beobachtung gemacht worden, daß bei gleichzeitiger Bewegung von Salz und Waschlösung im Gegenstrom zueinander in einem Fallrohr eine ganz erheblich höhere Waschwirkung erreicht werden kann, vorausgesetzt, daß das Salz wenigstens in seiner Hauptmenge eine solche Korngröße besitzt, daß es in einer gesättigten Lösung noch eine nicht zu geringe Fallgeschwindigkeit aufweist. Diese muß derart beschaffen sein, daß bei Anwendung einer praktisch brauchbaren Strömungsgeschwindigkeit der Salzlösung über eine nicht zu lange Fallstrecke das Salz vollständig ausgewaschen das untere Ende erreicht. Die Korngrößeneinstellung hat man vielfach in der Hand, sei es durch geeignete Wahl der Eindampfbedingungen oder durch andere Mittel.
  • In einem derartigen ununterbrochen betriebenen Fallrohr kann die Ävaschwirkung so gesteigert werden, daß bei nahezu vollkommen ausgewaschenem Salz der Verbrauch an Waschlösung auf ein Zehntel der oben angegebenen Menge, d. h. auf etwa 1 cbm auf io t Salz, herabgebracht werden kann. Die hierzu erforderliche Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit der Waschlösung und der zuzuführenden Salzmenge ist naturgemäß, weil abhängig von Korngröße des Salzes, Querschnitt des Fallrohres und anderen Umständen, für den einzelnen Fall durch Versuche zu ermitteln.
  • Gleichzeitig kann man auch die Befreiung des Salzes von fein verteilten ungelösten Verunreinigungen, deren Teilchengröße wesentlich unter derjenigen des Salzes liegt und die vom Strom der Lösung abgeführt werden, mit Hilfe dieses Verfahrens erreichen.
  • In der schematischen Zeichnung ist als Beispiel eine Anordnung dargestellt, in welcher das Verfahren durchgeführt werden kann. Der wesentlichste Teil der Vorrichtung besteht aus einem geraden oder in Wellenform gebauten Fallrohr A von mehreren Metern Länge, an dessen oberem Ende der Behälter B angeordnet ist, welcher eine den Behälter eine Strecke weit teilende Scheidewand enthalten kann. Am unteren Ende von A ist ein Behälter C vorge sehen Zur Zuführung der gesättigten reinen Salzlösung dient das aus Behälter D kommende, am oberen Ende des Behälters C einmündende Rohr E. Die Abführung der gebrauchten Waschlauge erfolgt durch F, teils nach einem Behälter G, aus welchem die Lauge beispielsweise der Eindampfung wieder zugeführt werden kann, teils nach dem Rührgefäße, wo sie zurAufschwemmung des zuzuführenden Salzes dient. Für den Fall, daß die Waschlauge aus dem Salz außerdem noch geringe Mengen von unlöslichen Verunreinigungen mitgeführt hat, kann sie zur Reinigung durch Filterpresse H geführt werden.
  • Im normalen Verlauf des Waschverfahrens wird nun das unreine Salz in geeigneter Verteilung der Waschung unterworfen, beispielsweise in der Art, daß es im Gefäß J in gebrauchter Waschlauge aufgeschwemmt und dann durch Pumpe K nach dem Behälter B gefördert wird, wo eine oberflächliche Trennung stattfindet in Waschlauge, die durch F wieder abströmt, und in einen Salzbrei, welcher aus dem Trichter des Behälters B durch die aufsteigende Waschlösung hindurchrieselt und unter erneuter Scheidung in Lösung und Salzbrei im unteren Behälter C sich sammelt. Von hier kann der Brei von ausgewaschenem Salz z. B. mittels Schlammpumpen ununterbrochen als solcher weitergeführt werden oder entsprechend der in der Zeichnung dargestellten Anordnung durch am verengten Ausgang des Behälters C zutretendes Lösewasser sofort als gesättigte Salzlösung entfernt werden.
  • Reinigungsverfahren für bergmännisch gewonnenes Salz, durch welche neben löslichen Fremdstoffen auch feste Verunreinigungen in einer gesättigten Mutterlauge des Salzes entfernt werden, sind schon bekannt; danach behandelt man jedoch das Salz in ununterbrochenem Digerierverfahren so lange, bis die gewünschte Reinigung erreicht ist, und trennt dann das gereinigte Salz von der Lösung durch Nutschen oder Zentrifugieren. Hierbei wird jedoch eine fortlaufende Reinigung des Salzes im Gegenstrom zur Waschflüssigkeit und die daraus sich ergebende äußerste Beschränkung der Waschlaugenmengen sowie eine Anreicherung der Laugen mit den gelösten Fremdstoffen nicht erreicht.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur ununterbrochenen Reinigung von mit löslichen, unlöslichen oder beiderlei fremden Bestandteilen behafteten Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man das unreine Salz in einem Fallrohr durch einen aufsteigenden Strom der gesättigten Lösung eines reinen Salzes gleicher Zusammensetzung hindurchrieseln läßt, worauf das gereinigte Salz nach dem Absetzen, gegebenenfalls unter Zuführung von Wasser in gelöstem Zustande, weitergefördert wird, während neue Mengen des unreinen Salzes, z. B. mit Hilfe der zur Reinigung benutzten Waschlösung, dem Fallrohr zugeleitet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Fallrohr wellenförmig gebogen ist.
DEC35065D 1924-07-01 1924-07-01 Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Reinigung von mit loeslichen, unloeslichen oder beiderlei fremden Bestandteilen behafteten Salzen Expired DE425503C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001971B (de) * 1954-12-17 1957-02-07 Bayer Ag Vorrichtung zum kontinuierlichen Fluessig-fluessig-Extrahieren
FR2418662A1 (fr) * 1978-03-03 1979-09-28 Foerderung Forschung Gmbh Procede et installation pour eliminer en continu des constituants indesirables de particules solides et application a la fabrication de combustible nucleaire
WO1999026996A3 (de) * 1997-11-25 1999-09-02 Basf Ag Verfahren zur kontinuierlichen extraktion von polyamid

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FR2418662A1 (fr) * 1978-03-03 1979-09-28 Foerderung Forschung Gmbh Procede et installation pour eliminer en continu des constituants indesirables de particules solides et application a la fabrication de combustible nucleaire
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