DE424951C - Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd

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DE424951C
DE424951C DEP42524D DEP0042524D DE424951C DE 424951 C DE424951 C DE 424951C DE P42524 D DEP42524 D DE P42524D DE P0042524 D DEP0042524 D DE P0042524D DE 424951 C DE424951 C DE 424951C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd. Phenol und dessen Homologen geben mit Forrnaldehy d bei Anwesenheit von Basen oder Säuren als Katalysatoren verschiedene Kondensationsprodukte. In der Technik werden meist die unschrnelzbaren und unlöslichen Produkte verwendet, da sie hochdielektr ische Eigenschaften aufweisen und Ebonit, Vulkanfiber oder Porzellan ersetzen können.
  • Um den Gegenständen die gewünschte Form geben zu können, muß man die Masse zu einem bestimmten Zeitpunkt der Kondensation entweder flüssig in Formen gießen und dort erhärten lassen oder sie im harten Zustande pressen. Die Produkte der basischen Kondensation «-erden entweder rein oder vermischt mit verschiedenen Füllstoffen gepreßt, wobei man zur Pressung das sogenannte Zwischenprodukt verwendet. Diese Zwischenprodukt ist in gewöhnlichen organischen Lösungsmitteln löslich, wird durch Erhitzung weich, ohne dabei zu schmelzen, bei längerer Erhitzung nimmt es unter der Presse die bestimmte Form an und verwandelt sich dabei in das Endprodukt, welches eine grßere Härte und bessere dielektrische und mechanische Eigenschaften aufweist. Die Kondensation der Phenole mit Formaldehyd vermittels saurer Katalysatoren, wie z. B. Mineralsäuren. gibt keine technisch brauchbaren Produkte, cla diese entweder wenig dielektrisch sind oder sich schlecht verarl:eiten lassen; mit Kresolen jedoch kann man technisch brauchbare Produkte erzielen, wenn man hierzu \ aplitliastilfos:iure verwendet (sogenanntes Carbolit). Die Kondensation der Phenole mit Aldehyd bei Anwesenheit von aromatischen Sulfosäuren hat den Nachteil, dah erstens die Reaktion sehr schnell verläuft und zweitens sich dabei kein Zwischenprodukt bildet, ähnlich den sogenannten kesolen, die bei Verwendung basischer Katalysatoren erhalten werden. Carbolit, ein Kondensationsprodukt des I'lienols oder seiner Homologen mit Formaldehyd und Naphthasulfosäure, besitzt hochdielektrische Eigenschaften, läßt sich gut bearbeiten, ist mechanisch fest und gleichartig, aber die Herstellung des Kondensationsproduktes ist sehr schwierig. So z. B., wenn man nach Beendigung der ersten Kondensationsphase des Kresols mit 30 Prozent Naplithasulfosäure, .Io bis 5o Prozent Formaldehyd, das auSgeschiedene Wasser entfernt hat und den zweiten Anteil Formaldehyd zugeben will. Hierauf muß man die Masse erhitzen, weil sie sonst sehr dick ist, und es beginnt augenblicklich die Einwirkung des Formaldehyds auf die saure Masse. Die Luftblasen lassen sich selbst im Vakuum schwer entfernen, die dicke Masse läßt sich schwer mischen und füllt die Formen schlecht aus, wodurch die Arbeit erschwert und viel Arbeitskraft erforderlich wird. Auch ist das Produkt infolge schneller Erhärtung nur schwer preßbar, was wiederum für die Herstellung kleiner Gegenstände mit eingeführten Füllstoffen ungünstig ist. Die Produkte der sauren Kondensation werden teurer, cla man keine Füllmittel zusetzen kann, abgesehen davon, daß man keine Möglichkeit hat, bestimmte Eigenschaften durch Einführung von Zusätzen zu verbessern. Durch den Erfinder. ist festgestellt worden, daß bei der Kondensation von Phenolen mit Formaldehvd bei Anwesenheit saurer Katalysatoren und unter Zusatz von Mono-, Di-oder Triessigestern des Glycerins sowie überhaupt von Essigestern mehrwertiger Alkohole einschließlich der Kohlenhvdrate und Cellulose die Reaktion ruhig verläuft, die Masse vor dem Eingießen in Formen dünnflüssig bleibt und vor dem Erhitzen ein Zwischenprodukt bildet, so daß die Produkte gepreßt werden können. Beispiel i.
  • ioo Teile Kresol, ioo Teile Diacetin, 4o Teile 40prozentiges Formaldehyd, 5 Teile 3oprozentige Salzsäure werden zum Sieden erhitzt, darauf das Wasser von der teerartigen :Masse abgeschieden und unter weiterem Erhitzen Wasser und Essigsäure abgetrieben. 'Nach Abkühlung setzt man i Prozent Benzolsulfonsäure und 3o Teile Formaldehydlösung hinzu, die Masse wird in Formen eingegossen und erhitzt, worauf sie in der Form erhärtet. Beispiele. ioo Teile Phenol, 5o Teile Triacetin, i5 Teile Naphthasulfosäure, 6o Teile 40prozentiges Formaldehyd werden zum Sieden erhitzt, Wasser und Essigsäure aus der teerartigen Masse abgeschieden und nach Abkühlung 3o Teile 4oprozentige Formaldehydlösung eingetragen, in Formen gegossen, worauf man die Masse erhitzt und Bart werden läßt.
  • Beispiel 3.
  • 5o Teile Phenol, 5o Teile Kresol, 25 Teile sulfoniertes Ricinusöl, ioo Teile Diacetin, 7o Teile 4oprozentiges Formaldehyd und io Teile 37prozentige Salzsäure werden zum Sieden erhitzt, dann Wasser und Essigsäure aus dem Teer abgeschieden, eingedampft, nach Abkühlung 3o Teile 40prozentige Formaldehy dlösung zugegeben und in Former gegossen, in denen das Produkt hart wird.
  • Beispiel 4.
  • loo Teile Kresol (technisch), 5o Teile einer 2oprozentigen Lösung von Acetylcellulose in Aceton, 0,3 Teile Benzolsulfonsäure, 8o Teile q.oprozentiger wässeriger Formaldehydlösung werden in einem Wasserbad mit Rückflußkühlei- bis zur Bildung eines lackartigen Produkts erwärmt. Aus diesem werden Aceton und Wasser entfernt, es wird gekühlt und es werden io Prozent einer 4oprozentigen wässerigen Formaldehydlösung hinzugefügt, in der i Prozent Benzolsulfonsäure aufgelöst ist. *Das Ganze wird sorgfältig gemischt und in Formen gegossen, in denen nach einigem Stehen unter stetem Erwärmen die H=irtung des Produkts erfolgt.
  • Zur Herstellung von Lack wird das flüssige Kondensationsprodukt nach weiterer Zugabe von Formaldehydlösung und eines sauren Katalysators mit Alkoholen oder Aceton vertnischt. Ein solcher Lack erhärtet auf Gegenständen -aufgetragen bei gelindem Erwärmen auf 5o bis 70° C.
  • Die so hergestellten Produkte von weißer bis gelber Farbe lassen sich gut verarbeiten, nehmen beim Eingießen große Mengen Füllstoffe auf, da sie noch genügend dünnflüssig sind und können im Anfang des Erhärtungsvorganges leicht in heiße Pressen gestampft werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensation bei Gegenwart saurer Katalysatoren und Essigestern des Glycerins, der Cellulose oder ähnlicher mehrwertiger Alkohole bewirkt.
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