DE424309C - Leitungsanlage zur Entwaesserung von Grundstuecken - Google Patents

Leitungsanlage zur Entwaesserung von Grundstuecken

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DE424309C
DE424309C DEC36125D DEC0036125D DE424309C DE 424309 C DE424309 C DE 424309C DE C36125 D DEC36125 D DE C36125D DE C0036125 D DEC0036125 D DE C0036125D DE 424309 C DE424309 C DE 424309C
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DE
Germany
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drainage
water
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pipeline system
veins
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Expired
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DEC36125D
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HEINRICH CLAUS DR
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HEINRICH CLAUS DR
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B11/00Drainage of soil, e.g. for agricultural purposes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)

Description

  • Leitungsanlage zur Entwässerung von Grundstücken. Entwässerungsanlagen für Wiesen und Felder wurden bisher nach Maßgabe der Nässe des Bodens und entsprechend der Neigung des zu entwässernden Geländes entworfen. Nach diesen Gesichtspunkten zog man die Entwässerungsgräben oder verlegte in dem Boden die Abzugsrohre, wobei man iin allgemeinen eine Reihe paralleler Leitungen in ein Hauptrohr einmünden ließ, neben dein aber an besonders feuchten Stellen noch weitere Verbindungen zwischen den Ouerleitungen hergestellt wurden. Je nach der Richtung des stärksten Gefälles sprach man von Längs-und Querdränage.
  • Zum Unterschied von dieser Bekannten Art. eine Entwässerungsanlage zu entwerfen, soll gemäß der Erfindung zuerst planmäßig der Verlauf der unterirdischen Wasseradern, z. B. finit Hilfe der Wünschelrute, erkundet un1 hiernach auf Grund jener Voruntersuchung (las Entwässerungsnetz angelegt werden, wobei . die einzelnen Wasseradern an der Sohle gefaßt werden sollen und auf dem kürzesten Wege miteinander zu verbinden bzw. an (las Vorflutgebiet anzuschließen sind. Ein Leitungsnetz, das nach diesen Gesichtspunkten entworfen ist, wird selbstverständlich in den meisten Fällen kein solch regelmäßiges Grabensystein ergeben, wie es nach dem heutigen Stande der Wissenschaft bei der Anlage einer gewöhnlichen Längs- und Ouerdrä :age der Fall ist. Nach der Erfindung lassen sich vielmehr große Teile des bisher für notwendig gehaltenen Leitungsnetzes völlig sparen, so daß die Anlage wohlfeiler und schneller auszuführen ist als es bisher möglich war.
  • Um den Unterschied der neuen Leitungsanlage gegenüber dem Bekannten klar hervortreten zu lassen, ist in der anliegenden Zeichnung außer einem Entwurf für eine Längs-' und Querdränage bekannter Art in Abb. r auch ein solcher nach den neuen Gesichts-, punkten in Abb. z wiedergegeben. Beide Ab-Bildungen beziehen sich auf das gleiche Grundstück.
  • Nach Abb. i sind in der-bisher üblichen Weise eine Mehrzahl paralleler Entwässerungsleitungen a. an die Hauptleitung b angeschlossen. Je nach der Feuchtigkeit der i einzelnen Stellen können die Leitungen a untereinander durch weitere Zweigleitungen verbunden sein. Das Leitungsnetz nach Abb. i ist im wesentlichen gemäß der Richtun- des stärksten Gefälles in dem trockenzulegenden Gelände entworfen.
  • Wesentlich anders als bei dem Leitungsnetz nach Ab. i ist der Entwurf nach Abb. 2 ausgeführt. Den i Entwurf selbst ging eine sorgfältige Vorarbeit voraus, durch die zunächst der Lauf der unterirdischen Wasseradern mittels der `V ünschelrute festgestellt i wurde, wobei unter dieser letzteren Bezeichnung jedes Gerät zu verstehen ist, mit dein man das Vorhandensein unterirdischer Wasserstellen ermitteln kann, gleichgültig, ob zur Handhabung des letzteren bestimmte psychische Fähigkeiten des Rutengängers notwendig sind oder ob die Anzeigen des Gerätes ausschließlich auf physikalischen Erscheinungen beruhen. Da man schon heute mit der Wünschelrute nicht nur die Lage unterirdischer Wasserstellen, sondern auch bis zu einem gewissen Grade die Sohlentiefe derselben und die Stärke des Wasserlaufes ermitteln kann, so steht nichts im Wege, diese Angaben dem Entwurf eines Entwässerungsnetzes zugrunde zu legen, wobei aber auch die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und andere geologische Tatsachen zu berücksichtien sind. Es empfiehlt sich, die unter-;Z irdischen Wasseradern dort anzuschneiden, wo sie sich am leichtesten fassen lassen. Stets muß man aber bestrebt sein, sie an ihrer Sohle zu fassen, um alles Wasser ableiten zu können. Vorteilhaft, aber nicht immer notwendig ist es, die Adern nahe an ihrer Eintrittsstelle in das zu entwässernde Gebiet zu fassen. Sie sollen dann auf der kürzesten Linie miteinander und mit dem Vorflutgraben verbunden werden. Zu diesem Zweck sind mitunter dieEntwässerungsleitungen statt ingerader Richtung in einer Schlangenlinie zu führen, damit sich mehrere Wasseradern mit einer Leitung fassen lassen. Letztere braucht dein Lauf der Wasseradern jedoch nicht zu folgen, kann diese vielmehr unter einem .rechten "Winkel schneiden. Im übrigen ist aber zu beachten, daß die Laufrichtung einer unterirdischen Wasserader nicht immer parallel zu dein stärksten Gefäll der Erdoberfläche ist; sondern auch entgegengesetzt oder schräg dazu gerichtet sein kann.
  • Die Erfindung baut sich auf die Vorstellung auf, daß das Grundwasser nicht gleichmäßig über eine größere Fläche verteilt von unten her in ein Geländestück eintritt, sondern daß es genau so wie das oberirdische Wasser auf bestimmten, scharf begrenzten Wegen nach Art der Gräben. Flüsse und Ströme das Erdreich durchfließt. Hierbei kann es sich allerdings über undurchlässigen Schichten anstauen und ein mehr oder weniger großes Gelände in übermäßigem Maß durchfeuchten. Auf dieser grundlegenden Erkenntnis ist das oben beschriebene neue Entwässerungssystem aufgebaut. Es ist ohne weiteres verständlich, daß sich eine wesentliche Ersparnis an Erdarbeit erzielen läßt, wenn man das in ein Gelände eintretende Wasser restlos an bestimmten Stellen erfassen und von dort auf dem kürzesten Wege aus dem Gelände herausleiten kann, statt daß man zu dem gleichen Zweck nach den bisherigen Vorstellungen ein umfangreiches, gleichmäßig verteiltes Leitungsnetz anlegen muß. Dabei ist zu beachten, daß (las angestaute Wasser ohne weiteres verschwindet, wenn man das zufließende Wasser an der Sohle der unterirdischen Adern faßt. Wenn dies an einer Stelle nicht ohne weiteres gelingt, so wird man die gleiche Wasserader noch an einer zweiten Stelle anschneiden müssen. Das gleiche wird auch dann notwendig, wenn unterhalb der ersten Leitung neues Wasser von der abgefangenen Ader in solcher Menge aus einem anderen Einzugsgebiet aufgenommen wird, daß daraus nachteilige Folgen zu erwarten sind. Die Eigenart der neuen Entwässerungsanlagen bedingt t#s, (laß :in vielen Fällen, insbesondere bei der Trockenlegung eines größeren Gebietes, kein endgültiger Entwurf für die Anlage der Gräben von vornherein fertig ausgearbeitet wer-#len kann, sondern daß man während der Bauausführung ständig den Erfolg der getroffenen Maßnahmen überwachen und demgemäß die weiteren Leitungen anordnen muß. Häufig wird der Fall eintreten, daß man das geplante Leitungsnetz vereinfachen und an Gräben sparen kann. Bei all diesen Entschließungen darf jedoch der Zweck der Anlage nicht aus dem Auge verloren werden. Flachdränagen. für landwirtschaftliche "Zwecke, bei denen also die Nachteile einer zu großen Bodennässe zu beseitigen sind, müssen nach anderen Gesichtspunkten behandelt werden als Anlagen für Haushalt- und Industriezwecke. Im übrigen darf man in der Ebene ebensolche wirtschaftlichen Ersparnisse nach dem neuen Entwässerungssystem wie im Gebirge erwarten.
  • Diese Ersparnisse werden durch die eigenartige Verwendung der Wünschelrute bedingt. Während man letztere bisher nur dort benutzte, wo sich das unterirdisch vorhandene Wasser nicht an der Oberfläche bemerkbar machte, wird sie erfindungsgemäß auch dort zur Anwendung gebracht, wo sich an der Erdoberfläche aus einem Über fluß an Wasser Nachteile geltend machen. Daß auch unter solchen Umständen die Wünschelrute brauchbare Ergebnisse liefert, ist von erheblichem Wert, der in wirtschaftlicher Hinsicht durch die Erfindung genutzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Leitungsanlage zur Entwässerung von Grundstücken. dadurch gekennzeichnet, daß die unterirdischen Wasseradern, die :in das zu entwässernde Gelände eintreten oder sich in diesem erst bilden, z. B. mittels der Wünschelrute ermittelt, unter Berücksichtigung der Bodendurchlässigkeit möglichst an ihrer Sohle durch Leitungsstränge, welche dieselben möglichst rechtwinklig schneiden, gefaßt und auf dem kürzesten Weg miteinander und mit dem Vorflutgraben verbunden werden. durch gekennzeichnet, daß ein rzahl von Wasseradern dur einen gemein- samen Leitungs g gefaßt wird, der je nach Iden r ältnissen in einer geknick- te er in einer Schlangenlinie geführt
DEC36125D Leitungsanlage zur Entwaesserung von Grundstuecken Expired DE424309C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3326988A1 (de) * 1983-07-27 1985-02-14 Schrader, Wolfgang, 3000 Hannover Verfahren und vorrichtung zum aendern des laufs von wasseradern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3326988A1 (de) * 1983-07-27 1985-02-14 Schrader, Wolfgang, 3000 Hannover Verfahren und vorrichtung zum aendern des laufs von wasseradern

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