DE293440C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G25/00—Watering gardens, fields, sports grounds or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 293440 KLASSE 45/. GRUPPE
ERNST JAHNCKE in REINBEK, Holstein.
In den bis jetzt bekannten Selbstbewässerungsanlagen, in welchen das Abwasser der
Straßen benutzt wird, um angrenzende Anpflanzungen zu bewässern, wird das Abwasser
in Röhren eines Apparates eingeführt, der aus einer Anzahl von solchen oben und unten
offenen Röhren besteht, deren Seiten am unteren Ende durchlöchert sind, und die in einer
Reihe parallel nebeneinander so in Stellung
ίο zusammengehalten werden, daß ihre obere Öffnung
in der Straßenoberfläche nahe dem Bordstein oder in gleicher Höhe mit ihr in der
Vorderwand von Grobmörtelbordsteinen mündet. Diese Röhren vermögen nur so viel von
dem Abwasser der Straßen aufzunehmen, wie das angrenzende untere feste Erdreich durch
die Öffnungen in den Röhren aufzunehmen vermag, was für ausgiebige Bewässerung und
Benutzung der Abwasser der Straßen für Be-Wässerung ungenügend ist. Außerdem hat
diese Vorrichtung den Nachteil, daß die Wurzeln der Anpflanzungen, zumal von Bäumen
mit starkem Wurzelvermögen, durch die Öffnungen in die Röhren eindringen und diese
nach und nach durch wildwuchernde Wulste versfopfen und so ihre Wirkung ganz aufheben.
Vorliegende Erfindung besteht in einer Selbstbewässerungsanlage, durch welche das ganze
Abwasser der Straßen für Bewässerung der Anpflanzungen an Straßen befruchtend verwertet
werden kann und die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Abwasser durch beliebige
Öffnungen in irgendwelchen Bordsteinen hindurch geleitet wird in eine besondere Wasserempfangskammer unterhalb der Erdoberfläche,
deren Boden die Oberfläche eines Wasserleitungskanals bildet, der in seiner Fortführung
das Wasser fortleitet.
Die Wasserleitungskanäle werden, wie bekannt, aus entsprechendem Leitungsmaterial
hergestellt, beispielsweise aus feiner gewöhnlicher Schlacke oder aus Hochofenschlacke,
dadurch, daß das Erdreich bis zur Tiefe und Breite des Kanals ausgehoben und an dessen
Stelle Schlacke eingefüllt wird, worauf der so gebildete Kanal mit einem Teil des ausgehobenen
Erdreichs wieder bedeckt und so die Bodenoberfläche wieder hergestellt wird. Durch
entsprechende Auswahl des Fortleitungsmaterials kann die Fortleitungsfähigkeit des Kanals
so stark gemacht werden, daß alles zufließende Abwasser der Straßen in die Wasserempfangskammer
sofort weitergeleitet wird.
Durch entsprechende Fortführung der Be-Wässerungskanäle über weitere Entfernungen
vom Stamme der Bäume kann auf einfache billige Weise Höhenwachstum und der Ausbreitung
und Dichtigkeit der Zweige vollkommen selbsttätig Rechnung getragen werden.
Je nach beliebig anlegbarer und fortführbarer Kanalisation und Wasserzuführung, auch besonderer
Wasserzuführung auf die Straßen, z. B. aus Hydranten, besonders während der
Nacht, können mittels entsprechender Anwendung dieser Erfindung alle Arten Bäume, auch
die wasserbedürftigsten, in allen Teilen der Städte zu vollkommener Entfaltung gebracht
werden.
In den Zeichnungen ist gezeigt, wie vom kleinsten Bewässerungskanal, bei Einpflanzung oder
Bestand jüngerer Bäume jede beliebige Fortführungin einfach er Weise möglich ist/bis zur gleichmassigen
Bewässerung breiter Alleen mit vielfachen Baumreihen, sowie ganzer, durch Baumanpflanzungen
von der Sonne geschützter Gelände, bei ununterbrochener Fortführung der Wandeloberfläche bis an die aus derselben
frei aufsteigenden Bäume.
Auch die Durchführungsweise des Wassers durch die Bordsteine der Straßen ist in verschiedener
Ausführungsart in den Zeichnungen gezeigt.
ao Gleiche Buchstaben zeigen gleiche Teile in allen Zeichnungen; Maßstab verschieden.
Fig. ι Ansicht eines Bruchstücks des Bordsteins a, in dem die Durchlaßöffnung c für
das Abwasser dadurch hergestellt ist, daß das Kopfstück desselben auf ein Unterteil durch
eine Schicht Zement b so zementiert wird, daß in der Mitte die Durchlaßöffnung c entsteht.
Fig. 2 Ansicht eines Bruchstücks des Bordsteins α, in dem das Köpfstück desselben auf
das Unterteil, nachdem hierin das Gestein für die Durchlaßöffnnng c ausgearbeitet wurde,
auf- der Linie b aufzementiert ist.
Fig. 3 Ansicht des Bruchstücks eines Bordsteins α, in dem das Gestein für die Durchlaßöffnung
c ausgearbeitet wurde.
Fig. 4 Ansicht des Bruchstücks eines Bordsteins a, in dem die Durchlaßöffnung c dadurch
hergestellt ist, daß eine Anzahl Bohrlöcher nebeneinander durch den Bordstein geschlagen
wurden.
Fig. 5 Ansicht des Bruchstücks eines Bordsteins a, in dem das Gestein für die Durchlaßöffnung
c dadurch ausgearbeitet wurde, daß runde Bohrlöcher so übereiriandergreifend
gebohrt oder gehauen wurden, daß nur die oberen und unteren Bogen beliebig viel oder
wenig, sowie die Endbogen stehen bleiben.
Um das an den Bordsteinen der Straßen abfließende Wasser in die Öffnungen c derselben
zu leiten, werden die Kanten der Straßen vor denselben entsprechend abgeschrägt,
so daß die Öffnungen unter die Straßenfläche gelegt werden können.
Fig. 6 Draufsicht der Wasserempfangskammer unmittelbar hinter dem Bordstein a,
unterhalb der Durchlaßöffnung c in den Fig. 1 bis 5, gebildet durch die Oberfläche des daselbst
beginnenden Wasserleitungskanals oder Behälters d und durch den auf diesem oder
auf dem angrenzenden Erdreich ruhenden Einfaßrahmen e. In dieser Empfangskammer kann
das Wasser sich ansammeln zum nachträglichen Abfließen in den Wasserleitungskanal;
f ist die Deckelplatte, welche auf den Rahmen e gelegt wird, um die Wasserempfangskammer
zu schließen, und auf diese wird das darüber fortführende Erdreich geschüttet; diese
Kammer ist somit jederzeit leicht zugängig und kann beliebig verlängert fortgeführt werden.
Fig. 7 bis 11, Draufsicht des Wasserleitungskanals d in einfachsten Formen, zeigen, wie
verschieden weit vom Bordstein α entfernt stehende Bäume g bewässert werden können.
Fig. 12, Draufsicht, zeigt, wie die in Fig. 7 bis 11 gezeichneten Wasserleitungskanäle verschieden
weit vom Bordstein α entfernt stehender Bäume g miteinander verbunden werden
können, und daß die Wasserzuführung durch den Bördstein nicht für jeden Baum besonders
erforderlich ist. Die Fig. 8 und 10 zeigen auch, wie Wasserleitungskanäle d der
Wasserempfangskammer (Fig. 6) verbreitert werden können, um bei solchen Verbindungen
nach beiden Seiten hin die Fortführung der Wasserleitungskanäle d voll mit Wasser zu
versorgen. Die so verbundenen Wasserleitungskanäle reizen die Wurzeln zum Weitergang,
wodurch sie durch den entsprechenden go Weiterwuchs der Zweige anzeigen, wann die
Zeit gekommen ist für Erweiterung der etwa noch nicht entsprechend durchgeführten vollkommeneren
Wasserkanalisation des Baumes.
Fig. 13, Draufsicht, zeigt, wie dieselben Wasserleitungskanäle der Fig. 12 erweitert
werden können, einzeln für sich oder miteinander verbunden, und wie nachträglich Wasserzuführungskanäle,
beispielsweise die dem in Fig. 8 entsprechenden, angeschaltet werden
können.
Fig. 14 bis 16, Draufsicht, zeigen, wie Wasserleitungskanäle
nach vom Bordstein beliebig weit entfernt stehenden Bäumen geleitet, und wie solche Kanäle erweitert und vollständig
ausgestaltet und miteinander verbunden werden können.
Fig. 17, Draufsicht, zeigt, wie von den Bordsteinen α abwärts sich hinziehende Baumreihen,
sowie ganze mit Bäumen g oder sonstigen Anpflanzungen versehene Gelände durch
fortgeführte Wasserleitungskanäle d selbsttätig bewässert werden können und so vom Erdreich
aus durch bequem und billig möglich gemachte Wasserzuleitung in ihrem Wachstum,
Blühen und Fruchtbringen gefördert werden können.
Fig. 18 senkrechter Querschnitt, α Bordstein,
c Durchlaßöffnung, d Wasserleitungskanal, e Einfaßrahmen der Empfangskammer,
f Deckelplatte der Wasserempfangskammer, h Straßenoberfläche, i Fußwegoberfläche.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Anlage zur Bewässerung von Straßenbäumen mittels des Abwassers der Straße, dadurch gekennzeichnet, daß die bekannten durch die Bordsteine hindurchgeführten Abwasserleitungen in Behälter (d) münden, deren Bodenfläche in die Oberfläche der bekannten Fortleitungs- und Verteilungskanäle mit Schlacken- o. dgl. Füllung übergeht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE293440T | 1914-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293440C true DE293440C (de) | 1916-08-11 |
Family
ID=34608777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914293440D Expired DE293440C (de) | 1914-03-28 | 1914-03-28 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293440C (de) |
-
1914
- 1914-03-28 DE DE1914293440D patent/DE293440C/de not_active Expired
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