DE424073C - Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen Hebezeugen - Google Patents
Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen HebezeugenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
- B66C13/00—Other constructional features or details
- B66C13/18—Control systems or devices
- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
- B66C13/23—Circuits for controlling the lowering of the load
- B66C13/24—Circuits for controlling the lowering of the load by DC motors
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Description
Mit Hebezeugen, besonders solchen, welche in Formereien oder Gießereien sowie zu Montagearbeiten
gebraucht werden, müssen vielfach sehr kleine, der Größenordnung nach oft nur ι mm betragende Bewegungen ausgeführt
werden. Während von Hand betriebene Hebezeuge dies ohne weiteres zulassen, ist es
schwer, elektrisch betriebene Hebezeuge solch kleine genaue Bewegungen ausführen zu lassen,
um so mehr, als die Elektromotoren je nach der augenblicklichen Belastung verschieden
rasch anlaufen. Auch die für Elektromotoren erforderlichen Schalteinrichtungen (Kontroller) erschweren das genaue Arbeiten,
weil sie über die Vorstufen des Anlaßwiderstands einen verhältnismäßig weiten Weg bewegt
werden müssen. Ganz ohne Vorstufen zu arbeiten, ist im allgemeinen deshalb, gerade
in solchen Fällen, wo mit kleinen Bewegungen
ao gearbeitet werden soll, nicht möglich, weil dann der Elektromotor bei verhältnismäßig
kleiner Last allzu rasch anlaufen, also eine ungewollt große Bewegung der zu hebenden
Last herbeiführen würde.
ag Bei Hebezeugen mit Zahnradübersetzung
kann man sich so helfen, daß man, ohne den Motor umzuschalten, lediglich einen Vorschal
twiderstand verringert oder vergrößert, je nachdem die Last - gehoben oder gesenkt
werden soll. Solches Arbeiten ist jedoch für
Hebezeuge mit Selbsthemmung nicht möglich,
z. B. solche mit Schnecken- oder Schrauben-
■ getriebe, auch nicht für Fahrwerke, bei denen die Bewegungswiderstände in beiden Bewegungsrichtungen
etwa gleich sind.
Gemäß der Erfindung ist es gelungen, auch bei solchen Hebezeugen, und zwar bei Hubwerken
wie bei Fahrwerken, durch kleine, rasch und genau auszuführende Schalterbewegungen
bei beliebiger Belastung beliebig kleine Bewegungen ausführen zu lassen und
damit dem vorhandenen Bedürfnis Genüge zu leisten.
Die Erfindung beruht im wesentlichen darauf, daß der Anlaßschalter (Kontroller) auf
seine einfachste Gestalt gebracht und nur als Umschalter ohne Widerstandsstufen ausgebildet
und in bekannter Weise derart mit der Bremse (mechanisch oder elektrisch) verbunden
ist, daß die Bremse bei Ausschaltung einfällt. Dieser Umkehrschalter wird von
dem das Hebezeug bedienenden Arbeiter mit einem Steuerzug o. dgl. bewegt. Es ist natürlich
möglich, den Schalter für beliebig kurze Zeiten zu schließen und im Bedarfsfall äugenblicklich
zu öffnen.
Dieser Schalter ist durch einen besonderen Widerstandsschalter ergänzt, der es erlaubt,
vor den Motor eine beliebige Widerstandsstufe zu schalten, welche der jeweiligen Belastung
des Hebezeuges entspricht. Dieser Widerstandsschalter ist unabhängig von dem eigentlichen Motorschalter. Auch er kann
von dem Platz des das Hebezeug Bedienenden gesteuert werden. Es wird also eine bei
der Steuerung elektrischer Bahnen bekannte
Einrichtung benutzt, die aber zur Erzielung der beabsichtigten Wirkung in abweichender.
Weise gehandhabt wird.
Soll nämlich eine Last, z. B. ein Formkasten, gehobei werden, so stellt der Arbeiter
zunächst den Vorschaltwiderstand auf die der Last entsprechende Stufe ein und braucht
dann nur den einfachen Motorschalter zu bedienen, denn der Motor ist dann infolge des
ίο Widerstands nur imstande, so langsam anzulaufen, wie es dem Vorschaltwiderstand
und der zu hebenden Last entspricht. Die langsame Hubbewegung kann in jedem Augenblick durch entsprechende Bewegung
.des Motorschalters unterbrochen werden, ohne daß dabei der Schalter wie bisher über
eine Reihe von Zwischenstellungen hinwegbewegt werden muß.
Ist die erste Arbeitsperiode der Hubbewegung vorüber, so kann der Motor durch
entsprechendes Schalten des Widerstandsschalters auf rascheren Gang gebracht werden.
Die neue Schalteinrichtung besitzt unter
a5 anderem den Vorzug, daß sie sowohl für
Gleichstrommotoren als auch für Drehstrommotoren geeignet ist. Zwar kann ein einfacher ·
Schleifring - Drehstrommotor durch Vorschalten eines Widerstandes nicht auf die Dauer genügend weit in der Drehzahl geändert
werden, allein ein Vorschaltwiderstand beeinflußt die Anlaufgeschwindigkeit eines
Drehstrommotors in hohem Maße, und bei jenen beabsichtigten kleinen Hebezeugbe-
wegungen kommt ja der Drehstrommotor über die Anlaufperiode nicht hinaus.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung in schematischer
Weise dargestellt.
Die Bürsten α des Gleichstrommotors sind an die Kontaktfinger b angeschlossen, die auf
der Schaltwalze h gleiten. Von den beiden Enden der Erregerwicklunge liegt das eine
am Kontaktfinger d der Schaltwalze, das
andere an der Klemme e des Stufenwiderstandes
H1, nz, n3, der mit seiner anderen Endklemme
y über die Leitung χ an das Netz gelegt ist.
Der vierte Kontaktfinger/ ist mittels der
so Leitung g an den einen Pol des Netzes angeschlossen.
Die beiden Belegungen i und k der Schaltwalze h sind so angeordnet und gestaltet,
daß bei der gezeichneten Stellung der Motor ganz abgeschaltet ist, indem kein
Schaltfinger eine der Belegungen berührt, während bei der Drehung der Schaltwalze h
mittels des Hebels m und geeigneter Züge
o. dgl. Ankerstrom und Erregerstrom entweder für die eine Drehrichtung oder für die
andere Drehrichtung eingeschaltet werden.
Die Enden der einzelnen Widerstandsstufen
%, W2, M3 sind an Kontaktfinger O1, O2, o3 her-ί
angeführt, die auf einer Schaltwalze ζ gleiten, die mittels eines Zahnrades r und des zugehörigen,
am Hebel j angeordneten Zahnsegmentes durch Zug an den Steuerseilen t und w
gedreht werden kann. Das Steuerseil t ist an dem Griffe befestigt, der auf dem Griffw,
welcher am Steuerseil u hängt, verschoben werden kann, derart, daß die Einstellung des
Hebels s und der Schaltwalze 3 am Griff ν und einer Einteilung des Griffes w abgelesen
werden kann.
Bei der gezeichneten Stellung, die dem langsamsten Gang des Motors entspricht, ist
der ganze Widerstand dem Elektromotor vorgeschaltet. Durch Herabziehen des Griffes ν
kann zunächst die erste Widerstandsstufe %, dann die zweite Widerstandsstufe n2 usw.
kurzgeschlossen werden, bis der ganze Widerstand kurzgeschlossen und somit der schnellste
Gang des Motors erreicht ist.
Auf der Einteilung des Griffes w kann statt der Widerstandsstufen auch die Last angeschrieben
werden, welcher die entsprechende Einstellung des Vorschaltwiderständes entsprechen
würde.
Falls statt eines. Gleichstrommotors ein Schleifring-Drehstrommotor verwendet wird,
werden die Schleifringbürsten an die Kontaktfinger b, b und d gelegt.
Wenn auch in vorstehendem der einfacheren Darstellung wegen in der Hauptsache
nur von Hebezeugen gesprochen ist, so ist doch zu bemerken, daß die Erfindung auch S5
noch für andere Zwecke, z. B. für Fahrmotoren von Gießereikranen und Laufkatzen,
mit Vorteil verwendbar ist.
Claims (1)
- Patent-Anspru ch:Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen Hebezeugen, welche für jede Bewegungsrichtung die Umschaltung des Antriebsmotors erfordern, dadurch gekennzeichnet, daß in den Motorstromkreis ein Umsteuerschalter und in Reihenschaltung mit diesem ein unabhängig vom Umsteuerschalter benutzbarer Widerstandsschalter eingefügt ist, zum Zweck, durch Einstellen des Widerstandsschalters auf eine der Belastung entsprechende Stufe und nachfolgendes Ein- und Ausschalten des Umsteuerschalters sehr kleine Bewegungen ausführen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.JBgRUN. GEDRUCKT IN
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST35736D DE424073C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen Hebezeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST35736D DE424073C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen Hebezeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE424073C true DE424073C (de) | 1926-01-19 |
Family
ID=7462433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST35736D Expired DE424073C (de) | 1922-05-09 | 1922-05-09 | Schalteinrichtung an elektrisch betriebenen Hebezeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE424073C (de) |
-
1922
- 1922-05-09 DE DEST35736D patent/DE424073C/de not_active Expired
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