DE4240728C2 - Verfahren zum knotenlosen Verbinden von Textilfäden bzw. Garnen mittels Druckluft und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum knotenlosen Verbinden von Textilfäden bzw. Garnen mittels Druckluft und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum knotenlosen Ver
binden von Textilfäden bzw. Garnen mittels Druckluft und
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die Technik des knotenlosen Verbindens von Textilfäden bzw.
Garnen mit Hilfe von Druckluft ist bereits seit geraumer
Zeit bekannt und wird allgemein angewandt, wenn es sich
darum handelt, beispielsweise in Spülmaschinen, die Enden
gebrochener Fäden bzw. Garne wieder miteinander zu verbin
den.
Zur Verbesserung der Zugfestigkeit und des Aussehens der mit
diesen Verfahren erhaltenen Fadenverbindung wurde auch be
reits vorgeschlagen, die Fadenenden vor dem eigentlichen
Verbindungsvorgang einer Vorbehandlung zu unterziehen.
Ein Verfahren zum Verbinden von Fäden bzw. Garnen mit Vorbe
handlung ihrer Enden sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens sind in der DE 38 04 684 A1 (bzw. der entspre
chenden US-PS 4 890 451) beschrieben, wobei das Verfahren
darin besteht, dass vor der Durchführung der Fadenverbindung
die ursprüngliche Drehung der Garne beseitigt wird, wobei in
einem bestimmten Endabschnitt derselben die Fasern parallel
ausgerichtet werden. Die günstigste Vorbereitung der zu ver
bindenden Garnenden ist dabei diejenige, bei der einfach die
Drehung beseitigt und die Fasern parallel ausgerichtet wer
den, ohne dass dadurch eine wesentliche Entfernung von Fa
sern herbeigeführt wird.
Ein anderes bekanntes Verfahren zum Verbinden von Fäden bzw.
Garnen mit Vorbehandlung der zu verbindenden Garnenden, wie
es in der DE 29 39 481 A1 (bzw. der entsprechenden US-PS 4 263 775)
beschrieben ist, strebt hingegen eine Entfernung von
Fasern aus den Garnenden an, um die Verbindung mit einer ge
ringeren Menge von Fasern als die Summe der Fasern beider zu
verbindenden Garne durchzuführen.
In beiden Fällen wird die Vorbehandlung der Garnenden vor
teilhaft mit Hilfe von Druckluft durchgeführt, die eine kom
binierte aufdrehende und Zugwirkung, oder eine Schlag- und
Drehwirkung oder eine pulsierende Zugwirkung auszuüben hat.
Das Verfahren zum Verbinden der Fäden bzw. Garne umfasst in
diesen Fällen eine Aufeinanderfolge der folgenden Arbeits
schritte:
- a) Einlegen der Garne in die Spleißkammer der Verbindungs vorrichtung;
- b) Festhalten der in die Kammer eintretenden Garne und Schnitt der aus ihr austretenden Enden in einem gewissen Abstand von der Kammer;
- c) Einführen der geschnittenen Garnenden in Vorbehandlungs einrichtungen ausserhalb der Spleißkammer und Durchfüh rung der Garnendenvorbehandlung;
- d) Zurückziehen der vorbehandelten Garnenden in Richtung zur Spleißkammer;
- e) Durchführung der Verbindung durch Einleiten von Druck luft in die Spleißkammer;
- f) Freigabe des verbundenen Garnes.
Bei der Ausführung der Vorbehandlung der zu verbindenden
Garnenden unter Verwendung von Druckluft gemäss den bekann
ten Verfahren kann es vorkommen, dass einige aufgedrehte und
parallelisierte Fasern ihre Ursprungslage im Garn verlieren
und an dessen Ende haften bzw. hängen bleiben. Dies tritt
insbesondere dann ein, wenn es sich um ziemlich aufdrehfeste
Garne handelt, die daher einer starken Vorbehandlungswirkung
ausgesetzt werden müssen.
Es wurde festgestellt, dass derartige, an den Enden vorbe
handelter Garne hängen gebliebene Fasern bei der Durchfüh
rung der Verbindung verschiedene Unzulänglichkeiten mit sich
bringen.
Eine erste ist die, dass die Fadenverbindung an ihrem bzw.
ihren Enden, an denen hängen gebliebene Fasern vorhanden
sind, verdickt ist, was bei der Weiterverarbeitung der ver
bundenen Garne auf dem Webstuhl bzw. in den Nadeln von
Strickmaschinen zu Schwierigkeiten und/oder Brüchen führen
kann.
Eine weitere Unzulänglichkeit besteht darin, dass die Zug
festigkeit der Verbindung leiden könnte, da die hängen ge
bliebenen Fasern nicht an der gegenseitigen Faserverschling
ung teilnehmen, sondern diese eher behindern, nachdem sie
sich ausserhalb des vorbestimmten Abschnittes der Ueberlage
rung der zu verbindenden Garnenden befinden.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile und Unzuläng
lichkeiten zu beseitigen und ein Verfahren zum knotenlosen
Verbinden von Fäden bzw. Garnen mittels Druckluft sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in Vorschlag zu
bringen, die die Herstellung sicherer und zuverlässiger Ver
bindungen mit verbesserter Gleichförmigkeit und Zugfestig
keit und ohne unerwünschte Verdickungen gestatten.
Die Aufgabe wird mit einem Verfahren nach Anspruch 1 und
einer Vorrichtung nach Anspruch 5 gelöst.
Indem ein zusätzlicher Schnitt der vorbehandelten Enden der
zu verbindenden Fäden bzw. Garne vor der eigentlichen Ver
bindung derselben vorgesehen ist, werden jene etwa an den
Faden- bzw. Garnenden hängen gebliebenen Fasern beseitigt,
die über die optimale Länge der Enden hinausstehen und es
wird die Durchführung der Verbindung in dem dafür vorgese
henen Abschnitt der Fäden bzw. Garne gestattet.
Sofern die Vorbehandlung der Faden- bzw. Garnenden nicht zu
der oben beschriebenen Unzulänglichkeit, d. h. zum Vorhanden
sein von an den Enden hängenden Fasern führen sollte, bringt
der erfindungsgemäss vorgesehene zusätzliche Schnitt offen
bar keinerlei negative Folgen mit sich.
Die Mittel zur Durchführung des zusätzlichen Schnittes, wie
Scheren, können an verschiedenen Stellen angeordnet sein.
Beispielsweise können sie zwischen den seitlichen Ausmün
dungen der Spleißkammer und den Faden- bzw. Garnendevorbe
handlungseinrichtungen liegen, doch können sie den letzteren
auch zugeordnet, z. B. in innen angeordnet sein.
Je nach der Lage dieser zusätzlichen Fadenschneidemittel
kann der Zeitpunkt des zusätzlichen Schnittes der vorbehan
delten Enden der zu verbindenden Fäden bzw. Garne, obwohl er
stets nach dem Vorbehandeln der Enden und vor dem eigentli
chen Verbinden zu liegen kommt, vor bzw. am Ende des Zurück
ziehens der vorbehandelten Enden oder zwischen einem anfäng
lichen und einem weiteren vollständigen Zurückziehen liegen.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen, die
schematisch in der Zeichnung gezeigt sind, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1-6 eine erste Ausführungsform der Fadenverbindungsvor
richtung schematisch in Ansicht von oben in verschiedenen
aufeinanderfolgenden Arbeitsstellungen,
Fig. 7 eine andere Ausführungsform schematisch in Ansicht
von oben in der Arbeitsstellung entsprechend Fig. 3,
Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7,
und
Fig. 9 und 10 schematisch eine erfindungsgemäss herstellba
re und eine fehlerhafte Fadenverbindung, wie sie
nach dem Stand der Technik erzielt werden kann.
Unter Bezugnahme, in erster Linie, auf die Fig. 10, ist eine
Verbindung zwischen zwei Garnen F1 und F2 gezeigt, wobei die
Verbindungszone mit G bezeichnet ist. Im dargestellten Fall
ist das linke Ende der Verbindungszone G fehlerhaft, indem
es eine Verdickung I aufweist, welche durch Fasern gebildet
ist, die nach der Vorbehandlung des Endes des Garnes F2 an
diesem Garnende hängen geblieben sind und vorstehen. Diese
hängen gebliebenen Fasern nehmen daher nicht am Verschling
ungsprozess der Fasern teil, bleiben vorstehend und bilden
die Verdickung I.
Demgegenüber zeigt die Fig. 9 eine perfekte Verbindung zwi
schen zwei Garnen F1 und F2, bei welchen die Verbindungszone
G einwandfrei gleichförmig ist, mit gut verschlungenen Fa
sern und ohne Verdickung, so wie sie nach dem erfindungsge
mässen Verfahren und mit der betreffenden Vorrichtung her
stellbar ist.
In Fig. 1 ist rein schematisch eine erste Ausführungsform
einer Fadenverbindevorrichtung gezeigt, die im wesentlichen
einen mittleren Körper bzw. Kopf 10 aufweist, in dem eine
Spleißkammer 11 ausgenommen ist, mit einem Längsschlitz zum
Einlegen der zu verbindenden Fäden bzw. Garne F1 und F2,
sowie mit seitlichen Ausmündungen 12, 13.
Ein beweglicher Deckel 14 ist geeignet, vorübergehend den
Längsschlitz der Kammer 11 zu verschliessen und befindet
sich, in der in Fig. 1 bezeigten Lage vom Kopf 10 entfernt,
so dass das Einlegen der zu verbindenden Fäden bzw. Garne F1
und F2 in die Kammer 11 ermöglicht wird. Die Druckluftein
führeinrichtung in die Kammer ist hier nicht gezeigt, da sie
allgemein bekannt ist.
Beiderseits des Kopfes 10 befinden sich aufeinanderfolgend
die folgenden Einrichtungen: eine Vorbehandlungseinrichtung
15 bzw. 16, ein beweglicher Hebel 17 bzw. 18 zum Zurückzie
hen der vorbereiteten Enden der Fäden bzw. Garne, eine Fest
halteeinrichtung 19 bzw. 20 mit einem ortsfesten Teil 21
bzw. 22 und einem beweglichen Teil 23 bzw. 24, eine erste
Fadenführungsplatte 25 bzw. 26, eine Fadentrennvorrichtung
27 bzw. 28 und eine zweite Fadenführungsplatte 29 bzw. 30.
Die bisher beschriebenen Einrichtungen sind alle an sich be
kannt. Die Vorbehandlungseinrichtungen 15, 16 der Enden der
Fäden bzw. Garne F1 und F2, die im schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiel Verwendung finden, sind von der in der
DE 38 04 684 (bzw. entsprechenden US-PS 4 890 451) ge
zeigten Art und umfassen je einen Hohlkörper 31 mit seitli
chem Längsschlitz, in welchem Körper eine Lamelle 32 ange
ordnet ist, die durch in den Hohlkörper 31 von einem seiner
offenen Enden eingeblasene, von einer Düse 33 herkommende
Druckluft in Schwingung (Vibration) versetzbar ist. Nähere
Einzelheiten bezüglich des Aufbaues und der Wirkungsweise
dieser Vorbehandlungsseinrichtungen sind aus den genannten
Druckschriften entnehmbar.
Erfindungsgemäss ist die Fadenverbindevorrichtung beider
seits des Kopfes 10 mit einer zusätzlichen Fadentrennvorrichtung
34 bzw. 35 versehen. Im dargestellten Ausführungs
beispiel ist jede dieser zusätzlichen Fadentrennvorrich
tungen (praktisch eine Schere) zwischen der betreffenden
seitlichen Ausmündung der Spleißkammer und der zugehörigen
Fadenendevorbehandlungseinrichtung angeordnet.
Bei dieser Anordnung der zusätzlichen Fadentrennvorrich
tungen 34, 35 wickelt sich das Verfahren zum Verbinden der
Fäden bzw. Garne F1 und F2 mit einer Aufeinanderfolge der
folgenden Arbeitsschritte ab, die in den Fig. 1-6 dar
gestellt sind.
Im ersten Arbeitsschritt (Fig. 1) werden die von entgegenge
setzten Richtungen kommenden Fäden bzw. Garne F1 und F2 (der
Faden F1 kommt bei der Darstellung in Fig. 1 von oben, jener
F2 kommt von unten) in die Vorrichtung eingelegt, und zwar
der Faden F1 in Führungen der Platten 29, 25 mit geöffneter
Festhalteeinrichtung 19 und zurückbewegtem Hebel 17, über
die Düse 33 der Vorbehandlungseinrichtung 15, in die Kammer
11 (mit geöffnetem Deckel 14), zwischen den ortsfesten und
beweglichen Teil der offenen zusätzlichen Fadentrennvorrich
tung 35, zwischen die Düse 33 und den Hohlkörper 31 der Vor
behandlungsseinrichtung 16, in eine Führung der Platte 26,
zwischen den ortsfesten und beweglichen Teil der offenen
Fadentrennvorrichtung 28 und in eine Führung der Platte 30.
Der Faden F2 wird, wie Fig. 1 klar erkennen lässt, in entge
gengesetzter Richtung eingelegt.
Nach diesem Schritt des Einlegens der Fäden F1 und F2 er
folgt ein, in Fig. 2 dargestellter Schritt des Festklemmens
und Schneidens der Fäden. Die Festhalteeinrichtungen 19 und
20 werden geschlossen und die Fadentrennvorrichtungen 27 und
28 werden betätigt, so dass durch die Festhalteeinrichtung
19 der eintretende Abschnitt des Fadens F1 vor seinem Ein
tritt in die Kammer 11 festgeklemmt wird und sein aus der
Kammer austretendes Ende durch die Trennvorrichtung 28 ab
getrennt wird, während der Faden F2 durch die Festhalteein
richtung 20 festgeklemmt und sein Ende durch die Trennvor
richtung 27 abgetrennt wird.
Beim folgenden, in Fig. 3 dargestellten Arbeitsschritt wird
das Ende des Fadens F1 in der Einrichtung 16 und das Ende
des Fadens F2 in der Einrichtung 15 vorbehandelt. Fig. 3
zeigt beispielsweise den Fall, in dem das vorbehandelte Ende
des Fadens F1 keine teilweise entfernten und hängen geblie
benen Fasern aufweist, während am Ende des Fadens F2 Fasern
hängen geblieben sind, die beim nachfolgenden Verbinden der
Fäden zu der Unzulänglichkeit führen können, die durch die
Erfindung beseitigt werden soll.
Der folgende Arbeitsschritt des Verfahrens sieht, wie Fig. 4
zeigt, das teilweise Zurückziehen der vorbehandelten Enden
der Fäden F1 und F2 in Richtung der Kammer 11, durch eine
teilweise Vorwärtsbewegung der Hebel 17 und 18 in Richtung
der Pfeile (nach links in Fig. 4 der Hebel 17 und nach rechts
der Hebel 18) vor.
Unmittelbar im Anschluss an dieses teilweise Zurückziehen
der Fadenenden ist erfindungsgemäss ein Arbeitsschritt des
zusätzlichen Schnittes vorgesehen (der ebenfalls in Fig. 4
dargestellt ist), und zwar durch Betätigung der zusätzlichen
Fadentrennvorrichtungen 34 und 35. Wie Fig. 4 zeigt, bringt
dieser zusätzliche Schnitt beim vorbehandelten Ende des Fa
dens F1, an dem keine Fasern hängen geblieben waren, prak
tisch keinerlei Wirkung mit sich, während am vorbehandelten
Ende des Fadens F2 die über die optimale Länge des Fadenendes
hinausstehenden Fasern abgetrennt und beseitigt
werden.
Der folgende, in Fig. 5 dargestellte Arbeitsschritt sieht die
Vervollständigung des Zurückziehens der vorbehandelten und
nun gleichgeschnittenen Fadenenden in Richtung der Kammer 11
durch eine weitere Vorwärtsbewegung der Hebel 17 und 18 in
Pfeilrichtung vor und es ist ersichtlich, dass am Ende die
ses Schrittes von den seitlichen Ausmündungen 12, 13 der
Spleißkammer 11 völlig gleichgeschnittene Fadenendeabschnitte
austreten, die sich den betreffenden eintretenden Fäden
überlagern.
In diesem Zustand erfolgt nun der folgende Schritt der
Durchführung der eigentlichen Verbindung der Fäden F1 und F2
durch Einleiten von Druckluft in die Spleißkammer 11. Auch
bei diesem Schritt befindet sich die Vorrichtung in dem in
Fig. 5 gezeigten Zustand.
Zu bemerken ist, dass die Spleißkammer 11 bzw. deren Faden
einlegelängsschlitz in allen Arbeitsschritten gemäss den
Fig. 2-5 durch den Deckel 14 verschlossen ist.
Zuletzt werden die bereits miteinander verbundenen Fäden,
wie in Fig. 6 gezeigt, freigegeben und sämtliche Teile und
Einrichtungen der Fadenverbindevorrichtung werden in ihre
Ausgangslage zurückgeführt.
Die hergestellte Fadenverbindung entspricht der in Fig. 9
gezeigten: sie weist an ihren Enden keine Verdickungen auf
und die Fasern der verbundenen Fäden sind gut miteinander
verschlungen.
Die bisher beschriebene Vorrichtung und das mit ihr ausführ
bare Verfahren sehen das Zurückziehen der vorbereiteten Fa
denenden in Richtung der Spleißkammer in zwei Schritten vor,
u. zw. zunächst ein teilweises und anschliessend eine Ver
vollständigung des Zurückziehens, wobei der zusätzliche
Schnitt zwischen diesen beiden Schritten des Zurückziehens
durchgeführt wird. In Abhängigkeit von der Lage der zusätz
lichen Fadentrennvorrichtungen ist es aber auch möglich, das
Zurückziehen in einem Zug durchzuführen und den zusätzlichen
Schnitt vor oder nach diesem Schritt des Zurückziehens vor
zunehmen.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel mit
einer derartigen Anordnung der zusätzlichen Fadentrennvor
richtungen, dass der erfindungsgemäss vorgesehene zusätz
liche Schnitt der Fadenenden vor dem in einem Zug erfolgen
den Zurückziehen der Fadenenden in Richtung der Spleißkammer
durchgeführt wird.
In den Fig. 7 und 8 ist sehr schematisch eine Fadenverbinde
vorrichtung derjenigen Art gezeigt, wie sie Gegenstand der
DE 29 39 481 (bzw. der entsprechenden US-PS 4263 775) ist,
und zwar bei dem Schritt der Vorbehandlung der Fadenenden.
Auch diese Vorrichtung weist einen Kopf 40 mit in ihm ausge
nommener Spleißkammer 41 auf, die in diesen Fall nicht dazu
bestimmt ist, mit einem Deckel verschlossen zu werden und
die seitliche Ausmündungen 42 und 43 besitzt. Der Kopf 40
ist auf einem Körper 44 angeordnet, in welchem Fadenende
vorbehandlungseinrichtungen 45 bzw. 46 ausgenommen sind.
Jede dieser Einrichtungen, wie jene 46 die in Fig. 8 sichtbar
ist, weist ein Rohrelement 47 auf, in welchem ein Saugluft
strom in Richtung des Pfeiles 48 erzeugt werden kann und in
welches durch Leitungen 49 auch Druckluft eingeblasen werden
kann.
Mit dieser Einrichtung sollen die Fasern nicht nur parallel
ausgerichtet werden, sondern vom Fadenende sollen auch Fa
sern entfernt werden.
In Fig. 8 ist auch eine Leitung 50 zur Druckluftzufuhr in die
Spleißkammer zur Durchführung der Verbindung der Fäden F1 und
F2 sichtbar.
Die anderen Einrichtungen der Vorrichtung, wie zum Festhal
ten, zur Führung und zum Abtrennen der Fäden sind in den
Fig. 7 und 8 nicht gezeigt.
Erfindungsgemäss ist hingegen vorgesehen, jede Fadenendevor
behandlungseinrichtung 45, 46 mit einer zusätzlichen Faden
trennvorrichtung 51 bzw. 52 auszustatten, die in die betref
fende Vorbehandlungseinrichtung eingebaut ist. Insbesondere
weist, wie in Fig. 8 sichtbar, jede dieser zusätzlichen Fa
dentrennvorrichtungen ein ortsfestes Organ und ein bewegli
ches Organ auf, welche in einer zum Rohrelement 47 quer ver
laufenden Nut 53 wirksam sind, die in einem bestimmten Ab
stand von der Eintrittsöffnung des Rohrelementes 47 vorge
sehen ist.
Durch Betätigung dieser zusätzlichen Trennvorrichtungen 51,
52 nach der Vorbehandlung der Enden der Fäden F1 und F2 in
den Rohrelementen 47 der betreffenden Einrichtungen 45, 46
bevor die vorbehandelten Fadenenden in einem Zug in Richtung
der Spleißkammer 41 zurückgezogen werden, werden offensicht
lich etwaige an den Fadenenden hängen gebliebene Fasern be
seitigt und folglich die Fadenenden gleichgeschnitten.
Claims (8)
1. Verfahren zum knotenlosen Verbinden von Textilfäden bzw.
Garnen mittels Druckluft in einer Spleißkammer, mit den
folgenden Arbeitsschritten:
- a) Einlegen der Fäden in die Spleißkammer,
- b) Festhalten der in die Kammer eintretenden Fäden außerhalb der Kammer und Abtrennen der aus der Kammer austretenden Fadenenden in einem bestimmten Abstand von der Kammer,
- c) Vorbehandlung der abgetrennten Fadenenden zum Aufdrehen und parallelen Ausrichten der Fasern,
- d) Zurückziehen der vorbehandelten Fadenenden in Richtung der Spleißkammer,
- e) Durchführung der Fadenverbindung durch Einlass von Druckluft in die Spleißkammer,
- f) Freigabe der verbundenen Fäden,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der zusätzliche Schnitt vor dem Arbeitsschritt des
Zurückziehens durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der zusätzliche Schnitt nach dem Arbeitsschritt des
Zurückziehens durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der zusätzliche Schnitt nach einem Arbeitsschritt eines
teilweisen Zurückziehens und vor einem Arbeitsschritt
der Vervollständigung des Zurückziehens durchgeführt
wird.
5. Vorrichtung zum knotenlosen Verbinden von Fäden bzw.
Garnen mittels Druckluft nach dem Verfahren des
Anspruchs 1, mit einem eine Spleißkammer (11; 41) mit
Fadeneinlegelängsschlitz und seitlichen Ausmündungen
(12, 13; 42, 43) aufweisenden Kopf (10; 40), mit
Drucklufteinführungseinrichtungen (50) in die
Spleißkammer (11; 41), sowie mit beiderseits der
Spleißkammer angeordneten Fadenführungs-,
Fadenfesthalte- und Fadentrenneinrichtungen (25, 26, 19,
20, 27, 28), pneumatischen
Fadenendevorbehandlungseinrichtungen (15, 16; 45, 46)
und Einrichtungen (17, 18) zum Zurückziehen der
vorbehandelten Fadenenden in Richtung der Spleißkammer
(11; 41), dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche
Fadentrennvorrichtungen (34, 35; 51, 52) für die in den
Fadenendevorbehandlungseinrichtungen (15, 16; 45, 46)
vorbehandelten Fadenenden vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzlichen Trennvorrichtungen (34, 35) für
die vorbehandelten Fadenenden unmittelbar seitlich der
Ausmündungen (12, 13) der Spleißkammer (11) angeordnet
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass dies zusätzlichen Trennvorrichtungen (34, 35) für
die vorbehandelten Fadenenden zwischen den seitlichen
Ausmündungen (12, 13) der Spleißkammer (11) und den
betreffenden Vorbehandlungseinrichtungen (15, 16)
angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die zusätzlichen Trennvorrichtungen (51, 52) für
die vorbehandelten Fadenenden innerhalb der
Vorbehandlungseinrichtungen (45, 46) angeordnet sind.
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