DE42313C - Maschine zum Putzen von Seiden-Cocons - Google Patents

Maschine zum Putzen von Seiden-Cocons

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Publication number
DE42313C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cocoons
machine
plates
cleaning silk
silk cocoons
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42313D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. W. SERREL JR. in Chabeuil, Frankreich
Publication of DE42313C publication Critical patent/DE42313C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B7/00Obtaining silk fibres or filaments
    • D01B7/02Cleaning or classifying silk cocoons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29: Gespinnstfasern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1887 ab.
Die Seiden-Cocons müssen, nachdem sie den vorläufigen Operationen zum Aufweichen des Seidenleims und zum Lösen und theilweisen Entfernen der Flockseide unterworfen sind, noch geputzt, d. h. von der losen Seide befreit werden, bevor sie fertig sind, um abgehaspelt werden zu können.
Bei der zu diesem Zweck dienenden patentirten Maschine ist ein Kanal oder eine Wasserrinne zwischen den Behältern A und B (Fig. 1) angebracht; desgleichen Vorrichtungen, um das Wasser in diesem Kanal und den dadurch verbundenen Behältern zu erhitzen. Zwei Platten oder Führungen C C werden parallel und ein wenig von einander entfernt durch Träger D D, welche bis zu einem Gestell unter den Behältern reichen, über dem Wasser gehalten. Das Gestell ist auf einem Schieber so angebracht, dafs die Platten C C in dem Kanal seitlich vor- und rückwärts bewegt werden können, so lange, als sie ihre bestimmte Stellung zu einander bewahren. Zur Hervorbringung der Bewegung kann ein beliebiges passendes Mittel, z. B. die Kurbel E, benutzt werden. Obige sind die wentlichsten Theile der Maschine; aber man kann, um die Regelmäfsigkeit des Betriebes zu sichern, noch manche andere hinzufügen.
Wirkung der Maschine:
In den einen Behälter werden ungeputzte Cocons gebracht. 40 bis 50 Stück werden dann zusammengenommen und deren Flockseide zwischen den Platten C C befestigt. Diese Platten oder Führungen werden beständig in Bewegung gehalten, und zwar rückwärts und vorwärts und rechtwinklig zu der zwischen ihnen befindlichen Oeffnung. Der Ausschlag kann etwa 8 bis 10 cm betragen und die die Bewegung hervorbringende Kurbel 100 Umdrehungen pro Minute machen, so dafs die Platten und ihre Oeffnungen jedesmal einen Weg von 8 cm 100 Mal pro Minute, oder im Ganzen 200 Bewegungen in dieser Zeit machen. Die einfachste Art, mit dieser Vorrichtung zu arbeiten, ist diejenige, den Coconabfall mittelst der Hand wegzunehmen, wie in Fig. 2 gezeichnet ist. Nachdem die Arbeiterin den Abfall zwischen die Platten C C gebracht hat, zieht sie denselben vorsichtig in die Höhe, dafs sie davon 2 bis 3 m pro Minute an sich bringt.
Die Cocons, welche sich unter den Führungen C C befinden, fangen sofort an, unabhängig von einander thätig zu werden, je nachdem an ihrer Flockseide, welche sie wie ein Netz oder theilweise lose umgiebt, gezogen wird; sie werden nahe bis zu der Oeffnung zwischen den Platten gezogen und dort in dem Wasser rasch hin- und hergeschüttelt, so dafs ihre Flockseide sich schnell löst und durch die Oeffnung zwischen den Platten von der Arbeiterin emporgezogen werden kann, indem die geputzten Cocons zurückbleiben. Cocons, welche beinahe fertig geputzt sind, trennen sich leichter von ihren Flockseiderückständen und folgen den Bewegungen der Platten nur zum Theil, so dafs sie nur gelinde durch ihre Flockseide in der einen oder anderen Richtung gezogen werden, indem die Flockseide den Platten folgt, wenn sie die Cocons verläfst.
Cocons, .welche vollständig fertig geputzt sind, geben ihre Enden so leicht in dem
heifsen Wasser ab, dafs sie kaum von den Bewegungen der Platten berührt werden und meistens in der Nähe der einen oder anderen Seite des Kanals bleiben, indem sie die kleine Fadenlänge, welche durch das Abreifsen des Abfalls beansprucht wird, ohne sich von ihrem Platz zu bewegen, abgeben.
Indem die Arbeiterin nun fortfährt, den Abfall an sich zu ziehen, bewegt sie ihre Hand von dem Punkt, wo die Cocons in den Kanal eintreten, weg und gegen den anderen Behälter hin. Nach einiger Zeit sind die Cocons geputzt und die Arbeiterin braucht nur die reinen Fäden, welche den Abfall ersetzt haben, auf einem Pflock an der Seite des Füllbassins zu befestigen, indem sie gleichzeitig die Cocons unter den Platten C C hervorzieht und die Fäden um den Pflock legt. Die Cocons sind nunmehr fertig zum Abhaspeln.
Anstatt der Handarbeit kann irgend ein passender Mechanismus benutzt werden, und ebenso können während der Operation verschiedene Gruppen ungeputzter Cocons gleichzeitig durch den Kanal hindurchgeführt werden, um einen ununterbrochenen oder doch beinahe ununterbrochenen Betrieb zu sichern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine, zum Putzen von Seiden - Cocons, bestehend aus zwei durch einen engen Schlitz getrennten Platten C C, welche durch ein von einer Kurbel bewegtes, in Führungen gleitendes Gestänge D D über der Oberfläche eines Gefäfses mit kochendem Wasser hin- und herbewegt werden und dabei die durch den Schlitz hindurch an der Flockseide gehaltenen Cocons hin- und herschütteln.
    Hierzu i. Blatt Zeichnungen.
DENDAT42313D Maschine zum Putzen von Seiden-Cocons Expired - Lifetime DE42313C (de)

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DENDAT42313D Expired - Lifetime DE42313C (de) Maschine zum Putzen von Seiden-Cocons

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DE (1) DE42313C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110195262A (zh) * 2019-04-30 2019-09-03 深圳市创艺工业技术有限公司 一种蚕茧的清洁装置

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