DE42220C - Vorrichtung zum Anzeigen der Drehrichtung und Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen etc - Google Patents
Vorrichtung zum Anzeigen der Drehrichtung und Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen etcInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/22—Use of propulsion power plant or units on vessels the propulsion power units being controlled from exterior of engine room, e.g. from navigation bridge; Arrangements of order telegraphs
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B49/00—Arrangements of nautical instruments or navigational aids
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Apparat bringt die Gangrichtung und die Geschwindigkeit von Motoren,
mit denen er in Verbindung gebracht wird, zur Anzeige, ohne dafs es nöthig ist, die
Motoren selbst arbeiten zu sehen. Der Apparat soll in erster Linie für SchifFsmaschinen
dienen und dem Capitain jeden Augenblick von seiner Commandobrücke oder sonst einer
Stelle aus die angedeutete Controle über die Maschine gestatten. Der Apparat kann aber
auch bei jedem anderen Motor Anwendung rinden.
Derselbe enthält einen Indicator mit Zeiger und Indicatorarm, die unter der Einwirkung
einer nachgiebigen Scheidewand sich befinden, auf deren einen Seite, je nach der Gangrichtung
der Maschine oder ihrem Stillstande, ein geringerer oder stärkerer Druck durch die
Thätigkeit einer Pumpe unterhalten wird, die mit dem die Scheidewand enthaltenden Indicatorgehäuse
durch Röhren verbunden ist. An passender Stelle ist ein Hahn eingeschaltet,
dem jedesmal eine andere Einstellung gegeben wird, wenn der Umsteuerungshebel der Maschineauf
»Vorwärts« oder »Rückwärts« oder auf »Stop« verlegt wird. Der von der Maschine bewegte Pumpenkolben unterhält dann, unter
Mitwirkung sich selbst steuernder Ventile, jene verschieden starken Drucke unter der Scheidewand,
welche die entsprechende Einstellung des Indicatorzeigers und Armes bedingen. Auch läfst sich hiermit eine Einrichtung verbinden
, die auf akustischem Wege eine Controle über das Verhalten der Maschine ermöglicht.
Fig. ι beiliegender Zeichnungen stellt die allgemeine Anordnung dieses Apparates an
einer Schiffsmaschine als Beispiel dar, Fig. 2 bis 5 zeigen den optischen und akustischen
Indicator in mehreren Schnitten und Fig. 6 bis 8 bezw. 9 bis 12 zwei verschiedene Ausführungsformen
der Pumpe und des Steuerungshahnes.
Der Indicator A, der Vierweghahn B und
die Pumpe C können eine verschiedenartige Aufstellung rinden. Dieselbe richtet sich nach
den Zwecken und den localen Verhältnissen des Fahrzeuges. Die Kolbenstange der Pumpe
steht durch Stange D mit einem bewegten Theile der Maschine in Verbindung, beispielsweise
mit dem die Luftpumpe der Maschine treibenden Balancier D ', Fig. 1. Stange D
erhält dadurch eine ähnliche, nur kleinere Bewegung als die Dampfkolben. Der Pumpenkolben
macht also jedesmal einen Hub, wenn die Maschine einen Hub macht.
Andererseits steht der Hebel B3 auf dem Küken des Vierweghahnes durch Stange E in
Verbindung mit dem Steuerhebel E1. Wenn also der letztere auf »Vorwärts«, auf »Stop«
oder auf »Rückwärts« steht, so befindet sich entsprechend der Hebel B3 in seiner Anfangsbezw.
Mittel- bezw. Endstellung. Natürlich könnte für den vorliegenden Zweck die Verbindung
des Hebels B3 auch mit einem anderen Maschinentheil bewirkt werden, der
ähnliche Bewegungen macht wie der Steuerhebel.
Der mit der Pumpe communicirende Indicator hat im wesentlichen die Wirkung eines
Federmanometers.
Die das Gehäuse oberhalb des Rohrstutzens F, Fig 2, in zwei Abtheilungen trennende Scheidewand
C besteht aus einem zwischen Federn liegenden Kolben, der auf seiner Mitte die Stange g trägt, die an den Hebel g'2 der
Achse ga des Zeigers g' greift. Bei Stopstellung
wird dieser Zeiger durch eine Feder g3 in entsprechender Lage erhalten. Die zwischen
zwei Stiften gi der Stange g fortführende
Feder ist mit ihrem einen Ende an der cylindrischen Wand des Gehäuses A* befestigt,
und zwar vermittelst eines Winkels g·5, der bei gc>
am Gehäuse drehbar ist und zu dessen Einstellung von aufsen die Stellschraube
g1 dient. Die Achse g8 erhält am
besten an jedem Ende einen Zeiger g1 und
das Gehäuse des Indicators A an jeder Seite eine halbtransparente Scalenscheibe ΑΊ, so dafs
man von der einen Seite sowohl wie von der anderen ablesen kann.
Die zur Beleuchtung des Gehäuseinnern dienende Lampe Ä2 ist in einer Hülse A3,
einer Oeffnung A5, Fig. 3 gegenüber, angebracht , durch welche die inneren Räume des
Gehäuses und der Hülse mit einander communiciren. An dem Rohrstutzen F und
zweckmäfsig nahe an der Scheidewand G ist für die akustische Comrole eine Pfeife H angeordnet,
deren Gehäuse mit einem Deckel H1 verschlossen ist. Empfehlenswerth ist, die
Pfeife so einzurichten, dafs sie nach Entfernung des Deckels für den Vorwärtsgang
einen tiefen Ton bei jedem Hube der Maschine abgiebt, entsprechend einem Druck
unter Atmosphärendruck, dagegen einen hohen Ton für Rückwärtsgang. Eine einzige Höhe
des Tones wird indessen meist genügen.
Hinter jedem der beiden Zeiger g1 sitzt
noch ein bei i' drehbarer Indicatorarm J von der Form eines Ankers, Fig. 4, der auf dem
einen Ende des zu i1 concentrischen Theiles i
die Bezeichnung »Vorwärts« trägt und auf dem anderen die Bezeichnung »Rückwärts«.
Der Bolzen z1 ist in einer Brücke J gelagert,
die gegenüber dem concentrischen Armtheile eine entsprechende Schauöffnung symmetrisch
zur verticalen Mittellinie des Gehäuses A^ enthält. In dieser Schauöffnung kommt bei
der Stellung des Zeigers g1 auf »Vorwärts«
die Bezeichnung »Vorwärts« des Armes J zum Vorschein, während an derselben Stelle die
Bezeichnung »Rückwärts« zum Vorschein kommt, wenn Zeiger g1 auf »Rückwärts«
steht.
Die Drehung des Armes J wird dadurch bewirkt, dafs der Zeiger g} bei der ihm durch
die Bewegung der Scheidewand G ertheilten Schwingung an den einen der beiden Stifte z2
schlägt, die unterhalb des Bolzens i' in
passenden Abständen von einander am Arm J angeordnet sind.
Der Zeiger g' kann also, den Druckschwankungen
folgend, zwischen »Stop« und »Rückwärts« beständig hin- und herschwingen,
immer wird im ersteren Falle der Arm J auf »Vorwärts« zeigen und im letzteren Falle auf
»Rückwärts«. Steht andererseits die Maschine still, so findet eine Verlegung des Armes /
von derjenigen Stellung hinweg, die er bei der letzten Gangrichtung der Maschine einnahm,
nicht statt, denn beim Stillsetzen der Maschine kehrt der Zeiger unter der Wirkung der Feder
g3 auf »Stop« zurück, ohne den Arm J zu beeinflussen.
Natürlich könnte an Stelle der beschriebenen Einrichtung zum Bewegen des Armes J auch
jede andere treten, die dafür einen Ersatz bietet.
Die Beziehung der Pumpe zur Scheidewand G ist nun so gewählt, dafs beim Vorwärtsgang
der Maschine theilweises Vacuum auf G wirkt, beim Rückwärtsgang ein Ueberdruck
über den Atmosphärendruck und beim Stillstand, also bei Stopstellung des Steuerhebels,
Atmosphärendruck.
Zu diesem Zweck ist in das den Indicator mit der Pumpe verbindende Rohr F der Vierweghahn
B eingeschaltet. Im Pumpenkolben C1. sind aufserdem entweder Ventile angeordnet,
oder es wirkt der Kolben selbst wie ein Ventil, Fig. 9, oder die erforderlichen Ventile
können am Vierweghahn oder in den Rohrleitungen angeordnet werden.
Der Pumpenkolben C1, Fig. 8, ist bei der einen Ausführungsform durch Stange D mit
der Kolbenstange C2 verbunden, Fig. 1. Das
Ende c des Pumpencylinders communicirt mit dem Indicator durch Rohr F, das andere
Ende c1 durch Oeffnungen f2 mit der Atmosphäre.
Durch ein kurzes Zweigrohr f communicirt der Vierweghahn B mit dem Rohr F,
Fig. 6.
Der Steuerhebel E1, Fig. 1, ist auf »Vorwärts«
eingestellt, und dieser Einstellung entspricht die Stellung des Hahnkükens B',
Fig. 6. Wenn nun beim Gang der Maschine der Pumpenkolben C' infolge seiner Verbindung
mit dem Balancier D1 abwärts geht,
Fig. 8, so entsteht ein theilweises Vacuum oder ein Minderdruck im Rohr F und unterhalb
der Scheidewand G des Indicators. Infolge dessen geht der Zeiger Οψ auf »Vorwärts«,
Fig. 2, und nimmt den'Arm J mit. Geht der Kolben C1 dann wieder hoch, so
kann ein stärkerer Druck in F deshalb nicht entstehen, weil jede merkliche Compression
durch das Ventil k vermieden wird, das in
dem Ventilgehäuse K1 angeordnet ist. Dies
Ventil hebt sich dann von seinem Sitz und verschafft der in C und F vorhandenen Luft
sofort einen Ausweg durch ff1, den Kanal b,
Fig. 6, im Küken ^B1, Kanal K im Hahnkörper
und durch die Oeffnungen K2 der auf
das Gehäuse K^ aufgeschraubten Kappe kl.
Zwar, wird der Zeiger g1 infolge von
Schwankungen des Minderdruckes, die durch die Hubbewegungen des Pumpenkolbens bedingt
sind, ein wenig zwischen »Stop« und »Vorwärts« hin- und herschwingen, allein dies
läfst die dem Indicatorarm J ertheilte Lage
unberührt.
Eine den Atmosphärendruck überschreitende Spannung wird dagegen in C1 und F und
unter der Scheidewand G erzeugt, sobald der Steuerhebel E1 auf »Rückwärts« eingestellt
wird. Damit ist dann ein Verlegen des Kükenhebels B3, Fig. 6, in die obere Stellung B4
verbunden, und der mit dem Zweigrohr f communicirende Kanal f1 kommt dann durch
den Kükenkanal b und Kanal L im Hahnkörper in Communication mit dem unten am
Hahn. B angeordneten Gehäuse Ll des Saugventils
/. Für gewöhnlich verschliefst dies Ventil den mit der ä'ufseren Luft communicirenden
Kanal Z2, der in der auf das Gehäuse L' aufgeschraubten Kappe ll sich befindet.
Geht der Pumpenkolben C1, Fig. 8, abwärts, so hebt sich das Ventil Z und eine
gröfsere Menge atmosphärischer Luft wird angesaugt, die sich durch F in den Raum unter
der Scheidewand G des Indicators verbreitet.
Sofort schlägt dann beim nächsten Kolbenhochgange der Zeiger g1 unter Mitnahme des
Indicatorarmes J aus der Stellung »Vorwärts« in die Stellung »Rückwärts« herum. Er
schwankt beim Arbeiten der Pumpe zwischen »Stop« und »Rückwärts«, läfst aber den
Arm J in der ihm angegebenen Lage.
Eine Ausgleichung des Druckes über und unter der Scheidewand G findet endlich beim
Verlegen des Steuerhebels E1 auf »Stop« statt. Dabei rückt der Kükenhebel B3 ebenfalls
in seine Mittellage, Fig. 6, und Küken-, kanal b'2 sowie fl, f und F communiciren
dann mit der äufseren Luft durch den Kanal J des Hahnkörpers. Der Zeiger g\ Fig.. 2,
springt dann unter der Wirkung der Feder g3 auf »Stop« zurück, er beläfst aber den Indicatorarm
J in der letzten Stellung, so dafs durch diesen bis zum nächsten Anlassen der
Maschine beständig angezeigt wird, welches die letzte Gangrichtung der Maschine war.
Bei der Modification Fig. 9 bis 12 enthält
der Pumpenkolben C1 selbst ein Ventil. Die Stellung des Kükerihebels B3 entspricht dem
Vorwärtsgang der Maschine. Angenommen, der Pumpenkolben gehe jetzt abwärts, so wird
das zwischen den Wänden C4 und C5 des
Kolbens liegende Ringventil C3 gegen seinen oberen Sitz von C4 gedrückt. Infolge dessen
entsteht ein Minderdruck in dem in das obere Ende c des Pumpencylinders einmündenden
Rohr F1 und in K, b\ fi und F. Also wird
Wand G sich senken und den Zeiger g1 mit
auf »Vorwärts« herumnehmen. Geht dann der Kolben C1 wieder hoch, so fällt Ring C3
auf den unteren Sitz an Wand C5 zurück, so dafs Luft durch die Oeffnungen C6 in der
letzteren entweichen kann und ein stärkerer Druck unter der Scheidewand G nicht entsteht.
Befindet sich dagegen beim Rückwärtsumsteuern der Maschine der Hebel B3 in der
oberen Stellung, Fig. 12, so hat das untere
Ende o1, Fig. 9, des Pumpencylinders C
Communication mit dem Raum unter der Scheidewand G. Wenn jetzt Kolben C' abwärts
geht, schlägt der Ventilring C3 an den oberen Sitz an C4 und eine Compression der
Luft im unteren Ende c1 des Cylinders, dem
unten in C einmündenden Rohr F^ und
in L, b^,fx und F, tritt dann ein, wobei
der Zeiger g1 durch den Druck auf die Scheidewand G von »Vorwärts« auf »Rückwärts«
herumschlägt.
Wenn endlich der Steuerhebel E1 auf »Stop« und der Kükenhebel B3 in seine
Mittelstellung verlegt wird, so comrriunicirt der quer durchgehende mittlere Kanal Z?2 des
Hahnkükens mit f1 F und dem Rohrstutzen J
mit der äufseren Luft.
Für diesen Fall schlägt der Zeiger gλ auf
»Stop« zurück, während er den Indicatorarm J in der ihm zuletzt ertheilten Lage beläfst.
Da beim Gang der Maschine der Zeiger g1
mit jedem Hube des Kolbens eine Schwingung macht, so kann man daran zugleich die Geschwindigkeit
der Maschine erkennen. Ein solcher Apparat, an passender Stelle aufgestellt, ermöglicht es also beispielsweise dem Schiffscapitain,
jederzeit nicht nur die Gangrichtung der Schiffsmaschine, sondern auch deren
Schnelligkeit zu controliren und dementsprechend sein Commando zu geben, ohne
die Maschine selbst arbeiten zu sehen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zur Anzeige der Gangrichtung und Geschwindigkeit eines Mo tors, gekennzeichnet durch eine von letzterem mit gleichem Hubwechsel getriebene Pumpe (C), die durch Rohr (F) ein Umsteuerungsglied (B) beeinflufst, das mit dem Steuerhebel des Motors zu dem Zweck verbunden ist, unter der Mitwirkung von Ventilen (k) und (I) oder deren Ersatz beim Umsteuern des Motors einen auf einenIndicator wirkenden Minderdruck bezw. Ueberdruck, durch die Pumpe zu erzeugen.
Bei dem zu i. bezeichneten Apparate:a) der Indicator, Fig. 2 und 3, mit einem oder mehreren Zeigern (g 1J, die unter dem Einflufs der Schwankungen des Ueberdruckes beim Rückwärtsgang des Motors zwischen »Stop« und »Rückwärts« hin- und herschwingen, und umgekehrt den Schwankungen des Minderdruckes folgend, beim Vorwärtsgang der Maschine zwischen »Stop« und »Vorwärts«, während in allen übrigen Fällen die Feder (g3) die Zeiger auf Stopstellung erhält;b) der bei jedem Wechsel in der Bewegungsrichtung des Motors herumgeworfene Indicatorarm (J), durch welchen die letzte Gangrichtung, welche die Maschine vor ihrem Stillstand hatte, angezeigt wird;c) der mit dem Umsteuerungsmechanismus verbundene Vierweghahn (B) in der die Pumpe (C) mit dem Indicator (A) verbindenden Rohrleitung;d) die in die Rohrleitung eingeschaltete Pfeife (H), die beim Vorwärtsgang und Rückwärtsgang infolge der Wirkung des Minderdruckes oder Ueberdruckes Töne verschiedener Höhe abgiebt, wodurch hörbar wird, welche Gangrichtung die Maschine hat und mit welcher Geschwindigkeit sie ungefähr läuft.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42220C true DE42220C (de) |
Family
ID=317638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42220D Expired - Lifetime DE42220C (de) | Vorrichtung zum Anzeigen der Drehrichtung und Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen etc |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42220C (de) |
-
0
- DE DENDAT42220D patent/DE42220C/de not_active Expired - Lifetime
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