DE418992C - Verfahren zum Riechbarmachen von geruchlosen, giftigen Gasen - Google Patents

Verfahren zum Riechbarmachen von geruchlosen, giftigen Gasen

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DE418992C
DE418992C DEB112087D DEB0112087D DE418992C DE 418992 C DE418992 C DE 418992C DE B112087 D DEB112087 D DE B112087D DE B0112087 D DEB0112087 D DE B0112087D DE 418992 C DE418992 C DE 418992C
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DE
Germany
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odorless
smellable
making
poisonous gases
gas
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Expired
Application number
DEB112087D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Emmerich Czako
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/0001Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00 by organoleptic means

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Description

  • Verfahren zum Riechbarmachen von geruchlosen, giftigen Gasen. Um der Vergiftungs- und Explosionsgefahr bei unbemerkt stattfindender Ausströmung von geruchlosen giftigen Gasen (vor allem Kohlenoxyd) oder Gasgemischen (z. B. Wassergas) vorzubeugen, kann ein Riechbarmachen (Parfümieren) in verschiedener Weise vorgenommen werden.
  • Die Mehrzahl der bisher bekannten Verfahren benutzt auffällig riechende organische Flüssigkeiten mit niedrigem Siedepunkt und bei gewöhnlichen Temperaturen genügend hoher Dampfspannung, z. B. Mercaptan, C:arbylamin, Kohlenwasserstoffgemische, wie sie bei der ölgas- bzw. Blaugasherstellung anfallen usw. Die geruchgebende Flüssigkeit wird in einer besonderen Zuteilungsvorrichtung dem Gasstrom tropfenweise so einverleibt, daß die Dämpfe in ausreichender Konzentration vom Gasstrom fortgeführt werden. Hierbei ist aber eine sorgfältige Einstellung und dauernde Nachregelung der Tropfengeschwindigkeit, je nach der Gasgeschwindigkeit, erforderlich, was für das Verfahren von wesentlichem Nachteil ist. Hierzu kommt noch, daß die geruchgebenden Flüssigkeiten meist teuer, nur schwer erhältlich und sehr feuergefährlich waren. Auch das schon vorgeschlagene Riechbarmachen mit Acetylen hat in verschiedener Hinsicht Nachteile im Gefolge, da die Zersetzlichkeit von Calciumcarbid von der Beschaffenheit seiner Oberfläche stark abhängt. Vorliegende Erfindung besteht darin, daß die Beladung von Gasen mit Geruchstoffen durch auffällig riechende Dämpfe von festen organischen, genügend flüchtigen Verbindungen, wie z. B. Naphthalin, p-Dichlorbenzol u. dgl. erfolgt, und zwar vorteilhaft einfach in der Weise, daß das Gas über den in flachen Schichten ausgebreiteten, geruchgebenden Körper streicht und sich mit dessen Dämpfen belädt. Da die Beladung außer von der mit der Temperatur veränderlichen Dampfspannung der flüchtigen festen Verbindung auch von der Weglänge des Gases entlang der stets gleichmäßig wirksam bleibenden Oberfläche des geruchgebend-en Körpers abhängig ist, ist bei der Auswahl der Vorrichtungen zur Geruchsbeladung darauf zu achten, daß die Oberfläche des Geruchskörpers auch für die-voraussichtlich größte durch die Leitung strömende Gasmenge ausreicht. Man kann die verschiedenartigsten Vorrichtungen benutzen, wie z. B. runde oder viereckige, mit Tellereinsätzen, Horden u. dgl. ausgestattete Kästen bekannter Art, welche, mit Umgangsleitung versehen, zweckmäßig paarweise in die Hauptgasleitung eingeschaltet werden. Im Freien eingebaute Kästen werden gegen übermäßige Temperaturschwankungen zweckmäßig mit einem Wärmeschutzmittel bekleidet und im Winter erforderlichenfalls mit wenig Dampf angewärmt.
  • Die gemäß vorliegendem Verfahren betriebenen Vorrichtungen zur Geruchsbeladung arbeiten selbsttätig. Wenn keine Gasabnahme stattfindet, findet auch kein unnützer Verbrauch des Geruchskörpers statt. Die Wartung besteht lediglich in der regelmäßigen Überwachung der Wirksameit durch Geruchsprüfung oder einfache chemische Kontrolle geeigneter Art und gelegentliche Neubeschickung mit dem Geruchskörper.
  • Bei paarweise nebeneinandergeschalteten Vorrichtungen kann die Neubeschickung durch Wechselschaltung ohne Betrieb.:unt>rbrechung vorgenommen werden. Bei Hintereinanderschaltung kann zu Zeiten des Höchstverbrauchs ein zweiter oder dritter usw. Geruchskasten durch einfache Handgriffe zugeschaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcT3: Verfahren zum Riechbarmachen voll geruchlosen giftigen Gasen oder Gasgemischen durch auffällig riechende Dämpfe, dadurch gekennzeichnet, daB die Beladung mit dem Geruchskörper durch Berührung mit genügend flüchtigen, festen organischen Verbindungen erfolgt.
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