-
Sohlenauflegemaschine mit zwei durch Kniegelenke abwechselnd in die
Preßstellung gebrachten Preßvorrichtungen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Groläbritannien vom 6:
März 1923 beansprucht. Es sind Sohlenauflegevorrichtungen bekannt, bei denen
die Sohle auf den oberen Teil durch eine Preßvorrichtung gedrückt wird, die von
einem Kniegelenk getragen und durch Knicken und Strecken dieses Gelenkes in und
außer Wirkung gesetzt wird. E5 ist auch bekannt, bei Auflegemaschinen solcher Art
zwei Preßvorric'htu'n:gen miteinander zu verbinden, derart, daß die eine unter Preßdru.ck
steht, während die andere zum Herausnehmen und Einlegen des Werkstückes gelöst ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Kniehebel der beiden in
geschilderter Weise zusammenwirkenden Preßvorrichtungen so miteinander und mit einer
;gemeinschaftlichen Kurbel verbunden, daß das Strecken und Knicken der beiden Kniegelenke
in einer gemeinsamen Ebene erfolgt. D.a.duirch wird die Maschine einfacher u:nd
schmaler und leichter zu bedienen. Zweckmäßig ist es, die beiden Kniegelenke durch
einen gemeinsamen Lenker miteinander zu verbinden, an dem die die Bewegung Hervorbringende
Kurbel durch eine Kurbelstange angreift. Da die beiden Preßvorric'htungen somit
in derselben Flucht liegen, können sie mit einer gemeinschaftlichen Belastungsfeder
versehen werden, die durch Hebel an den unteren Zapfen der Kniegelenke angreift
und genügende Länge besitzt, damit sie ohne wesentliche Änderung der Vorspannung
den wechselnden Dicken der aufzulegenden Sohlen sich .anpassen kann.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt.
-
Abb. i ist eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, Abb. 2 ein Schaubild
des unteren Teiles. Das Maschinengestell besteht aus einer Grundplatte io, auf welcher
U-förmige Böcke 12, 14 angebracht sind. Die Böcke sind beiderseits mit Führungsstangen
16 versehen, an denen oben durch eine Klemmuite und einen Keil 20 o. dgl. Querhäupter
i g angebracht sind, an denen ein Leistenzapfen zur Aufnahme des Leistens und eine
Rolle zum Abstützen des vorderen Leistenteiles einstellbar befestigt sind. Gegen
die Sohlenfläche des Werkstückes drückt ein Kissen 24., welches einstellbar an einem
Kasten 22 angebracht ist. Der Kasten 22 ist durch Zapfen 25 mit an den Stangen 16
geführten Schiebern
26 verbunden. Die Schieber sind durch Zapfen
3.1. mit Kniegelenken 28, 30, 32 verbunden. Das untere Kniegclenkglicd
30 stütz: sich mit Zapfen ;6 auf einen Hebel 38, der um den Zapfen 39 schwingt.
Der Zapfen 39 ist mit einem Ende (s. Abb.2) an einer am Maschinengesell angeschraubten
Pla:te -.o befestigt und am anderen Ende an einer Platte .M2, die sich mittels Schrauben
.M, .1..). auf das Maschnenges:ell stü:z: Abb. i ).
-
Die unseren Kniegelenktuile 3o der beiden Preßvorrich:umgen sind durch
ein gemeinsames Lenks:ück 46 miteinander verbunden, derart, daß beim Strecken eines
der Kni:g@-lenke das andere Kniegelenk -eknickt wird und umgekehrt. An einen der
Kniegelenke 3o greift noch ein Lenker .18 an, der an einem Kurbelzapfen an einem
Zahnrad 50 (in Abb.2 geschnitten) angreift. Mit dem Zahnrad 5o steht en Zahnrad
52 in Eingriff, dessen Welle durch eine mittels Tretheb21 58 ein- und ausrückbare
K=upplung und Zahnruder mit der Antriebsriemenscheibe 56 in Verbindung gebracht
werden kann. Der Antrieb ist so gestaltet, da.ß beim jedesmaligen Niedertreten des
Einrückhebels 58 das Zahnrad 5o eine halbe Umdrehung vollendet und dann zum Stillstand
kommt.
-
Die beiden Hebel 38 sind über ihre Drehzapfen 39 verlängert und stützen
sich mit den nebüneinanderlicgenden Enden 6o gegen einen Teller 62, auf den eine
lange, kräftige, Feder 64. drückt. Innerhalb der Feder 6.1 befindet sieh ein Rohr
66. Das obere Ende der Feder 64. stützt sich gegen einen Teller 68, auf den ein
mit Schraubenewinde versehenes Glied 70 drückt, und zwar' mittels eines Kugellagers
72. Auf das Glied 70 ist eine 'Mutter 72' aufgcse:zt, die mittels
Schrauben 7.1 an einer init dem Pfosten 14 lösbar verbundenen Platte 6 befestigt
ist. Das Gewindestück 70 ist mit einem Loch 86 versehen, in welches ein Schlüssel
eingeführt werden kann, um das Gewindestück in der Mutter 72' zu drelien und dadurch
die Vorspannung der Feder 6.1 zu ändern. Mit dem unteren Federteller f)2 ist eine
oben mit Gewinde versehene S;ange 82 fest verbunden, welche durch die Feder und
das Gewindestück 70 hindurchgreif; und oben eine Mutter 84 trägt.
-
Wenn die Mutter 8.1 so weit niedergeschraubt wird, daß sie auf das
obere Ende des Gewindestückes
70 aufdrückt, so kann die ganze federnde #,'orricli;ung
aus der Maschine herausgenommen wurden, während die Feder gespannt bleibt.
| Die Feder 64 bringt den wirksamen Druck |
| zwischen dem Werkstück und dem Kissen |
| 24 hervor. Bei wechselnder Sohlendicke än- |
| der: sich der von der Feder infolge ihrer |
| grof:n Länge ausgeüb;e Druck nicht. |
| Die Lenkstange 46 und der Lenker 4.8 |
| sind mit einer Durchbrechung zur Hindurch- |
| führung der Zelle des Rades 52 versehen. |
| Bei jeder Drehung des Rades 52 macht, |
| wie oben angegeben, das Rad 52 eine halbe |
| Umdrehung, so daß der eine Kniehebel l;e- |
| streckt und der andere geknickt wird. 'Wäh- |
| rend dieses Streckens und Knickens bewegt |
| sich keiner der Teile der Maschine gegen |
| den vor der Maschine stellenden Arbeiter |
| hin, so daß dieser sich unmittelbar vor der |
| Maschine aufstellen kann, ohne gefährdet zu |
| sein. Am Boden jedes Kastens 22 ist noch |
| ein federbelasteter Drücker 88 angebracht, |
| der sich gegen den Schieber 26 stützt und |
| unbeabsich;igte Drehungen der Kasten ver- |
| hindert. |