DE415746C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung des Belags von Tasten fuer Klaviere und aehnliche Instrumente - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung des Belags von Tasten fuer Klaviere und aehnliche Instrumente

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DE415746C
DE415746C DEB116708D DEB0116708D DE415746C DE 415746 C DE415746 C DE 415746C DE B116708 D DEB116708 D DE B116708D DE B0116708 D DEB0116708 D DE B0116708D DE 415746 C DE415746 C DE 415746C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/12Keyboards; Keys
    • G10C3/125Materials or treatment of materials for the manufacturing of keys

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung des Belags von Tasten für Klaviere und ähnliche Instrumente. Die bekannten Auflagen für die Tasten von Klavieren, Flügeln o. dgl. Instrumente bestehen entweder aus Elfenbein Zelluloid oder einer ähnlichen Kunstmasse.
  • In beiden Fälle-i sind diese Auflagen aus zwei Teilen zusammengesetzt, und zwar aus einem größeren Beleg für die Oberseite und einem kleineren für die Stirnseite, die beide in den meisten Fällen mittels Klebstoff an dem Tasthebel befestigt werden.
  • Diese Art von Auflagen, gleichgültig ob sie aus Elfenbein, Zelluloid oder einer anderen Kunstmasse hergestellt sind, besitzen Aden Nachteil, daß der Belag sich namentlich in der Wärme (wie z. B. in den Tropen) leicht ablöst, zumal die obere Tastaturfläche etwas nach vorn vorsteht und dadurch der Gefahr des Abhebens besonders ausgesetzt ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Vorrichtung, mittels deren die Bekleidung der Tastatur in einfacher Weise so hergestellt werden kann, daß sie aus einem rechtwinklig gebogenen und an der Knickstelle in Richtung des längeren Schenkels auswärts gekröpften Streifen aus Zelluloid oder ähnlicher Ku:istniasse besteht. Die Herstellung kann dabei zweckmäßig in der Weise erfolgen, daß ein Zelluloidstreifen mit dein größeren Teil seiner Länge auf einem Widerlager festgeklemmt und dann der kürzere, über den Rand dieses Widerlagers hinausragende Teil des Streifens unter Erweichung und Zusammenstauchung bzw. Kröpfung der Knickstelle in die rechtwinklige Lage gepreßt wird. Im Interesse einer wirtschaftlichen Herstellung empfiehlt es sich dabei, beim Biege- und Preßvorgang einen Zelluloidstreifen oder richtiger eine Zelluloidplatte zu verwenden, welcher die Breite inehrerer.Einzeitasten, und zwar beispielsweise etwa die haibe Breite eines Klaviers besitzt, und diese Platte nach dein Stauchen und Fertigpressen in den Einzeltasten in entsprechende Streifen zu zerschneiden.
  • Zur Ausübung des Verfahrens wird zweckmäßig eine @"orrichtung benutzt, bei welcher einem festen Widerlager gegenüber ein Tiber die Knickstelle hinausragender Haltestempel zum Festklemmen des längeren Tastaturschenkel, sowie quer dazu ein mit einer der Kröpfung entsprechenden Aussparung versehener Preßstempel verschiebbar angeordnet ist, und unterhalb des letzteren eine den kürzeren Belagschenkel abstützende Platte vorgesehen ist.
  • Auf der Zeichnung ist ein gemäß :der Erfindung ausgebildeter Belag, sowie das Herstellungsverfahren in Verbindung mit einer dazu geeigneten Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt: .Al>ti, z die- Presse i;n Vorderansicht, Abb. 2 dieselbe in Draufsicht, Abb. 3 ist ein Schnitt nach Linie A-,4 der Abb. 2, Abb.4 zeigt denselben Schnitt aber mit eingerückten Stempeln, und Abb.5 den Klaviaturstreifen iin Schnitt. In dem dargestellten Beispiel ist i der Pressentisch, dessen nur teilweise dargestellte Füße 2 durch eine Distanzschraube d. seitlich abgestützt sind. Zu beiden Seiten des Tisches z sind senkrechte Führungssäulen 5 und 6 angebracht, die oben durch eine Traverse 7 miteinander verbunden sind. An diesen Führungssäulen 5 und 6 ist ein Stempel 8 auf- und abbewegbar, und zwar abwärts vermittels einer mit ihm durch ein Kugelgelenk 9 verbundenen Spindel io, die iii der Traverse 7 drehbar gelagert ist, %\#:ihrend für die Aufwärtsbewegung ein Paar Zugfedern i i und 12 vorgesehen sind, die an den seitlichen Enden des Stempel 8 einerseits und an den Enden der Traverse 7 andererseits in Halteösen 13, 14. bzw. i5, 16 aufgehängt sind. Dieser zum Festklemmen des Werkstückes bestimmte sclilcreclit verstellbare Stempci 8 arbeitet finit einen festen Widerlager 27 und mit einen zweiten Stempel 17 zusammen, der senkrecht zur Bewegungsrichtung des ersten Stempels in seitlichen Schwalbenschwanzführungen i g und i 9 des Tisches i verschiebbar geführt ist und seine Bewegung von zwei zweiarmigen Haudliebeln 2o und 21 erhält, die uni den Schaft der Distanzschraube .I schwingbar sind, und durch einen Schraubenbolzen 22 miteinander in Verbindung stehen, andererseits mit ihren gebogenen oberen Enden 23 und 24 in Schlitze 25 und 26 des Stempels 17 greifen. Diesem Stempel gegenüber,. der als Form- oder Druckstempel dient, ist auf dein Tisch i ein festes Widerlager 27 befestigt, auf welchem das Werkstück 3o mittels des Stempels 8 festgeklemmt wird. Der Haltestempel 8 ragt etwas über die Knickstelle des Werkstückes3o hinaus und der Preßstempe117 ist der Knickstelle gegenüber mit einer rillenförmigen Aussparu::ig .Io versehen. An beiden Stempeln ist außerdem in der Nähe der Knickstelle ein elektrischer Heizkörper 28 bzw. 29 angeordnet. Zwischen dem wagerecht verschiebbaren Stempel 17 und (lern festen Widerlager 27 ist nun in einem an den Seitenflächen des Tischgestelles befestigten Lager 31 ein Zapfen .I1 drehbar gelagert, an dessen freiem Ende der untere Schenkel 42 eines rechtwinklich gebogenen Flacheisens kefestigt ist, so daß .,seitlich ausgeschwenkt werden kann, während der obere, parallel und in Höhe der Widerlageroberfläche verlaufende Schenkel 43 als Ansclilagsbegrenzung nach vorne zu für den auf das Widerlage -27 gelegten Zelluloidstreifen- 33 dient. .
  • Die Arbeitsweise dieser Presse ist nun folgende: Ein Zelluloidstreifen 30, welcher etwa die halbe Breite ,der vollständigen Tastatur eines Klav ieres besitzen kann, wird auf das Widerlager 27 gelegt, wobei der über den Rand des Widerlagers 27 überstehende Teil des Zelluloidstreifens 3o an dem oberen Hebelschenkel 43 eine vordere Anschlagsbegrenzung findet. Dann deckt man den auf dem Widerlager liegenden Teil der Streifen durch eine Zinkplatte 32 ab, deren vorderes Ende etwas über den Rand des Widerlagers 27 vorsteht. Hierauf wird der Stempel 8, dessen Heizkörper schon vorher über die Kontaktstifte 35 an eine elektrische Leitung angeschlossen worden ist, vermittels der Spindel io fest gegen die Oberfläche des Widerlagers 27 gepreßt und dadurch der Zelluloidstreifen festgeklemmt und gegen Verschiebung gesichert. Der erwärmte Stempel 8 bewirkt hierbei ein Erweichen des Zelluloids, so daß der frei überstehende Teil des Streifens 30 sich unter (lein Einfluß seines Eigengewichts, in <ler Knickstelle durchbiegend, in der Pfeilrichtung in die strichpunktierte Lage nach unten senkt, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist. Nachdem nun die beiden rechtwinklig gebogenen Anschlagwinkel 42,43 seitwärts ausgeschwenkt sind, verschiebt man ,den Stempel 17, der ebenfalls vorher durch seinen elektrischen Heizkörper a9 angewärmt worden ist, mittels der beiden Handhebel 2o und 21 in Richtung des in Abb. 3 angegebenen Pfeiles und drückt dadurch das freie Ende des Zelluloidstreifens 30 unter gleichzeitiger Zusammenstauchung mit der Stirnseite des Stempels fest gegen die Stirnseite des Widerlagers 27. Da durch den Haltestempel 8 der Klaviaturstreifen bereits vornehmlich in der Nähe der Knickstelle erwärmt worden ist und andererseits eine weitere Erwärmung an dieser Stelle durch den Druckstempel 17 stattfindet, so findet die durch den vorhandenen Längenunterschied bedingte Stauchung hauptsächlich in der Nähe der Knickstelle statt, so daß dabei die Aussparung .Io des Stempels 17 ausgefüllt wird und die aus den Abb. d. und 5 ersichtliche Kröpfung entsteht. Nach Zurückschieben des Druckstempels und Hochschrauben des Haltestempels kann der fertig gebogene Klaviaturstreifen zusammen finit der Zinkplatte 3 2 herausgenommen werden, an der er infolge der Erwärmung vorläufig noch festklebt, und es kann sofort ein neuesWerkstiick in die Presse eingelegt werden, welches in gleicher `'eise durch ei,_ie dünne Zinkplatte abgedeckt und dann gepreßt werden kann. In der "Zwischenzeit löst sich mit dem Erkalten des ersten Werkstücks dasselbe von seiner Zinkplatte los und letzteres kann von neuem benutzt werden. In ähnlicher Weise kann erforderlichenfalls auch zwischen dem Druckstempel 17 und dem Werkstück eine "Zinkplatte eingeschaltet werden.
  • Der auf einer solchen Presse hergestellte Klaviaturstreifen, welcher der Bauart der Presse gemäß vorteilhaft schon die halbe Breite einer Klaviatur besitzen kann, wird dann in den einzelnen Tasten entsprechen breite Streifen zerschnitten, und letztere können nun ohne weiteres als Tastaturbelag für Klaviere, Flügel tt. dgl. Instrumente verwendet werden.
  • Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt, vielmehr sind auch andere Ausführungsformen möglich. Beispielsweise könnte der Zelluloidstreifen auch schon vor dem Auflegen auf das Widerlage 27 von Hand oder maschinell vorgebogen sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung des Belags von Tasten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streifen aus Zelluloid o. dgl. mit einem längeren Schenkel festgeklemmt und dann der kürzere Schenkel unter Erweichung und Zusammenstauchung bzw. Kröpfung der Knickstelle in die rechtwinklige Lage gepreßt wird.
  2. 2. `'erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plate von der Breite mehrerer Einzeltasten, und zwar beispielsweise von der halben Breite eines Klaviers gestaucht und fertig gepreßt uuad darauf in den Einzeltasten entsprechende Streifen zerschnitten wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einem festen Widerlager (27) gegenüber ein über die Knickstelle hinausragender Haltestempel (8) zum Festklemmen des längeren Belagschenkels, sowie quer dazu ein mit einer der Kröpfung entsprechenden Aussparung (4o) versehener Preßstempel (17) verschiebbar angeordnet ist, während unterhalb des letzteren eine den kürzeren Belagschenkel abstützenden Platte vorgesehen ist. d..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden PreßstemPel (8, 17) an ihren der Kröpfungsstelle benachbarten Teilen mit elektrischen Heizkörpern (28, 29) ausgerüstet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und q., dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dein beheizten Preßstempel (8) und dem umzuformenden Zelluloiidstreifen eine dünne auswechselbare Platte (23) eingelegt ist.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn des wagerecht verschiebbaren Stempels (17) eine quer bewegliche Anschlagsbegrenzung für den @ orderen Rand des ZelluloHstreifens (33) angeordnet ist, welche vor dem jeweiligen Pressen zur Seite bewegt werden kann.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, *ladurch gekennzeichnet, daß seitlich des Tischgestelles j e ein rechtwinklig gebogenes Flacheisen schwenkbar angeordnet ist, dessen oberer Schenkel (d.3) als Anschlag für den Zellüloidstreifen (33) dient.
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