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Schlittenschaltung für Rechenmaschinen. Die Erfindung bezieht sich
auf eine Vorrichtung zum Verschieben des Schlittens an Rechenmaschinen, welche in
bekannter Weise aus einer-den Schlitten betätigenden Schnecke oder endlosen Schraube
besteht. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß diese Schnecke oder endlose
Schraube auch den an sich bekannten einzelnen Zahn oder seine Tragvorrichtung betätigt.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist
schematisch
auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht, wobei Abb. i eine Seitenansicht,
teilweise geschnitten, Abb. 2 eine Vorderansicht und Abb.3 eine Aufsicht der Schlittenschaltung
ist.
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Abb. ¢ zeigt in Aufsicht die Einrichtung zur Verschiebung des Einzahnes.
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Abb. 5 bis 7 zeigen Einzelheiten.
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Mit Bezug auf die Abb. i bis 3 ist mit i die Stirnwand des gewöhnlichen
Einstellmechanismus (der nicht auf der Zeichnung veranschaulicht ist) und mit 2
der Schlitten bezeichnet. Letzterer ist in der üblichen Weise verschiebbar mit Bezug
zum Einstellmechanismus angeordnet. Zu diesem Zwecke ist vorliegende Anordnung getroffen.
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Zwischen dem Schlitten und dem Einstellmechanismus ist eine Schnecke
oder endlose Schraube 3 angeordnet (Abb. 2 und 3). Diese Schnecke ist in Abb. i
hinter die Räder 7 und 9, die unten näher erläutert werden, verlegt und deswegen
unsichtbar. Die Welle 27 der Schnecke verläuft in der Bewegungsrichtung des Schlittens
2, d. h. parallel zur Welle des nicht gezeigten Einstellmechanismus. Der Schlitten
2 ist mit mehreren Zähnen ¢i versehen, die vorzugsweise auf einer mit dem Schlitten
fest verbundenen Zahnstange :4 angeordnet sind. Es ist aber ersichtlich, daß der
Schlitten 2 bzw. die Zahnstange q. auch nur mit einem Zahn 41 versehen werden kann.
Der Zahn oder die Zähne 41 kämmen mit den Gewinden 5 der Schnecke. Auf der Welle
27 ist ein Zahnrad 7 angeordnet. Dieses Zahnrad ist mit Zahnlücken 7" versehen (Abb.
5 und 6), so daß die Zähne 7' des Rades nach der gezeigten Ausführungsform in vier
Gruppen von je zwei Zähnen vorgesehen sind. Neben den Zahnlücken befindet sich ein
Zahn 8', der in einer anderen senkrechten Ebene liegt und zweckmäßig auf einer besonderen
Scheibe 8 jedoch fest mit dem Rade 7 angeordnet ist. In derselben Ebene wie das
Rad 7 sind zwei Zahnbogen 12, 13 vorhanden, die als Tasten 29, 3o ausgebildet und
um den Drehpunkt 14 drehbar sind. Die Zahnbogen kämmen, wenn sie in ihre Arbeitslage
gebracht werden, mit diametral einander gegenüberliegenden Teilen des Rades 7. Die
Zahnbogen 12, 13 sind mit Riegelklinken 15, r6 versehen, die sich in derselben Ebene
wie die Scheibe 8 befinden und dazu bestimmt sind, mit den Zähnen 8' in Eingriff
zu kommen. Diese Klinken werden durch Federn beeinflußt und legen sich normalerweise
gegen je einen Stift 28 an dem betreffenden Zahnbogen.
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Die Zahnbogen 12, 13 sind ferner in ihrer Längsrichtung mit je zwei
Riegelflächen 17 versehen, wobei die eine vor und die zweite hinter den Zähnen in
der jeweiligen Bewegungsrichtung angeordnet sind.
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Die unten beschriebene Vorrichtung dient zum schrittweisen Verschieben
des Schlittens. Zwecks wahlweisen oder beliebigen Verschiebens dient folgende Vorrichtung
Auf der Welle 27 der Schnecke 3 ist ein Zahnrad 9 befestigt, das mit einem Zahnrad
i o kämmt, welches durch eine von Hand zu bedienende Scheibe i i auf der Welle des
Zahnrades io bewegt werden kann.
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Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Soll der Schlitten um eine
Wertstufe nach links verschoben werden, dann wird die Taste 29 betätigt, wodurch
der segmentförmige Zahnbogen 12 nach oben bewegt wird. Die Klinke 15 wird dadurch
mit einem der Zähne 8' in Eingriff kommen und so bewirken, daß die Scheibe 8 und
somit das Rad 7 so weit gedreht werden, daß der erste Zahn des Zahnbogens 12 mit
den Zähnen 7' des Zahnrades 7 in Eingriff kommt (Abb. 7). Während der Aufwärtsbewegung
des Zahnbogens 12 werden das Zahnrad 7 und die Schnecke 3 in Richtung des Uhrzeigers
gedreht (Abb. i), dadurch der Zahn oder die Zahnstange ¢ und der Schlitten nach
links verschoben. Die Steigung der Schraube ist eine derartige, daß, wenn der Zahnbogen
seine Bewegung ausgeführt hat, dann der Schlitten seine neue Wertstellung erreicht
hat. Der Zahnbogen 12 läuft bei der Abwärtsbewegung in den nächsten Zahnzwischenraum
7" des Zahnrades 7, wobei die Klinke oder der Arm 15 ohne Wirkung an der Scheibe
8 vorbeigeht. Falls das Zahnrad 7 nicht richtig für den nächsten Arbeitsvorgang
eingestellt sein sollte, dann werden die Zähne des Zahnbogens 12 die Zähne 7', welche
den Zahnzwischenraum 7" bilden, berühren, so daß die richtige Stellung des Rades
7 erreicht wird. Die zur Verriegelung dienenden Flächen 17 sorgen für ein richtiges
Anhalten der Bewegung des Zahnrades 7.
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Soll der Schlitten nach rechts verschoben werden, dann wird der Zahnbogen
13 in derselben Weise betätigt, wodurch jedoch das Zahnrad 7 und die Schnecke 3
in der dem Uhrzeiger umgekehrten Richtung gedreht werden.
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Soll der Schlitten um eine gewisse Anzahl von Stufen verschoben werden,
dann wird die Scheibe i i so lange gedreht, bis der Schlitten die in Frage kommende
Stellung erreicht hat. Die Zahnbogen 12 und 13 werden hierbei in ihrer Ruhestellung
gehalten und kommen nicht mit dem Zahnrad 7 in Eingriff. Um die Stellung des Schlittens
beobachten zu können, kann die Scheibe i i mit
einem Zeiger 18 versehen
sein, der während der Bewegung der Scheibe über eine Skala gleitet, die in der Stirnwandung
i der Maschine angebracht ist.
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In der Abb. ¢ ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
die die Verbindung zwischen der Schnecke und dem einzelnen Zahn bei einem festen
Quotientmechanismus zeigt. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Schnecke außer
mit dem Schlitten direkt oder indirekt mit dem üblichen einzelnen Zahn in Eingriff
kommt. Zwischen der Schnecke und dem einzelnen Zahn ist ein Getriebe angeordnet.
Dieses Getriebe besteht aus zwei segmentförmigen Zahnstangen i9 und 2o, die miteinander
verbunden sind und um eine Welle 21 eine Schwingbewegung ausführen können. Die eine
segmentförmige Zahnstange i9 steht hierbei mit der Schnecke 3 in Eingriff, während
die andere Zahnstange mit einer Zahnstange 22 kämmt, zu der der einzelne Zahn gehört.
Das Getriebe ist so ausgebildet, daß der einzelne Zahn in einem kleineren Grade
bewegt wird als der Schlitten oder umgekehrt.
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Aus der oben beschriebenen Ausführungsform ist ersichtlich, daß der
einzelne Zahn in derselben Weise verschoben wird wie der Schlitten längs der Zahnräder,
jedoch in einer entgegengesetzten Richtung.