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Taschenmesser mit feststellbarer Klinge. Für diese Anmeldung ist gemäß
dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1g1 i die Priorität auf Grund der Anmeldung in den
Vereinigten Staaten von Amerika vom 23. Juli igig beansprucht. Die Erfindung bezieht
sich auf Taschenmesser mit feststellbarer Klinge, die unter dem Druck einer Öffnungsfeder
steht und daher nicht nur in geöffneter, sondern auch in geschlossener Lage verriegelt
werden muß. In bekannter Weise geschieht das durch einen Sperrhebel, der durch Fingerdruck
nach Wahl in die eine oder die andere von zwei Sperrlücken der Messerklinge gelegt
werden kann und dann die Klinge in der einen oder anderen Lage sperrt. In den bekannten
Ausführungen ist dieser Sperrhebel so gelagert, daß seine Umstellung durch einen
Druck in der Richtung auf das Messer geschieht. Ein derartiger, auf das Messer zu
wirkender und dann die Öffnung der Klinge herbeiführender Druck kann aber im Gebrauch
leicht unbeabsichtigterweise erzeugt werden, etwa von Gegenständen, wie Schlüssel,
die neben dem Messer. in .der Tasche getragen werden.
Diesen Nachteil
beseitigt die Erfindung durch eine besondere Ausführungsart der Verriegelungsvorrichtung.
Danach ist der Sperrhebel neben der Messerklinge an einem winkelrecht zu ihr stehenden
Zapfen gelagert und demgemäß in einer an der Klinge parallelen Ebene drehbar. Zur
Umstellung ist hierbei nicht mehr ein in der Richtung auf das Messer zu wirkender
Druck erforderlich, sondern ein Schub parallel der Messerklinge. Ein solcher Schub
kann dem Sperrhebel durch den Finger auch dann erteilt werden, wenn der auf dem
Hebel befestigte Fingerknopf ganz vertieft in einer Öffnung der Messerschale liegt,
so daß ihn ein unbeabsichtigter Druck nicht treffen kann und jede unbeabsichtigte
Verstellung vermieden ist. Es würde sogar ein Einschnitt auf der Seitenfläche des
Hebels genügen nach Art. der Öffnungskerbe der Messerschneide, in den der Fingernagel
eingesetzt wird.
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In der Zeichnung zeigt Abb. i die Seitenansicht des Messers nach Entfernung
der oberen Fassung (Erl) und zugehörigen Schale, mit geöffneter Klinge. Abb. ? ist
eine teilweise im Schnitt gezeichnete Vorderansicht, Abb. 3 eine Seitenansicht mit
weggenommener Schale, Abb. q. eine Seitenansicht des vollständigen Messers. Abb.
5 zeigt in vergrößertem Maßstabe den hinteren Teil der Klinge. Abb. 6 ist ein Querschnitt
nach Linie 6-6 der Abb.5. Abb.7 ist eine schaubildliche Darstellung des Verriegelungshebels
und Abb.8 eine Seitenansicht mit der Klinge in Mittelstellung.
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Die Klinge i ist in dem Schaft (Tallung) z mit einem Ausschnitt 3
versehen, der in seinem mittleren Teil eine ringförmige Aushöhlung konzentrisch
zum Drehzapfen darstellt und nach beiden Seiten hin, quer zur Klinge, zu den rechteckigen
Sperrlücken q. verengt ist. In diese greift der Sperrhebel ein, wenn die Klinge
geöffnet oder geschlossen ist (Abb. i, z und 4). Die Klinge ist mit der Tallung
z in der üblichen Weise zwischen den Fassungen 5 befestigt, und zwar mit dem abgesetzten
Zapfen 6, der als Drehzapfen dient. Zwischen den Fassungen ist in üblicher Weise
die Feder 7 durch Nieten 8 befestigt. Weiter liegt zwischen den Fassungen in der
Nähe der Innenkante der Feder 7 eine Öffnungsfeder 9, die durch eine Niet io festgehalten
wird und mit ihren freien Enden an den Vorderkanten der Schäfte der Klingen anliegt,
um diese etwas zu öffnen, sobald sie entriegelt sind.
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Die Verriegelung der Klinge in geöffneter oder geschlossener Stellung
erfolgt durch den Sperrhebel ii, dessen Anordnung den Gegenstand der Erfindung bildet.
Dieser Sperrhebel besteht aus einem flachen, außen an einem der Fassungen 5 anliegenden,
federnden Stahlstück i i und ist drehbar um einen Zapfen 12. An dem einen Ende ist
ein Sperrzahn 13 vorgesehen, der quer gegen die Seitenfläche abgebogen ist und,
durch einen rechteckigen Ausschnitt 5a der Fassung hindurchgreifend, in eine oder
die andere der Sperrlücken 4. der Tallung eingelegt werden kann. Das andere Ende
des Sperrhebels i i ist zu einer federnden Zunge i q. ausgestaltet, die durch einen
Anschlag i4a der Fassung 5 gespannt wird und dadurch den Sperrzahn 13 in die eine
Endlage zu bringen sucht. An demjenigen Ende des Sperrhebels i i, an dem der Zahn
13 sitzt, ist ein Fingerknopf 15 angebracht, der durch die Fassung hindurchtritt
und in einer öffnung-i6 der Schale 18 liegt.
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Wenn die Messerklinge i aus der einen in die andere Stellung gebracht
werden soll, so schiebt man mit dem Fingernagel den Knopf 15 entgegen dem Druck
der Feder i¢ in einer zur Messerklinge parallelen Ebene seitwärts, bis der Sperrzahn
13 aus derjenigen Sperrlücke 4., in der er sich bis dahin befunden Jiat,
in die mittlere Erweiterung 3 gelangt ist (Abb.8). In diesem Augenblick ist die
Klinge entriegelt, und sie wird dann entweder, wenn sie sich nämlich in geschlossener
Lage befand, durch die Feder 9 etwas geöffnet, so daß man sie vollends öffnen kann,
oder sie kann aus der geöffneten Lage in die geschlossene übergeführt werden. Bei
Erreichung ihrer jeweiligen Endlage aber legt sich der Sperrzahn 13 unter dem Druck
der Feder 14 in eine der Sperrlücken ¢ ein und stellt die Klinge ° fest. Für die
auf der Zeichnung ersichtliche zweite (kleine) Messerklinge ist ein ebensolcher
Sperrhebel i i vorgesehen, von dem aber nur (Abb. a unten) der Fingerknopf 15
dargestellt ist.