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Vorrichtung zum selbsttätigen Spielen von Streichinstrumenten. Für
diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni tg t i die Priorität auf
Grund der Anmeldung in Frankreich vom 7. Juli 192a beansprucht. Die Erfindung bezieht
sich auf Vorrichtungen zum selbsttätigen Spielen von Violinen oder anderen Streichinstrumenten
mittels gelochter Papierbänder und insbesondere auf solche Vorrichtungen, bei welchen
das betreffende Instrument in einem Träger derart angebracht ist, daß es um seine
Längsachse schwingen kann und dadurch dem Bogen die Saite oder die Saiten darbietet,
auf welchen der Bogen spielen muß, indem derselbe Verschiebungen erhält, die denjenigen
analog sind, die ihm sonst durch den Arm in einer Richtung senkrecht zur Längsachse
des Instruments zuerteilt werden, während gleichzeitig Tasten an den Stellen, die
den zu spielenden Noten entsprechen, auf die Saite bzw. die Saiten gedrückt werden.
Die Schwingungsbewegungen des Instruments in seinem Träger, die Längsverschiebungen
des Bogens und die Bewegungen der Tasten werden durch die Durchlochung des Papierblatts
hervorgerufen, die dem zu spielenden Musikstück entspricht.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung dieser Art, bei welcher der
Streichbogen an einem seiner Enden (der Spitze) vollkommen frei ist und an seinem
anderen Ende, nahe dem Schwanzteil, annähernd an der Stelle, wo er normalerweise
von der Hand des Spielenden gehalten wird, von einem System von Gelenkparallelogrammen
gestützt wird, das von einem Wagen getragen wird, der sich auf einer Laufbahn senkrecht
zur Längsachse des Instruments verschiebt, und zwar unter der Einwirkung von zwei
Bälgen o. dgl., die abwechselnd als Motor und Dämpfer wirken und mit einem Druck
gespeist werden, der während des ganzen Hubes durch doppelte Entspanner gleichbleibend
gehalten wird.
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Diese doppelten Entspanner speisen die Bälge oder Arbeits- und Dämpfungszylinder
mit veränderlichen Druckunterschieden und in geeignetem Sinne, was wiederum durch
Bälge geregelt wird, die durch die Durchlochung des Papiers derart gesteuert werden,
daß man Verschiebungen des Bogenträgers mit gewünschten Geschwindigkeiten erhält.
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Der Bogen wird gegen die Saiten des Instruments mit einem veränderlichen
Druck gepreßt, der bestimmt wird durch die Speisung zweier in umgekehrtem Sinne
zueinander wirkenden Bälge mit veränderlichen Drucken, die durch die Durchlochung
oder nach dem Belieben des Spielenden geregelt werden; der Bogen verläßt die Saite
oder wird im Gegenteil mit verstärktem Druck gegen die Saite@,gepreßt, je nachdem
die Wirkung des einen oder anderen Blasebalges plötzlich dadurch ausgeschaltet wird,
daß man ihn mit der Außenluft in Verbindung setzt.
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Das Instrument wird in bekannter Weise in einer Wiege befestigt, die
sich um eine Schwingungsachse bewegt, so daß dem Bogen, wie oben erwähnt, die erforderliche
Saite oder Saiten unter der Wirkung von Bälgen dargeboten werden, die durch Durchlochungen
im Notenband gesteuert werden. Gemäß der Erfindung ist nun eine Vorrichtung vorgesehen,
welche den schnellen Übergang von einer Stellung zur anderen sichert, das Instrument
pneumatisch ein wenig anhält, bevor es in die gewünschte Stellung gelangt, zum Zweck,
jeden Stoß zu vermeiden, und das
Instrument in dieser Stellung festhält
oder in dieselbe -zurückführt, wenn das gelochte Papierband auf eine gewisse Länge
hin beschädigt ist.
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Die Vorrichtung, welche den Druck der Tasten auf die Saiten sichert,
ist derart angeordnet, daß die Hauptteile (Antriebsbälge, Hebel, Leitungen usw.)
an den Bewegungen des Instruments nicht teilnehmen, und daß ihre Arbeitsweise die
Verschiebungen der Wiege in keiner Weise behindert.
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Mittels einer sog. Synchronisierungsvorrichtung kann man unmerklich
die Abweichungen korrigieren, die sich zwischen den genauen Stellungen, welche der
Bogen einnehmen muß, oder den Beziehungsstellungen, die von vornherein durch die
Durchlochung festgelegt sind, und den Stellungen, welche der Bogen während des Spiels
einnimmt, ergeben könnten. Diese Synchronisierungsvorrichtung wirkt auf die Geschwindigkeit
des Antriebssystems des Bogens in dem zur Korrektur erforderlichen Sinne ein, je
nachdem mit Bezug auf die Beziehungsstellung ein Voreilen oder eine Verzögerung
vorliegt, und mit um so größerer Intensität, je größer die Stellungsabweichung ist.
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Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dar, und zwar zeigt Abb. i die Tragvorrichtung für den Bogen im Aufriß.
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Abb. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einen . Einzelteil dieser Vorrichtung
im Aufriß, teilweise im Schnitt.
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Abb.3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. 2.
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Abb. ¢ zeigt einen Einzelteil in perspektivischer Ansicht.
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Abb. 5 zeigt die Tragvorrichtung im Aufriß, jedoch um 9o verdreht
mit Bezug auf Abb. i. Abb. 6 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Teil dieser Vorrichtung
im Schnitt.
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Abb. 7 zeigt in vergrößertem Maßstab einen anderen Teil der Vorrichtung
im Aufriß. Abb.8 ist ein Diagramm der Arbeitsweise der beiden Blasebälge, die auf
der Tragvorrichtung angebracht sind.
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Abb.9 und 9a stellen nebeneinandergelegt eine Gesamtansicht des Antriebssystems
für die Bewegungen des Bogens dar.
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Abb.9a zeigt einen Einzelteil der Abb.9 im Schnitt.
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Abb. i o ist ein Schnitt durch die Antriebsvorrichtung für den den
Bogen tragenden Wagen.
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Abb. i oa ist ein ähnlicher Schnitt und ver- i anschaulicht eine andere
Ausführungsform dieser Vorrichtung.
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Abb. i i zeigt im Schnitt einen doppelten Entspannet, der die Antriebsvorrichtung
speist. Abb. 12 zeigt im Grundriß, teilweise im Schnitt, das Umkehrventil, welches
die Laufrichtung des den Bogen tragenden Wagens steuert.
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Abb. 12a, i -2b, 12C sind Schnitte durch dieses Umkehrventil nach
Linien i 2,1- i 2R, 12-b-12b, i2c-i2c der Abb. i2.
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Abb. 13 und i q. sind senkrechte Längsschnitte und veranschaulichen,
wie die Violine an ihren beiden Enden in einer Wiege festgehalten wird.
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Abb. 15 zeigt eine Gesamtansicht des Saitenwechselsystems.
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Abb. 16 ist ein Schnitt durch einen Einzelteil nach Linie 16-16 der
Abb. 15.
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Abb. 17 ist ein Schnitt durch ein Ventil mit doppeltem Einlaß,
wie solches bei dem Saitenwechselsystem zur Verwendung kommt.
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Abb. 18 zeigt ein System von Tasten, die auf die Saiten des Instruments
einwirken sollen.
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Abb. i 9 und i 9a erläutern zusammen in mehr oder weniger schematischer
Weise die Wirkungsweise der Synchronierungsvorrichtung, welche dazu bestimmt ist,
die Bewegungsgeschwindigkeit des Bogens zu regeln.
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Wie aus Abb. i bis 7 ersichtlich ist, ist der Bogen a nähe seinem
unteren Ende, etwa an der Stelle, wo er normalerweise mit der Hand gehalten wird,
mittels Schrauben a2 in einer Backe a1 befestigt; diese Backe a1 ist an einer Stange
a3 befestigt, die - sich in einer Bohrung verschieben kann, welche in einem Holzblock
b vorgesehen und bei b1 mit Kautschuk ausgekleidet ist, so daß der Bogen nicht starr
in diesem Block b befestigt ist, der untere Teil der Stange a3 stützt' sich gegen
einen elastischen Anschlag b=, der dazu dient, dem Bogen eine zur Horizontalen etwas
geneigte Stellung zu geben. Ein mit dem Block -b fest verbundener Arm b- trägt an
seinem oberen Ende eine Blattfeder b4, deren Druck auf den Bogen a man mittels
einer Schraube b5 regeln kann; diese Feder b4 hält -den Bogen in seiner . horizontalen
Stellung fest.
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Dieses elastische Befestigungssystem soll verhindern, daß der Bogen
in irgendeinem Falle eigene Schwingungen von kurzer Dauer ausführen kann, welche
die Arbeitsweise der Vorrichtung stören würden.
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Man kann die Höhe der den Bogen tragenden Backe a1 mit Bezug auf den
Block b regeln, indem man die Schrauben b6, welche die Stange a= zwischen den beiden
Blockhälften einspannen, lockert und die Stange in ihrem Lager mehr oder weniger
in senkrechter Richtung verschiebt.
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Der Block b ist fest verbunden mit einem System von Hebeln, welche
zwei Paar Parallelogramme bilden, die zu beiden Seiten seitlicher Ständer cl, cl
angeordnet und auf einem
Wagen c befestigt sind. Ein erstes Parallelogramm
d, e, f, g (Abb. 1) gestattet der Stange/, g nur senkrechte Verschiebungen;
das zweite Parallelogramm ' f, g, *h, i gestattet der Stange h, i, welche
den Block b trägt, der durch den Bolzen b7 mit beiden seitlichen Stangen
h, i verbunden ist, ebenfalls nur wagerechte Verschiebungen. Der sich senkrecht
zur Stange h, i erstreckende Bogen a
kann sich also nur parallel zu
sich selbst, d. h. horizontal, verschieben.
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Das Parallelogramm f, g, h, i wird vervollständigt durch eine
Stange f, k, die dazu bestimmt ist, eine Stellungsänderung zu verhindern.
Die Seite f, i kann die Stellung f, i'
einnehmen, indem sie um f schwingt,
wenn der Bogen schnelle Verschiebungen von geringer Weite erhält, die identisch
sind mit den Bewegungen, die durch das Handgelenk des Spielenden übertragen werden,
wie nachstehend noch erläutert werden wird. Das Ganze wird gestützt und im Gleichgewicht
gehalten durch eine Feder b$, die auf den Block b einwirkt. Die Gelenke
d, e, f, g, h, i, f, k
werden von Zapfen mit minimaler Reibung gebildet.
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Der Wagen c, welcher dieses System von Parallelogrammen trägt, kann
sich auf einer festen Laufbahn verschieben, die von Schienen c2, c2 gebildet wird,
auf welchen Rollen cs des Wagens c laufen. Ketten c4, cä, die an dem Wagen c befestigt
sind, sollen diesem eine hin und her gehende Bewegung erteilen. Zwei andere Ketten
hl, h2, die bei hs an einer Verlängerung des Hebels h, i befestigt sind, sollen
dem den Bogen tragenden Arm f, i eine schnelle Schwingbewegung von geringem Anschlag
erteilen. Aus obigem geht hervor, daß der Bogen elastisch in einem Block b festgehalten
wird, der selbst an einem System von Gelenkhebeln befestigt ist, dessen Rolle darin
besteht, dem Bogen Längsbewegungen von geringer Weite und in der Höhe nur Parallelverschiebungen
zur Längsrichtung des Bogens zu gestatten. Wenn man unter diesen Bedingungen den
Bogen unter einem bestimmten Druck gegen die Saiten des Instruments preßt, so ist
dieser Druck gleichbleibend, selbst wenn im Hinblick auf die verschiedenen Biegungen,
die durch den Bogen und die Saiten bedingt werden, der Bogen mitgenommen wird, um
sich senkrecht zu verschieben, ganz gleich, welcher Teil des Bogens in Tätigkeit
ist.
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Um den Druck des Bogens gegen die Saiten des Instruments abändern
zu können, bedient man sich zweier Bälge A, B (Abb. 1, 5 und 9), welche in
umgekehrtem Sinne zueinander auf einen der den Bogen tragenden Hebel h, i
einwirken, und zwar unter Vermittlung einer Schnur m, die über einen Rahmen tt gespannt
ist, welcher sich um die Achse nl-nl an der Seite drehen kann, die der die Schnur
m tragenden Seite gegenüberliegt; das untere Ende des Armes h, i trägt zwei Rollen
ml, welche bei den Verschiebungen des Bogens von geringer Weite über die Schnurm
laufen. Ein kleiner Draht n2 verbindet den Rahmen n mit der beiden Bälgen
A, B gemeinsamen beweglichen Platte; diese Bälge werden von dem Wagen getragen,
und die eine Platte dieser beiden Blasebälge ruht auf einer festen Stützfläche des
Wagens. Die beiden Bälge wirken demzufolge auf den Rahmen n ein, und die Drucke,
welche sie übertragen, teilen sich durch die Schnur m, die Rollen ml und den Hebel
h, i dem Bogen und den Saiten des Instruments mit.
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Der Balg A veranlaßt, daß sich der Bogen a
mit veränderlichem
Druck gegen die Saiten preßt; er wird gespeist durch einen Erstspanner Dl (Abb.
9a) mit veränderlichem Druck. Dieser besteht aus einem Balg, dessen um ihr Scharnier
12 bewegliche Platte 11 einen Pfropfen 13 trägt, welcher die Öffnung 14 des Gebläses
S mehr oder weniger verschließen kann.
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Der Druck der Luft am Ausgang des Erstspanners Dl und demgemäß in
dem Balg A wird bestimmt durch den Öffnungsgrad der Platte 11, d. h. durch die Spannung
von Federn 15, r5', 15"..., die ihrerseits durch den Schließungsgrad der Bälge 16,
16' 16"... geregelt wird, welche durch das Gebläse S gespeist werden, wenn die normalen
Relaisventile 17, 17', 17" . . . von bekannter Konstruktion offen sind, d. h. wenn
die Rohre 18, 18', 18"..., welche mit den durch die Durchlochung des Papierbandes
gesteuerten Öffnungen des Gleitblocks F verbunden sind, diese Relaisventile mit
der Außenluft in Verbindung setzen. Die Bälge 16, 16', 16"... sind so eingerichtet,
daß sie sich unter dem mittleren Druck des Gebläses S vollständig schließen, und.
die Federn 15, 15', 15" . . . sind so berechnet, daß sie, je nach den Verlängerungen,
die ihnen durch das Schließen der Bälge zuerteilt werden, die Skala der gewünschten
Drucke liefern.
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Man kann auch, um veränderlichen Wirkungen auf die Platte 11 des Balges
Dl zu erzielen, die Federn 15, 15', 15" . . . weglassen und Bälge, die durch einen
normalen Entspannen von gleichbleibendem Druck gespeist werden, in veränderlicher
Zahl direkt wirken lassen; dies bezieht sich auch auf ähnliche Fälle, die im Laufe
der Beschreibung der Erfindung vorkommen werden.
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Der Balg A übt auf den Bogen a eine Wirkung aus, die ziemlich proportional
dem Druck ist, der in dem Erstspanner Dl herrscht. Der Balg B, der in entgegengesetztem
Sinne wirkt,
wird durch einen normalen Entspanner D° gespeist, dessen
Druck ein für allemal durch die Feder 19 geregelt ist und der eine gleichbleibende
Wirkung auf den Bogen ausübt.
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In einem gegebenen Augenblick legt sich der Bogen a gegen die Saiten
(Abb. 8) mit einem Druck p p2 -p p1 - p1 p', wobei p p1 der veränderliche
Druck ist, der durch den Balg A erteilt wird, und p' p2 der gleichbleibende
Druck, der durch den Balg B geliefert wird. Die beiden Bälge A, B können
mittels Ventile 20 und 2 i (Abb. 9 und 9a) zur gewünschten Zeit mit der Außenluft
in Verbindung gesetzt werden; diese Ventile sind durch die Leitungen 2o' und 21'
mit zwei Löchern des Gleitblocks F verbunden, die durch die Durchlochung des Papierbandes
geöffnet werden können. Die Ventile stehen durch Leitungen 20" und 21" mit den BälgenA,B
und durch Leitungen 2o"' und 21"' mit den entsprechenden Entspannern Dl und D2 in
Verbindung. Wenn das Ventil 2o des Balges A in Tätigkeit tritt, d. h. wenn es durch
die Leitung 2o' mit der Außenluft in Verbindung gebracht ist, wird die Wirkung dieses
Balges A plötzlich aufgehoben, und der Bogen a unterliegt nunmehr allein der Einwirkung
der Kraft ps p4 (Abb. 8), welche gleich ist der Kraft p1 p-°, infolgedessen er plötzlich
die Saite verläßt. Tritt dagegen das Ventil 21 des Balges B in Tätigkeit, so wird
die Wirkung des Balges B aufgehoben, und der Bogen wird einer Kraft p pi an Stelle
der Kraft p p:' unterworfen; die Saite wird alsdann frei betätigt.
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Ein System von Hebeln 22, 23, 24, die mit dem Balg D' verbunden
sind und in einem Handgriff 22' endigen, der im Handbereich des Spielenden liegt,
gestattet letzterem, den Druck des Balges D1 und demgemäß den Druck des Bogens auf
die Saiten zu ändern und somit in gewissem Maße den Ausdruck des Musikstücks zu
ändern. Mittels eines zweiten in der Zeichnung nicht veranschaulichten Handgriffs
kann man die Geschwindigkeit des Spiels verändern, indem man, wie dies auch in den
bekannten, mechanisch spielbaren Klavieren üblich ist, auf den Lufteinlaß des Motors
einwirkt, der die gelochte Papierrolle betätigt.
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Die Verschiebungen des den Bogen c tragenden Wagens werden durch eine
Antriebsvorrichtung geregelt, welche zwei Bälge Sm und Sa umfaßt (Abb. to), die
mechanisch derart miteinander verbunden sind, daß der eine sich öffnet, wenn der
andere sich schließt; der Balg, welcher sich öffnet, wirkt als .Dämpfer, während
der Balg, welcher sich schließt, als Motor wirkt.
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Diese Bälge können auch durch zwei Zylinder C (Abb. toa) ersetzt werden,
in welchen sich zwei Kolben Cl, Cl bewegen, die miteinander verbunden sind und keine
Stopfbüchsen besitzen.
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Jeder dieser beiden Zylinder ist, wie die beiden Bälge, abwechselnd
Motor und Dämpfer. Die Gesamtheit dieser Bä'.ge oder Kolben setzt sich in Bewegung,
wenn der Unterschied in den Drucken ausreicht, um auf die beweglichen Platten der
Bälge oder auf die Kolben eine Wirkung auszuüben,- welche größer ist als der Widerstand.
Jeder dieser Bälge oder Zylinder ist durch eine Leitung, in welcher sich Öffnungen
von veränderlichem Querschnitt befinden, mit einem doppelten Entspanner verbunden,
dessen Rolle darin besteht, zur gewünschten Zeit Drucke herzustellen, die aber während
des ganzen Hubes der Bälge oder Kolben gleichbleibend sind.
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Die erzielte Geschwindigkeit ändert sich je nach der Geschwindigkeit,
mit welcher die Luft aus den Öffnungen veränderlichen Querschnitts der Leitungen
ausströmt. Die Drucke und die Querschnitte ändern sich gemeinsam, um erstens eine
Verausgabung von Luft durch die Öffnungen hindurch zu gestatten, die genau gleich
ist derjenigen, welche für die Volumenänderung der Bälge oder Zylinder bei dem in
Betracht kommenden Druck erforderlich ist, und zweitens eine Regelung durch Abdämpfung
zu gestatten, welche einegleichbleibende Geschwindigkeit gibt, wobei jedes Bestreben
zur Beschleunigung auf der Abdämpfungsseite eine Komplementärwirkung erzeugt, während
jedes Bestreben zur Verlangsamung die Wirkung der Abdämpfung verringert.
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Die Wirkungsweise dieser doppelten Entspanner ist folgende (Abb. 11)
Dn sei ein normaler Entspannen der unter Zwischenschaltung eines nicht veranschaulichten
normalen Ventilrelais mit dem Gebläse S durch die Leitung 25 in Verbindung steht;
er ist einerseits durch die Leitung 26 mit der Leitung 27 verbunden, die ihrerseits
mit dem Organ (Balg oder Zylinder), in welchem ein gleichbleibender Druck erzeugt
werden soll, verbunden ist, und anderseits durch die Leitung 28 mit einem umgekehrten
Entspannet DL. Der letztere besteht aus einem Balg, dessen bewegliche Platte 29
unter Vermittlung einer einstellbaren Stange 31 das Heben eines Ventils 3o veranlassen
kann. Die bewegliche Platte 29 dieses Balges ist, ebenso wie diejenige des normalen
Entspanners Dn, mit einem zweiarmigen Hebel verbunden, dessen Arme 32 und 33 etwas
ungleich sind, so daß eine auf 3-4 ausgeübte Wirkung sich ungleichmäßig auf die
beiden Entspannet verteilt. -Unter diesen Bedingungen flacht sich, wenn der normale
Entspännet D,1 für einen beliebigen
Druck eingestellt ist, der
umgekehrte Entspanner Dl für einen etwas größeren Wert P+e ab. Das Ventil 3o dieses
Entspanners D' öffnet sich und stellt den Regeldruck P wieder her. Wenn der mit
der Leitung 27 verbundene Balg oder Zylinder als Motor wirkt, wird er mit dem Regeldruck
P des normalen Entspanners Dn während des ganzen Hubes gespeist. Wirkt der Balg
oder Zylinder aber als Dämpfer, so besteht keine Verbindung mehr mit dem Gebläse
S. Der Dämpfungsbalg oder -Zylinder erzeugt in der Leitung einen Druck; wenn dieser
Druck größer wird als der Wert P-;- e, so hebt sich das Ventil 3o und stellt den
Druck wieder her, so daß dieser niemals den Wert P -j- e überschreiten kann. Die
gesamte Antriebsvorrichtung zeigt folgende Anordnung (Abb.9 und 9a) : bei D3 und
D4 die beiden doppelten Entspanner, die den Bälgen S3 und S¢ entsprechen (diese
beiden Entspanner sind schematisch veranschaulicht, aber zusammengesetzt, wie aus
Abb. i i ersichtlich). An einem Balancier 35, der in seiner Mitte bei 36 durch die
Feder 37 aufgehängt ist, sind die Stangen 38, 39 befestigt, welche diesen Balancier
mit den beiden doppelten Entspannern D3, D4 verbinden. Die Feder 37 ist derart
gespannt, daß die Entspanner einen Druck P geben, welcher für beide gleich ist.
An den Enden des Balanciers 3 5 sind Federn 40 und 41 befestigt, die so eingestellt
sind, daß sie in dem Entspanner D3 einen Druck P1 und in dem Entspanner D4 einen
Druck = o geben. Dieser Druck P1 ist der Höchstdruck, welcher erforderlich ist,
um die größte Geschwindigkeit zu erhalten. Federn 42, 42', 42"' . .., deren Wirkung
entgegengesetzt ist derjenigen der Endfedern 40, 41, sind an einem der Enden des
Balanciers 35, der Feder 40 gegenüber, befestigt; diese Federn 42 können durch Bälge
43... gespannt werden, deren Schließen unter Vermittlung eines normalen Ventilrelais
44 ... durch die Durchlochung des Papierbandes gesteuert wird.
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Veranlaßt die Durchlochung das Schließen eines oder mehrerer dieser
Bälge 43 ... und demgemäß das Spannen der entsprechenden Feder oder Federn
42. .., so verringert sich die Druckminderung in dem linken Entspanner D3, indem
die Einwirkung der Federn 37 und 4o auf die Stangen 38, 39 in entsprechender Weise
verringert wird; dagegen erhöht sich die Druckminderung in dem rechten Entspanner
D4. Das Schließen der Bälge 43 . . ., von denen nur einer der übersichtlichkeit
der Zeichnung wegen veranschaulicht ist, und deren Wirkungen sich addieren, erzeugt
also zwischen den Entspannern D3, D¢ Druckunterschiede, die mit der Anzahl der in
Wirkung treteTiden Bälge 43 ... abnehmen. Jeder Balg 43 ... betätigt
anderseits zwei Schieber, von denen je einer auf jeder, Leitung 45 und 46 angebracht
ist, die von den Entspannern zu den Bälgen S3, S4 gehen, welche abwechselnd als
Motor und Dämpfer wirken. Wie veranschaulicht, wirkt der Balg 43 durch den Hebel
47, der mit seiner beweglichen Platte verbunden ist, auf den Schieber 48, der eine
Öffnung 49 in der Leitung 45, die von dem doppelten Entspanner D3 ausgeht, steuert;
anderseits betätigt er unter Vermittlung eines Systems von Hebeln 50, 50', 50",
5o"' den Schieber 51, welcher eine Öffnung 52 auf der Leitung 46, die vom Entspanner
D4 ausgeht, steuert. Auf diese Weise spannt ein Balg 43 . . ., wenn er sich schließt,
die entsprechende Feder 42 ... und schließt zu gleicher Zeit einen Teil der
Leitungen, welche von den Entspannern D3, D4 zu den Motor- und Dämpfungsblasebälgen
S3, S4 gehen.
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Die Federn 42 . .. und die durch die Schieber 48 gesteuerten Öffnungen
49 sind angebracht, um in dem gesamten Motor die gesamte Skala der erforderlichen
Geschwindigkeiten, von der Höchstgeschwindigkeit bis zur niedrigsten Geschwindigkeit,
zu verwirklichen.
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Die doppelten Entspanner D3, D4, die somit mit veränderlichen Druckunterschieden
gespeist werden, sind mit den Bälgen S3, S4 unter Vermittlung eines Umkehrventils
St verbunden, welches dazu bestimmt ist, in dem geeigneten Sinne den Druckunterschied
je nach der Laufrichtung herzustellen (Abb.9, 12, 12a, i2b, 12C).
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Dieses Umkehrventil besteht aus einem Gehäuse, welches durch eine
horizontale Zwischenwand 53 in zwei Kammern geteilt ist, eine obere Kammer und eine
untere Kammer; diese beiden Kammern sind ihrerseits wieder durch Zwischenwände 55,
56, die rechtwinklig in den beiden Kammern angeordnet sind, in zwei Abteile eingeteilt;
die untere Kammer besitzt ein Linksabteil 56a, in welches eine Leitung 57 mündet,
welche mit dem Balg S3 verbunden ist, und ein rechtes Abteil 56b, in welches
die Leitung 58 mündet, die zu dem rechten Balg S4 geht (Abb. 9).
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Die obere Kammer besitzt ein vorderes Abteil 55a, welches durch die
Leitung 59 mit dem Hochdruckentspanner D3 verbunden ist (Abb. 12), und das hintere
Abteil 5511 dieser Kammer steht durch die Öffnung 54 mit der unteren Kammer 6o eines
Gehäuses 66 in Verbindung, welches seitlich und sich nach hinten erstreckend an
das Hauptgehäuse angeschlossen ist; dieses Gehäuse 66 ist durch die horizontale
Zwischenwand 67 in zwei Kammern geteilt, und die obere Kammer ist ihrerseits wieder
durch eine Zwischenwand 61 in ein vorderes und hinteres Abteil 61a und 6i15
eingeteilt;
das vordere Abteil 61a der oberen Kammer dieses Gehäuses steht durch die Leitung
62 mit dem Niederdruckentspanner D4 in Verbindung. ! In der horizontalen Zwischenwand,
welche das erstere Gehäuse teilt, sind zwei Paar Ventile angebracht; oberhalb des
rechten Abteils 561' sind zwei Ventile 63,7, 63h angeordnet, die an
einem Hebel 63c aasgelenkt sind, welcher an seinen Enden unter der Einwirkung zweier
Gegenfedern steht und durch einen Balg 63 (Abb. i 2a) betätigt wird, der durch die
Durchlochung des Papierbandes unter Zwischenschaltung eines normalen Ventilrelais
gesteuert wird.
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Ist der Balg 63 offen (Abb. i 2a), so ist das Ventil 63t offen, und
das Ventil 63b geschlossen; ist der Balg geschlossen, so ist das Umgekehrte
der Fall. Diese beiden Ventile 63a und 63h steuern die Verbindung des Abteils 56h
der unteren Kammer mit den vorderen und hinteren Abteilen 55a und 551, der oberen
Kammer. In derselben Weise (Abb. 12b) steuern die beiden Ventile 64a und 6411, die
an einem Hebe164c aasgelenkt sind und durch den Balg 64 betätigt werden, die Verbindungen
des linken Abteils 56a der unteren Kammer mit den vorderen und hinteren Abteilen
55a und 55h der oberen Kammer. Schließlich steuern die beiden Ventile 65a und 65h,
die an den Hebel 65c ange- . lenkt sind und durch den Balg 65 angetrieben werden,
die Verbindungen zwischen der unteren Kammer 6o und den beiden vorderen und hinteren
Abteilen 61a und 61" des seitliehen Gehäuses 66; eine im oberen Teil der hinteren
Kammer 6iv vorgesehene Öffnung 68 sichert die Verbindung mit der Außenluft. Der
Balg 65 ist zu normaler Zeit offen, d. h. das Ventil 65a ist geöffnet, und das Ventil
651, i ist geschlossen (Abb. i2c).
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Angenommen, der Balg 63 sei offen und der Balg 64 sei geschlossen
(Abb. I 2a, i 2b). .' Der Hochdruckentspanner D3 steht durch die Leitung 59, das
Abteil 55a und durch das geöffnete Ventil 63a, das Abteil 5611 und die Leitung 58
mit dem Balg S4 in Verbindung, welcher sich schließt und zum Motor wird; durch die
Transmission 71 ... 7o bewirkt er das Öffnen des Balges S3, der dann die
Rolle des Dämpfers spielt; dieser Balg S3 steht durch die Leitung 57, das Ventil
56a, das geöffnete Ventil 64j, die Kammer 55v, die Öffnung 54, das Abteil 6o, das
geöffnete Ventil 65-, das Abteil 61a und die Leitung 62 mit dem Niederdruckentspanner
D4 in Verbindung.
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Ist der Balg 63 geschlossen und der -Balg 64 geöffnet, so ist das
Umgekehrte der Fall; der Balg S5 steht mit dem Hochdruckentspanner D3 in Verbindung
und wird Motor, während der Balg S4 mit dem Niederdruckent-Spanner D4 in Verbindung
steht und als Dämpfer wirkt.
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Der Balg 65 dient dazu, den als Dämpfer dienenden Balg plötzlich auf
atmosphärischen Druck zu setzen, so daß man in gewissen Fällen große Beschleunigungen
erhält.
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Schließt -sich der Balg 65, so ist das Ventil 65a geschlossen und
das Ventil 651) geöffnet. Unter diesen Bedingungen steht der Balg S3, der beispielsweise
als Dämpfer wirken soll, durch die Leitung 57, das Abteil 56a, das geüffnete Ventil
64h, die Kammer 55, die öffnung 54, das Abteil 6o, das geöffnete Ventil 65h, das
Abteil 61h und die Öffnung 68 mit der Außenluft in Verbindung. Da das Ventil 65a
geschlossen ist, so kann der Entspanner nicht in die freie Luft verausgaben.
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Man ersieht hieraus, daß man durch den durch die Durchlochung des
Papierbandes in den gewünschten Zeiträumen bewirkten Antrieb der Bälge 63, 64 und
65 die gewünschten Bewegungen der Bälge S-3, S4 erhält.
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Die auf diese Weise durch Leitungen veränderlichen Querschnitte mit
veränderlichen Druckunterschieden und in geeigneter Richtung gespeisten Bälge S3,
'S4 (Abb. 9) betätigen den den Bogen c tragenden Wagen unter Vermittlung von Riemen
und Kettchen 70,71 . welche über Daumen 72, 73 laufen, die fest mit
Scheiben 74, 75 verbunden sind, und unter Vermittlung der Fäden 76, 77, der Scheiben
78, 79, der Fäden 8o, 81, der Scheiben 82, 83 und der mit dem Wagen verbundenen
Fäden c4, c5. Die Daumen 72, 73 sind dazu bestimmt, die Antriebswirkung der Bälge
S3, S4 auf die Scheiben 7 4, 7 5 gleichbleibend zu halten; diese Daumen besitzen
ein solches Profil, daß sie die Änderungen in der durch die Bälge gelieferten Wirkung
je nach dem Grade ihrer Öffnung ausgleichen.
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Die Scheiben 74 und 75 sitzen auf festen Achsen, während die Achsen
der Scheiben 78 und 79 von einem veränderlichen Parallelogramm getragen werden,
dessen Seite an den Schwingungsbewegungen der Violine beim Saitenwechsel teilnimmt,
wie nachstehend noch erläutert werden wird. Die einzelnen Hebel, welche diese Änderung
des Parallelogramms bewirken, stehen in einem solchen Verhältnis zueinander, daß,
wenn der ganze Apparat in Ruhe ist, die auf das Instrument übertragenen Bewegungen,
die demselben eine gewisse Verschiebung zuerteilen, auf den Wagen c und demgemäß
auf den Bogen Bewegungen von gleicher Weite und Geschwindigkeit übertragen, so daß
sich aus der Tatsache der Drehung des Instruments niemals Relativbewegungen des
Bogens und der Saiten ergeben können, und demgemäß Nebentöne ausgeschlossen sind.
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Die. Achsen der Scheiben 82 und 83 -sind
in einem
veränderlichen Parallelogramm 88, 89, 90, 91 gelagert; die Seite 88, gi dieses Parallelogramms
ist an ihren verlängerten Enden mit zwei Federn 92 und 93 verbunden und trägt zwei
Stellschrauben 94, 95, die in ihrer Lage eingestellt werden können. Die Gesamtheit
dieser Federn 92, 93 und der Stellschrauben 94, 95 ist so geregelt, daß die Stellschrauben
94,95 die in den Kammern 96, 97, welche mit einem Balg S= verbunden sind, angebrachte
öffnungen öffnen, wenn ein zusätzlicher passiver Widerstand die Wirkung erhöht,
die sich der Verschiebung des Wagens c widersetzt; das Öffnen dieser öffnungen bestimmt
ein Entweichen von Luft in den Balg S-', dessen Rolle darin besteht, durch seine
bewegliche Platte, die unter Zwischenschaltung einer Feder 98 mit Hebeln gg, ioo
verbunden ist, Bremsen ioi, io3 zu*betätigen, welche sich leicht gegen die Scheiben
74, 75 legen. Die normalerweise für einen festen Wert der Widerstandskraft festgelegte
Bremswirkung vermindert sich also, wenn der Wagen bei seiner Verschiebung auf einen
normalen Widerstand stößt, der sich beispielsweise aus einem erhöhten Druck des
Bogens auf die Saiten ergeben könnte.
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Auterdem kann der Bogen a aus *der abwechselnden Bewegung, die ihm
durch die Verschiebungen des Wagens c unter dem Zug der Fäden c4, c5 übertragen
wird, schnelle Bewegungen von geringer Weite erhalten, die gleichbedeutend den Bewegungen
sind, welche durch den Handgriff des Spielenden übertragen werden, und zwar erfolgt
dies in folgender Weise: An dem Wagen c sind die beiden Enden Cl, c7 eines Fadenstrangs
o. dgl. befestigt, der über zwei Scheiben 103, 104 läuft. Der Fadenstrang,
dessen Enden hl, 112 an dem Gelenkarm h, i befestigt sind, welcher
den Bogen a
trägt, läuft über zwei Scheiben ro5, io6. Der obere Faden des
ersten Fadenstrangs und der untere Faden des zweiten Fadenstrangs sind an einem
Punkt 107 miteinander verbunden. Unter diesen Bedingungen erleidet der Punkt 107,
wenn die Scheiben io5 und io6 unbeweglich sind, keinerlei Verschiebung. Mit Bezug
auf den Wagen c, bei dessen hin und her gehender Bewegung werden aber die beiden
Scheiben 105, roh, die durch das Gelenksystem io5, io8, iog, i io, i i i.
io6 fest miteinander verbunden sind, mit einer gewissen Geschwindigkeit durch die
Bälge S', SO verschoben, so werden Relativverschiebungen auf den Bogen a übertragen,
unabhängig von den Bewegungen, die er von dem Wagen c erhält. Es wird also durch
geeignete Änderung der Geschwindigkeit dieser Verschiebungen mit Bezug aufeinander
möglich sein, alle möglichen Kombinationen der Bewegungen, die durch den Arm und
das Handgelenk erzielt werden, zu verwirklichen.
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Um veränderliche Geschwindigkeiten zum Schließen der Bälge S5, SC
zu erhalten, werden letztere unter Vermittlung von Ventilen i 12,
112', 112"...
und 113, H Y, I l3" . . . in veränderlicher Anzahl gespeist, die veränderliche
Querschnitte besitzen und durch die Durchlochung des Papierbandes gesteuert werden;
die Ventile i 12 und i 13 bestimmen das Ingangsetzen der Blasebälge S5, S6, während
die Ventile 112', 112"... und 113', I 13"... den Querschnitt verändern.
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Die Violine V oder ein anderes Instrument mit Saiten und Bogen wird
in einer Wiege u befestigt (Abb.13 und 14), welche so eingerichtet ist, daß sie
Instrumente aufnehmen kann, deren Abmessungen etwas voneinander abweichen. Diese
Wiege muß eine Verstellung des Instruments in der Längsrichtung und in der Höhe
gestatten, damit die Saiten sich in geeigneter Weise dem Bogen darbieten. Diese
Einstellung wird durch Blöcke ui, u2 ermöglicht, die man mittels Gewindebolzen
u3, u4 mit Flügelmuttern in der Höhenrichtung bewegen kann. Die Violine V wird in
geeigneter Weise ihrer Länge nach aufgebracht und durch Klemmen u5, u(, auf den
Blöcken itl, u° festgehalten. Die Klemmen haben ein Daumenprofil und sind
dazu bestimmt, unter Zwischenschaltung einer mehr oder weniger elastischen Bekleidung
auf die beiden Enden des Instruments einzuwirken; diese Klemmen u5, ue sind an Arme
der Blöcke u1, u= angelenkt.
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Die Wiege u wird zwischen zwei Zapfen u7, u7 aufgehängt, um
welche sie schwingen kann, um dem Bogen die geeignete Saite oder Saiten darzubieten.
Sie ist durch Hebel i 14, 115 (Abb. 9 und 15) mit Winkelhebeln i 16, 117 verbunden,
die durch Schnüre i r 8, i i g mit Scheiben i 2o, 121 in Verbindung stehen, welche
auf derselben Spindel befestigt sind wie die Ausgleichsdaumen 122, 123, die durch
die Bälge S 11, S 12, S 13, S 14 betätigt werden. Die Daumen 122, 123 sind
ebenso wie die Daumen 72, 73 gemäß Abb. 9 vorgesehen, um eine gleichbleibende Wirkung
der Bälge zu erzielen, ganz gleich, welches der Grad des Öffnens der letzteren ist.
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Die Bälge S 11, S 12 sind gleich groß, ebenso die Bälge S 13, S 14,
doch besitzen die beiden ersteren eine geringere Fläche und demgemäß eine geringere
Kraft als die beiden anderen.
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Die Daumen 122 und 123 sind fest mit Sektoren 124, 125 verbunden;
sie nehmen unter Vermittlung eines Zapfens 126, 127 die entsprechenden Scheiben
i2o, 121 mit einem gewissen Spielraum (Abb.16) elastisch mit. Der- Zapfen 126, 127
ist in einer Nut der
entsprechenden Scheibe i 2o, 121 gelagert unter
Zwischenschaltung kleiner Spiralfedern 128, 129 in den Nuten zu beiden Seiten des
Zapfens 126, 127.
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Die beiden Sektoren 124, 125, die durch eine Stange 13o miteinander
verbunden sind, sind anderseits durch Stangen 131, 132 mit einem Läufer 133 verbunden,
der an seinen Enden zwei Rollen 134, 135 trägt, überwelche ,6 läuft. Der
Läufer 133 ein endloses Tuch ikann sich unter der Einwirkung der Sektoren 124, 125
auf einem festen Stück 137 verschieben, welches mit Öffnungen 01, O=,
0'"
04, 05, 05. 07, Os versehen ist, die mit Ventilen mit doppeltem
Einlaß in Verbindung stehen.
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Jedes dieser Ventile s (Abb. 17) besitzt zwei Kammern 138, 139, die
durch eine Zwischenwand 14o, die aus einer Membran mit einem Kapillarloch besteht,
getrennt sind. Die Kammer 138 steht durch die öffntuig 1.11 mit dem Gebläse in Verbindung;
142 ist eine der beiden Arbeitsöffnungen, die in die Kammer 139 münden.
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Oberhalb der beiden Kammern 138, 139 ist ein Block 143 angeordnet,
der aus mehreren übereinanderliegenden Plättchen zusammengesetzt ist, die mit einem
achsialen Loch versehen sind, durch welches mit möglichst geringem Spielraum eine
Stange 144 hindurchgeht, die durch die Membran der Wandung i 4o bewegt wird; die
Räume zwischen den Plättchen des Blockes 143 bilden somit aufeinanderfolgende Auslaßkammern,
und es kann zwischen der Kammer 138 und der oberhalb des Blockes 143 belegenen Kammer
145 ein Entweichen von Luft nicht stattfinden. Die Stange 144 betätigt ein Ventil
146, bei dessen Heben zwei Öffnungen 1.17 und 148 miteinander in Verbindung gebracht
werden, die in der Kammer 145 zu beiden Seiten des Ventils 1.16 vorgesehen sind;
die Öffnung 147 ist die zweite Arbeitsöffnung. und die öffnung 1:18 führt zu einem
normalen Ventilrelais.
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Damit dieses Ventil mit doppeltem Eintritt das normale Ventilrelais
betätigen kann, müssen die beiden Arbeitsöffnungen 1.12 und 147 gleichzeitig freigegeben
werden; wird nämlich nur die Öffnung 1.12 freigegeben, so wird wohl das Ventil 1:16
unter der Einwirkung des Gebläses S an der Öffnung 1.11 von seinem Sitz abgehoben,
aber infolge der dichten Trennung zwischen den Kammern 138, 139 einerseits und 145
anderseits tritt die Arbeitsöffnung 148 nicht in Verbindung mit der Außenluft, weit
ja die Öffnung 147 als geschlossen gilt. Ebenso wird, wenn die Öffnung 147 offen
ist, während die Öffnung 1,12 geschlossen ist, das Ventil 146 auf seinem Sitz verbleiben.
Es besteht keine Verbindung zwischen den Öffnungen 147 und 148. Werden aber beide
Öffnungen 142 und 147 gemeinsam geöffnet, so stellt das gehobene Ventil 146 die
Verbindung zwischen den Öffnungen 14; und 148 her, und das mit der Öffnung 148 verbundene
Ventilrelais tritt in Tätigkeit.
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Bei der in Abb. 15 veranschaulichten Anordnung kommen 8 Ventile mit
doppeltem Eintritt s1, s2, s3, s1, s5, s6, s7, s8 zur Verwendung; eine der Arbeitsöffnungen
147 dieser Ventile ist mit der entsprechenden Öffnung 01, O°- . . . 0g in
dem Stück 137, auf welchem sich der Läufer 133 verschiebt, verbunden; die andere
Arbeitsöffnung 1,12 dieser Ventile ist mit einem Loch verbunden, welches durch die
Durchlochung des Papierbandes freigegeben werden kann. Es sind vier solcher Löcher
t1, t2, t3, 11 vorhanden, die den Stellungen auf den vier Saiten entsprechen. Für
das Spiel auf zwei Saiten zugleich genügt es, die Anzahl der Teile im Verhältnis
von 4 zu 7 zu erhöhen.
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Damit eines dieser Ventile s1, s2 ... sich bewegt, müssen die
beiden Löcher 0l, O22 . . . und t1, t= . .. gleichzeitig durch den Läufer
133 und die Durchlochung des Papierbandes freigegeben werden.
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Die Entfernung zwischen den Rollen 134 und 135 des Läufers 133 ist
so gewählt, daß, wenn die Violine sich in der Spiellage befindet, 4 Öffnungen 0l,
O22 . . . an den Ventilen s1, s= münden, welche durch das über die Rollen
laufende Tuch i36verschlossenwerden.
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Der Läufer 133 trägt an seinem oberen Teil eine Rolle 149, die mit
der Innenfläche eines Hebels i 5o in Eingriff steht, welcher bei i 51 an einen festen
Punkt angelenkt ist. In der Nähe der Spiellagen und zu beiden Seiten derselben tritt
die Rolle 149 mit Erhöhungen in Berührung, die auf der unteren Fläche des Hebels
15o angebracht sind, und hebt den Hebel etwas, so daß er das Ventil 152 öffnet,
welches dem freien Ende des Hebels gegenüber angeordnet ist; dieses Ventil 152 steht
durch eine Leitung 153 mit Ventilen mit doppeltem Eintritts", s10, ähnlich den Ventilen
gemäß Abb. 17, in Verbindung; diese Ventile s9, s1° sind außerdem mit je zwei normalen
Ventilrelais 154, 155 und 156, 157 verbunden.
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Angenommen, man spiele in der Stellung t2, d. h. in der Stellung,
für welche die Durchlochung des Papierbandes das Loch 12, welches mit einer der
Arbeitsöffnungen eines jeden der Ventile mit doppeltem Einlaß s2 und s6 in Verbindung
steht, offen läßt; der Läufer 133 verschließt dann aber die Löcher O-', O"; die
Ventile mit doppeltem Einlaß s2 und s6 bewegen sich infolgedessen nicht. Muß man
in Stellung 13 spielen, so wird das Loch t3 ein wenig- vor dem Augenblick,
wo der Stellungswechsel erfolgen muß;
geöffnet; die Löcher t° und
t3 sind dann zu derselben Zeit geöffnet. Da das Loch 07 offen ist, läßt das Ventil
mit doppeltem Einlaß s7, dessen beide Arbeitsöffnungen 07 und t3 gleichzeitig geöffnet
sind, das normale Ventilrelais 154 sich bewegen, mit welchem es durch die Leitungen
158 verbunden ist; dieses Ventil 15:1 läßt den Balg S11 in Tätigkeit treten, und
dieser wirkt auf die Scheiben-und Daumenvorrichtung 12o, 122 ein; der Sektor 124
wird um den Betrag verschoben, der durch das Spiel des Zapfens 127 gestattet wird,
welcher den Läufer 133 um denselben Betrag von links nach rechts zieht. Bis
dahin ist aber das Loch t2 offen geblieben; sobald der Läufer 133 sich verschoben
hat und das Loch 02 geöffnet worden ist, läßt das Ventil mit doppeltem Einlaß s2
das normale Ventil 157 in Tätigkeit treten, mit welchem es durch die Leitung 159
verbunden ist; das Ventil 157 betätigt den Balg S12, der auf die Scheiben-und
Daumenvorrichtung 121, 123 einwirkt; die Violine V, auf die zwei gleiche, nach entgegengesetzten
Richtungen wirkende Kräfte einwirken, rührt sich nicht von der Stelle. Ist der Augenblick
des Übergangs zur Stellung 0 gekommen, so wird das Loch t2 verschlossen,
und das normale Ventil 1'57 wird dann nicht mehr durch das Ventil mit doppeltem
Einlaß s2 betätigt; der Balg S12 hört auf zu wirken; der Balg verschiebt infolgedessen
den Läufer 133 und die Violine V nach rechts. Sobald der Läufer 133 durch seine
Rolle 149 mit der entsprechenden Erhöhung des Hebels 15o in Berührung kommt, ist
das Ventil 152 geöffnet, und das Ventil mit doppeltem Einlaß s9 setzt das normale
Ventilrelais 155 in Tätigkeit; letzteres betätigt den starken Balg S 13, der die
Violine sehr schnell in Stellung bringt; die Violine kann die Stellung 1,1 nicht
überschreiten, da der Läufer 133 im gewünschten Augenblick die Öffnung 07 schließt,
so daß das Ventil mit doppeltem, Einsaß s7 zur Ruhe kommt und die Bälge S 11 und
S 13 zu wirken aufhören.
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Diese Anordnung ist eine solche, daß eine zufällige Beschädigung des
gelochten Papieres oder Kartons nur kurz wirkt; das Instrument wird zurückgebracht,
sobald die beschädigte Stelle passiert ist. Wenn das Ganze gut ausbalanciert ist
und die beschädigte Strecke nur kurz ist, tritt ein Stellungswechsel nicht ein.
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Die Vorrichtung der Tasten, die auf die Saiten des Instruments an
den gewünschten Stellen und in den gewünschten Augenblicken drücken sollen, wird
von einer Reihe gekrümmter Hebel 16o, r6o'. . . (Abb. 18) gebildet, die um Achsen
161, 161' . . . schwingen können, welche fest mit der das Instrument V tragenden
Wiege u verbunden sind. Diese Hebel 16o, 16o'... tragen an ihrem oberen Teil, der
mit der Saite V1 in Berührung treten soll, eine Kautschukbekleidung und an ihrem
unteren Teil eine Rolle 162, 162'...
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Unter dem Tisch W des Apparats sind ebensoviel Stücke 163, j63'...
befestigt, als Tasten vorhanden sind, welche auf die Saiten drücken; diese Stücke
163 nehmen an den Bewegungen der Violine nicht teil und besitzen einen gekrümmten
Teil 164, 164' . . ., der so angeordnet ist, daß sein Mittelpunkt sich bei u7 auf
der Schwingungsachse der Wiege u befindet, wenn dieses Stück 163, 163'... unter
der Einwirkung des Balges 165, 165' . . ., der durch die Durchlochung des Papierbandes
betätigt wird, gesenkt wird.
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Eine Rückziehfeder 166, 166'... sucht beständig jedes Stück 163, z63'...
nach oben zurückzuziehen; die Rolle r62, 1621... ist also mit dem gekrümmten Teil
164, 164' des entsprechenden Stückes 163, 163'. . . nur dann in Berührung,
wenn die Taste 16o, 16o'... durch den Antrieb des Balges 165, 165'... auf die Saite
hinabgesenkt ist. Diese Anordnung gestattet, die Tasten zu betätigen, bevor die
Saiten V1 sich unter dem Bogen darbieten, was eine notwendige Bedingung für die
Ausführung schneller Striche oder von harfenartigen Akkorden ist. Schließlich erzeugt
die Bewegung der gekrümmten Hebel keine Kraft, die den Bewegungen der Wiege u schädlich
ist, da die Reaktion durch die Schwingungsachse u7, u7 der Wiege geht.
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Die verschiedenen Bewegungen «-erden durch die Durchlochung nebeneinandergestellt.
Jedoch muß die Stellung des Bogens, um gleich zu sein mit derjenigen, die ihm ein
Musiker geben würde, in jedem Augenblick vollkommen bestimmt sein, denn wenn bei
der Ausführung eines musikalischen Satzes der Bogen, anstatt in der vorgeschriebenen
Stellung anzuhalten, diese etwas überschreiten würde, und derselbe Irrtum sich mehrere
Male in demselben Sinne wiederholen würde, ist es möglich, daß der Bogen am Ende
seines Hubes gegen sein unteres oder oberes Ende schlägt, bevor der Satz vollkommen
beendet ist.
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Um das zu vermeiden, benutzt man folgende Einrichtung: Der Hub des
Bogens sei in N-Stellungen oder Bezugsstellungen eingeteilt. Unter den Löchern des
Gleitblocks, die durch die Durchlochung des Papierbandes freizugeben sind, sind
dann N-Löcher für diese Stellungen vorgesehen; dies sind die Bezugsstellungen; wird
eines dieser Löcher freigegeben, muß sich der Bogen in der entsprechenden Stellung
befinden. Ist er es nicht, muß eine Korrektur vorgenommen werden; die Anzahl N hängt
von der zu erzielenden Genauigkeit ab.
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L (Abb. 19) sei ein Plättchen, dessen Länge <lem Höchsthub des
Bogens entspricht. Diese
Länge braucht nicht genau diejenige des
Hubes zu sein; es genügt, daß sich vor dem Plättchen L ein Läufer
M verschiebt, der durch geeignete Verkleinerungen mit dem Bogen verbunden
ist. Dieses Plättchen ist in N-Stellungen eingeteilt; in dem veranschaulichten Beispiel
sind es sieben, die mit I, II, III, IV, V, VI und VII bezeichnet sind. Jede dieser
Stellungen umfaßt eine gewisse Anzahl von Löchern, die in ein und derselben Querreihe
angeordnet sind. Die Anzahl ist veränderlich, je nach der Anzahl der zu erzielenden
Geschwindigkeiten; in dem veranschaulichten Beispiel sind 7 Geschwindigkeiten für
die eine und andere Richtung angenommen, die jeder Stellung entsprechen. 7 Löcher
sind symmetrisch mit Bezug auf die Längsachse des Plättchens L angeordnet. Der Läufer
M, der sich auf dem Plättchen L verschiebt, besitzt einen diagonalen
Schlitz; ist Synchronismus vorhanden, d. 1i. herrscht übereinstimmung zwischen der
Stellung, die der Bogen in einem gegebenen Augenblick tatsächlich einnimmt, und
der Bezugsstellung oder Stellung, die er einnehmen muß, so befindet sich die Querachse
X-Y des Läufers M genau den Löchern gegenüber, die dieser Bezugsstellung entsprechen;
unter diesen Bedingungen gibt der diagonale Schlitz des Läufers das Loch frei, das
sich auf der Längsachse des Plättchens L befindet, d. h. also das vierte Loch der
Lochreihe, die dieser Bezugsstellung entspricht; befindet sich aber der Bogen vor
oder hinter seiner Bezugssstellung, so wird der Schlitz ein Loch freigeben, das
sich oberhalb oder unterhalb der Längsachse des Plättchens befindet, und zwar in
einer Entfernung, die um so größer ist, je größer die Stellungsabweichung ist.
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Jedes der Löcher des Blättchens L ist durch eine Leitung mit einer
der Arbeitsöffnungen eines Ventils mit doppeltem Einlaß, wie ein solches in Abb.
17 veranschaulicht ist, verbunden, während die andere Arbeitsöffnung dieses Ventils
mit einem der Löcher verbunden ist, welches den Bezugsstellungen des Bogens entspricht;
es sind dies die Löcher, die durch die Durchbohrung des Papierbandes freigegeben
werden. Diese derart betätigten Ventile mit doppeltem Einlaß bilden Relais, welche
ihrerseits in Verbindung mit Löchern des Gleitblocks den Bezugsgeschwindigkeiten
entsprechen und pneumatische Organe, wie Bälge, betätigen, die, ganz gleich, welches
die gewählte Geschwindigkeit ist, die Geschwindigkeit des Bogens aufrechterhalten,
wenn der Bogen seine Bezugsstellung einnimmt, oder aber die Geschwindigkeit des
Bogens beschleunigen oder verzögern, wenn letzterer eine Stellung hinter oder vor
der Bezugsstellung einnimmt. In Abb. i9 ist jedes der drei Löcher einer Querreihe,
die einer Bezugsstellung I, 1I ... VII entspricht, mit einer der Öffnungen
eines Ventils eines Blocks von Ventilen verbunden; es sind demgemäß je sieben Blöcke
R1, R= . . . R7 vorhanden, von denen jeder sieben Ventile umfaßt, von denen jedes
einer Bezugsstellung entspricht; jeder Block ist anderseits bei P1, P=
. . . P7 mit dem Loch der entsprechenden Bezugsstellung auf dem Gleitblock
verbunden.
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Die Ventile der Blöcke R1, R2 . . . R7 betätigen Leitungen T1,
T° ... T7, welche zu Blöcken W1, W= . . . W7 von Ventilen mit
doppeltem Einlaß gehen; die ersten, zweiten . . . siebenten Ventile der Blöcke R1,
R2 ... R7 sind alle mit ein und derselben Leitung TI,-T2 ... T7 verbunden,
welche zu einem Block W7, W6...Wl führt.
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In der Zeichnung sind nur diejenigen Blöcke veranschaulicht, welche
den positiven Geschwindigkeiten entsprechen, d. h. für eine Bewegungsrichtung des
Bogens; eine gleiche Anzahl von Blöcken, die den negativen Geschwindigkeiten entspricht,
ist für die andere Bewegungsrichtung des Bogens vorgesehen.
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Die Ventile der Blöcke W1, W2 . . . W7 sind auch mit den Löchern
V1, V2 ... V7 des Gleitblocks verbunden, die den zu erzielenden positiven
Geschwindigkeiten entsprechen; es sind dies die Löcher, welche durch die Durchbohrung
des Papierbandes freigegeben werden.
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Die Blöcke W1, W2 ... W7 betätigen Bälge Z, dreizehn an der
Zahl, welche die Verschiebung des den Bogen tragenden Wagens bei den verschiedenen
Geschwindigkeiten bestimmen; drei zusätzliche Geschwindigkeiten sind geringer als
die normale Mindestgeschwindigkeit; es sind dies die Geschwindigkeiten -z, -i, o;
drei zusätzliche Geschwindigkeiten sind größer als die normale Höchstgeschwindigkeit;
es sind dies die Geschwindigkeiten 8, g und i o. Eine beliebige Geschwindigkeit
wird durch das Funktionieren aller Bälge Z von der Nummer der genannten Ordnung
erzielt; beispielsweise wird die Geschwindigkeit 5 durch die Wirkung der Bälge erhalten,
welche den Geschwindigkeiten i, z, 3, 4. und 5 entsprechen.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ist Synchronismus
vorhanden,- so gibt der Schlitz des Läufers M, wie oben erläutert, das vierteLoch
jeder Querreihe des Plättchens L frei. Für jede Bezugsstellung I, II...VII wird
der entsprechende Ventilblock R1, R° ... R7, der durch das Loch der Bezugsstellung
P1, P2 ... P7 und durch das vierte Loch jeder Querreihe des Plättchens
L betätigt wird, durch sein viertes Ventil, welches mit der Leitung T4 verbunden
ist, einen der Einlässe des Blockes W4 öffnen. Für diesen
Block
wird die Geschwindigkeit, welche durch das Loch VI, V2 ... V7 veranlaßt wird,
welches durch die Durchbohrung des Papierbandes freigegeben wird und dem zweiten
Einlaß der Ventile dieses Blockes W4 entspricht, genau die erzielte Geschwindigkeit
sein, denn die verschiedenen Ventile dieses Blockes W4 führen zu den Bälgen, welche
die Geschwindigkeiten i, z, 3... 7 geben, je nachdem das Loch der Geschwindigkeiten,
welches durch die Durchbohrung des Papierbandes freigegeben wird, das Loch VI, V2
... V7 ist. Es gibt Übereinstimmung der Geschwindigkeiten i, a, 3
...7 ohne Abweichungen.
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Ist dagegen kein Synchronismus vorhanden, d. h. befindet sich der
Bogen vor oder hinter seiner Bezugsstellung, so wird der Diagonalschlitz des Läufers
M ein Loch des Plättchens L freigeben, welches mehr oder weniger weit von der Längsachse
des Plättchens entfernt ist; dieses Loch wird unter Vermittlung eines Ventils (eines
anderen als des vierten) eines der Blöcke IPI, IZ@ . . . R' das Arbeiten eines der
Blöcke WI, W2 ... W7 bestimmen, wobei dieser Block um so weiter von dem Block
W4 entfernt ist, je größer die Stellungsabweichung ist. Hier gibt es also keine
übereinstimmung der Geschwindigkeiten mehr, und das Geschwindigkeitsloch V', V2
oder V7, welches durch die Durchlochung des Papierbandes freigegeben ist, wird das
Bewegen von Bälgen Z bestimmen, die eine höhere oder niedrigere Reihennummer einnehmen,
je nach der Abweichung. Je nachdem .also der Bogen voreilt oder zurückbleibt, wird
er durch die Geschwindigkeitsbälge mit einer geringeren oder größeren Geschwindigkeit
betätigt, so daß er in die Bezugsstellung zurückgeführt wird.