DE415246C - Selbsttaetige Bremsvorrichtung fuer Plattensprechmaschinen - Google Patents
Selbsttaetige Bremsvorrichtung fuer PlattensprechmaschinenInfo
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- DE415246C DE415246C DEW65483D DEW0065483D DE415246C DE 415246 C DE415246 C DE 415246C DE W65483 D DEW65483 D DE W65483D DE W0065483 D DEW0065483 D DE W0065483D DE 415246 C DE415246 C DE 415246C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B17/00—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
- G11B17/02—Details
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- Braking Arrangements (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 16.JUNl 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 g GRUPPE 7
(W 65483 IXj^g1J
Carl Wellner in Berlin.
Selbsttätige Bremsvorrichtung für Plattensprechmaschinen. Patentiert im Deutschen Reichejyom 16. Februar 1924 ab.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätig arbeitende Bremsvorrichtung für Plattensprechmaschinenj
bei der in bekannter Weise ein unter Feder wirkung stehender Bremshebel sound schließlich eine zwischen dem Auslöse-
und dem Bremshebel angebrachte und mit einer Rast versehene Scheibe vorgesehen ist.
Die Neuerung beruht gemäß der Erfindung
5 wie ein vom Tonarm bewegter Auslösehebel ' vor allem darin, daß die mit einer Rast ver- io
sehene Scheibe zwischen dem Bremshebel und dem unter Wirkung einer weiteren Feder
stehenden, als in die Rast eingreif endenKlinkenhebel
ausgebildeten Auslösehebel derart ange-5 ordnet ist, daß der Auslösehebel auch in nicht
eingerückter Stellung gegen eine Anlauffläche der Scheibe schleift. Beim Einrücken führt
der Auslöseliebel auch den Anschlaghebel um eine der Tiefe der Klinke entsprechende
ίο Strecke zurück. Der Bremshebel ist mit einem Stift versehen, der in einen radialen
Schlitz der Scheibe eingreift, so daß der Stift in der Spannstellung der Bremse näher am
Drehpunkt der Scheibe liegt als bei der Bremsstellung.
Die Zeichnung zeigt teils schematisch, teils an einem Ausführungsbeispiel den Gegenstand
der Erfindung, und zwar:
Abb. ι und 2 die Anordnung und Tätigkeit der Vorrichtung während der Spannung und
nach der Auslösung in schematischer Darstellung,
Abb. 3 eine Seitenansicht der gespannten Bremse,
Abb. 4 eine Draufsicht auf die Bremse mit strichpunktiert gezeichneter Stellung in der
Auslösung,
Abb. 5 einen Schnitt durch die Reibungskupplung des Anschlaghebels,
Abb. 6 eine schematische Darstellung der Anschlageinstellung bei nicht eingeklinktem
Bremshebel,
Abb. 7 dieselbe Darstellung, nachdem der Bremshebel eingestellt ist, und
Abb. 8 eine Ansicht des Führungsteiles für die Anlage des Bremshebels mit der darin
vorgesehenen Raste.
Bei dem in den Abb. I und 2 dargestellten Schema ist gezeigt, daß durch die Einschaltung
eines bestimmten Übersetzungsverhältnisses zwischen dem Angriff der Auslösekraft
und der des Klinkenhebels ein möglichst kleiner Kraftaufwand zum Auslösen der Bremse benötigt
wird. Abb. 1 zeigt den in Punkt a gelagerten Einstellhebel b, der durch eine Feder
c gespannt, mit einem an seinem Ende eingelassenen Zapfen d in das radial zu ihrer
Achse verlaufende Langloch e einer Scheibe / eingreift. Beim Schwenken des Hebels b
gegen den Federdruck c gleitet der Zapfen d bis an das innere Ende des Langloches e, bis
die Scheibe / so weit herumgedreht ist, daß der durch eine Feder g gegen die Scheibe / |
gedrückte und an dem Umfang der Scheibe 1 Anschlag habende, in Punkt h schwenkbare I
Klinkenhebel i in eine in die Scheibe / einge- ;
lassene Raste k einspringt. Drückt nun, wie j
Abb. 2 zeigt, gegen den Hebel / eine Kraft p,
so springt dieser Klinkenhebel i aus der Raste 'k der Scheibe /. In diesem Augenblick ist auch ■
der durch die Feder c gespannte Hebel b ausgelöst. Dieser schnellt durch die Federkraft c
zur Seite und reißt dadurch die Scheibe / mittels des Zapfens d mit herum, bis der
Zapfen d und damit der Hebel b durch das Langloch e in seiner Schwenkung begrenzt
wird und eine auf dem Hebel b angebrachte Bremse / mit der daran befindlichen Bremsbacke
gegen den Plattentellerrand drückt.
In den Abb. 3, 4 und 5 ist eine beispiels-. weise Ausführungsart der Bremse gezeigt.
Auf einer durch die Löcher m zu befestigenden Grundplatte ti ist durch den Schraubenbolzen
α der· von Hand zu betätigende Hebel b befestigt, der durch eine um einen Schraubenbolzen
β gewickelte Feder c gespannt wird. Auf dem Hebel b ist, durch eine Schraube 0
befestigt, ein Bremsarm I mit einem Bremskörper ρ aufgesetzt, der mit seinem Polster
gegen den Plattenteller schleift. Am Ende des Hebels b ist ein Zapfen d eingelassen, der in
das Langloch e einer durch einen Schraubenbolzen q in der Grundplatte η gelagerten
Scheibe / eingreift. An ihrem Umfang hat die Scheibe/ eine Raste k (Abb. 1 und 8), in die
der durch eine Feder g gespannte Klinkenhebel i eingreift. Dieser Klinkenhebel / ist
fest verbunden mit einer Spitzenachse r (Abb. 5), die mit der einen Spitze auf der
Grundplatte η und mit der anderen Spitze ! in einem durch eine Schraube ν einstellbaren
j Lager läuft, welches in einem Bügel s ge- ! halten wird.
\ Durch eine Reibungskupplung ist der Klinkenhebel
/ mit dem Anschlaghebel t gekuppelt. : Um eine dauernd gleichbleibende Reibung zu
j erzielen, ist der mit einer Buchse u ausge- ! stattete Anschlaghebel t über die Spitzenachse
r geschoben. Durch eine Schraubenfeder w, zu deren oberer Begrenzung" eine
durch den Splint r1 gehaltene Scheibe r"
vorgesehen ist, wird unter Zwischenschaltung einer Reibscheibe 2 der Anschlaghebel t auf
den Klinkenhebel / gedrückt. Durch diese Kupplung und Lagerung ist es erreicht, daß
kein toter Gang entstehen kann.
Zum Einstellen der Bremse wird die Schalldose mit dem Tonarm so eingestellt, daß die
Nadel auf der letzten Rille der Schallplatte steht (vgl. Abb. 6). Darauf wird der Tonarm
zurückgeschwenkt und die Schalldose ι mit der Nadel auf die Anfangsrille der. Schallplatte
gesetzt, wie dies Abb. 7 zeigt. Wenn ! nun die Bremse in Spannung gebracht wird,
also die Scheibe / sich dreht, bis die Rastet j an die Klinke des Klinkenhebels i kommt und
diese Klinke sich um so viel nach dem Mittelpunkt der Scheibe / bewegt, als die Raste k
tief ist, also wie in Abb. 8 angedeutet, um die Entfernung x-y, so muß sich der Anschlaghebel
t, bei angenommener Hebelgleichheit, das gleiche Stück xx-yx zurückbewegen. Der
Tonarm wird also bei seiner Spielbewegung den Anschlaghebel t schon um dieses Stück x1-)/1
eher berühren, als es vorher bei der Einstellung der Fall war. Die Auslösung erfolgt
aber auch gar nicht in dem Augenblick, in welchem der Tonarm gegen den Anschlag t
kommt, sondern erst dann, wenn der Klinkenhebel i den Weg, den er beim Einstellen auf
dem Umfang der Scheibe / nach dem Mittelpunkt zu gemacht hat, wieder zurückgegangen
ist. Da aber dieser Weg y-x gleich dem Wegej/i-x1 ist, so ist also der Klinkenhebel/
erst wieder in der Auslöselinie x, also am Anfang der Scheibe /, wenn der Tonarm den
Anschlag von y1 nach x1 bewegt hat, also
genau wenn die Stelluhg auf der letzten Tonrille erreicht ist, auf welche eingestellt worden
war.
Trotz dieser theoretischen Genauigkeit hat es sich aber in der Praxis gezeigt, daß die
Auslösung stets etwas später erfolgt, und zwar in ganz präzisen Zeitverhältnissen. Es ist
dies darauf zurückzuführen, daß die Lagerung des Tonarmes einerseits, die Durchbiegung
der Hebel der Bremse anderseits, kleine mechanische Hubfehler verursachen, die sich aber bei der Präzision, mit welcher
das Abstellen des Spieles erfolgen muß, sehr störend bemerkbar machen. Um nun diese
genaue Auslösung zu erreichen, ist vor der Spitze der Raste k der Umfangsrand der
Scheibe mit einer kleinen Abschrägung k1
(Abb. 8) versehen. Beim Einrücken der Bremse macht also der Klinkenhebel i den Weg
von χ nach y; das Drehen der Scheibe/ und damit das Bremsen erfolgt aber schon, wenn
der Klinkenhebel i nur den Weg von y bis y2 gemacht hat, so daß die Ungleichheit, die
durch die mechanischen Fehler entsteht, dadurch wieder ausgeglichen ist.
Durch die indirekte Einwirkung der von der Feder c ausgeübten Kraft auf den Klinkenhebel
I und die erreichte günstige Übersetzung dieser Kraft über den Hebel t als Angriffs-
und den Hebel b als Wirkungshebel ist es, trotzdem der Klinkenhebel / verhältnismäßig
kurz ist, erreicht, daß es nur einer ganz geringen Kraft bedarf, damit der Klinkenhebel i
aus seiner Arretierung frei wird. Dieses günstige Übersetzungsverhältnis ist dadurch
erreicht, daß zwischen den gespannten Bremshebel b und den auslösenden Klinkenhebel I
eine Scheibe /, die auch durch ein Segment oder einen ähnlich geformten Teil ersetzt
sein kann, eingeschaltet ist, und daß der Hebel b nicht starr, sondern mit einem Stift d
lose in die Scheibe/ eingreift. Dadurch wird der Wirkungspunkt des Stiftes d für das ■■
Drehen der Scheibe / in der Spannstellung dicht an den Drehpunkt und bei der Betätigung
dieser Kraft an den Umfang, also möglichst weit vom Mittelpunkt der Scheibe entfernt gelegt.
Claims (3)
1. 'Selbsttätige Bremsvorrichtung für Plattensprechmaschinen, bei der ein unter
Federwirkung stehender Bremshebel, ein vom Tonarm bewegter Auslösehebel und eine zwischen dem Auslöse- und dem
Bremshebel angebrachte, drehbare und mit einer Rast versehene -Scheibe vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Rast [K) versehene Scheibe (/) zwisehen
dem Bremshebel (b) und dem unter Wirkung einer weiteren Feder (g) stehenden
als in die Rast (k) eingreifenden Klinkenhebel ausgebildeten Auslösehebel
(/) derart angeordnet ist, daß der Auslösehebel (ί) auch in nicht eingerückter Stellung
gegen eine Anlauffläche der Scheibe (/) schleift und beim Einrücken in die Rast (k) auch den Anschlaghebel (f) um
eine der Tiefe (x-y, Abb. 8) der Klinke (k) entsprechende Strecke ijc'-y', Abb. 7)
zurückführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Umfang
der Scheibe (/) angeordnete Rast (k) an dem äußeren Teil ihrer scharfen Kante
eine Abschrägung (k', Abb. 8) hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremshebel
(b) mit einem Stift (d) versehen ist, der in einen radialen Schlitz (e) der
Scheibe (/) eingreift, so daß der Stift (d) in der Spannstellung der Bremse näher am
Drehpunkt der Scheibe (/) liegt als bei der Bremsstellung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW65483D DE415246C (de) | 1924-02-16 | 1924-02-16 | Selbsttaetige Bremsvorrichtung fuer Plattensprechmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW65483D DE415246C (de) | 1924-02-16 | 1924-02-16 | Selbsttaetige Bremsvorrichtung fuer Plattensprechmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE415246C true DE415246C (de) | 1925-06-16 |
Family
ID=7607379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW65483D Expired DE415246C (de) | 1924-02-16 | 1924-02-16 | Selbsttaetige Bremsvorrichtung fuer Plattensprechmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE415246C (de) |
-
1924
- 1924-02-16 DE DEW65483D patent/DE415246C/de not_active Expired
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