DE609691C - Selbsttaetige Abstellvorrichtung fuer Sprechmaschinen - Google Patents
Selbsttaetige Abstellvorrichtung fuer SprechmaschinenInfo
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- Holding Or Fastening Of Disk On Rotational Shaft (AREA)
Description
Es sind bereits ' Abstellvorrichtungen für Sprechmaschinen bekanntgeworden, bei denen
durch einen vom Tonarm durch Reibungskupplung mitgenommenen Anhaltehebel beim Erreichen der Endrille der Schallplatte durch
die Nadel das Anhalten der Maschine bewirkt wird.
Bei einer dieser Vorrichtungen hat man auf einer mit der Plattentellerwelle kraftschlüssig
gekuppelten Scheibe eine Gleitfläche angeordnet, die den Anschlaghebel nach jeder Umdrehung
der Scheibe um das Maß der ihm vom Tonarm erteilten Schwenkung zurückschwenkt, bis er am Spielende infolge einer stärkeren
Schwenkung des Tonarmes an der Gleitfläche vorbei in die Bahn einer auf dieser Scheibe
sitzenden Anschlagfläche gelangt. Diese Einrichtung ist daher nur für Schallplatten brauchbar,
die einen stark gekrümmten Übergang zur Auslaufrille haben.
Bei einer anderen Vorrichtung, die für Schallplatten ohne eine solche Übergangsrille bestimmt ist, wird die Nase des Anschlaghebels
von der mit der Plattentellerwelle kraftschlüssig gekuppelten Scheibe bei jedem Umlauf erst in die Bahn einer auf dieser Scheibe
sitzenden Anschlagfläche gebracht und dann von dem wandernden Tonarm wieder aus dieser
Bahn herausbewegt, so daß sie erst beim Stillstand des Tonarmes auf die Anschlagfläche
trifft. Der Anschlaghebel ist hierbei dreh- und verschiebbar auf einem anderen Hebel geführt,
der seinerseits kraftschlüssig mit dem Tonarm verbunden ist, während die Anschlagscheibe
nur einen einzigen Nocken hat, der mit einer Schrägfläche des Anschlaghebels und bei Stillstand
des Tonarmes mit der beweglichen Anschlagnase zusammenwirkt.
Erfmdungsgemäß wird dieselbe Wirkung mit vereinfachten Mitteln dadurch erreicht, daß
der die Anschlagnase tragende Hebel unmittelbar mit dem Tonarm durch Reibungskupplung
verbunden ist und die mit der Plattentellerwelle kraftschlüssig gekuppelte Scheibe einen Verschiebungs-
und einen Anschlagnocken trägt, die in Umfangs- und in radialer Richtung derartigen
Abstand voneinander haben, daß die Nase des Anschlaghebels bei der gleichförmigen
Einwärtsschwenkung des Tonarms auf die Gleitfläche des Verschiebungsnockens bei Stillstand
auf den Anschlagnocken trifft.
Zweckmäßig ist an dem freien Ende des Anhaltehebels eine Feder angebracht, die sich
beim Zurückführen des Tonarmes gegen einen Anschlag legt und den Anhaltehebel in seiner
richtigen Lage sichert. Die Gleitfläche und die Festhalteanschläge sind zweckmäßig, wie dies
für Anschläge oder Vorsprünge anderer Einrichtungen bekannt ist, durch Ausbiegungen
aus dem Material der Scheibenfläche geformt.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in seinen wichtigsten Teilen in einer
beispielsweisen Ausführungsform, und zwar:
Abb. ι eine Seitenansicht und 6g
Abb. 2 eine Draufsicht.
Unterhalb des Werkbodens 1 (Abb. 1) des
Sprechmaschinengehäuses ist in bekannterWeise
das Triebwerk 2 mit der durch den Werkboden ι hindurchragenden Plattentellerwelle 3
angeordnet. Auf der Plattentellerwelle 3 ist in bekannter Weise der Plattenteller 4 mit der
aufgelegten Schallplatte 5 gelagert. Ebenfalls auf dem Werkboden 1 ist in dem Tonarmlager 6
der schwingbare Tonarm 7, welcher die Schalldose 8 trägt, drehbar angeordnet. Mit dem
Schaft 9 des Tonarmes 7 ist durch eine geeignete Reibungskupplung 10 ein in einem
Schlitz 27 des Werkbodens 1 geführter Anhaltehebel 11 verbunden. Der Hebel 11 ragt mit
seinem freien Ende unter den Plattenteller 4 und ist an seiner der Plattentellerwelle 3 abgekehrten
Seite mit einer Blattfeder 12 versehen, welche ihrerseits ihren Anschlag an
einem auf dem Werkboden 1 angebrachten Stift 13 findet. Statt der Blattfeder 12 kann
auch eine andere Feder (Zug- oder Druckfeder) verwendet werden. An dem freien Ende des
Anhaltehebels 11 ist ein nach oben aus der Ebene des Hebels herausragender Anschlag 14
(Abb. 2) befestigt, welcher zum Festhalten des Antriebes mit einem oder mehreren Festhalteanschlägen
15, die auf einer um den Zapfen 16 auf dem Werkboden 1 drehbaren
Scheibe 17 angeordnet sind, in Eingriff kommen kann. Außerdem ist auf der Scheibe 17 eine
Gleitfläche 18 vorgesehen, welche bei einer bestimmten Stellung des Anhaltehebels 11 mit
dem Gegenanschlag 14 in Berührung kommt. Die Scheibe 17 ist als Schnurscheibe ausgebildet
und wird mittels eines elastischen Riemens oder sonstigen Übertragungsmittels 19
von einer auf der Tellerwelle 3 befestigten Schnurscheibe 20 angetrieben.
Die Wirkungsweise der Ausrückvorrichtung ist folgende:
Nach Auflegen der Schallplatte 5 auf den Plattenteller 4 wird der Tonarm 7 mit der
Schalldose 8 in Richtung des Pfeiles 21 nach der am äußeren Umfang der Schallplatte befindlichen
Anfangsrille bewegt und die Nadel der Schalldose mit der Anfangsrille in Eingriff
gebracht. Infolge dieser Bewegung in Richtung des Pfeiles 21 ist der Anhaltehebel 11 entgegen
der Wirkung der Feder 12 gegen den Anschlag 13 gedruckt worden und wird bei Freilassen des
Tonarmes 7 infolge der Wirkung dieser Feder 12 in die in Abb. 2 dargestellte Lage gebracht.
Die Bewegung des Hebels 11 gegenüber dem Tonarm 7 wird durch die elastische Kupplung
10 ermöglicht. In der dargestellten Stellung (Abb. 2) kann der Festhalteanschlag 15 der
Scheibe 17 bei der Drehung des Plattentellers an dem Gegenanschlag 14 des Anhaltehebels 11
vorbeigleiten, so daß die Drehung der Scheibe 17 und somit des Plattentellers 4 nicht gehindert
wird. Bei der weiteren Drehung der Scheibe 17 in Richtung des Pfeiles 22 gelangt die Gleitfläche
18 an den Gegenanschlag 14, welcher durch die Tonarmbewegung der SchaUrillenbreite
entsprechend in Richtung des Pfeiles 23 wandert, und. wird den Anschlag 14 entgegen
der Pfeilrichtung 23 verschieben, so daß der Hebel 11 gegenüber dem Tonarm 7, da die
Reibungskupplung 10 nachgibt, verstellt wird. Durch diese Rückwärtsbewegung entgegen der
Pfeilrichtung 23 kommt der Gegenanschlag 14 in die Bahn der Anschläge 15, so daß ein Eingriff
der Anschläge und somit ein Festhalten der Scheibe 17 erfolgen müßte. Da jedoch die
Bewegung" des Tonarmes in Richtung des Pfeiles 24 noch andauert, wird aber der Anhaltehebel
11 in Richtung des Pfeiles 23 mitgenommen und der Gegenanschlag 14 in eine
derartige Lage zu dem sich mit der Scheibe 17 in Richtung des Pfeiles 22 drehenden Festhalteanschlag
15 gebracht, daß der Gegenanschlag 14 abgleitet. Dieses Spiel wiederholt sich, bis die
Schalldose die Endrille erreicht hat und die Bewegung des Tonarmes in Richtung des
Pfeiles 24 zum Stillstand gekommen ist. Nunmehr wird bei der Drehung der Scheibe 17 in
Richtung des Pfeiles 22 mittels der Gleitfläche 18 der Gegenanschlag 14 wiederum in
die Bahn der Festhalteanschläge 15 gebracht und, da infolge Aufhörens der Tonarmbewegung
auch ein Weiterschwingen des Hebels 11 und des Anschlages 14 in Richtung des Pfeiles 23
nicht mehr erfolgt, wird der Festhalteanschlag 15 gegen den Gegenanschlag 14 treffen und in
dieser Stellung mit der Scheibe 17 festgehalten werden. Da mit der Scheibe 17 durch den
elastischen Riemen 19 auch die Schnurscheibe 20 und somit die Tellerwelle 3 und der Plattenteller
5 gekuppelt ist, wird ein Festhalten des Plattentellers und des gesamten Getriebes
bewirkt werden. Infolge der Anordnung der elastischen Riemenverbindung zwischen den
Scheiben 17 und 20 wird das Festhalten des Triebwerkes nicht stoßartig infolge des Auftreffens
des Anschlages 15 gegen den Anschlag 14 erfolgen, sondern diese Stoßbewegung
wird durch den elastischen Riemen 19 aufgehoben oder gemildert werden.
Durch ein Zurückführen der Schalldose 8 und des Tonarmes 7 in Richtung des Pfeiles 21
werden die Anschläge 14 und 15 wieder außer Berührung gebracht, so daß der Plattenteller
freigegeben und die Einrichtung wieder betriebsbereit ist.
Um die Reibungskupplung 10 nicht übermäßig zu beanspruchen, kann zur Mitnahme
des Hebels 11 beim Zurückführen des Tonarmes
7 an dem Tonarmschaft 9 ein Anschlag 25 angebracht sein, welcher mit einem auf dem
Hebel 11 befestigten Stift 26 in Eingriff kommt. Die Festhalteanschläge 15 sowie die Gleitfläche
18 werden zweckmäßig durch ausgestanzte Abbiegungen der Fläche der Scheibe 17
gebildet. Die Feder 12 kann durch Einschneiden
und Abbiegen eines Materialstreifens an der Kante des Hebels ii mit diesem aus einem
Stück gebildet werden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Abstellvorrichtung für Sprechmaschinen mit einem vom Tonarm durch Reibungskupplung mitgenommenen Anschlaghebel, dessen Nase von einer mit derίο Plattentellerwelle kraftschlüssig gekuppelten Scheibe mittels einer Gleitfläche bei jedem Umlauf erst in die Bahn einer auf dieser Scheibe sitzenden Anschlagfläche gebracht und dann von dem wandernden Tonarm wieder aus dieser Bahn herausbewegt wird, so daß sie beim Stillstand des Tonarmes ■ auf die Anschlagfläche trifft, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anschlagnase tragende Hebel (11) unmittelbar mit dem Tonarm durch Reibungskupplung verbunden ist und die mit der Plattentellerwelle (3) kraftschlüssig (Gummischnur 19) gekuppelte Scheibe (17) einen Verschiebungs- (18) und einen oder mehrere Anschlagnocken (15) trägt, die in Umfangs- und in radialer Richtung derartigen Abstand voneinander haben, daß die Nase (14) des Anschlaghebels bei der gleichförmigen Einwärtsschwenkung des Tonarms (7) auf die Gleit-. fläche des Verschiebungsnockens (18), bei Stillstand auf den Anschlagnocken (15) trifft.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhaltehebel (11) am freien Ende eine Feder (12) trägt, die sich beim Zurückführen des Tonarmes (7) gegen einen Anschlag (13) legt und den Anhaltehebel (11) in seiner richtigen Lage sichert.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitfläche (18) und die Festhalteanschläge (15) durch Ausbiegungen aus dem Material der Scheibenfläche (17) geformt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE609691T | 1930-08-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609691C true DE609691C (de) | 1935-02-20 |
Family
ID=6575994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930609691D Expired DE609691C (de) | 1930-08-09 | 1930-08-09 | Selbsttaetige Abstellvorrichtung fuer Sprechmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609691C (de) |
-
1930
- 1930-08-09 DE DE1930609691D patent/DE609691C/de not_active Expired
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