DE414092C - Verfahren zum Herstellen von Schallplatten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Schallplatten

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DE414092C
DE414092C DER61267D DER0061267D DE414092C DE 414092 C DE414092 C DE 414092C DE R61267 D DER61267 D DE R61267D DE R0061267 D DER0061267 D DE R0061267D DE 414092 C DE414092 C DE 414092C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/68Record carriers
    • G11B3/70Record carriers characterised by the selection of material or structure; Processes or apparatus specially adapted for manufacturing record carriers

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  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Schallplatten. Es ist bekannt, Schallplatten beispielsweise aus einem Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukt herzustellen, die Masse auf Pappe aufzutragen und die Schallinien nach bestimmten Prozessen mittels Matrizen einzupressen.
  • Nimmt man z. B. als Kern der Schallplatten Pappe, so ergeben sich beim Pressen Mißstände, weil je nach der Porosität der Pappe oder dem Feuchtigkeitsgrad derselben, namentlich dann, wenn die Schallplatten gleichzeitig unter Wärme und Druck hergestellt werden, die Feuchtigkeit und die Luft aus der Pappe aus allen Poren herausgetrieben werden. Die Folge hiervon ist starke Blasenbildung, Zersetzung der Masse durch Dämpfe, welche durch die Feuchtigkeit der Pappe entstehen, und sonstige Übelstände,, welche eine Verkaufsfähigkeit der Platte beschränken.
  • Diese Übelstände können vermieden werden, wenn man erreicht, daß der Kern der Schallplatte, also die Pappe oder das Papier, im eigentlichen Prozeß der Herstellung der Schallplatte, d. h. während des Erhitzens und Pressens, nicht mehr arbeiten kann. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man die Kernschicht entweder gleich bei ihrer Herstellung oder unmittelbar vor dem Auftragen des Kondensationsgemisches höherer Temperatur und Druckwirkung aussetzt. Zweckmäßig verwendet man mindestens die gleiche Temperatur und den gleichen Druck, und zwar in demselben Zeitausmaß wie bei der eigentlichen Schallplattenherstellung. Das Erhitzen und Pressen kann nacheinander oder gleichzeitig erfolgen. Es kommt auch in Frage, das Erhitzen zum vollständigen Beseitigen jedes -Feuchtigkeitsrestes im Vakuum vorzunehmen und dann nachträglich und gesondert das Pressen der zweckmäßig auch noch heißen Pappscheiben oder Papierblätter auszuführen oder überhaupt mit geheizten Pressen zu ,arbeiten.
  • Arbeitet man beispielsweise mit Temperaturen von i oo° C und 6o Atm., d. h. 6o kg pro Quadratzentimeter Preßfläche, und bemißt man die Preßzeit mit i Minute, so werden die Pappen ebenfalls mit mindestens ioo"-C, 6o kg pro Quadratzentimeter und i Minute vorgepreßt. Um ganz sicher zu sein, daß die Pappe oder das Papier während des Herstellens der Schallplatten nicht mehr arbeitet, ist es zweckmäßig, Temperatur, Druck und Zeit um io bis 30 Prozent im Vergleich zu den beim Herstellen der Schallplatten angewendeten Daten zu erhöhen. Hiermit werden alle aus der Kernschicht selbst herrührenden Fehler vermieden.
  • Sofern man bisher Einlageschichten einer besonderen Behandlung in der Wärme und unter Druck unterzog, geschah dies lediglich in der Absicht, Papierblätter, die als Plattenkern dienen sollten, miteinander zu vereinigen. Auf die Papierblätter wurde ein plastischer Stofft aufgetragen und alsdann die abwechselnd aus Papier und plastischem Stoff bestehende Schicht in der Wärme gepreßt.

Claims (1)

  1. PATEN r-Atvsr.R-L cfir: i. Verfahren zum Herstellen von Schallplatten, deren aus Pappe oder Papierblättern bestehender Kern unter Wärme und Druck behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernschicht selbst bei ihrer Herstellung oder mindestens vor dem Auftragen der die Schallaufzeichnungen aufnehmenden Schicht, z. B. eines Phenol-Formaldehyd-Kondensationsproduktes, mit mindestens der gleichen Temperatur, dem gleichen Preßdruck und der gleichen Preßzeit vorbehandelt wird, wie sie die Herstellung der Schallplatten erfordern, um Blasenbildung, Entstehung von Wasserdämpfen und sonstige Zersetzungserscheinungen zu verhindern und Unebenheiten der Pappenoberflächen zu beseitigen. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappscheiben zunächst einige Zeit erhitzt, zweckmäßig über ioo" C, und dann einem starken Preßdruck ausgesetzt werden, bei dem ebenfalls ,ein Erhitzen erfolgt. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappscheiben zunächst im Vakuum erhitzt und dann im heißen Zustande gepreßt werden.
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