DE413704C - Brennzuender fuer Geschosse - Google Patents

Brennzuender fuer Geschosse

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Publication number
DE413704C
DE413704C DER59856D DER0059856D DE413704C DE 413704 C DE413704 C DE 413704C DE R59856 D DER59856 D DE R59856D DE R0059856 D DER0059856 D DE R0059856D DE 413704 C DE413704 C DE 413704C
Authority
DE
Germany
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burning
destroyed
igniter
fired
projectiles
Prior art date
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Expired
Application number
DER59856D
Other languages
English (en)
Inventor
Valentin Schlaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/10Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by combustion
    • F42C9/12Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by combustion with ring combustion elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Brennzünder für Geschosse. Bei Brennzündern für Geschosse zur Beschießung von Flugzeugen in großen Höhen ist schon die Einrichtung getroffen, daß der Brandsatz der Satzringe mit der äußeren Luft nicht mehr durch radial nach außen gerichtete Bohrungen oder Kanäle in Verbindung steht, weil infolge der großen Umdrehungsgeschwindigkeit in Verbindung mit der stark verminderten Dichtigkeit der Luft in den oberen Luftschichten der Zutritt des für die Verbrennung des Pulvers nötigen Sauerstoffes verringert und: so herabgesetzt wird, (laß Verlangsamung des Abbrennens und sogar Verlöschen der Satzringe eintritt. Für die Zuführung der Luft zu den Satzringen wird statt der seitlichen Öffnungen ein Längskanat angeordnet, der in einem hohlkegelartigen nach vorn offenen Ringraum mündet. Die Luft in dem Hohlraum und dem daraus zu dem Brandsatz führenden Kanal wird dabei infolge der mit größer Geschwindigkeit eifolgenden Vorwärtsbewegung verdichtet. Die Initialzündeinnichtungwar dabei innerhalb des hohlkappenartigen Auslaufs des Zünders durch eine volle Kappe gegen äußere Einflüsse in üblicher Weise geschützt.
  • Es ist dabei eine Notwendigkeit, daß der Zutritt der Luft von der Zünderspitze her von Beginn des Geschoßfluges an besteht. Das Eindringen von Fremdkörpern, von Staub, Feuchtigkeit u. dgl. zu den Satzringen bei der Lagerung und am Geschütz vor wirklichem Gebrauch muß aber verhindert werden, um Verstopfen des Luftzuführungskanals und Veränderung der Brandsatzbetandteile auszuschließen. Ein Verschluß der s s vorderen Offnung des Zünderkörpers zu diesem Zwecke würde notwendig machen, daß er vor Benutzung des Geschosses entfernt würde; das könnte vergessen werden, würde in jedem Falle aber störend sein, tasächlich und wohl deshalb war ein solcher Verschluß bisher nicht in Anwendung.
  • Die Erfindung .sieht einen solchen vor, trifft aber Vorsorge, däß es keiner besonderen Hantier ung bedarf, um im Augenblick des Abschusses auch das sofortige Zuströmen- der Luft in das Zünderinnere zu gewährleisten. Es wird in geeigneter Weise auf der Kreisöffnung des Zünders ein dünnes Plättchen befestigt, ähnlich wie das von Zündern mit Stößeln her bekannt ist, wo es aber einem anderen Zwecke dient und gerade während des Gschoßfiuges intakt sein muß, um deti Luftdruck von dein Stößel abzuhalten und erst im Augenblick des Geschoßaufschlages und durch diesen zerstört wird. Die Erfindung liegt also in der Anwendung des Verschlußplättchens für die vordere Luftzuäührungsöffnung des Zünders, unbeschadet der notwendigen Abdeckung der Zündvorrichtung durch eine schützende Kappe, in der selbsttätigen Zerstörung des Abschlußmittels im Augenblick des Abfeuerns des Geschosses und in den dazu benutzten Mitteln.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in zwei Ausführungs- und Anwendungsformen.
  • Bei der Abb. i erhält die den Zündbolzen a überwölbende Abschlußklappe b mehrere, und zwar zur Seite oder schräg seitlich gerichtete Durchbohrungen c, die eine Verbindung des Innern der Kappe finit dem die Kappe umgebenden Hohlraum d herstellen, von dem einerseits der längsgerichtete Luftkanal e zu dem Brandsatz f führt, andererseits nach vorn in die Außenluft ausmündet, erfindungsgemäß aber durch das Plättchen g geschlossen ist. Die Mehrzahl und die Lage und Richtung der Durchbohrungen c in der Abschlußkappe b zur Seite oder schräg zur Seite hin ist gewählt, um eine Mittelöffnung darin von größerer Abmessung zu vermeiden, die der Kappe die Eigenschaft als Schutzdecke für den empfindlichsten Teil des Zünders nehmen würde. Der Zünd- oder Schlagbolzen a ist von einer Längsbohrung lt bis zu dem Zündhütchen i hin durchsetzt. Sobald der Zünder scharf wird, also wenn beim Schuß der Zündbolzen die Zündpille ansticht, vergast augenblicklich die Zündmasse im Zündhütchen -i., die Verbrennungsgase verteilen sich ebenso plötzlich durch die Bohrung h des Schiagbolzens und die Bohrungen c in der Kappe in dem Hohlraum d, und ihr Druck stanzt das den Hohlraum von der Außenluft trennende Plättchen g oder zerreißt es. Damit ist im gleichen Augenblick der Weg für die äußere Luft zum Innern des Zünders freigelegt.
  • Das andere Ausführungsbeispiel ist in Abb. 2 und 3 veranschaulicht. Hierbei wird das Versehlußplättchen g nicht durch den Druck entstehender Verbrennungsgase zerstört, sondern der Zündbolzen a, der nicht durchbohrt zu sein braucht, ist an dem Plättchen g, z. B. durch Löten, befestigt. Bei der infolge des Initialstoßes beim Abschuß des Geschosses auftretenden relativen rückläufiges Bewegung des Zündbolzens will dieser das Plättchen mitnehmen, zieht es aus seiner Randbefestigung heraus oder reißt es davon ab und stellt so die freie öffnung am vorderen Ende des Hohlraumes d und damit die Verbindung mit der Außenluft her. Die Lage der Teile vor dem Schuß zeigt die Abb. 2, diejenige nach dem Schuß die Abb. 3.
  • Die Eifindung, die vorstehend für einen Brennzünder beschrieben ist, kann natürlich auch bei Doppelzündern mit Zeit- und Aufschlagzündung angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Brennzünder für Geschosse zum Schießen auf Ziele in großen Höhen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung des die Verbindung des Brandsatzes (f) mit dein Außenluftraum herstellenden Weges durch ein leicht entfernbares oder zerstörbares Abschußmittel (g) erfolgt, welches im Augenblick des Abfeuerns des Schusses selbsttätig zerstört oder entfernt wird. z. Brennzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Druck der bei der Detonation des Zündsatzes (i.) der Initialzündung daraus entstehenden Verbrennungsgase das Abschlußmittel (g) zerstört oder entfernt wird. 3. Brennzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur ungehinderten Verteilung der Verbrennungsgase im Hohlraum (d) hinter dein Abschlußmittel (g) der Schlagbolzen (a) mit Längs- und Querkanälen (h), die die Zündeinrichtung überdeckende Schutzkappe (b) mit zur Seite oder geneigt zur Seite führenden Durchtrittsöffnungelf (c) versehen ist. Brennzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die beim Abfeuern des Geschosses eintretende Relativbewegung der Zünderteile gegeneinander das Abschlußmittel (g) zerstört oder entfernt wird. 5. Brennzünder nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlußmittel (g) und der Schlagbolzen (a) der Initialzündeinrichtung in fester Verbindung miteinander stehen.
DER59856D 1923-12-01 1923-12-02 Brennzuender fuer Geschosse Expired DE413704C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER59856D DE413704C (de) 1923-12-01 1923-12-02 Brennzuender fuer Geschosse

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE225581X 1923-12-01
DER59856D DE413704C (de) 1923-12-01 1923-12-02 Brennzuender fuer Geschosse
US750894A US1637964A (en) 1923-12-01 1924-11-19 Fuse for projectiles
US86274A US1596378A (en) 1923-12-01 1926-02-05 Fuse for projectiles

Publications (1)

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DE413704C true DE413704C (de) 1925-05-14

Family

ID=27431585

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DER59856D Expired DE413704C (de) 1923-12-01 1923-12-02 Brennzuender fuer Geschosse

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DE (1) DE413704C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132471B (de) * 1958-02-03 1962-06-28 Hotchkiss Brandt Sicherungs- und Verzoegerungseinrichtung zum Zuenden der Treibladung einer Rakete

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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