DE413329C - Unterbrochenes Gewebe zur Herstellung von Fahrzeugreifen o. dgl. - Google Patents

Unterbrochenes Gewebe zur Herstellung von Fahrzeugreifen o. dgl.

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DE413329C
DE413329C DEI24491D DEI0024491D DE413329C DE 413329 C DE413329 C DE 413329C DE I24491 D DEI24491 D DE I24491D DE I0024491 D DEI0024491 D DE I0024491D DE 413329 C DE413329 C DE 413329C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C9/00Reinforcements or ply arrangement of pneumatic tyres
    • B60C9/0042Reinforcements made of synthetic materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

  • Unterbrochenes Gewebe zur Herstellung von Fahrzeugreifen o. dgl. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Gewebe, welches hauptsächlich bei der Herstellung von Automobilreifen o. dgl. verwendet werden soll. Zur besseren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienen die beiliegenden Zeichnungen.
  • Die Abb. i zeigt die Beschaffenheit eines Automobilreifens. Dieser besteht aus mehreren Gewebelagen i, z, 3, 4. der aufgebrachten Gummihülle 5 und den beiden der Befestigung dienenden Wülsten 6.
  • Zur Herstellung der Unterlage dienten früher schwere gezwirnte Gewebe in Leinwandbindung (Abb. a). Das fertige Gewebe wurde gummiert und darauf in diagonale Streifen zerschnitten (Abb.3). Die Dinge ,a eines solchen Streifens entsprach dem Reifenumfang und die Breite b der abgewickelten Länge des Reifenprofils (Abb..l). Die unteren Gewebelagen i, z ... wurden seitlich gerade an eine Eisenform angelegt. Die 1=t:-t:#n S -hichten ;, 4. .. jedoch um dic g`-trennt hergestellten und für sich eingelegten @Vulstringe 7 herumgelegt, so daß sie zwischen sich und den unteren Gewebelagen diese einschlossen. Es mußten also diese Gewebebahnen breiter sein als die oberen.
  • Für die unteren Gewebelagen wurde vielfach auch ein anderes Gewebe genommen. Die Fadenlage ist jedoch in Längsrichtung der Streifen gesehen diagonal rechtwinklig in Schuß zu Kette (Abb.5).
  • Da diese diagonalen, aus dem vollen gummierten Stück (Abb.3) herausgeschnittenen Streifen von Hand oder mit Werkzeugen um die eiserne Reifenform gelegt wurden, erfolgte im großen Durchmesser eine starke Dehnung und LTberbeanspruchung des Gewebes, während nach den Wülsten hin diese abnahm, ja dort wurde sogar ein Faltiglegen notwendig.
  • Beim Fahren wurde ein derartig hergestellter Reifen noch bedeutend stärker beansprucht, weil infolge der andauernd veränderlichen Fcrrn des Reigens sich die Schuß- und Kettenfäden an ihren Kreuzungen scheuerten, so daß hier sehr oft :ein Durchsägen der Fäden eintrat.
  • Dieser letzte Übelstand führte zu den Versuchen mit Schwergeweben anderer Beschaffenheit, den soggenannten Fadengeweben (Abb.6). Die Fadengewebe bestehen in der Hauptsache aus einer Zwirnkette -8 (Kordonett), welche durch einfache Schußfäden 9 (etwa ein a5,er einfacher Schuß zu einer 223/5/3 Kordonettkette) zusammengehalten werden, wobei etwa auf j e 1/2 bis I cm Gewebelänge ein Schußfaden fällt. Dieses Gewebe wird heute im Autoreifengewerbe allgemein Kordgewebe genannt und die damit hergestellten Reifen Kordreifen.
  • Das Fadengewebe wird wie das Vollgewebe behandelt, d. h. in Diagonale zerschnitten, nachdem es gummiert wurde (Abb.7).
  • Es ist aber das Gummieren sowohl wie das Auflegen auf die Form bei einem derart losen und empfindlichen Gewebe eine sehr schwierige Arbeit und vielen Reifenherstellern ist es lange nicht gelungen, ,einen haltbaren Reifen auf den Markt zu bringen, weil diese seitlich platzten infolge soge a;nnter Wulstbrüche.
  • Die Kettenfäden haben neben oder an den Wülsten zu wenig Verband untereinander, so daß ein haltbarer Zusammenhang von Wulst und Gewebe sehr schwer zu erhalten ist.
  • Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird neuerdings versucht, Kettenfädenbahnen herzustellen, d. h. die wenigen noch vorhandenen Schußfäden werden fallen gelassen, indem die Kordonettfäden einfach zusammengummiert werden. Es entsteht also eine gummierte Fadenfläche, welche in der schon beschriebenen Weise wie ein Vollgewebe weiter behandelt wird. Hierbei ist zwar die Gefahr des Durchscheuerns vermieden, aber alle andern Übelstände bestehen weiter und z. T. in stärkerem Maße.
  • Um die Fadenkreuzung auf dem Reifen wie beim Vollgewebe zu erhalten, wird jeder nachfolgende Streifen Fadengewebe (mit oder ohne Schuß), gegenüber dem voraufgehenden g ge kreuzt, d. h. es wird die eine Lage mit ihrer oberen Seite nach unten und die andere normal gelegt (Abb.8).
  • Alle bisher erwähnten Mängel und Nachteile werden nun durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung beseitigt.
  • Um ein auf der Lauffläche des Reifens schußloses Gewebe zu erhalten, welches aber an den Seiten zur Bildung der Wülste wieder in den Vollgewebeverband übergeht, wird ein 1 1 e Zc----ibinations- webe hergestellt, welches Streifen (Abb.9) vergibt.
  • Die Kette läuft wie beim Fadengewebe (Kord) normal über bzw. durch den Stuhl, der Schuß wird streifenweise eingeschlagen, und zwar so, daß er die Kettenfäden schräg kreuzt bzw. umgekehrt, die Kette schräg und den Schuß normal, so daß ein Gewebe nach Abb.Io erhalten wird. Das normal fertiggestellte Gewebestück wird wie früher gummiert und dann in. Richtung des Schusses zwischen dessen Fäden zerschnitten, wie dies durch die Pfeile angedeutet wurde.
  • Es kann dem schußlosen Teil eine beliebige Länge gegeben werden. Zweckmäßigerweise wird der schußlose Teil auf jeder Seite bis etwa einige Zentimeter vor den Wulstanfang gehen, so daß nun beide Seiten des Streifens als Vollgewebe erscheinen. Werden die Linien rechts und links des Reifens (Abb. I I) am Beginn des Vollgewebes als Nullinien betrachtet, so kann diese Zone als ohne Streckung und ohne Schrumpfung angesehen werden. Ihre Länge ist also gleich dem Radumfang an dieser Stelle. Der unterhalb dieser Neutralen liegende Vollgewebeteil, also dem Innendurchmesser des Reifens: zu, erhält dann nur eine unbeachtliche Schrumpfung, die von der Elastizität des Gewebes aufgenommen wird, ohne hier eine Faltenbildung zu veranlassen. Der über der Nullinie liegende schußlose Teil wird zwar auch gedehnt, hat aber eine bedeutend geringere Dehnung auszuhalten, gegenüber der bisherigen. Jedenfalls liegen hier bessere Anpassungsverhältnisse vor als bei den früher verwendeten Gewebearten. Der Wulst wird vom Vollgewebe gehalten und ist durchaus gesichert, der ganze Reifen wird viel haltbarer, ohne seine Elastizität zu verlieren.
  • Die Bindung des Vollgewebeteiles ist natürlich ganz gleichgültig, sie kann sowohl zwei als auch mehrschäftig sein. Selbstverständlich i kann das Schräggewehe auch vollständig ausgebildet werden, d. h. der Schuß ist durchgehend. Als solches kann es. auch zu anderen Zwecken verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Unterbrochenes Gewebe zur Herstellung von Fahrzeugreifen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Wülste Streifen als Vollgewebe ausgebildet sind, die in schräger Bindung zu den auf dem Lauf- oder Mantelteil schußlosen Fäden stehen.
DEI24491D 1924-03-04 1924-03-04 Unterbrochenes Gewebe zur Herstellung von Fahrzeugreifen o. dgl. Expired DE413329C (de)

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DE413329C true DE413329C (de) 1925-09-03

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